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		<title>Gospel Translations - User contributions [en]</title>
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		<updated>2026-04-10T18:56:53Z</updated>
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		<id>http://en.gospeltranslations.org/wiki/How_Can_I_Change%3F/Where_it_All_Begins/de</id>
		<title>How Can I Change?/Where it All Begins/de</title>
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				<updated>2009-03-20T01:49:29Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Browniekr: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|Wo alles beginnt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor wenigen Jahren ging das Gerücht um, ein populärer Rockstar sei „wiedergeboren“. Die Reaktionen aus christlichen Kreisen waren erwartungsgemäß überschwänglich. Doch als der Star von seiner angeblichen Bekehrung erfuhr, setzte er dem Gerücht rasch ein Ende: „Es wurde verbreitet, dass ich wiedergeboren sei. Das ist falsch. Ich habe nur gesagt, dass ich wieder im Pornogeschäft sei.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur ein kleiner Buchstabe, und so ein großer Unterschied. [Im Englischen „born again“ und „(into) porn again“ – A. d. Ü.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin skeptisch, wenn ich höre, dass Personen des öffentlichen Lebens sich bekehrt haben. Selbst wenn die betreffende Person bestätigt, Christus nachfolgen zu wollen, scheint der Lebensstil desjenigen oder derjenigen selten eine entsprechende Änderung widerzuspiegeln. Es gibt oft keine Anzeichen für Buße. Es gibt kein Engagement in einer örtlichen Kirche. Wenn der gemeine Mann, Otto Normalverbraucher, diesen offenkundigen Widerspruch bemerkt, zieht er daraus den falschen Schluss, dass „wiedergeboren sein“ genau so aussieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|'''Meditieren Sie über 1. Petrus 2,2-3. '''Was ist mit der hier beschriebenen „Milch“ gemeint? Warum ist reine Milch wichtig für geistliches Wachstum?}}Charles Colson ist eine bemerkenswerte Ausnahme von diesem Verhaltensmuster. Der ehemalige Anwalt und Präsidentenberater der Regierung Nixon wurde wegen seiner Rolle in der Watergate-Affäre verurteilt und eingesperrt. Es schien verdächtig, als er während dieser Zeit behauptete, er habe sein Leben Christus übergeben. Doch das war kein Trick, um sein Urteil zu verringern. Colsons Bekehrung war echt, wie sich in seinem neuen Lebensstil zeigte. Sein Buch „Born Again“ berichtet beredt und überwältigend von seiner authentischen Begegnung mit dem Evangelium. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn auch das Wort &amp;quot;wiedergeboren&amp;quot; in der heutigen Kultur häufig verwendet wird, so wird doch seine theologische Bedeutung dabei verdeckt. Als zum Beispiel der verabschiedete Schwergewichtsboxer George Foreman in den Ring zurückkehrte, sprachen Sportreporter davon, dass seine Karriere „wiedergeboren“ sei. Bei Politikern, die einen Rückschlag erleiden und dann wieder Beliebtheit erlangen, spricht man manchmal von Wiedergeburt. Und viele Menschen denken bei wiedergeborenen Christen an eine hyperaktive Randgruppe innerhalb der Kirche, ohne zu ahnen, dass die Wiedergeburt eine Voraussetzung dafür ist, überhaupt Teil der Kirche zu werden!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{RightInsert|&amp;quot;Christ zu werden heißt nicht, einen neuen Anfang im Leben zu machen, sondern, für den Anfang ein neues Leben zu erhalten.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert in R.C. Sproul, ''Born Again: Leader Guide ''(Orlando, FL: Ligonier Ministries, Inc., 1988), Kapitel I, S. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;'''-Thomas Adams'''}}Selbst der reife Christ versteht manchmal dieses entscheidende Wort nicht. Doch wenn wir je darauf hoffen, uns so zu ändern, wie Gott es will, dann müssen wir mit dem Verstehen und Erleben von Erneuerung beginnen – der Wiedergeburt. Hier beginnt der gesamte Prozess der Heiligung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|&amp;lt;big&amp;gt;1&amp;lt;/big&amp;gt; Welche der folgenden Aussagen beschreiben Ihrer Meinung nach am besten, was es bedeutet, wiedergeboren zu sein? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''(Antwort unten auf Seite) ''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
❏ Sich für ein besseres Leben zu entscheiden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
❏ Eine lange verloren gegangene Hingabe an Christus zu erneuern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
❏ Gott zu bitten, Ihnen Ihre Sünden zu vergeben und in Ihrem Herzen einzuziehen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
❏ Allen Ihren Freunden zu erzählen, dass sie in die Hölle kommen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
❏ Nichts von dem oben Gesagten}}=== Ein Pharisäer wird belehrt === &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wort „wiedergeboren“ entstand nicht bei Präsident Jimmy Carter. Es entstand bei Jesus Christus. Lassen Sie uns erkunden, wo er es einführte und wie er es verstanden sehen wollte, indem wir ein brain-bending Gespräch im dritten Kapitel bei Johannes belauschen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicodemus war Pharisäer und Mitglied des herrschenden Rates der Juden, des Sanhedrin (Hoher Rat). Er genoss in Jerusalem große Achtung als Theologe und Lehrer des Rechts. Angesichts seiner Stellung und seines Ansehens überrascht es, dass Nicodemus Jesus einen privaten Besuch abstattete. Schließlich fehlte Jesus die formale Ausbildung, die Nicodemus und seine Standesgenossen so hoch schätzten. Außerdem hatte dieser niedrige proletarische Rabbi gerade den Tempel verwüstet und angedeutet, er hätte alleinige Vollmacht von Gott (Joh 2,13-22). Doch Nicodemus war von Jesu Lehren fasziniert, und dass die Wunder sich ereignet hatten, konnte er weder bestreiten noch abtun. So suchte der prominente religiöse Insider mit einer gewissen Demut den ungebildeten Zimmermann aus Galiläa auf: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rabbi, wir wissen, dass du ein Lehrer bist, von Gott gekommen, denn niemand kann diese Zeichen tun, die du tust, es sei denn Gott mit ihm. (Joh 3,2) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|Antwort: Nichts von dem oben Gesagten. Eine biblische Definition finden Sie, wenn Sie weiterlesen.}}Eins muss man den Pharisäern lassen – sie wussten um die Bedeutung von Etikette. Indem er Jesus mit „Rabbi“ anredete, drückte Nicodemus Achtung vor dessen Stellung als Lehrer und den Willen zu lernen aus. Seine nächste Aussage jedoch sollte er schnell bereuen: „Rabbi, wir wissen ...“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht gerade die empfehlenswerte Art und Weise, ein Gespräch mit dem Sohn Gottes anzufangen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus hätte Nicodemus für seine arrogante Haltung zur Rede stellen und das Gespräch hier beenden können. Stattdessen entschied er sich dafür, Nicodemus zu helfen, damit er erkannte, wie begrenzt sein Wissen tatsächlich war. Seine Methode: Eine schnelle Runde Bibelquiz. Kategorie: Erneuerung, für 200 Dollar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|&amp;quot;Wir nehmen diese Lehre [dass der Mensch nicht in das Reich Gottes gelangen kann] selten ausreichend ernst, vielleicht deshalb, weil sie uns die letzten Reste unserer natürlichen Selbstständigkeit unter den Füßen wegreißt. Sie unterstreicht die biblische Lehre, dass unsere Rettung allein aus Gnade geschieht. Das eine, was notwendig ist, ist auch das eine, das wir nicht selbst ausführen können!&amp;lt;ref&amp;gt;Sinclair Ferguson, ''The Christian Life ''(Carlisle, PA: The Banner of Truth Trust, 1989), S. 55.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;'''—Sinclair Ferguson'''}}„Wahrlich, wahrlich, ich sage dir“, erwiderte Jesus, „wenn jemand nicht von neuem geboren wird, kann er das Reich Gottes nicht sehen.“ (V. 3). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aussage des Herrn verwirrte Nicodemus. „Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist?“, fragte er. „Kann er etwa zum zweiten Mal in den Leib seiner Mutter eingehen und geboren werden?“ Nicodemus konnte nicht verstehen, was Jesus meinte, und er war es auch nicht gewöhnt, dass man so mit ihm sprach. Üblicherweise war es seine Aufgabe, die Antworten zu geben, und nicht, sie zu suchen. Womöglich war er sogar im Tempel gewesen sein, als Jesus im Alter von 12 Jahren die Priester mit seinen Fragen erstaunte. Doch Jesus war kein Heranwachsender mehr. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{RightInsert|'''Zur weiteren Betrachtung: '''Lesen Sie Matthäus 19,23-26. Welche Chancen hat ein Mensch, abgesehen von Gottes Eingreifen, in das Reich Gottes zu gelangen?}}„Wahrlich, wahrlich, ich sage dir“, fuhr Jesus fort, „wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, kann er nicht in das Reich Gottes eingehen. Wundere dich nicht, dass ich dir sagte: Ihr müsst von neuem geboren werden.“ (Verse 5, 7). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Nicodemus war überrascht. Ja, er war im Grunde schockiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wie kann dies geschehen?“, fragte er. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An diesem Punkt hätte Nicodemus zwei Aspirin gebrauchen können. Sein Problem wurde durch ein Gefühl der Demütigung noch verstärkt, besonders, als Jesus sagte: „Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wir reden, was wir wissen, und bezeugen, was wir gesehen haben, und unser Zeugnis nehmt ihr nicht an. Wenn ich euch das Irdische gesagt habe, und ihr glaubt nicht, wie werdet ihr glauben, wenn ich euch das Himmlische sage?“ (Verse 11-12). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|&amp;quot;Die Wiedergeburt ist nicht nur ein Geheimnis, das kein Mensch versteht, sie ist auch ein Wunder, das kein Mensch unternehmen kann.&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert in R.C. Sproul, ''Born Again: Leader Guide, ''Kapitel III, S. 20.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br&amp;gt;'''—Richard Baxter'''}}Es ist leicht, auf den beschämten Gelehrten herabzusehen, doch lassen wir uns einmal derselben Prüfung unterziehen: Verstehen wir, was Jesus über das Neu-geboren-werden sagte? Sind wir erstaunt über Jesu Worte? Wenn wir nicht den Punkt erreicht haben, an dem wir mit Nicodemus fragen: „Wie kann dies geschehen?“, ist es unwahrscheinlich, dass wir das Geheimnis und das Wunder von Erneuerung gänzlich verstanden haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nichts beizutragen  ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|&amp;lt;big&amp;gt;2&amp;lt;/big&amp;gt; Schenkt Ihnen die Konzentration auf die einzelnen Bestandteile der bemerkenswerten Aussage Jesu neue Einsichten? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Ihr''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''müsst''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''von neuem''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''geboren''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''werden''}}Absichtlich ließ Jesus jede Andeutung darauf weg, dass Nicodemus persönlich verantwortlich dafür sei, von neuem geboren zu werden. Tatsächlich sagte er genau das Gegenteil: „Was aus dem Fleisch geboren ist, ist Fleisch, und was aus dem Geist geboren ist, ist Geist.“ (Joh 3,6). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{RightInsert|'''Zur weiteren Betrachtung: '''Inwiefern zeigt Abrahams Vaterschaft zu Isaak und Ismael den Gegensatz zwischen unseren Bemühungen und denen Gottes? (Siehe Genesis 21,1-13 und Römer 9,6-9)}}Es ist nicht schwer zu verstehen, weshalb Nicodemus die Bemerkungen Jesu so verwirrend fand. Die Pharisäer hatten das Gesetz missverstanden und falsch ausgelegt und versuchten daher, ihre eigene Gerechtigkeit vor Gott nachzuweisen. Nicodemus dürfte angenommen haben, dass für das Wiedergeborenwerden (was auch immer es bedeutete) eine Anstrengung oder Mitwirkung seinerseits erforderte. Die meisten von uns dürften dasselbe annehmen. Und genau diese Annahme griff Jesus an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ihr müsst von neuem geboren werden“ ist kein Befehl, an Christus zu glauben; es ist eine Aussage, die klar stellt, was er in uns tun muss. „Erneuerung ist eine Veränderung, die durch Gott in uns vollzogen wird“, schreibt C. Samuel Storms, „keine autonome Handlung, die von uns für uns ausgeführt wird.“&amp;lt;ref&amp;gt;C. Samuel Storms, ''Chosen for Life ''(Grand Rapids, MI: Baker Book House, 1987), S. 108.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Halten Sie einen Moment inne, um über die überwältigenden Auswirkungen der Worte Christi nachzudenken: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
■ Obwohl Erneuerung für das christliche Leben absolut erforderlich ist, kann sie durch menschliche Anstrengung nicht erreicht werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
■ Gott ist der alleinige Urheber der Wiedergeburt, es handelt sich nicht um eine gemeinsame Anstrengung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
■ Erneuerung ist eine Erfahrung, die wir machen müssen, die jedoch nur Gott geben kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht aus Mangel an Intelligenz fand Nicodemus die Worte des Herrn so verwirrend, sondern weil sie in seinem Denken einen Paradigmenwechsel erforderlich machten. Sie zeigten, wie hilflos und abhängig von der Gnade Gottes er war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevor wir fortfahren, möchte ich eine Sache klarstellen. Ich schmälere hiermit nicht die Bedeutung von Buße und Glauben. Diese müssen unsere Reaktion auf Erneuerung charakterisieren, und sie sind für die Bekehrung und unsere fortwährende Heiligung unabdingbar. Doch aus meiner Sicht sind sie Ergebnis der Wiedergeburt, nicht Ursache. Der Theologe A. A. Hodge fordert uns warnend auf, die Sicht der Schrift zu bewahren: „Was der Mensch nach der Erneuerung auch tut, die erste Auferweckung der Toten muss ihren Ursprung in Gott haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert in R.C. Sproul, ''Born Again: Leader Guide, ''Kapitel III, S. 19.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|&amp;quot;Eines Abends in der Woche, als ich im Hause Gottes saß, dachte ich nicht viel über die Ausführungen des Predigers nach, denn ich glaubte sie nicht. Mir kam der Gedanke: ''‚Wie bist du Christ geworden?’ ''Ich suchte den Herrn. ''‘Aber wie kam es, dass du den Herrn suchtest?’'' Die Wahrheit blitzte augenblicklich in meinem Kopf auf – ich hätte ihn wohl nicht gesucht, wenn da nicht irgendein vorheriger Einfluss in meinem Kopf gewesen wäre, der mich veranlasste, ihn zu suchen. Ich betete, dachte ich, doch dann fragte ich mich: ''Wie kam ich dazu, zu beten? ''Ich wurde angeregt zu beten, indem ich die Schrift las. ''Wie kam ich dazu, die Schrift zu lesen? ''Ich las sie, doch was brachte mich dazu, das zu tun? Dann, in einem Augenblick, sah ich, dass Gott am Grunde von allem war, und dass er der Urheber meines Glaubens war, und so eröffnete sich mir die ganze Lehre von der Gnade, und von dieser Lehre bin ich bis zu diesem Tag nicht abgewichen, und ich möchte dies zu meinem ständigen Bekenntnis machen: ‚Ich schreibe meine Veränderung ganz und gar Gott zu.’&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Charles Spurgeon, ''Autobiography, ''1 (Edinburgh: Banner of Truth Trust, 1962), S. 164-65.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;'''—Charles H. Spurgeon'''}}Erfassen Sie einmal, welch radikale Veränderung erforderlich ist, und wie unfähig Sie sind, um diese hervorzubringen. Erneuerung ist das klare Werk Gottes allein. Wie J. I. Packer es ausdrückt: „Das ist keine Veränderung, die herbeizuführen der Mensch irgendetwas tut, ebenso wenig, wie Babys irgendetwas dazu tun, um ihre eigene Zeugung und Geburt zu veranlassen oder dazu beizutragen.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;J.I. Packer, ''God’s Words ''(Downers Grove, IL: InterVarsity Press, 1981), S. 151.&amp;lt;/ref&amp;gt;Wir werden nicht geboren „aus dem Willen des Mannes … sondern aus Gott geboren“, wie Johannes sagt (Joh 1,13). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein neues, gerechtes Wesen wurde geschenkt, dessen alleiniger Urheber Gott ist. Dazu haben wir die Versicherung, „dass der, welcher ein gutes Werk [Erneuerung] in euch angefangen hat, es vollenden wird bis auf den Tag Christi Jesu“ (Phil 1,6). Das sollte nun wirklich rechte Freude hervorrufen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{RightInsert|'''Meditatieren Sie über Titus 3,4-7. '''Wenn wir die Quelle unserer Errettung (V. 5) erkennen, wird unsere Hoffnung auf das ewige Leben gestärkt (V. 7).}}Wir müssen uns keine Sorgen mehr darum machen, ob unsere Willenskraft und Selbstdisziplin ausreichen werden. Sie werden es nicht. Nach dem Bilde Christi umgewandelt zu werden, ist letztlich nicht von unserer Fähigkeit abhängig. Vielmehr können wir wegen Gottes endgültigem Werk Vertrauen in Bezug auf unser Wachstum in der Frömmigkeit haben. Er hat uns eine neue Einstellung eingepflanzt, ein Verlangen nach Gerechtigkeit. „Dies“, so J. Rodman Williams, „ist das größte Wunder, das man je erleben kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;J. Rodman Williams, ''Renewal Theology, Volume II: Salvation, The Holy Spirit, and Christian Living ''(Grand Rapids, MI: Zondervan Publishing House, 1990), S. 37.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Es werde Leben  ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was geschieht eigentlich, wenn jemand wiedergeboren wird?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. I. Packer meint, das Wort Erneuerung „beschreibt einen neuen Beginn des Lebens … es spricht von einer kreativen Aufarbeitung, die durch die Kraft Gottes herbeigeführt wird.“&amp;lt;ref&amp;gt;J.I. Packer, ''God’s Words, ''S. 148-149.&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Gott Sie erneuerte, rief er etwas ins Leben, was zuvor nicht existierte. Die Bibel beschreibt das so: „Denn Gott, der gesagt hat: Aus Finsternis soll Licht leuchten! er [ist es], der in unseren Herzen aufgeleuchtet ist zum Lichtglanz der Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes im Angesicht Jesu Christi.“ (2 Kor 4,6)  Die Parallele hier zwischen unserer Erneuerung und der Schöpfung ist beabsichtigt. Unsere Erneuerung war kein weniger schöpferischer Akt Gottes. Derselbe Gott, der sagte: „Es werde Licht!“ sprach eines Tages zu uns und sagte: „Es werde Leben!“ ''Und es ward Leben! '' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{RightInsert|'''Meditieren Sie über 1. Petrus 1,23. '''Inwiefern trägt diese Analogie zu Ihrem Verständnis der neuen Geburt bei?}}Die neue Geburt kann auch als Auferstehung betrachtet werden. Obwohl wir in Sünde tot waren und unfähig, diesen Zustand zu ändern, wurden wir nunmehr von Gott durch das erneuernde Wirken des Heiligen Geistes lebendig gemacht. Der Theologe R. C. Sproul erklärt dies genauer: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|&amp;lt;big&amp;gt;3&amp;lt;/big&amp;gt; Stellen Sie sich folgende Situation vor: Sie sind ein Jugendexperte und beraten Jugendliche mit einer seltenen Geisteskrankheit - sie sind völlig überzeugt davon, dass sie sich selbst geboren haben. Was für Ängste würde dies Ihrer Erwartung nach bei ihnen hervorrufen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Würden Sie erwarten, ähnliche Ängste bei Christen vorzufinden, die Gottes Rolle bei der Erneuerung nicht verstehen?)}}Der Geist erneuert das menschliche Herz und erweckt es vom geistlichen Tod zu geistlichem Leben. Erneuerte Menschen sind Neuschöpfungen. Wo sie zuvor weder Ausrichtung noch Neigung oder Wunsch nach den göttlichen Dingen hatten, sind sie jetzt zu Gott hin ausgerichtet und geneigt. Bei der Erneuerung pflanzt Gott einen Wunsch nach sich selbst in das menschliche Herz ein, der sonst nicht da wäre.&amp;lt;ref&amp;gt;R.C. Sproul, ''Essential Truths of the Christian Faith ''(Wheaton, IL: Tyndale House, 1992), S. 171-172.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ein Toter kann nicht bei seiner eigenen Auferstehung helfen“, bemerkt W. G. T. Shedd.&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert in R.C. Sproul, ''Born Again: Leader Guide, ''Kapitel III, S. 19.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wenn da nicht das gnädige Wirken des Heiligen Geistes gewesen wäre, der uns ein neues Leben gab, zusammen mit einem neuen Wesen und einem neuen Wunsch, Gott zu gefallen, zu dienen, zu gehorchen und zu verherrlichen, dann wären wir immer noch geistlich tot und Gott feindlich gesinnt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erneuerung unterscheidet sich deutlich von anderen Facetten unserer Errettung. Während beispielsweise die Rechtfertigung unseren Stand vor Gott ändert (das heißt, wir werden für gerecht statt für schuldig erklärt), verwandelt die Erneuerung unser innerstes Wesen. Dieser innere Wandel ist so radikal und umfassend, dass wir nun als neue Schöpfungen beschrieben werden. Das Bild Gottes, das beim Sündenfall beschädigt wurde, wird durch die neue Geburt neu geschaffen und fortwährend erneuert durch die Heiligung. Doch im Gegensatz zu Heiligung ist Erneuerung kein Prozess. Sie findet nicht schrittweise oder in verschiedenen Graden statt. Sie ist ein allwaltendes und ''augenblickliches '' Werk Gottes in unserem Leben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|&amp;quot;Erneuerung ist eine Veränderung, die erkannt und gefühlt wird: erkannt durch die Werke der Heiligkeit und gefühlt durch eine gnadenreiche Erfahrung.&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert in R.C. Sproul, ''Born Again: Leader Guide, ''Kapitel II, S. 17.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;'''—Charles H. Spurgeon'''}}Bitte verstehen Sie mich nicht falsch. Nicht jeder wird mit all den dramatischen Erfahrungen erneuert, die Paulus machte. Hier haben wir es mit einem Mann zu tun, der für drei Tage übernatürlich erblindete und hörbar vom Himmel angesprochen wurde. Doch Paulus war nicht der Einzige, der in der Apostelgeschichte wiedergeboren wurde. Lydia, die die Gute Nachricht bei einem Gebetstreffen der Frauen hörte, „deren Herz tat der Herr auf, dass sie achtgab auf das, was von Paulus geredet wurde.“ (Apg 16,14). Und das war auch schon alles. Paulus’ Augen wurden zeitweise blind, und Lydias Herz wurde still aufgetan. Unterschiedliche Erfahrungen, doch das Ergebnis war genau das gleiche. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{RightInsert|'''Zur weiteren Betrachtung: '''Wer ist „der, welcher heiligt“ (Hebräer 2,11)? Für welche Stufen unserer Heiligung ist er verantwortlich (Hebräer 12,2)?}}Oft sind wir versucht, die Authentizität einer Umwandlung an den Erfahrungen zu messen, die sie begleiten. Jeder hört gern von dem Bandenführer oder Drogenhändler, dessen Leben drastisch verändert wird. Aber nehmen Sie einmal an, Sie sind eine Lydia. Eines Tages fuhren Sie im Auto so dahin, hörten eine Kassette, die Ihnen irgendjemand geborgt hatte, und ohne dass jemand dies bezeugen konnte, tat Gott sanft Ihr Herz auf. Sie hörten keine Stimmen, das Auto schlingerte nicht von der Straße. Nichts Dramatisches. Doch als Sie bei der Arbeit ankamen, wussten Sie, auch wenn Sie es nicht erklären konnten, dass etwas Bedeutendes geschehen war. Sie waren anders. Sie waren neu geboren worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hatte das Privileg, den Ort in England zu besuchen, wo John Wesley wiedergeboren wurde. Betrachten Sie einmal seine einfache Beschreibung dieses Augenblicks: „Ich spürte, wie das Herz in mir seltsam erwärmt wurde.“ Wohl kaum etwas, das man als explosionsartige Erfahrung bezeichnen würde, und doch sind die Echtheit und Wirkung von Wesleys Erneuerung unbestreitbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|&amp;lt;big&amp;gt;4&amp;lt;/big&amp;gt; Zeichnen Sie in das Leerfeld unten oder am Ende dieser Seite einen einfachen Zeitstrahl Ihres Lebens, beginnend bei der Geburt und bis in die Gegenwart hinein. Markieren Sie dann, wann Sie das Folgende jeweils erfahren haben: Erneuerung, Rechtfertigung, Heiligung, Buße, und Glaube. Was davon geschah zu einem bestimmten Zeitpunkt? Was geschieht fortlaufend?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
}}Ob unaufdringlich oder dramatisch, alle neuen Geburten haben dies gemein: sie werden ausschließlich und gänzlich von Gott bewerkstelligt. Die Höhepunkt und die Figuren sind einzigartig, doch die Handlung der Geschichte ist immer dieselbe. Wir sind neue Schöpfungen. Das Alte ist vergangen, das Neue ist gekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ein vergeblicher Beschluss ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht nur in sein Evangelium hat Johannes bemerkenswerte Aussagen über Erneuerung eingebracht. Wir wollen abschließend die folgenden aufrüttelnden Worte betrachten: Jeder, der aus Gott geboren ist, tut nicht Sünde, denn sein Same bleibt in ihm; und er kann nicht sündigen, weil er aus Gott geboren ist. (1 Joh 3,9)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Haben Sie jemals diesen Vers gelesen und waren verwirrt? Es kann doch unmöglich das bedeuten, was da steht … oder doch? Nur wenige Menschen können auch nur eine oder zwei Stunden überstehen, ohne auf die eine oder andere Weise zu sündigen. Vielleicht ist die wahre Bedeutung dieses Verses bei der Übersetzung verloren gegangen. Andererseits fragen wir uns besorgt: ''Was, wenn das stimmt? Das scheint nicht meine Erfahrung zu sein ... heißt das dann, dass ich nicht „aus Gott geboren“ bin? '' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johannes meint damit nicht, dass wahre Christen „unfähig“ sind zu sündigen. Das wird aus dem ersten Kapitel desselben Briefs deutlich, wo er schrieb: „Wenn wir sagen, dass wir keine Sünde haben, betrügen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns“ (1 Joh 1,8). Nein – die Sünde ist immer noch deutlich vorhanden, und wenn auch ihre Herrschaft über unser Leben zerstört ist, so können wir doch jederzeit ihrem Einfluss unterliegen. Doch indem er schreibt, jeder, der aus Gott geboren ist, „kann nicht sündigen“, zeigt Johannes auf, dass die Erneuerung uns unfähig gemacht hat, ''weiterhin zu sündigen''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was Johannes in diesem Abschnitt meint, ist nach Anthony Hoekema, dass der Christ „nicht weiterhin die Sünde tut und genießt und sich ihr völlig überlässt … [E]r oder sie ist nicht fähig, weiter mit Freude zu sündigen, weiter in Sünde zu leben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Anthony A. Hoekema, ''Saved by Grace ''(Grand Rapids, MI: Eerdmans Publishing Co., 1989), S. 100. &amp;lt;/ref&amp;gt; John R. W. Stott fasst es einfacher zusammen: „Der Gläubige kann in Sünde fallen, doch er wandelt nicht in ihr.“&amp;lt;ref&amp;gt;John R.W. Stott, ''The Epistles of John ''(Grand Rapids, MI: Eerdmans Publishing Co., 1964), S. 136.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erkennen Sie den Unterschied? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|&amp;quot;Erneuerung tritt hauptsächlich im Zentrum des menschlichen Wesens auf, nämlich in seinem Herzen oder seiner Seele. Auf dieser tiefgründigsten Ebene der menschlichen Existenz vollzieht sich eine entscheidende Veränderung. &amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;J. Rodman Williams, ''Renewal Theology, ''Band II, S. 50.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;'''—J. Rodman Williams}}Nehmen wir mal an, ich wäre so dumm, Johannes’ Versicherung zu überprüfen, indem ich den folgenden Beschluss fasste: „In den nächsten sechs Monaten will ich versuchen, einen sündigen Lebensstil zu entwickeln.“ Das ist natürlich etwas, was ich mir weder wünschen noch empfehlen würde. Jedoch glaube ich nicht, dass ich in der Lage wäre, einen solchen Beschluss auszuführen. Warum? Weil ich aus Gott geboren bin. Ich habe jetzt ein neues Herz, ein neues Leben, und eine neue Neigung, Gerechtigkeit zu suchen und Gott zu gefallen. Obwohl ich immer noch Sünden begehe, bin ich dank seiner erneuernden Kraft unfähig, mich der Sünde hinzugeben oder in ihr fortzufahren. ich werde nie wieder die Sünde als Lebensstil genießen können. Nur ein göttlicher Akt könnte dies bewerkstelligt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{RightInsert|'''Meditieren Sie über Epheser 4,22-24. '''Was charakterisiert das „neue Selbst“, das wir durch Erneuerung geworden sind?}}Wir sind nicht mehr hilflos oder wehrlos bei unserer täglichen Konfrontation mit der Sünde. Wir sind nicht dazu verdammt, in ständiger Ungehorsamkeit und Niederlage zu wandeln. Gott hat uns im Innern, übernatürlich, und grundlegend verwandelt. Wir verfügen jetzt über den Wunsch und die Fähigkeit, ihm für den Rest unseres Lebens zu gefallen. Durch Gnade motiviert und befähigt, können wir ein Leben fortschreitender, endgültiger Veränderung erwarten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier beginnt Heiligung – in der Sicherheit und Überzeugung, dass wir wiedergeboren wurden, nicht durch unser eigenes Bemühen, sondern durch die Kraft und Absicht Gottes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gruppendiskussion  ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#Welche Worte könnte ein Nichtchrist wählen, um einen typischen „wiedergeborenen“ Christen zu beschreiben?&lt;br /&gt;
#Was ist ein möglicher Grund dafür, dass Bekehrungen berühmter Persönlichkeiten so häufig oberflächlich sind? &lt;br /&gt;
#Thomas Adams schrieb: „Nimmt man das Geheimnis von der neuen Geburt weg, hat man ihre Erhabenheit weggenommen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Quoted in R.C. Sproul, ''Born Again: Leader Guide, ''Kapitel II, S. 16.&amp;lt;/ref&amp;gt;Was macht die Erneuerung geheimnisvoll? &lt;br /&gt;
#Ist es für Sie schwierig zu glauben, dass Gott allein für Ihre Wiedergeburt verantwortlich war?&lt;br /&gt;
#Wenn Lydia und Paulus die Extreme der Erfahrung der Wiedergeburt darstellen, wo finden Sie sich in diesem Spektrum wieder?&lt;br /&gt;
#Diskutieren Sie über den Zeitstrahl, den Sie auf Seite 21 gezeichnet haben. Gibt es Fragen zur Reihenfolge der Heiligung? &lt;br /&gt;
#Lesen Sie Hebräer 12,2. Inwiefern beeinflusst diese „bedingungslose Zusage“ Ihre Sicht der Heiligung? &lt;br /&gt;
#Hat dieses Kapitel Sie veranlasst, anders über die neue Geburt zu denken?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Empfohlene Literatur  ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''The Christian Life ''by Sinclair Ferguson (Carlisle, PA: The Banner of Truth Trust, 1989) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''God’s Words ''by J.I. Packer (Downers Grove, IL: InterVarsity Press, 1981) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verweise  ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Browniekr</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://en.gospeltranslations.org/wiki/How_Can_I_Change%3F/Where_it_All_Begins/de</id>
		<title>How Can I Change?/Where it All Begins/de</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://en.gospeltranslations.org/wiki/How_Can_I_Change%3F/Where_it_All_Begins/de"/>
				<updated>2009-03-20T01:38:14Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Browniekr: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|Wo alles beginnt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor wenigen Jahren ging das Gerücht um, ein populärer Rockstar sei „wiedergeboren“. Die Reaktionen aus christlichen Kreisen waren erwartungsgemäß überschwänglich. Doch als der Star von seiner angeblichen Bekehrung erfuhr, setzte er dem Gerücht rasch ein Ende: „Es wurde verbreitet, dass ich wiedergeboren sei. Das ist falsch. Ich habe nur gesagt, dass ich wieder im Pornogeschäft sei.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur ein kleiner Buchstabe, und so ein großer Unterschied. [Im Englischen „born again“ und „(into) porn again“ – A. d. Ü.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin skeptisch, wenn ich höre, dass Personen des öffentlichen Lebens sich bekehrt haben. Selbst wenn die betreffende Person bestätigt, Christus nachfolgen zu wollen, scheint der Lebensstil desjenigen oder derjenigen selten eine entsprechende Änderung widerzuspiegeln. Es gibt oft keine Anzeichen für Buße. Es gibt kein Engagement in einer örtlichen Kirche. Wenn der gemeine Mann, Otto Normalverbraucher, diesen offenkundigen Widerspruch bemerkt, zieht er daraus den falschen Schluss, dass „wiedergeboren sein“ genau so aussieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|'''Meditieren Sie über 1. Petrus 2,2-3. '''Was ist mit der hier beschriebenen „Milch“ gemeint? Warum ist reine Milch wichtig für spirituelles Wachstum?}}Charles Colson ist eine bemerkenswerte Ausnahme von diesem Verhaltensmuster. Der ehemalige Anwalt und Präsidentenberater der Regierung Nixon wurde wegen seiner Rolle in der Watergate-Affäre verurteilt und eingesperrt. Es schien verdächtig, als er während dieser Zeit behauptete, er habe sein Leben Christus übergeben. Doch das war kein Trick, um sein Urteil zu verringern. Colsons Bekehrung war echt, wie sich in seinem neuen Lebensstil zeigte. Sein Buch „Born Again“ berichtet beredt und überwältigend von seiner authentischen Begegnung mit dem Evangelium. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn auch das Wort &amp;quot;wiedergeboren&amp;quot; in der heutigen Kultur häufig verwendet wird, so wird doch seine theologische Bedeutung dabei verdeckt. Als zum Beispiel der verabschiedete Schwergewichtsboxer George Foreman in den Ring zurückkehrte, sprachen Sportreporter davon, dass seine Karriere „wiedergeboren“ sei. Bei Politikern, die einen Rückschlag erleiden und dann wieder Beliebtheit erlangen, spricht man manchmal von Wiedergeburt. Und viele Menschen denken bei wiedergeborenen Christen an eine hyperaktive Randgruppe innerhalb der Kirche, ohne zu ahnen, dass die Wiedergeburt eine Voraussetzung dafür ist, überhaupt Teil der Kirche zu werden!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{RightInsert|&amp;quot;Christ zu werden heißt nicht, einen neuen Anfang im Leben zu machen, sondern, für den Anfang ein neues Leben zu erhalten.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert in R.C. Sproul, ''Born Again: Leader Guide ''(Orlando, FL: Ligonier Ministries, Inc., 1988), Kapitel I, S. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;'''-Thomas Adams'''}}Selbst der reife Christ versteht manchmal dieses entscheidende Wort nicht. Doch wenn wir je darauf hoffen, uns so zu ändern, wie Gott es will, dann müssen wir mit dem Verstehen und Erleben von Erneuerung beginnen – der Wiedergeburt. Hier beginnt der gesamte Prozess der Heiligung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|&amp;lt;big&amp;gt;1&amp;lt;/big&amp;gt; Welche der folgenden Aussagen beschreiben Ihrer Meinung nach am besten, was es bedeutet, wiedergeboren zu sein? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''(Antwort unten auf Seite) ''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
❏ Sich für ein besseres Leben zu entscheiden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
❏ Eine lange verloren gegangene Hingabe an Christus zu erneuern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
❏ Gott zu bitten, Ihnen Ihre Sünden zu vergeben und in Ihrem Herzen einzuziehen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
❏ Allen Ihren Freunden zu erzählen, dass sie in die Hölle kommen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
❏ Nichts von dem oben Gesagten}}=== Ein Pharisäer wird belehrt === &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wort „wiedergeboren“ entstand nicht bei Präsident Jimmy Carter. Es entstand bei Jesus Christus. Lassen Sie uns erkunden, wo er es einführte und wie er es verstanden sehen wollte, indem wir ein brain-bending Gespräch im dritten Kapitel bei Johannes belauschen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicodemus war Pharisäer und Mitglied des herrschenden Rates der Juden, des Sanhedrin (Hoher Rat). Er genoss in Jerusalem große Achtung als Theologe und Lehrer des Rechts. Angesichts seiner Stellung und seines Ansehens überrascht es, dass Nicodemus Jesus einen privaten Besuch abstattete. Schließlich fehlte Jesus die formale Ausbildung, die Nicodemus und seine Standesgenossen so hoch schätzten. Außerdem hatte dieser niedrige proletarische Rabbi gerade den Tempel verwüstet und angedeutet, er hätte alleinige Vollmacht von Gott (Joh 2,13-22). Doch Nicodemus war von Jesu Lehren fasziniert, und dass die Wunder sich ereignet hatten, konnte er weder bestreiten noch abtun. So suchte der prominente religiöse Insider mit einer gewissen Demut den ungebildeten Zimmermann aus Galiläa auf: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rabbi, wir wissen, dass du ein Lehrer bist, von Gott gekommen, denn niemand kann diese Zeichen tun, die du tust, es sei denn Gott mit ihm. (Joh 3,2) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|Antwort: Nichts von dem oben Gesagten. Eine biblische Definition finden Sie, wenn Sie weiterlesen.}}Eins muss man den Pharisäern lassen – sie wussten um die Bedeutung von Etikette. Indem er Jesus mit „Rabbi“ anredete, drückte Nicodemus Achtung vor dessen Stellung als Lehrer und den Willen zu lernen aus. Seine nächste Aussage jedoch sollte er schnell bereuen: „Rabbi, wir wissen ...“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht gerade die empfehlenswerte Art und Weise, ein Gespräch mit dem Sohn Gottes anzufangen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus hätte Nicodemus für seine arrogante Haltung zur Rede stellen und das Gespräch hier beenden können. Stattdessen entschied er sich dafür, Nicodemus zu helfen, damit er erkannte, wie begrenzt sein Wissen tatsächlich war. Seine Methode: Eine schnelle Runde Bibelquiz. Kategorie: Erneuerung, für 200 Dollar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|&amp;quot;Wir nehmen diese Lehre [dass der Mensch nicht in das Reich Gottes gelangen kann] selten ausreichend ernst, vielleicht deshalb, weil sie uns die letzten Reste unserer natürlichen Selbstständigkeit unter den Füßen wegreißt. Sie unterstreicht die biblische Lehre, dass unsere Rettung allein aus Gnade geschieht. Das eine, was notwendig ist, ist auch das eine, das wir nicht selbst ausführen können!&amp;lt;ref&amp;gt;Sinclair Ferguson, ''The Christian Life ''(Carlisle, PA: The Banner of Truth Trust, 1989), S. 55.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;'''—Sinclair Ferguson'''}}„Wahrlich, wahrlich, ich sage dir“, erwiderte Jesus, „wenn jemand nicht von neuem geboren wird, kann er das Reich Gottes nicht sehen.“ (V. 3). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aussage des Herrn verwirrte Nicodemus. „Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist?“, fragte er. „Kann er etwa zum zweiten Mal in den Leib seiner Mutter eingehen und geboren werden?“ Nicodemus konnte nicht verstehen, was Jesus meinte, und er war es auch nicht gewöhnt, dass man so mit ihm sprach. Üblicherweise war es seine Aufgabe, die Antworten zu geben, und nicht, sie zu suchen. Womöglich war er sogar im Tempel gewesen sein, als Jesus im Alter von 12 Jahren die Priester mit seinen Fragen erstaunte. Doch Jesus war kein Heranwachsender mehr. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{RightInsert|'''Zur weiteren Betrachtung: '''Lesen Sie Matthäus 19,23-26. Welche Chancen hat ein Mensch, abgesehen von Gottes Eingreifen, in das Reich Gottes zu gelangen?}}„Wahrlich, wahrlich, ich sage dir“, fuhr Jesus fort, „wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, kann er nicht in das Reich Gottes eingehen. Wundere dich nicht, dass ich dir sagte: Ihr müsst von neuem geboren werden.“ (Verse 5, 7). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Nicodemus war überrascht. Ja, er war im Grunde schockiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wie kann dies geschehen?“, fragte er. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An diesem Punkt hätte Nicodemus zwei Aspirin gebrauchen können. Sein Problem wurde durch ein Gefühl der Demütigung noch verstärkt, besonders, als Jesus sagte: „Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wir reden, was wir wissen, und bezeugen, was wir gesehen haben, und unser Zeugnis nehmt ihr nicht an. Wenn ich euch das Irdische gesagt habe, und ihr glaubt nicht, wie werdet ihr glauben, wenn ich euch das Himmlische sage?“ (Verse 11-12). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|&amp;quot;Die Wiedergeburt ist nicht nur ein Geheimnis, das kein Mensch versteht, sie ist auch ein Wunder, das kein Mensch unternehmen kann.&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert in R.C. Sproul, ''Born Again: Leader Guide, ''Kapitel III, S. 20.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br&amp;gt;'''—Richard Baxter'''}}Es ist leicht, auf den beschämten Gelehrten herabzusehen, doch lassen wir uns einmal derselben Prüfung unterziehen: Verstehen wir, was Jesus über das Neu-geboren-werden sagte? Sind wir erstaunt über Jesu Worte? Wenn wir nicht den Punkt erreicht haben, an dem wir mit Nicodemus fragen: „Wie kann dies geschehen?“, ist es unwahrscheinlich, dass wir das Geheimnis und das Wunder von Erneuerung gänzlich verstanden haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nichts beizutragen  ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|&amp;lt;big&amp;gt;2&amp;lt;/big&amp;gt; Schenkt Ihnen die Konzentration auf die einzelnen Bestandteile der bemerkenswerten Aussage Jesu neue Einsichten? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Ihr''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''müsst''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''von neuem''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''geboren''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''werden''}}Absichtlich ließ Jesus jede Andeutung darauf weg, dass Nicodemus persönlich verantwortlich dafür sei, von neuem geboren zu werden. Tatsächlich sagte er genau das Gegenteil: „Was aus dem Fleisch geboren ist, ist Fleisch, und was aus dem Geist geboren ist, ist Geist.“ (Joh 3,6). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{RightInsert|'''Zur weiteren Betrachtung: '''Inwiefern zeigt Abrahams Vaterschaft zu Isaak und Ismael den Gegensatz zwischen unseren Bemühungen und denen Gottes? (Siehe Genesis 21,1-13 und Römer 9,6-9)}}Es ist nicht schwer zu verstehen, weshalb Nicodemus die Bemerkungen Jesu so verwirrend fand. Die Pharisäer hatten das Gesetz missverstanden und falsch ausgelegt und versuchten daher, ihre eigene Gerechtigkeit vor Gott nachzuweisen. Nicodemus dürfte angenommen haben, dass für das Wiedergeborenwerden (was auch immer es bedeutete) eine Anstrengung oder Mitwirkung seinerseits erforderte. Die meisten von uns dürften dasselbe annehmen. Und genau diese Annahme griff Jesus an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ihr müsst von neuem geboren werden“ ist kein Befehl, an Christus zu glauben; es ist eine Aussage, die klar stellt, was er in uns tun muss. „Erneuerung ist eine Veränderung, die durch Gott in uns vollzogen wird“, schreibt C. Samuel Storms, „keine autonome Handlung, die von uns für uns ausgeführt wird.“&amp;lt;ref&amp;gt;C. Samuel Storms, ''Chosen for Life ''(Grand Rapids, MI: Baker Book House, 1987), S. 108.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Halten Sie einen Moment inne, um über die überwältigenden Auswirkungen der Worte Christi nachzudenken: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
■ Obwohl Erneuerung für das christliche Leben absolut erforderlich ist, kann sie durch menschliche Anstrengung nicht erreicht werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
■ Gott ist der alleinige Urheber der Wiedergeburt, es handelt sich nicht um eine gemeinsame Anstrengung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
■ Erneuerung ist eine Erfahrung, die wir machen müssen, die jedoch nur Gott geben kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht aus Mangel an Intelligenz fand Nicodemus die Worte des Herrn so verwirrend, sondern weil sie in seinem Denken einen Paradigmenwechsel erforderlich machten. Sie zeigten, wie hilflos und abhängig von der Gnade Gottes er war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevor wir fortfahren, möchte ich eine Sache klarstellen. Ich schmälere hiermit nicht die Bedeutung von Buße und Glauben. Diese müssen unsere Reaktion auf Erneuerung charakterisieren, und sie sind für die Bekehrung und unsere fortwährende Heiligung unabdingbar. Doch aus meiner Sicht sind sie Ergebnis der Wiedergeburt, nicht Ursache. Der Theologe A. A. Hodge fordert uns warnend auf, die Sicht der Schrift zu bewahren: „Was der Mensch nach der Erneuerung auch tut, die erste Auferweckung der Toten muss ihren Ursprung in Gott haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert in R.C. Sproul, ''Born Again: Leader Guide, ''Kapitel III, S. 19.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|&amp;quot;Eines Abends in der Woche, als ich im Hause Gottes saß, dachte ich nicht viel über die Ausführungen des Predigers nach, denn ich glaubte sie nicht. Mir kam der Gedanke: ''‚Wie bist du Christ geworden?’ ''Ich suchte den Herrn. ''‘Aber wie kam es, dass du den Herrn suchtest?’'' Die Wahrheit blitzte augenblicklich in meinem Kopf auf – ich hätte ihn wohl nicht gesucht, wenn da nicht irgendein vorheriger Einfluss in meinem Kopf gewesen wäre, der mich veranlasste, ihn zu suchen. Ich betete, dachte ich, doch dann fragte ich mich: ''Wie kam ich dazu, zu beten? ''Ich wurde angeregt zu beten, indem ich die Schrift las. ''Wie kam ich dazu, die Schrift zu lesen? ''Ich las sie, doch was brachte mich dazu, das zu tun? Dann, in einem Augenblick, sah ich, dass Gott am Grunde von allem war, und dass er der Urheber meines Glaubens war, und so eröffnete sich mir die ganze Lehre von der Gnade, und von dieser Lehre bin ich bis zu diesem Tag nicht abgewichen, und ich möchte dies zu meinem ständigen Bekenntnis machen: ‚Ich schreibe meine Veränderung ganz und gar Gott zu.’&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Charles Spurgeon, ''Autobiography, ''1 (Edinburgh: Banner of Truth Trust, 1962), S. 164-65.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;'''—Charles H. Spurgeon'''}}Erfassen Sie einmal, welch radikale Veränderung erforderlich ist, und wie unfähig Sie sind, um diese hervorzubringen. Erneuerung ist das klare Werk Gottes allein. Wie J. I. Packer es ausdrückt: „Das ist keine Veränderung, die herbeizuführen der Mensch irgendetwas tut, ebenso wenig, wie Babys irgendetwas dazu tun, um ihre eigene Zeugung und Geburt zu veranlassen oder dazu beizutragen.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;J.I. Packer, ''God’s Words ''(Downers Grove, IL: InterVarsity Press, 1981), S. 151.&amp;lt;/ref&amp;gt;Wir werden nicht geboren „aus dem Willen des Mannes … sondern aus Gott geboren“, wie Johannes sagt (Joh 1,13). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein neues, gerechtes Wesen wurde geschenkt, dessen alleiniger Urheber Gott ist. Dazu haben wir die Versicherung, „dass der, welcher ein gutes Werk [Erneuerung] in euch angefangen hat, es vollenden wird bis auf den Tag Christi Jesu“ (Phil 1,6). Das sollte nun wirklich rechte Freude hervorrufen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{RightInsert|'''Meditatieren Sie über Titus 3,4-7. '''Wenn wir die Quelle unserer Errettung (V. 5) erkennen, wird unsere Hoffnung auf das ewige Leben gestärkt (V. 7).}}Wir müssen uns keine Sorgen mehr darum machen, ob unsere Willenskraft und Selbstdisziplin ausreichen werden. Sie werden es nicht. Nach dem Bilde Christi umgewandelt zu werden, ist letztlich nicht von unserer Fähigkeit abhängig. Vielmehr können wir wegen Gottes endgültigem Werk Vertrauen in Bezug auf unser Wachstum in der Frömmigkeit haben. Er hat uns eine neue Einstellung eingepflanzt, ein Verlangen nach Gerechtigkeit. „Dies“, so J. Rodman Williams, „ist das größte Wunder, das man je erleben kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;J. Rodman Williams, ''Renewal Theology, Volume II: Salvation, The Holy Spirit, and Christian Living ''(Grand Rapids, MI: Zondervan Publishing House, 1990), S. 37.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Es werde Leben  ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was geschieht eigentlich, wenn jemand wiedergeboren wird?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. I. Packer meint, das Wort Erneuerung „beschreibt einen neuen Beginn des Lebens … es spricht von einer kreativen Aufarbeitung, die durch die Kraft Gottes herbeigeführt wird.“&amp;lt;ref&amp;gt;J.I. Packer, ''God’s Words, ''S. 148-149.&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Gott Sie erneuerte, rief er etwas ins Leben, was zuvor nicht existierte. Die Bibel beschreibt das so: „Denn Gott, der gesagt hat: Aus Finsternis soll Licht leuchten! er [ist es], der in unseren Herzen aufgeleuchtet ist zum Lichtglanz der Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes im Angesicht Jesu Christi.“ (2 Kor 4,6)  Die Parallele hier zwischen unserer Erneuerung und der Schöpfung ist beabsichtigt. Unsere Erneuerung war kein weniger schöpferischer Akt Gottes. Derselbe Gott, der sagte: „Es werde Licht!“ sprach eines Tages zu uns und sagte: „Es werde Leben!“ ''Und es ward Leben! '' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{RightInsert|'''Meditieren Sie über 1. Petrus 1,23. '''Inwiefern trägt diese Analogie zu Ihrem Verständnis der neuen Geburt bei?}}Die neue Geburt kann auch als Auferstehung betrachtet werden. Obwohl wir in Sünde tot waren und unfähig, diesen Zustand zu ändern, wurden wir nunmehr von Gott durch das erneuernde Wirken des Heiligen Geistes lebendig gemacht. Der Theologe R. C. Sproul erklärt dies genauer: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|&amp;lt;big&amp;gt;3&amp;lt;/big&amp;gt; Stellen Sie sich folgende Situation vor: Sie sind ein Jugendexperte und beraten Jugendliche mit einer seltenen Geisteskrankheit - sie sind völlig überzeugt davon, dass sie sich selbst geboren haben. Was für Ängste würde dies Ihrer Erwartung nach bei ihnen hervorrufen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Würden Sie erwarten, ähnliche Ängste bei Christen vorzufinden, die Gottes Rolle bei der Erneuerung nicht verstehen?)}}Der Geist erneuert das menschliche Herz und erweckt es vom geistlichen Tod zu geistlichem Leben. Erneuerte Menschen sind Neuschöpfungen. Wo sie zuvor weder Ausrichtung noch Neigung oder Wunsch nach den göttlichen Dingen hatten, sind sie jetzt zu Gott hin ausgerichtet und geneigt. Bei der Erneuerung pflanzt Gott einen Wunsch nach sich selbst in das menschliche Herz ein, der sonst nicht da wäre.&amp;lt;ref&amp;gt;R.C. Sproul, ''Essential Truths of the Christian Faith ''(Wheaton, IL: Tyndale House, 1992), S. 171-172.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ein Toter kann nicht bei seiner eigenen Auferstehung helfen“, bemerkt W. G. T. Shedd.&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert in R.C. Sproul, ''Born Again: Leader Guide, ''Kapitel III, S. 19.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wenn da nicht das gnädige Wirken des Heiligen Geistes gewesen wäre, der uns ein neues Leben gab, zusammen mit einem neuen Wesen und einem neuen Wunsch, Gott zu gefallen, zu dienen, zu gehorchen und zu verherrlichen, dann wären wir immer noch geistlich tot und Gott feindlich gesinnt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erneuerung unterscheidet sich deutlich von anderen Facetten unserer Errettung. Während beispielsweise die Rechtfertigung unseren Stand vor Gott ändert (das heißt, wir werden für gerecht statt für schuldig erklärt), verwandelt die Erneuerung unser innerstes Wesen. Dieser innere Wandel ist so radikal und umfassend, dass wir nun als neue Schöpfungen beschrieben werden. Das Bild Gottes, das beim Sündenfall beschädigt wurde, wird durch die neue Geburt neu geschaffen und fortwährend erneuert durch die Heiligung. Doch im Gegensatz zu Heiligung ist Erneuerung kein Prozess. Sie findet nicht schrittweise oder in verschiedenen Graden statt. Sie ist ein allwaltendes und ''augenblickliches '' Werk Gottes in unserem Leben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|&amp;quot;Erneuerung ist eine Veränderung, die erkannt und gefühlt wird: erkannt durch die Werke der Heiligkeit und gefühlt durch eine gnadenreiche Erfahrung.&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert in R.C. Sproul, ''Born Again: Leader Guide, ''Kapitel II, S. 17.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;'''—Charles H. Spurgeon'''}}Bitte verstehen Sie mich nicht falsch. Nicht jeder wird mit all den dramatischen Erfahrungen erneuert, die Paulus machte. Hier haben wir es mit einem Mann zu tun, der für drei Tage übernatürlich erblindete und hörbar vom Himmel angesprochen wurde. Doch Paulus war nicht der Einzige, der in der Apostelgeschichte wiedergeboren wurde. Lydia, die die Gute Nachricht bei einem Gebetstreffen der Frauen hörte, „deren Herz tat der Herr auf, dass sie achtgab auf das, was von Paulus geredet wurde.“ (Apg 16,14). Und das war auch schon alles. Paulus’ Augen wurden zeitweise blind, und Lydias Herz wurde still aufgetan. Unterschiedliche Erfahrungen, doch das Ergebnis war genau das gleiche. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{RightInsert|'''Zur weiteren Betrachtung: '''Wer ist „der, welcher heiligt“ (Hebräer 2,11)? Für welche Stufen unserer Heiligung ist er verantwortlich (Hebräer 12,2)?}}Oft sind wir versucht, die Authentizität einer Umwandlung an den Erfahrungen zu messen, die sie begleiten. Jeder hört gern von dem Bandenführer oder Drogenhändler, dessen Leben drastisch verändert wird. Aber nehmen Sie einmal an, Sie sind eine Lydia. Eines Tages fuhren Sie im Auto so dahin, hörten eine Kassette, die Ihnen irgendjemand geborgt hatte, und ohne dass jemand dies bezeugen konnte, tat Gott sanft Ihr Herz auf. Sie hörten keine Stimmen, das Auto schlingerte nicht von der Straße. Nichts Dramatisches. Doch als Sie bei der Arbeit ankamen, wussten Sie, auch wenn Sie es nicht erklären konnten, dass etwas Bedeutendes geschehen war. Sie waren anders. Sie waren neu geboren worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hatte das Privileg, den Ort in England zu besuchen, wo John Wesley wiedergeboren wurde. Betrachten Sie einmal seine einfache Beschreibung dieses Augenblicks: „Ich spürte, wie das Herz in mir seltsam erwärmt wurde.“ Wohl kaum etwas, das man als explosionsartige Erfahrung bezeichnen würde, und doch sind die Echtheit und Wirkung von Wesleys Erneuerung unbestreitbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|&amp;lt;big&amp;gt;4&amp;lt;/big&amp;gt; Zeichnen Sie in das Leerfeld unten oder am Ende dieser Seite einen einfachen Zeitstrahl Ihres Lebens, beginnend bei der Geburt und bis in die Gegenwart hinein. Markieren Sie dann, wann Sie das Folgende jeweils erfahren haben: Erneuerung, Rechtfertigung, Heiligung, Buße, und Glaube. Was davon geschah zu einem bestimmten Zeitpunkt? Was geschieht fortlaufend?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
}}Ob unaufdringlich oder dramatisch, alle neuen Geburten haben dies gemein: sie werden ausschließlich und gänzlich von Gott bewerkstelligt. Die Höhepunkt und die Figuren sind einzigartig, doch die Handlung der Geschichte ist immer dieselbe. Wir sind neue Schöpfungen. Das Alte ist vergangen, das Neue ist gekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ein vergeblicher Beschluss ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht nur in sein Evangelium hat Johannes bemerkenswerte Aussagen über Erneuerung eingebracht. Wir wollen abschließend die folgenden aufrüttelnden Worte betrachten: Jeder, der aus Gott geboren ist, tut nicht Sünde, denn sein Same bleibt in ihm; und er kann nicht sündigen, weil er aus Gott geboren ist. (1 Joh 3,9)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Haben Sie jemals diesen Vers gelesen und waren verwirrt? Es kann doch unmöglich das bedeuten, was da steht … oder doch? Nur wenige Menschen können auch nur eine oder zwei Stunden überstehen, ohne auf die eine oder andere Weise zu sündigen. Vielleicht ist die wahre Bedeutung dieses Verses bei der Übersetzung verloren gegangen. Andererseits fragen wir uns besorgt: ''Was, wenn das stimmt? Das scheint nicht meine Erfahrung zu sein ... heißt das dann, dass ich nicht „aus Gott geboren“ bin? '' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johannes meint damit nicht, dass wahre Christen „unfähig“ sind zu sündigen. Das wird aus dem ersten Kapitel desselben Briefs deutlich, wo er schrieb: „Wenn wir sagen, dass wir keine Sünde haben, betrügen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns“ (1 Joh 1,8). Nein – die Sünde ist immer noch deutlich vorhanden, und wenn auch ihre Herrschaft über unser Leben zerstört ist, so können wir doch jederzeit ihrem Einfluss unterliegen. Doch indem er schreibt, jeder, der aus Gott geboren ist, „kann nicht sündigen“, zeigt Johannes auf, dass die Erneuerung uns unfähig gemacht hat, ''weiterhin zu sündigen''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was Johannes in diesem Abschnitt meint, ist nach Anthony Hoekema, dass der Christ „nicht weiterhin die Sünde tut und genießt und sich ihr völlig überlässt … [E]r oder sie ist nicht fähig, weiter mit Freude zu sündigen, weiter in Sünde zu leben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Anthony A. Hoekema, ''Saved by Grace ''(Grand Rapids, MI: Eerdmans Publishing Co., 1989), S. 100. &amp;lt;/ref&amp;gt; John R. W. Stott fasst es einfacher zusammen: „Der Gläubige kann in Sünde fallen, doch er wandelt nicht in ihr.“&amp;lt;ref&amp;gt;John R.W. Stott, ''The Epistles of John ''(Grand Rapids, MI: Eerdmans Publishing Co., 1964), S. 136.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erkennen Sie den Unterschied? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|&amp;quot;Erneuerung tritt hauptsächlich im Zentrum des menschlichen Wesens auf, nämlich in seinem Herzen oder seiner Seele. Auf dieser tiefgründigsten Ebene der menschlichen Existenz vollzieht sich eine entscheidende Veränderung. &amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;J. Rodman Williams, ''Renewal Theology, ''Band II, S. 50.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;'''—J. Rodman Williams}}Nehmen wir mal an, ich wäre so dumm, Johannes’ Versicherung zu überprüfen, indem ich den folgenden Beschluss fasste: „In den nächsten sechs Monaten will ich versuchen, einen sündigen Lebensstil zu entwickeln.“ Das ist natürlich etwas, was ich mir weder wünschen noch empfehlen würde. Jedoch glaube ich nicht, dass ich in der Lage wäre, einen solchen Beschluss auszuführen. Warum? Weil ich aus Gott geboren bin. Ich habe jetzt ein neues Herz, ein neues Leben, und eine neue Neigung, Gerechtigkeit zu suchen und Gott zu gefallen. Obwohl ich immer noch Sünden begehe, bin ich dank seiner erneuernden Kraft unfähig, mich der Sünde hinzugeben oder in ihr fortzufahren. ich werde nie wieder die Sünde als Lebensstil genießen können. Nur ein göttlicher Akt könnte dies bewerkstelligt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{RightInsert|'''Meditieren Sie über Epheser 4,22-24. '''Was charakterisiert das „neue Selbst“, das wir durch Erneuerung geworden sind?}}Wir sind nicht mehr hilflos oder wehrlos bei unserer täglichen Konfrontation mit der Sünde. Wir sind nicht dazu verdammt, in ständiger Ungehorsamkeit und Niederlage zu wandeln. Gott hat uns im Innern, übernatürlich, und grundlegend verwandelt. Wir verfügen jetzt über den Wunsch und die Fähigkeit, ihm für den Rest unseres Lebens zu gefallen. Durch Gnade motiviert und befähigt, können wir ein Leben fortschreitender, endgültiger Veränderung erwarten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier beginnt Heiligung – in der Sicherheit und Überzeugung, dass wir wiedergeboren wurden, nicht durch unser eigenes Bemühen, sondern durch die Kraft und Absicht Gottes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gruppendiskussion  ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#Welche Worte könnte ein Nichtchrist wählen, um einen typischen „wiedergeborenen“ Christen zu beschreiben?&lt;br /&gt;
#Was ist ein möglicher Grund dafür, dass Bekehrungen berühmter Persönlichkeiten so häufig oberflächlich sind? &lt;br /&gt;
#Thomas Adams schrieb: „Nimmt man das Geheimnis von der neuen Geburt weg, hat man ihre Erhabenheit weggenommen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Quoted in R.C. Sproul, ''Born Again: Leader Guide, ''Kapitel II, S. 16.&amp;lt;/ref&amp;gt;Was macht die Erneuerung geheimnisvoll? &lt;br /&gt;
#Ist es für Sie schwierig zu glauben, dass Gott allein für Ihre Wiedergeburt verantwortlich war?&lt;br /&gt;
#Wenn Lydia und Paulus die Extreme der Erfahrung der Wiedergeburt darstellen, wo finden Sie sich in diesem Spektrum wieder?&lt;br /&gt;
#Diskutieren Sie über den Zeitstrahl, den Sie auf Seite 21 gezeichnet haben. Gibt es Fragen zur Reihenfolge der Heiligung? &lt;br /&gt;
#Lesen Sie Hebräer 12,2. Inwiefern beeinflusst diese „bedingungslose Zusage“ Ihre Sicht der Heiligung? &lt;br /&gt;
#Hat dieses Kapitel Sie veranlasst, anders über die neue Geburt zu denken?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Empfohlene Literatur  ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''The Christian Life ''by Sinclair Ferguson (Carlisle, PA: The Banner of Truth Trust, 1989) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''God’s Words ''by J.I. Packer (Downers Grove, IL: InterVarsity Press, 1981) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verweise  ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Browniekr</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://en.gospeltranslations.org/wiki/How_Can_I_Change%3F/Where_it_All_Begins/de</id>
		<title>How Can I Change?/Where it All Begins/de</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://en.gospeltranslations.org/wiki/How_Can_I_Change%3F/Where_it_All_Begins/de"/>
				<updated>2009-03-20T01:35:20Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Browniekr: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|Wo alles beginnt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor wenigen Jahren ging das Gerücht um, ein populärer Rockstar sei „wiedergeboren“. Die Reaktionen aus christlichen Kreisen waren erwartungsgemäß überschwänglich. Doch als der Star von seiner angeblichen Bekehrung erfuhr, setzte er dem Gerücht rasch ein Ende: „Es wurde verbreitet, dass ich wiedergeboren sei. Das ist falsch. Ich habe nur gesagt, dass ich wieder im Pornogeschäft sei.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur ein kleiner Buchstabe, und so ein großer Unterschied. [Im Englischen „born again“ und „(into) porn again“ – A. d. Ü.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin skeptisch, wenn ich höre, dass Personen des öffentlichen Lebens sich bekehrt haben. Selbst wenn die betreffende Person bestätigt, Christus nachfolgen zu wollen, scheint der Lebensstil desjenigen oder derjenigen selten eine entsprechende Änderung widerzuspiegeln. Es gibt oft keine Anzeichen für Buße. Es gibt kein Engagement in einer örtlichen Kirche. Wenn der gemeine Mann Joe Sixpack diesen offenkundigen Widerspruch bemerkt, zieht er daraus den falschen Schluss, dass „wiedergeboren sein“ genau so aussieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|'''Meditieren Sie über 1. Petrus 2,2-3. '''Was ist mit der hier beschriebenen „Milch“ gemeint? Warum ist reine Milch wichtig für spirituelles Wachstum?}}Charles Colson ist eine bemerkenswerte Ausnahme von diesem Verhaltensmuster. Der ehemalige Anwalt und Präsidentenberater der Regierung Nixon wurde wegen seiner Rolle in der Watergate-Affäre verurteilt und eingesperrt. Es schien verdächtig, als er während dieser Zeit behauptete, er habe sein Leben Christus übergeben. Doch das war kein Trick, um sein Urteil zu verringern. Colsons Bekehrung war echt, wie sich in seinem neuen Lebensstil zeigte. Sein Buch „Born Again“ berichtet beredt und überwältigend von seiner authentischen Begegnung mit dem Evangelium. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn auch das Wort &amp;quot;wiedergeboren&amp;quot; in der heutigen Kultur häufig verwendet wird, so wird doch seine theologische Bedeutung dabei verdeckt. Als zum Beispiel der verabschiedete Schwergewichtsboxer George Foreman in den Ring zurückkehrte, sprachen Sportreporter davon, dass seine Karriere „wiedergeboren“ sei. Bei Politikern, die einen Rückschlag erleiden und dann wieder Beliebtheit erlangen, spricht man manchmal von Wiedergeburt. Und viele Menschen denken bei wiedergeborenen Christen an eine hyperaktive Randgruppe innerhalb der Kirche, ohne zu ahnen, dass die Wiedergeburt eine Voraussetzung dafür ist, überhaupt Teil der Kirche zu werden!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{RightInsert|&amp;quot;Christ zu werden heißt nicht, einen neuen Anfang im Leben zu machen, sondern, für den Anfang ein neues Leben zu erhalten.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert in R.C. Sproul, ''Born Again: Leader Guide ''(Orlando, FL: Ligonier Ministries, Inc., 1988), Kapitel I, S. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;'''-Thomas Adams'''}}Selbst der reife Christ versteht manchmal dieses entscheidende Wort nicht. Doch wenn wir je darauf hoffen, uns so zu ändern, wie Gott es will, dann müssen wir mit dem Verstehen und Erleben von Erneuerung beginnen – der Wiedergeburt. Hier beginnt der gesamte Prozess der Heiligung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|&amp;lt;big&amp;gt;1&amp;lt;/big&amp;gt; Welche der folgenden Aussagen beschreiben Ihrer Meinung nach am besten, was es bedeutet, wiedergeboren zu sein? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''(Antwort unten auf Seite) ''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
❏ Sich für ein besseres Leben zu entscheiden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
❏ Eine lange verloren gegangene Hingabe an Christus zu erneuern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
❏ Gott zu bitten, Ihnen Ihre Sünden zu vergeben und in Ihrem Herzen einzuziehen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
❏ Allen Ihren Freunden zu erzählen, dass sie in die Hölle kommen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
❏ Nichts von dem oben Gesagten}}=== Ein Pharisäer wird belehrt === &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wort „wiedergeboren“ entstand nicht bei Präsident Jimmy Carter. Es entstand bei Jesus Christus. Lassen Sie uns erkunden, wo er es einführte und wie er es verstanden sehen wollte, indem wir ein brain-bending Gespräch im dritten Kapitel bei Johannes belauschen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicodemus war Pharisäer und Mitglied des herrschenden Rates der Juden, des Sanhedrin (Hoher Rat). Er genoss in Jerusalem große Achtung als Theologe und Lehrer des Rechts. Angesichts seiner Stellung und seines Ansehens überrascht es, dass Nicodemus Jesus einen privaten Besuch abstattete. Schließlich fehlte Jesus die formale Ausbildung, die Nicodemus und seine Standesgenossen so hoch schätzten. Außerdem hatte dieser niedrige proletarische Rabbi gerade den Tempel verwüstet und angedeutet, er hätte alleinige Vollmacht von Gott (Joh 2,13-22). Doch Nicodemus war von Jesu Lehren fasziniert, und dass die Wunder sich ereignet hatten, konnte er weder bestreiten noch abtun. So suchte der prominente religiöse Insider mit einer gewissen Demut den ungebildeten Zimmermann aus Galiläa auf: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rabbi, wir wissen, dass du ein Lehrer bist, von Gott gekommen, denn niemand kann diese Zeichen tun, die du tust, es sei denn Gott mit ihm. (Joh 3,2) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|Antwort: Nichts von dem oben Gesagten. Eine biblische Definition finden Sie, wenn Sie weiterlesen.}}Eins muss man den Pharisäern lassen – sie wussten um die Bedeutung von Etikette. Indem er Jesus mit „Rabbi“ anredete, drückte Nicodemus Achtung vor dessen Stellung als Lehrer und den Willen zu lernen aus. Seine nächste Aussage jedoch sollte er schnell bereuen: „Rabbi, wir wissen ...“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht gerade die empfehlenswerte Art und Weise, ein Gespräch mit dem Sohn Gottes anzufangen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus hätte Nicodemus für seine arrogante Haltung zur Rede stellen und das Gespräch hier beenden können. Stattdessen entschied er sich dafür, Nicodemus zu helfen, damit er erkannte, wie begrenzt sein Wissen tatsächlich war. Seine Methode: Eine schnelle Runde Bibelquiz. Kategorie: Erneuerung, für 200 Dollar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|&amp;quot;Wir nehmen diese Lehre [dass der Mensch nicht in das Reich Gottes gelangen kann] selten ausreichend ernst, vielleicht deshalb, weil sie uns die letzten Reste unserer natürlichen Selbstständigkeit unter den Füßen wegreißt. Sie unterstreicht die biblische Lehre, dass unsere Rettung allein aus Gnade geschieht. Das eine, was notwendig ist, ist auch das eine, das wir nicht selbst ausführen können!&amp;lt;ref&amp;gt;Sinclair Ferguson, ''The Christian Life ''(Carlisle, PA: The Banner of Truth Trust, 1989), S. 55.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;'''—Sinclair Ferguson'''}}„Wahrlich, wahrlich, ich sage dir“, erwiderte Jesus, „wenn jemand nicht von neuem geboren wird, kann er das Reich Gottes nicht sehen.“ (V. 3). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aussage des Herrn verwirrte Nicodemus. „Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist?“, fragte er. „Kann er etwa zum zweiten Mal in den Leib seiner Mutter eingehen und geboren werden?“ Nicodemus konnte nicht verstehen, was Jesus meinte, und er war es auch nicht gewöhnt, dass man so mit ihm sprach. Üblicherweise war es seine Aufgabe, die Antworten zu geben, und nicht, sie zu suchen. Womöglich war er sogar im Tempel gewesen sein, als Jesus im Alter von 12 Jahren die Priester mit seinen Fragen erstaunte. Doch Jesus war kein Heranwachsender mehr. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{RightInsert|'''Zur weiteren Betrachtung: '''Lesen Sie Matthäus 19,23-26. Welche Chancen hat ein Mensch, abgesehen von Gottes Eingreifen, in das Reich Gottes zu gelangen?}}„Wahrlich, wahrlich, ich sage dir“, fuhr Jesus fort, „wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, kann er nicht in das Reich Gottes eingehen. Wundere dich nicht, dass ich dir sagte: Ihr müsst von neuem geboren werden.“ (Verse 5, 7). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Nicodemus war überrascht. Ja, er war im Grunde schockiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wie kann dies geschehen?“, fragte er. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An diesem Punkt hätte Nicodemus zwei Aspirin gebrauchen können. Sein Problem wurde durch ein Gefühl der Demütigung noch verstärkt, besonders, als Jesus sagte: „Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wir reden, was wir wissen, und bezeugen, was wir gesehen haben, und unser Zeugnis nehmt ihr nicht an. Wenn ich euch das Irdische gesagt habe, und ihr glaubt nicht, wie werdet ihr glauben, wenn ich euch das Himmlische sage?“ (Verse 11-12). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|&amp;quot;Die Wiedergeburt ist nicht nur ein Geheimnis, das kein Mensch versteht, sie ist auch ein Wunder, das kein Mensch unternehmen kann.&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert in R.C. Sproul, ''Born Again: Leader Guide, ''Kapitel III, S. 20.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br&amp;gt;'''—Richard Baxter'''}}Es ist leicht, auf den beschämten Gelehrten herabzusehen, doch lassen wir uns einmal derselben Prüfung unterziehen: Verstehen wir, was Jesus über das Neu-geboren-werden sagte? Sind wir erstaunt über Jesu Worte? Wenn wir nicht den Punkt erreicht haben, an dem wir mit Nicodemus fragen: „Wie kann dies geschehen?“, ist es unwahrscheinlich, dass wir das Geheimnis und das Wunder von Erneuerung gänzlich verstanden haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nichts beizutragen  ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|&amp;lt;big&amp;gt;2&amp;lt;/big&amp;gt; Schenkt Ihnen die Konzentration auf die einzelnen Bestandteile der bemerkenswerten Aussage Jesu neue Einsichten? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Ihr''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''müsst''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''von neuem''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''geboren''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''werden''}}Absichtlich ließ Jesus jede Andeutung darauf weg, dass Nicodemus persönlich verantwortlich dafür sei, von neuem geboren zu werden. Tatsächlich sagte er genau das Gegenteil: „Was aus dem Fleisch geboren ist, ist Fleisch, und was aus dem Geist geboren ist, ist Geist.“ (Joh 3,6). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{RightInsert|'''Zur weiteren Betrachtung: '''Inwiefern zeigt Abrahams Vaterschaft zu Isaak und Ismael den Gegensatz zwischen unseren Bemühungen und denen Gottes? (Siehe Genesis 21,1-13 und Römer 9,6-9)}}Es ist nicht schwer zu verstehen, weshalb Nicodemus die Bemerkungen Jesu so verwirrend fand. Die Pharisäer hatten das Gesetz missverstanden und falsch ausgelegt und versuchten daher, ihre eigene Gerechtigkeit vor Gott nachzuweisen. Nicodemus dürfte angenommen haben, dass für das Wiedergeborenwerden (was auch immer es bedeutete) eine Anstrengung oder Mitwirkung seinerseits erforderte. Die meisten von uns dürften dasselbe annehmen. Und genau diese Annahme griff Jesus an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ihr müsst von neuem geboren werden“ ist kein Befehl, an Christus zu glauben; es ist eine Aussage, die klar stellt, was er in uns tun muss. „Erneuerung ist eine Veränderung, die durch Gott in uns vollzogen wird“, schreibt C. Samuel Storms, „keine autonome Handlung, die von uns für uns ausgeführt wird.“&amp;lt;ref&amp;gt;C. Samuel Storms, ''Chosen for Life ''(Grand Rapids, MI: Baker Book House, 1987), S. 108.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Halten Sie einen Moment inne, um über die überwältigenden Auswirkungen der Worte Christi nachzudenken: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
■Obwohl Erneuerung für das christliche Leben absolut erforderlich ist, kann sie durch menschliche Anstrengung nicht erreicht werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
■Gott ist der alleinige Urheber der Wiedergeburt, es handelt sich nicht um eine gemeinsame Anstrengung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
■Erneuerung ist eine Erfahrung, die wir machen müssen, die jedoch nur Gott geben kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht aus Mangel an Intelligenz fand Nicodemus die Worte des Herrn so verwirrend, sondern weil sie in seinem Denken einen Paradigmenwechsel erforderlich machten. Sie zeigten, wie hilflos und abhängig von der Gnade Gottes er war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevor wir fortfahren, möchte ich eine Sache klarstellen. Ich schmälere hiermit nicht die Bedeutung von Buße und Glauben. Diese müssen unsere Reaktion auf Erneuerung charakterisieren, und sie sind für die Bekehrung und unsere fortwährende Heiligung unabdingbar. Doch aus meiner Sicht sind sie Ergebnis der Wiedergeburt, nicht Ursache. Der Theologe A. A. Hodge fordert uns warnend auf, die Sicht der Schrift zu bewahren: „Was der Mensch nach der Erneuerung auch tut, die erste Auferweckung der Toten muss ihren Ursprung in Gott haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert in R.C. Sproul, ''Born Again: Leader Guide, ''Kapitel III, S. 19.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|&amp;quot;Eines Abends in der Woche, als ich im Hause Gottes saß, dachte ich nicht viel über die Ausführungen des Predigers nach, denn ich glaubte sie nicht. Mir kam der Gedanke: ''‚Wie bist du Christ geworden?’ ''Ich suchte den Herrn. ''‘Aber wie kam es, dass du den Herrn suchtest?’'' Die Wahrheit blitzte augenblicklich in meinem Kopf auf – ich hätte ihn wohl nicht gesucht, wenn da nicht irgendein vorheriger Einfluss in meinem Kopf gewesen wäre, der mich veranlasste, ihn zu suchen. Ich betete, dachte ich, doch dann fragte ich mich: ''Wie kam ich dazu, zu beten? ''Ich wurde angeregt zu beten, indem ich die Schrift las. ''Wie kam ich dazu, die Schrift zu lesen? ''Ich las sie, doch was brachte mich dazu, das zu tun? Dann, in einem Augenblick, sah ich, dass Gott am Grunde von allem war, und dass er der Urheber meines Glaubens war, und so eröffnete sich mir die ganze Lehre von der Gnade, und von dieser Lehre bin ich bis zu diesem Tag nicht abgewichen, und ich möchte dies zu meinem ständigen Bekenntnis machen: ‚Ich schreibe meine Veränderung ganz und gar Gott zu.’&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Charles Spurgeon, ''Autobiography, ''1 (Edinburgh: Banner of Truth Trust, 1962), S. 164-65.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;'''—Charles H. Spurgeon'''}}Erfassen Sie einmal, welch radikale Veränderung erforderlich ist, und wie unfähig Sie sind, um diese hervorzubringen. Erneuerung ist das klare Werk Gottes allein. Wie J. I. Packer es ausdrückt: „Das ist keine Veränderung, die herbeizuführen der Mensch irgendetwas tut, ebenso wenig, wie Babys irgendetwas dazu tun, um ihre eigene Zeugung und Geburt zu veranlassen oder dazu beizutragen.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;J.I. Packer, ''God’s Words ''(Downers Grove, IL: InterVarsity Press, 1981), S. 151.&amp;lt;/ref&amp;gt;Wir werden nicht geboren „aus dem Willen des Mannes … sondern aus Gott geboren“, wie Johannes sagt (Joh 1,13). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein neues, gerechtes Wesen wurde geschenkt, dessen alleiniger Urheber Gott ist. Dazu haben wir die Versicherung, „dass der, welcher ein gutes Werk [Erneuerung] in euch angefangen hat, es vollenden wird bis auf den Tag Christi Jesu“ (Phil 1,6). Das sollte nun wirklich rechte Freude hervorrufen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{RightInsert|'''Meditatieren Sie über Titus 3,4-7. '''Wenn wir die Quelle unserer Errettung (V. 5) erkennen, wird unsere Hoffnung auf das ewige Leben gestärkt (V. 7).}}Wir müssen uns keine Sorgen mehr darum machen, ob unsere Willenskraft und Selbstdisziplin ausreichen werden. Sie werden es nicht. Nach dem Bilde Christi umgewandelt zu werden, ist letztlich nicht von unserer Fähigkeit abhängig. Vielmehr können wir wegen Gottes endgültigem Werk Vertrauen in Bezug auf unser Wachstum in der Frömmigkeit haben. Er hat uns eine neue Einstellung eingepflanzt, ein Verlangen nach Gerechtigkeit. „Dies“, so J. Rodman Williams, „ist das größte Wunder, das man je erleben kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;J. Rodman Williams, ''Renewal Theology, Volume II: Salvation, The Holy Spirit, and Christian Living ''(Grand Rapids, MI: Zondervan Publishing House, 1990), S. 37.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Es werde Leben  ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was geschieht eigentlich, wenn jemand wiedergeboren wird?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. I. Packer meint, das Wort Erneuerung „beschreibt einen neuen Beginn des Lebens … es spricht von einer kreativen Aufarbeitung, die durch die Kraft Gottes herbeigeführt wird.“&amp;lt;ref&amp;gt;J.I. Packer, ''God’s Words, ''S. 148-149.&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Gott Sie erneuerte, rief er etwas ins Leben, was zuvor nicht existierte. Die Bibel beschreibt das so: „Denn Gott, der gesagt hat: Aus Finsternis soll Licht leuchten! er [ist es], der in unseren Herzen aufgeleuchtet ist zum Lichtglanz der Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes im Angesicht Jesu Christi.“ (2 Kor 4,6)  Die Parallele hier zwischen unserer Erneuerung und der Schöpfung ist beabsichtigt. Unsere Erneuerung war kein weniger schöpferischer Akt Gottes. Derselbe Gott, der sagte: „Es werde Licht!“ sprach eines Tages zu uns und sagte: „Es werde Leben!“ ''Und es ward Leben! '' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{RightInsert|'''Meditieren Sie über 1. Petrus 1,23. '''Inwiefern trägt diese Analogie zu Ihrem Verständnis der neuen Geburt bei?}}Die neue Geburt kann auch als Auferstehung betrachtet werden. Obwohl wir in Sünde tot waren und unfähig, diesen Zustand zu ändern, wurden wir nunmehr von Gott durch das erneuernde Wirken des Heiligen Geistes lebendig gemacht. Der Theologe R. C. Sproul erklärt dies genauer: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|&amp;lt;big&amp;gt;3&amp;lt;/big&amp;gt; Stellen Sie sich folgende Situation vor: Sie sind ein Jugendexperte und beraten Jugendliche mit einer seltenen Geisteskrankheit - sie sind völlig überzeugt davon, dass sie sich selbst geboren haben. Was für Ängste würde dies Ihrer Erwartung nach bei ihnen hervorrufen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Würden Sie erwarten, ähnliche Ängste bei Christen vorzufinden, die Gottes Rolle bei der Erneuerung nicht verstehen?)}}Der Geist erneuert das menschliche Herz und erweckt es vom geistlichen Tod zu geistlichem Leben. Erneuerte Menschen sind Neuschöpfungen. Wo sie zuvor weder Ausrichtung noch Neigung oder Wunsch nach den göttlichen Dingen hatten, sind sie jetzt zu Gott hin ausgerichtet und geneigt. Bei der Erneuerung pflanzt Gott einen Wunsch nach sich selbst in das menschliche Herz ein, der sonst nicht da wäre.&amp;lt;ref&amp;gt;R.C. Sproul, ''Essential Truths of the Christian Faith ''(Wheaton, IL: Tyndale House, 1992), S. 171-172.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ein Toter kann nicht bei seiner eigenen Auferstehung helfen“, bemerkt W. G. T. Shedd.&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert in R.C. Sproul, ''Born Again: Leader Guide, ''Kapitel III, S. 19.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wenn da nicht das gnädige Wirken des Heiligen Geistes gewesen wäre, der uns ein neues Leben gab, zusammen mit einem neuen Wesen und einem neuen Wunsch, Gott zu gefallen, zu dienen, zu gehorchen und zu verherrlichen, dann wären wir immer noch geistlich tot und Gott feindlich gesinnt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erneuerung unterscheidet sich deutlich von anderen Facetten unserer Errettung. Während beispielsweise die Rechtfertigung unseren Stand vor Gott ändert (das heißt, wir werden für gerecht statt für schuldig erklärt), verwandelt die Erneuerung unser innerstes Wesen. Dieser innere Wandel ist so radikal und umfassend, dass wir nun als neue Schöpfungen beschrieben werden. Das Bild Gottes, das beim Sündenfall beschädigt wurde, wird durch die neue Geburt neu geschaffen und fortwährend erneuert durch die Heiligung. Doch im Gegensatz zu Heiligung ist Erneuerung kein Prozess. Sie findet nicht schrittweise oder in verschiedenen Graden statt. Sie ist ein allwaltendes und ''augenblickliches '' Werk Gottes in unserem Leben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|&amp;quot;Erneuerung ist eine Veränderung, die erkannt und gefühlt wird: erkannt durch die Werke der Heiligkeit und gefühlt durch eine gnadenreiche Erfahrung.&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert in R.C. Sproul, ''Born Again: Leader Guide, ''Kapitel II, S. 17.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;'''—Charles H. Spurgeon'''}}Bitte verstehen Sie mich nicht falsch. Nicht jeder wird mit all den dramatischen Erfahrungen erneuert, die Paulus machte. Hier haben wir es mit einem Mann zu tun, der für drei Tage übernatürlich erblindete und hörbar vom Himmel angesprochen wurde. Doch Paulus war nicht der Einzige, der in der Apostelgeschichte wiedergeboren wurde. Lydia, die die Gute Nachricht bei einem Gebetstreffen der Frauen hörte, „deren Herz tat der Herr auf, dass sie achtgab auf das, was von Paulus geredet wurde.“ (Apg 16,14). Und das war auch schon alles. Paulus’ Augen wurden zeitweise blind, und Lydias Herz wurde still aufgetan. Unterschiedliche Erfahrungen, doch das Ergebnis war genau das gleiche. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{RightInsert|'''Zur weiteren Betrachtung: '''Wer ist „der, welcher heiligt“ (Hebräer 2,11)? Für welche Stufen unserer Heiligung ist er verantwortlich (Hebräer 12,2)?}}Oft sind wir versucht, die Authentizität einer Umwandlung an den Erfahrungen zu messen, die sie begleiten. Jeder hört gern von dem Bandenführer oder Drogenhändler, dessen Leben drastisch verändert wird. Aber nehmen Sie einmal an, Sie sind eine Lydia. Eines Tages fuhren Sie im Auto so dahin, hörten eine Kassette, die Ihnen irgendjemand geborgt hatte, und ohne dass jemand dies bezeugen konnte, tat Gott sanft Ihr Herz auf. Sie hörten keine Stimmen, das Auto schlingerte nicht von der Straße. Nichts Dramatisches. Doch als Sie bei der Arbeit ankamen, wussten Sie, auch wenn Sie es nicht erklären konnten, dass etwas Bedeutendes geschehen war. Sie waren anders. Sie waren neu geboren worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hatte das Privileg, den Ort in England zu besuchen, wo John Wesley wiedergeboren wurde. Betrachten Sie einmal seine einfache Beschreibung dieses Augenblicks: „Ich spürte, wie das Herz in mir seltsam erwärmt wurde.“ Wohl kaum etwas, das man als explosionsartige Erfahrung bezeichnen würde, und doch sind die Echtheit und Wirkung von Wesleys Erneuerung unbestreitbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|&amp;lt;big&amp;gt;4&amp;lt;/big&amp;gt; Zeichnen Sie in das Leerfeld unten oder am Ende dieser Seite einen einfachen Zeitstrahl Ihres Lebens, beginnend bei der Geburt und bis in die Gegenwart hinein. Markieren Sie dann, wann Sie das Folgende jeweils erfahren haben: Erneuerung, Rechtfertigung, Heiligung, Buße, und Glaube. Was davon geschah zu einem bestimmten Zeitpunkt? Was geschieht fortlaufend?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
}}Ob unaufdringlich oder dramatisch, alle neuen Geburten haben dies gemein: sie werden ausschließlich und gänzlich von Gott bewerkstelligt. Die Höhepunkt und die Figuren sind einzigartig, doch die Handlung der Geschichte ist immer dieselbe. Wir sind neue Schöpfungen. Das Alte ist vergangen, das Neue ist gekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ein vergeblicher Beschluss ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht nur in sein Evangelium hat Johannes bemerkenswerte Aussagen über Erneuerung eingebracht. Wir wollen abschließend die folgenden aufrüttelnden Worte betrachten: Jeder, der aus Gott geboren ist, tut nicht Sünde, denn sein Same bleibt in ihm; und er kann nicht sündigen, weil er aus Gott geboren ist. (1 Joh 3,9)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Haben Sie jemals diesen Vers gelesen und waren verwirrt? Es kann doch unmöglich das bedeuten, was da steht … oder doch? Nur wenige Menschen können auch nur eine oder zwei Stunden überstehen, ohne auf die eine oder andere Weise zu sündigen. Vielleicht ist die wahre Bedeutung dieses Verses bei der Übersetzung verloren gegangen. Andererseits fragen wir uns besorgt: ''Was, wenn das stimmt? Das scheint nicht meine Erfahrung zu sein ... heißt das dann, dass ich nicht „aus Gott geboren“ bin? '' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johannes meint damit nicht, dass wahre Christen „unfähig“ sind zu sündigen. Das wird aus dem ersten Kapitel desselben Briefs deutlich, wo er schrieb: „Wenn wir sagen, dass wir keine Sünde haben, betrügen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns“ (1 Joh 1,8). Nein – die Sünde ist immer noch deutlich vorhanden, und wenn auch ihre Herrschaft über unser Leben zerstört ist, so können wir doch jederzeit ihrem Einfluss unterliegen. Doch indem er schreibt, jeder, der aus Gott geboren ist, „kann nicht sündigen“, zeigt Johannes auf, dass die Erneuerung uns unfähig gemacht hat, ''weiterhin zu sündigen''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was Johannes in diesem Abschnitt meint, ist nach Anthony Hoekema, dass der Christ „nicht weiterhin die Sünde tut und genießt und sich ihr völlig überlässt … [E]r oder sie ist nicht fähig, weiter mit Freude zu sündigen, weiter in Sünde zu leben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Anthony A. Hoekema, ''Saved by Grace ''(Grand Rapids, MI: Eerdmans Publishing Co., 1989), S. 100. &amp;lt;/ref&amp;gt; John R. W. Stott fasst es einfacher zusammen: „Der Gläubige kann in Sünde fallen, doch er wandelt nicht in ihr.“&amp;lt;ref&amp;gt;John R.W. Stott, ''The Epistles of John ''(Grand Rapids, MI: Eerdmans Publishing Co., 1964), S. 136.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erkennen Sie den Unterschied? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|&amp;quot;Erneuerung tritt hauptsächlich im Zentrum des menschlichen Wesens auf, nämlich in seinem Herzen oder seiner Seele. Auf dieser tiefgründigsten Ebene der menschlichen Existenz vollzieht sich eine entscheidende Veränderung. &amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;J. Rodman Williams, ''Renewal Theology, ''Band II, S. 50.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;'''—J. Rodman Williams}}Nehmen wir mal an, ich wäre so dumm, Johannes’ Versicherung zu überprüfen, indem ich den folgenden Beschluss fasste: „In den nächsten sechs Monaten will ich versuchen, einen sündigen Lebensstil zu entwickeln.“ Das ist natürlich etwas, was ich mir weder wünschen noch empfehlen würde. Jedoch glaube ich nicht, dass ich in der Lage wäre, einen solchen Beschluss auszuführen. Warum? Weil ich aus Gott geboren bin. Ich habe jetzt ein neues Herz, ein neues Leben, und eine neue Neigung, Gerechtigkeit zu suchen und Gott zu gefallen. Obwohl ich immer noch Sünden begehe, bin ich dank seiner erneuernden Kraft unfähig, mich der Sünde hinzugeben oder in ihr fortzufahren. ich werde nie wieder die Sünde als Lebensstil genießen können. Nur ein göttlicher Akt könnte dies bewerkstelligt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{RightInsert|'''Meditieren Sie über Epheser 4,22-24. '''Was charakterisiert das „neue Selbst“, das wir durch Erneuerung geworden sind?}}Wir sind nicht mehr hilflos oder wehrlos bei unserer täglichen Konfrontation mit der Sünde. Wir sind nicht dazu verdammt, in ständiger Ungehorsamkeit und Niederlage zu wandeln. Gott hat uns im Innern, übernatürlich, und grundlegend verwandelt. Wir verfügen jetzt über den Wunsch und die Fähigkeit, ihm für den Rest unseres Lebens zu gefallen. Durch Gnade motiviert und befähigt, können wir ein Leben fortschreitender, endgültiger Veränderung erwarten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier beginnt Heiligung – in der Sicherheit und Überzeugung, dass wir wiedergeboren wurden, nicht durch unser eigenes Bemühen, sondern durch die Kraft und Absicht Gottes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gruppendiskussion  ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#Welche Worte könnte ein Nichtchrist wählen, um einen typischen „wiedergeborenen“ Christen zu beschreiben?&lt;br /&gt;
#Was ist ein möglicher Grund dafür, dass Bekehrungen berühmter Persönlichkeiten so häufig oberflächlich sind? &lt;br /&gt;
#Thomas Adams schrieb: „Nimmt man das Geheimnis von der neuen Geburt weg, hat man ihre Erhabenheit weggenommen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Quoted in R.C. Sproul, ''Born Again: Leader Guide, ''Kapitel II, S. 16.&amp;lt;/ref&amp;gt;Was macht die Erneuerung geheimnisvoll? &lt;br /&gt;
#Ist es für Sie schwierig zu glauben, dass Gott allein für Ihre Wiedergeburt verantwortlich war?&lt;br /&gt;
#Wenn Lydia und Paulus die Extreme der Erfahrung der Wiedergeburt darstellen, wo finden Sie sich in diesem Spektrum wieder?&lt;br /&gt;
#Diskutieren Sie über den Zeitstrahl, den Sie auf Seite 21 gezeichnet haben. Gibt es Fragen zur Reihenfolge der Heiligung? &lt;br /&gt;
#Lesen Sie Hebräer 12,2. Inwiefern beeinflusst diese „bedingungslose Zusage“ Ihre Sicht der Heiligung? &lt;br /&gt;
#Hat dieses Kapitel Sie veranlasst, anders über die neue Geburt zu denken?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Empfohlene Literatur  ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''The Christian Life ''by Sinclair Ferguson (Carlisle, PA: The Banner of Truth Trust, 1989) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''God’s Words ''by J.I. Packer (Downers Grove, IL: InterVarsity Press, 1981) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verweise  ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Browniekr</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://en.gospeltranslations.org/wiki/How_Can_I_Change%3F/Where_it_All_Begins/de</id>
		<title>How Can I Change?/Where it All Begins/de</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://en.gospeltranslations.org/wiki/How_Can_I_Change%3F/Where_it_All_Begins/de"/>
				<updated>2009-03-20T01:34:07Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Browniekr: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|Wo alles beginnt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor wenigen Jahren ging das Gerücht um, ein populärer Rockstar sei „wiedergeboren“. Die Reaktionen aus christlichen Kreisen waren erwartungsgemäß überschwänglich. Doch als der Star von seiner angeblichen Bekehrung erfuhr, setzte er dem Gerücht rasch ein Ende: „Es wurde verbreitet, dass ich wiedergeboren sei. Das ist falsch. Ich habe nur gesagt, dass ich wieder im Pornogeschäft sei.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur ein kleiner Buchstabe, und so ein großer Unterschied. [Im Englischen „born again“ und „(into) porn again“ – A. d. Ü.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin skeptisch, wenn ich höre, dass Personen des öffentlichen Lebens sich bekehrt haben. Selbst wenn die betreffende Person bestätigt, Christus nachfolgen zu wollen, scheint der Lebensstil desjenigen oder derjenigen selten eine entsprechende Änderung widerzuspiegeln. Es gibt oft keine Anzeichen für Buße. Es gibt kein Engagement in einer örtlichen Kirche. Wenn der gemeine Mann Joe Sixpack diesen offenkundigen Widerspruch bemerkt, zieht er daraus den falschen Schluss, dass „wiedergeboren sein“ genau so aussieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|'''Meditieren Sie über 1. Petrus 2,2-3. '''Was ist mit der hier beschriebenen „Milch“ gemeint? Warum ist reine Milch wichtig für spirituelles Wachstum?}}Charles Colson ist eine bemerkenswerte Ausnahme von diesem Verhaltensmuster. Der ehemalige Anwalt und Präsidentenberater der Regierung Nixon wurde wegen seiner Rolle in der Watergate-Affäre verurteilt und eingesperrt. Es schien verdächtig, als er während dieser Zeit behauptete, er habe sein Leben Christus übergeben. Doch das war kein Trick, um sein Urteil zu verringern. Colsons Bekehrung war echt, wie sich in seinem neuen Lebensstil zeigte. Sein Buch „Born Again“ berichtet beredt und überwältigend von seiner authentischen Begegnung mit dem Evangelium. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn auch das Wort &amp;quot;wiedergeboren&amp;quot; in der heutigen Kultur häufig verwendet wird, so wird doch seine theologische Bedeutung dabei verdeckt. Als zum Beispiel der verabschiedete Schwergewichtsboxer George Foreman in den Ring zurückkehrte, sprachen Sportreporter davon, dass seine Karriere „wiedergeboren“ sei. Bei Politikern, die einen Rückschlag erleiden und dann wieder Beliebtheit erlangen, spricht man manchmal von Wiedergeburt. Und viele Menschen denken bei wiedergeborenen Christen an eine hyperaktive Randgruppe innerhalb der Kirche, ohne zu ahnen, dass die Wiedergeburt eine Voraussetzung dafür ist, überhaupt Teil der Kirche zu werden!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{RightInsert|&amp;quot;Christ zu werden heißt nicht, einen neuen Anfang im Leben zu machen, sondern, für den Anfang ein neues Leben zu erhalten.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert in R.C. Sproul, ''Born Again: Leader Guide ''(Orlando, FL: Ligonier Ministries, Inc., 1988), Kapitel I, S. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;'''-Thomas Adams'''}}Selbst der reife Christ versteht manchmal dieses entscheidende Wort nicht. Doch wenn wir je darauf hoffen, uns so zu ändern, wie Gott es will, dann müssen wir mit dem Verstehen und Erleben von Erneuerung beginnen – der Wiedergeburt. Hier beginnt der gesamte Prozess der Heiligung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|&amp;lt;big&amp;gt;1&amp;lt;/big&amp;gt; Welche der folgenden Aussagen beschreiben Ihrer Meinung nach am besten, was es bedeutet, wiedergeboren zu sein? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''(Antwort unten auf Seite) ''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
❏Sich für ein besseres Leben zu entscheiden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
❏Eine lange verloren gegangene Hingabe an Christus zu erneuern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
❏Gott zu bitten, Ihnen Ihre Sünden zu vergeben und in Ihrem Herzen einzuziehen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
❏Allen Ihren Freunden zu erzählen, dass sie in die Hölle kommen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
❏Nichts von dem oben Gesagten}}=== Ein Pharisäer wird belehrt === &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wort „wiedergeboren“ entstand nicht bei Präsident Jimmy Carter. Es entstand bei Jesus Christus. Lassen Sie uns erkunden, wo er es einführte und wie er es verstanden sehen wollte, indem wir ein brain-bending Gespräch im dritten Kapitel bei Johannes belauschen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicodemus war Pharisäer und Mitglied des herrschenden Rates der Juden, des Sanhedrin (Hoher Rat). Er genoss in Jerusalem große Achtung als Theologe und Lehrer des Rechts. Angesichts seiner Stellung und seines Ansehens überrascht es, dass Nicodemus Jesus einen privaten Besuch abstattete. Schließlich fehlte Jesus die formale Ausbildung, die Nicodemus und seine Standesgenossen so hoch schätzten. Außerdem hatte dieser niedrige proletarische Rabbi gerade den Tempel verwüstet und angedeutet, er hätte alleinige Vollmacht von Gott (Joh 2,13-22). Doch Nicodemus war von Jesu Lehren fasziniert, und dass die Wunder sich ereignet hatten, konnte er weder bestreiten noch abtun. So suchte der prominente religiöse Insider mit einer gewissen Demut den ungebildeten Zimmermann aus Galiläa auf: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rabbi, wir wissen, dass du ein Lehrer bist, von Gott gekommen, denn niemand kann diese Zeichen tun, die du tust, es sei denn Gott mit ihm. (Joh 3,2) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|Antwort: Nichts von dem oben Gesagten. Eine biblische Definition finden Sie, wenn Sie weiterlesen.}}Eins muss man den Pharisäern lassen – sie wussten um die Bedeutung von Etikette. Indem er Jesus mit „Rabbi“ anredete, drückte Nicodemus Achtung vor dessen Stellung als Lehrer und den Willen zu lernen aus. Seine nächste Aussage jedoch sollte er schnell bereuen: „Rabbi, wir wissen ...“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht gerade die empfehlenswerte Art und Weise, ein Gespräch mit dem Sohn Gottes anzufangen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus hätte Nicodemus für seine arrogante Haltung zur Rede stellen und das Gespräch hier beenden können. Stattdessen entschied er sich dafür, Nicodemus zu helfen, damit er erkannte, wie begrenzt sein Wissen tatsächlich war. Seine Methode: Eine schnelle Runde Bibelquiz. Kategorie: Erneuerung, für 200 Dollar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|&amp;quot;Wir nehmen diese Lehre [dass der Mensch nicht in das Reich Gottes gelangen kann] selten ausreichend ernst, vielleicht deshalb, weil sie uns die letzten Reste unserer natürlichen Selbstständigkeit unter den Füßen wegreißt. Sie unterstreicht die biblische Lehre, dass unsere Rettung allein aus Gnade geschieht. Das eine, was notwendig ist, ist auch das eine, das wir nicht selbst ausführen können!&amp;lt;ref&amp;gt;Sinclair Ferguson, ''The Christian Life ''(Carlisle, PA: The Banner of Truth Trust, 1989), S. 55.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;'''—Sinclair Ferguson'''}}„Wahrlich, wahrlich, ich sage dir“, erwiderte Jesus, „wenn jemand nicht von neuem geboren wird, kann er das Reich Gottes nicht sehen.“ (V. 3). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aussage des Herrn verwirrte Nicodemus. „Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist?“, fragte er. „Kann er etwa zum zweiten Mal in den Leib seiner Mutter eingehen und geboren werden?“ Nicodemus konnte nicht verstehen, was Jesus meinte, und er war es auch nicht gewöhnt, dass man so mit ihm sprach. Üblicherweise war es seine Aufgabe, die Antworten zu geben, und nicht, sie zu suchen. Womöglich war er sogar im Tempel gewesen sein, als Jesus im Alter von 12 Jahren die Priester mit seinen Fragen erstaunte. Doch Jesus war kein Heranwachsender mehr. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{RightInsert|'''Zur weiteren Betrachtung: '''Lesen Sie Matthäus 19,23-26. Welche Chancen hat ein Mensch, abgesehen von Gottes Eingreifen, in das Reich Gottes zu gelangen?}}„Wahrlich, wahrlich, ich sage dir“, fuhr Jesus fort, „wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, kann er nicht in das Reich Gottes eingehen. Wundere dich nicht, dass ich dir sagte: Ihr müsst von neuem geboren werden.“ (Verse 5, 7). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Nicodemus war überrascht. Ja, er war im Grunde schockiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wie kann dies geschehen?“, fragte er. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An diesem Punkt hätte Nicodemus zwei Aspirin gebrauchen können. Sein Problem wurde durch ein Gefühl der Demütigung noch verstärkt, besonders, als Jesus sagte: „Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wir reden, was wir wissen, und bezeugen, was wir gesehen haben, und unser Zeugnis nehmt ihr nicht an. Wenn ich euch das Irdische gesagt habe, und ihr glaubt nicht, wie werdet ihr glauben, wenn ich euch das Himmlische sage?“ (Verse 11-12). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|&amp;quot;Die Wiedergeburt ist nicht nur ein Geheimnis, das kein Mensch versteht, sie ist auch ein Wunder, das kein Mensch unternehmen kann.&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert in R.C. Sproul, ''Born Again: Leader Guide, ''Kapitel III, S. 20.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br&amp;gt;'''—Richard Baxter'''}}Es ist leicht, auf den beschämten Gelehrten herabzusehen, doch lassen wir uns einmal derselben Prüfung unterziehen: Verstehen wir, was Jesus über das Neu-geboren-werden sagte? Sind wir erstaunt über Jesu Worte? Wenn wir nicht den Punkt erreicht haben, an dem wir mit Nicodemus fragen: „Wie kann dies geschehen?“, ist es unwahrscheinlich, dass wir das Geheimnis und das Wunder von Erneuerung gänzlich verstanden haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nichts beizutragen  ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|&amp;lt;big&amp;gt;2&amp;lt;/big&amp;gt; Schenkt Ihnen die Konzentration auf die einzelnen Bestandteile der bemerkenswerten Aussage Jesu neue Einsichten? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Ihr''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''müsst''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''von neuem''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''geboren''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''werden''}}Absichtlich ließ Jesus jede Andeutung darauf weg, dass Nicodemus persönlich verantwortlich dafür sei, von neuem geboren zu werden. Tatsächlich sagte er genau das Gegenteil: „Was aus dem Fleisch geboren ist, ist Fleisch, und was aus dem Geist geboren ist, ist Geist.“ (Joh 3,6). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{RightInsert|'''Zur weiteren Betrachtung: '''Inwiefern zeigt Abrahams Vaterschaft zu Isaak und Ismael den Gegensatz zwischen unseren Bemühungen und denen Gottes? (Siehe Genesis 21,1-13 und Römer 9,6-9)}}Es ist nicht schwer zu verstehen, weshalb Nicodemus die Bemerkungen Jesu so verwirrend fand. Die Pharisäer hatten das Gesetz missverstanden und falsch ausgelegt und versuchten daher, ihre eigene Gerechtigkeit vor Gott nachzuweisen. Nicodemus dürfte angenommen haben, dass für das Wiedergeborenwerden (was auch immer es bedeutete) eine Anstrengung oder Mitwirkung seinerseits erforderte. Die meisten von uns dürften dasselbe annehmen. Und genau diese Annahme griff Jesus an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ihr müsst von neuem geboren werden“ ist kein Befehl, an Christus zu glauben; es ist eine Aussage, die klar stellt, was er in uns tun muss. „Erneuerung ist eine Veränderung, die durch Gott in uns vollzogen wird“, schreibt C. Samuel Storms, „keine autonome Handlung, die von uns für uns ausgeführt wird.“&amp;lt;ref&amp;gt;C. Samuel Storms, ''Chosen for Life ''(Grand Rapids, MI: Baker Book House, 1987), S. 108.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Halten Sie einen Moment inne, um über die überwältigenden Auswirkungen der Worte Christi nachzudenken: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
■Obwohl Erneuerung für das christliche Leben absolut erforderlich ist, kann sie durch menschliche Anstrengung nicht erreicht werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
■Gott ist der alleinige Urheber der Wiedergeburt, es handelt sich nicht um eine gemeinsame Anstrengung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
■Erneuerung ist eine Erfahrung, die wir machen müssen, die jedoch nur Gott geben kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht aus Mangel an Intelligenz fand Nicodemus die Worte des Herrn so verwirrend, sondern weil sie in seinem Denken einen Paradigmenwechsel erforderlich machten. Sie zeigten, wie hilflos und abhängig von der Gnade Gottes er war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevor wir fortfahren, möchte ich eine Sache klarstellen. Ich schmälere hiermit nicht die Bedeutung von Buße und Glauben. Diese müssen unsere Reaktion auf Erneuerung charakterisieren, und sie sind für die Bekehrung und unsere fortwährende Heiligung unabdingbar. Doch aus meiner Sicht sind sie Ergebnis der Wiedergeburt, nicht Ursache. Der Theologe A. A. Hodge fordert uns warnend auf, die Sicht der Schrift zu bewahren: „Was der Mensch nach der Erneuerung auch tut, die erste Auferweckung der Toten muss ihren Ursprung in Gott haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert in R.C. Sproul, ''Born Again: Leader Guide, ''Kapitel III, S. 19.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|&amp;quot;Eines Abends in der Woche, als ich im Hause Gottes saß, dachte ich nicht viel über die Ausführungen des Predigers nach, denn ich glaubte sie nicht. Mir kam der Gedanke: ''‚Wie bist du Christ geworden?’ ''Ich suchte den Herrn. ''‘Aber wie kam es, dass du den Herrn suchtest?’'' Die Wahrheit blitzte augenblicklich in meinem Kopf auf – ich hätte ihn wohl nicht gesucht, wenn da nicht irgendein vorheriger Einfluss in meinem Kopf gewesen wäre, der mich veranlasste, ihn zu suchen. Ich betete, dachte ich, doch dann fragte ich mich: ''Wie kam ich dazu, zu beten? ''Ich wurde angeregt zu beten, indem ich die Schrift las. ''Wie kam ich dazu, die Schrift zu lesen? ''Ich las sie, doch was brachte mich dazu, das zu tun? Dann, in einem Augenblick, sah ich, dass Gott am Grunde von allem war, und dass er der Urheber meines Glaubens war, und so eröffnete sich mir die ganze Lehre von der Gnade, und von dieser Lehre bin ich bis zu diesem Tag nicht abgewichen, und ich möchte dies zu meinem ständigen Bekenntnis machen: ‚Ich schreibe meine Veränderung ganz und gar Gott zu.’&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Charles Spurgeon, ''Autobiography, ''1 (Edinburgh: Banner of Truth Trust, 1962), S. 164-65.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;'''—Charles H. Spurgeon'''}}Erfassen Sie einmal, welch radikale Veränderung erforderlich ist, und wie unfähig Sie sind, um diese hervorzubringen. Erneuerung ist das klare Werk Gottes allein. Wie J. I. Packer es ausdrückt: „Das ist keine Veränderung, die herbeizuführen der Mensch irgendetwas tut, ebenso wenig, wie Babys irgendetwas dazu tun, um ihre eigene Zeugung und Geburt zu veranlassen oder dazu beizutragen.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;J.I. Packer, ''God’s Words ''(Downers Grove, IL: InterVarsity Press, 1981), S. 151.&amp;lt;/ref&amp;gt;Wir werden nicht geboren „aus dem Willen des Mannes … sondern aus Gott geboren“, wie Johannes sagt (Joh 1,13). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein neues, gerechtes Wesen wurde geschenkt, dessen alleiniger Urheber Gott ist. Dazu haben wir die Versicherung, „dass der, welcher ein gutes Werk [Erneuerung] in euch angefangen hat, es vollenden wird bis auf den Tag Christi Jesu“ (Phil 1,6). Das sollte nun wirklich rechte Freude hervorrufen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{RightInsert|'''Meditatieren Sie über Titus 3,4-7. '''Wenn wir die Quelle unserer Errettung (V. 5) erkennen, wird unsere Hoffnung auf das ewige Leben gestärkt (V. 7).}}Wir müssen uns keine Sorgen mehr darum machen, ob unsere Willenskraft und Selbstdisziplin ausreichen werden. Sie werden es nicht. Nach dem Bilde Christi umgewandelt zu werden, ist letztlich nicht von unserer Fähigkeit abhängig. Vielmehr können wir wegen Gottes endgültigem Werk Vertrauen in Bezug auf unser Wachstum in der Frömmigkeit haben. Er hat uns eine neue Einstellung eingepflanzt, ein Verlangen nach Gerechtigkeit. „Dies“, so J. Rodman Williams, „ist das größte Wunder, das man je erleben kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;J. Rodman Williams, ''Renewal Theology, Volume II: Salvation, The Holy Spirit, and Christian Living ''(Grand Rapids, MI: Zondervan Publishing House, 1990), S. 37.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Es werde Leben  ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was geschieht eigentlich, wenn jemand wiedergeboren wird?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. I. Packer meint, das Wort Erneuerung „beschreibt einen neuen Beginn des Lebens … es spricht von einer kreativen Aufarbeitung, die durch die Kraft Gottes herbeigeführt wird.“&amp;lt;ref&amp;gt;J.I. Packer, ''God’s Words, ''S. 148-149.&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Gott Sie erneuerte, rief er etwas ins Leben, was zuvor nicht existierte. Die Bibel beschreibt das so: „Denn Gott, der gesagt hat: Aus Finsternis soll Licht leuchten! er [ist es], der in unseren Herzen aufgeleuchtet ist zum Lichtglanz der Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes im Angesicht Jesu Christi.“ (2 Kor 4,6)  Die Parallele hier zwischen unserer Erneuerung und der Schöpfung ist beabsichtigt. Unsere Erneuerung war kein weniger schöpferischer Akt Gottes. Derselbe Gott, der sagte: „Es werde Licht!“ sprach eines Tages zu uns und sagte: „Es werde Leben!“ ''Und es ward Leben! '' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{RightInsert|'''Meditieren Sie über 1. Petrus 1,23. '''Inwiefern trägt diese Analogie zu Ihrem Verständnis der neuen Geburt bei?}}Die neue Geburt kann auch als Auferstehung betrachtet werden. Obwohl wir in Sünde tot waren und unfähig, diesen Zustand zu ändern, wurden wir nunmehr von Gott durch das erneuernde Wirken des Heiligen Geistes lebendig gemacht. Der Theologe R. C. Sproul erklärt dies genauer: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|&amp;lt;big&amp;gt;3&amp;lt;/big&amp;gt; Stellen Sie sich folgende Situation vor: Sie sind ein Jugendexperte und beraten Jugendliche mit einer seltenen Geisteskrankheit - sie sind völlig überzeugt davon, dass sie sich selbst geboren haben. Was für Ängste würde dies Ihrer Erwartung nach bei ihnen hervorrufen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Würden Sie erwarten, ähnliche Ängste bei Christen vorzufinden, die Gottes Rolle bei der Erneuerung nicht verstehen?)}}Der Geist erneuert das menschliche Herz und erweckt es vom geistlichen Tod zu geistlichem Leben. Erneuerte Menschen sind Neuschöpfungen. Wo sie zuvor weder Ausrichtung noch Neigung oder Wunsch nach den göttlichen Dingen hatten, sind sie jetzt zu Gott hin ausgerichtet und geneigt. Bei der Erneuerung pflanzt Gott einen Wunsch nach sich selbst in das menschliche Herz ein, der sonst nicht da wäre.&amp;lt;ref&amp;gt;R.C. Sproul, ''Essential Truths of the Christian Faith ''(Wheaton, IL: Tyndale House, 1992), S. 171-172.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ein Toter kann nicht bei seiner eigenen Auferstehung helfen“, bemerkt W. G. T. Shedd.&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert in R.C. Sproul, ''Born Again: Leader Guide, ''Kapitel III, S. 19.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wenn da nicht das gnädige Wirken des Heiligen Geistes gewesen wäre, der uns ein neues Leben gab, zusammen mit einem neuen Wesen und einem neuen Wunsch, Gott zu gefallen, zu dienen, zu gehorchen und zu verherrlichen, dann wären wir immer noch geistlich tot und Gott feindlich gesinnt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erneuerung unterscheidet sich deutlich von anderen Facetten unserer Errettung. Während beispielsweise die Rechtfertigung unseren Stand vor Gott ändert (das heißt, wir werden für gerecht statt für schuldig erklärt), verwandelt die Erneuerung unser innerstes Wesen. Dieser innere Wandel ist so radikal und umfassend, dass wir nun als neue Schöpfungen beschrieben werden. Das Bild Gottes, das beim Sündenfall beschädigt wurde, wird durch die neue Geburt neu geschaffen und fortwährend erneuert durch die Heiligung. Doch im Gegensatz zu Heiligung ist Erneuerung kein Prozess. Sie findet nicht schrittweise oder in verschiedenen Graden statt. Sie ist ein allwaltendes und ''augenblickliches '' Werk Gottes in unserem Leben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|&amp;quot;Erneuerung ist eine Veränderung, die erkannt und gefühlt wird: erkannt durch die Werke der Heiligkeit und gefühlt durch eine gnadenreiche Erfahrung.&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert in R.C. Sproul, ''Born Again: Leader Guide, ''Kapitel II, S. 17.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;'''—Charles H. Spurgeon'''}}Bitte verstehen Sie mich nicht falsch. Nicht jeder wird mit all den dramatischen Erfahrungen erneuert, die Paulus machte. Hier haben wir es mit einem Mann zu tun, der für drei Tage übernatürlich erblindete und hörbar vom Himmel angesprochen wurde. Doch Paulus war nicht der Einzige, der in der Apostelgeschichte wiedergeboren wurde. Lydia, die die Gute Nachricht bei einem Gebetstreffen der Frauen hörte, „deren Herz tat der Herr auf, dass sie achtgab auf das, was von Paulus geredet wurde.“ (Apg 16,14). Und das war auch schon alles. Paulus’ Augen wurden zeitweise blind, und Lydias Herz wurde still aufgetan. Unterschiedliche Erfahrungen, doch das Ergebnis war genau das gleiche. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{RightInsert|'''Zur weiteren Betrachtung: '''Wer ist „der, welcher heiligt“ (Hebräer 2,11)? Für welche Stufen unserer Heiligung ist er verantwortlich (Hebräer 12,2)?}}Oft sind wir versucht, die Authentizität einer Umwandlung an den Erfahrungen zu messen, die sie begleiten. Jeder hört gern von dem Bandenführer oder Drogenhändler, dessen Leben drastisch verändert wird. Aber nehmen Sie einmal an, Sie sind eine Lydia. Eines Tages fuhren Sie im Auto so dahin, hörten eine Kassette, die Ihnen irgendjemand geborgt hatte, und ohne dass jemand dies bezeugen konnte, tat Gott sanft Ihr Herz auf. Sie hörten keine Stimmen, das Auto schlingerte nicht von der Straße. Nichts Dramatisches. Doch als Sie bei der Arbeit ankamen, wussten Sie, auch wenn Sie es nicht erklären konnten, dass etwas Bedeutendes geschehen war. Sie waren anders. Sie waren neu geboren worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hatte das Privileg, den Ort in England zu besuchen, wo John Wesley wiedergeboren wurde. Betrachten Sie einmal seine einfache Beschreibung dieses Augenblicks: „Ich spürte, wie das Herz in mir seltsam erwärmt wurde.“ Wohl kaum etwas, das man als explosionsartige Erfahrung bezeichnen würde, und doch sind die Echtheit und Wirkung von Wesleys Erneuerung unbestreitbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|&amp;lt;big&amp;gt;4&amp;lt;/big&amp;gt; Zeichnen Sie in das Leerfeld unten oder am Ende dieser Seite einen einfachen Zeitstrahl Ihres Lebens, beginnend bei der Geburt und bis in die Gegenwart hinein. Markieren Sie dann, wann Sie das Folgende jeweils erfahren haben: Erneuerung, Rechtfertigung, Heiligung, Buße, und Glaube. Was davon geschah zu einem bestimmten Zeitpunkt? Was geschieht fortlaufend?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
}}Ob unaufdringlich oder dramatisch, alle neuen Geburten haben dies gemein: sie werden ausschließlich und gänzlich von Gott bewerkstelligt. Die Höhepunkt und die Figuren sind einzigartig, doch die Handlung der Geschichte ist immer dieselbe. Wir sind neue Schöpfungen. Das Alte ist vergangen, das Neue ist gekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ein vergeblicher Beschluss ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht nur in sein Evangelium hat Johannes bemerkenswerte Aussagen über Erneuerung eingebracht. Wir wollen abschließend die folgenden aufrüttelnden Worte betrachten: Jeder, der aus Gott geboren ist, tut nicht Sünde, denn sein Same bleibt in ihm; und er kann nicht sündigen, weil er aus Gott geboren ist. (1 Joh 3,9)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Haben Sie jemals diesen Vers gelesen und waren verwirrt? Es kann doch unmöglich das bedeuten, was da steht … oder doch? Nur wenige Menschen können auch nur eine oder zwei Stunden überstehen, ohne auf die eine oder andere Weise zu sündigen. Vielleicht ist die wahre Bedeutung dieses Verses bei der Übersetzung verloren gegangen. Andererseits fragen wir uns besorgt: ''Was, wenn das stimmt? Das scheint nicht meine Erfahrung zu sein ... heißt das dann, dass ich nicht „aus Gott geboren“ bin? '' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johannes meint damit nicht, dass wahre Christen „unfähig“ sind zu sündigen. Das wird aus dem ersten Kapitel desselben Briefs deutlich, wo er schrieb: „Wenn wir sagen, dass wir keine Sünde haben, betrügen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns“ (1 Joh 1,8). Nein – die Sünde ist immer noch deutlich vorhanden, und wenn auch ihre Herrschaft über unser Leben zerstört ist, so können wir doch jederzeit ihrem Einfluss unterliegen. Doch indem er schreibt, jeder, der aus Gott geboren ist, „kann nicht sündigen“, zeigt Johannes auf, dass die Erneuerung uns unfähig gemacht hat, ''weiterhin zu sündigen''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was Johannes in diesem Abschnitt meint, ist nach Anthony Hoekema, dass der Christ „nicht weiterhin die Sünde tut und genießt und sich ihr völlig überlässt … [E]r oder sie ist nicht fähig, weiter mit Freude zu sündigen, weiter in Sünde zu leben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Anthony A. Hoekema, ''Saved by Grace ''(Grand Rapids, MI: Eerdmans Publishing Co., 1989), S. 100. &amp;lt;/ref&amp;gt; John R. W. Stott fasst es einfacher zusammen: „Der Gläubige kann in Sünde fallen, doch er wandelt nicht in ihr.“&amp;lt;ref&amp;gt;John R.W. Stott, ''The Epistles of John ''(Grand Rapids, MI: Eerdmans Publishing Co., 1964), S. 136.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erkennen Sie den Unterschied? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|&amp;quot;Erneuerung tritt hauptsächlich im Zentrum des menschlichen Wesens auf, nämlich in seinem Herzen oder seiner Seele. Auf dieser tiefgründigsten Ebene der menschlichen Existenz vollzieht sich eine entscheidende Veränderung. &amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;J. Rodman Williams, ''Renewal Theology, ''Band II, S. 50.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;'''—J. Rodman Williams}}Nehmen wir mal an, ich wäre so dumm, Johannes’ Versicherung zu überprüfen, indem ich den folgenden Beschluss fasste: „In den nächsten sechs Monaten will ich versuchen, einen sündigen Lebensstil zu entwickeln.“ Das ist natürlich etwas, was ich mir weder wünschen noch empfehlen würde. Jedoch glaube ich nicht, dass ich in der Lage wäre, einen solchen Beschluss auszuführen. Warum? Weil ich aus Gott geboren bin. Ich habe jetzt ein neues Herz, ein neues Leben, und eine neue Neigung, Gerechtigkeit zu suchen und Gott zu gefallen. Obwohl ich immer noch Sünden begehe, bin ich dank seiner erneuernden Kraft unfähig, mich der Sünde hinzugeben oder in ihr fortzufahren. ich werde nie wieder die Sünde als Lebensstil genießen können. Nur ein göttlicher Akt könnte dies bewerkstelligt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{RightInsert|'''Meditieren Sie über Epheser 4,22-24. '''Was charakterisiert das „neue Selbst“, das wir durch Erneuerung geworden sind?}}Wir sind nicht mehr hilflos oder wehrlos bei unserer täglichen Konfrontation mit der Sünde. Wir sind nicht dazu verdammt, in ständiger Ungehorsamkeit und Niederlage zu wandeln. Gott hat uns im Innern, übernatürlich, und grundlegend verwandelt. Wir verfügen jetzt über den Wunsch und die Fähigkeit, ihm für den Rest unseres Lebens zu gefallen. Durch Gnade motiviert und befähigt, können wir ein Leben fortschreitender, endgültiger Veränderung erwarten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier beginnt Heiligung – in der Sicherheit und Überzeugung, dass wir wiedergeboren wurden, nicht durch unser eigenes Bemühen, sondern durch die Kraft und Absicht Gottes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gruppendiskussion  ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#Welche Worte könnte ein Nichtchrist wählen, um einen typischen „wiedergeborenen“ Christen zu beschreiben?&lt;br /&gt;
#Was ist ein möglicher Grund dafür, dass Bekehrungen berühmter Persönlichkeiten so häufig oberflächlich sind? &lt;br /&gt;
#Thomas Adams schrieb: „Nimmt man das Geheimnis von der neuen Geburt weg, hat man ihre Erhabenheit weggenommen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Quoted in R.C. Sproul, ''Born Again: Leader Guide, ''Kapitel II, S. 16.&amp;lt;/ref&amp;gt;Was macht die Erneuerung geheimnisvoll? &lt;br /&gt;
#Ist es für Sie schwierig zu glauben, dass Gott allein für Ihre Wiedergeburt verantwortlich war?&lt;br /&gt;
#Wenn Lydia und Paulus die Extreme der Erfahrung der Wiedergeburt darstellen, wo finden Sie sich in diesem Spektrum wieder?&lt;br /&gt;
#Diskutieren Sie über den Zeitstrahl, den Sie auf Seite 21 gezeichnet haben. Gibt es Fragen zur Reihenfolge der Heiligung? &lt;br /&gt;
#Lesen Sie Hebräer 12,2. Inwiefern beeinflusst diese „bedingungslose Zusage“ Ihre Sicht der Heiligung? &lt;br /&gt;
#Hat dieses Kapitel Sie veranlasst, anders über die neue Geburt zu denken?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Empfohlene Literatur  ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''The Christian Life ''by Sinclair Ferguson (Carlisle, PA: The Banner of Truth Trust, 1989) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''God’s Words ''by J.I. Packer (Downers Grove, IL: InterVarsity Press, 1981) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verweise  ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Browniekr</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://en.gospeltranslations.org/wiki/How_Can_I_Change%3F/Where_it_All_Begins/de</id>
		<title>How Can I Change?/Where it All Begins/de</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://en.gospeltranslations.org/wiki/How_Can_I_Change%3F/Where_it_All_Begins/de"/>
				<updated>2009-03-20T01:29:03Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Browniekr: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|Wo alles beginnt}}Vor wenigen Jahren ging das Gerücht um, ein populärer Rockstar sei „wiedergeboren“. Die Reaktionen aus christlichen Kreisen waren erwartungsgemäß überschwänglich. Doch als der Star von seiner angeblichen Bekehrung erfuhr, setzte er dem Gerücht rasch ein Ende: „Es wurde verbreitet, dass ich wiedergeboren sei. Das ist falsch. Ich habe nur gesagt, dass ich wieder im Pornogeschäft sei.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur ein kleiner Buchstabe, und so ein großer Unterschied. [Im Englischen „born again“ und „(into) porn again“ – A. d. Ü.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin skeptisch, wenn ich höre, dass Personen des öffentlichen Lebens sich bekehrt haben. Selbst wenn die betreffende Person bestätigt, Christus nachfolgen zu wollen, scheint der Lebensstil desjenigen oder derjenigen selten eine entsprechende Änderung widerzuspiegeln. Es gibt oft keine Anzeichen für Buße. Es gibt kein Engagement in einer örtlichen Kirche. Wenn der gemeine Mann Joe Sixpack diesen offenkundigen Widerspruch bemerkt, zieht er daraus den falschen Schluss, dass „wiedergeboren sein“ genau so aussieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|'''Meditieren Sie über 1. Petrus 2,2-3. '''Was ist mit der hier beschriebenen „Milch“ gemeint? Warum ist reine Milch wichtig für spirituelles Wachstum?}}Charles Colson ist eine bemerkenswerte Ausnahme von diesem Verhaltensmuster. Der ehemalige Anwalt und Präsidentenberater der Regierung Nixon wurde wegen seiner Rolle in der Watergate-Affäre verurteilt und eingesperrt. Es schien verdächtig, als er während dieser Zeit behauptete, er habe sein Leben Christus übergeben. Doch das war kein Trick, um sein Urteil zu verringern. Colsons Bekehrung war echt, wie sich in seinem neuen Lebensstil zeigte. Sein Buch „Born Again“ berichtet beredt und überwältigend von seiner authentischen Begegnung mit dem Evangelium. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn auch das Wort &amp;quot;wiedergeboren&amp;quot; in der heutigen Kultur häufig verwendet wird, so wird doch seine theologische Bedeutung dabei verdeckt. Als zum Beispiel der verabschiedete Schwergewichtsboxer George Foreman in den Ring zurückkehrte, sprachen Sportreporter davon, dass seine Karriere „wiedergeboren“ sei. Bei Politikern, die einen Rückschlag erleiden und dann wieder Beliebtheit erlangen, spricht man manchmal von Wiedergeburt. Und viele Menschen denken bei wiedergeborenen Christen an eine hyperaktive Randgruppe innerhalb der Kirche, ohne zu ahnen, dass die Wiedergeburt eine Voraussetzung dafür ist, überhaupt Teil der Kirche zu werden!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{RightInsert|&amp;quot;Christ zu werden heißt nicht, einen neuen Anfang im Leben zu machen, sondern, für den Anfang ein neues Leben zu erhalten.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert in R.C. Sproul, ''Born Again: Leader Guide ''(Orlando, FL: Ligonier Ministries, Inc., 1988), Kapitel I, S. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;'''-Thomas Adams'''}}Selbst der reife Christ versteht manchmal dieses entscheidende Wort nicht. Doch wenn wir je darauf hoffen, uns so zu ändern, wie Gott es will, dann müssen wir mit dem Verstehen und Erleben von Erneuerung beginnen – der Wiedergeburt. Hier beginnt der gesamte Prozess der Heiligung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|&amp;lt;big&amp;gt;1&amp;lt;/big&amp;gt; Welche der folgenden Aussagen beschreiben Ihrer Meinung nach am besten, was es bedeutet, wiedergeboren zu sein? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''(Antwort unten auf Seite) ''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
❏Sich für ein besseres Leben zu entscheiden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
❏Eine lange verloren gegangene Hingabe an Christus zu erneuern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
❏Gott zu bitten, Ihnen Ihre Sünden zu vergeben und in Ihrem Herzen einzuziehen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
❏Allen Ihren Freunden zu erzählen, dass sie in die Hölle kommen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
❏Nichts von dem oben Gesagten}}=== Ein Pharisäer wird belehrt === &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wort „wiedergeboren“ entstand nicht bei Präsident Jimmy Carter. Es entstand bei Jesus Christus. Lassen Sie uns erkunden, wo er es einführte und wie er es verstanden sehen wollte, indem wir ein brain-bending Gespräch im dritten Kapitel bei Johannes belauschen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicodemus war Pharisäer und Mitglied des herrschenden Rates der Juden, des Sanhedrin (Hoher Rat). Er genoss in Jerusalem große Achtung als Theologe und Lehrer des Rechts. Angesichts seiner Stellung und seines Ansehens überrascht es, dass Nicodemus Jesus einen privaten Besuch abstattete. Schließlich fehlte Jesus die formale Ausbildung, die Nicodemus und seine Standesgenossen so hoch schätzten. Außerdem hatte dieser niedrige proletarische Rabbi gerade den Tempel verwüstet und angedeutet, er hätte alleinige Vollmacht von Gott (Joh 2,13-22). Doch Nicodemus war von Jesu Lehren fasziniert, und dass die Wunder sich ereignet hatten, konnte er weder bestreiten noch abtun. So suchte der prominente religiöse Insider mit einer gewissen Demut den ungebildeten Zimmermann aus Galiläa auf: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rabbi, wir wissen, dass du ein Lehrer bist, von Gott gekommen, denn niemand kann diese Zeichen tun, die du tust, es sei denn Gott mit ihm. (Joh 3,2) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|Antwort: Nichts von dem oben Gesagten. Eine biblische Definition finden Sie, wenn Sie weiterlesen.}}Eins muss man den Pharisäern lassen – sie wussten um die Bedeutung von Etikette. Indem er Jesus mit „Rabbi“ anredete, drückte Nicodemus Achtung vor dessen Stellung als Lehrer und den Willen zu lernen aus. Seine nächste Aussage jedoch sollte er schnell bereuen: „Rabbi, wir wissen ...“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht gerade die empfehlenswerte Art und Weise, ein Gespräch mit dem Sohn Gottes anzufangen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus hätte Nicodemus für seine arrogante Haltung zur Rede stellen und das Gespräch hier beenden können. Stattdessen entschied er sich dafür, Nicodemus zu helfen, damit er erkannte, wie begrenzt sein Wissen tatsächlich war. Seine Methode: Eine schnelle Runde Bibelquiz. Kategorie: Erneuerung, für 200 Dollar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|&amp;quot;Wir nehmen diese Lehre [dass der Mensch nicht in das Reich Gottes gelangen kann] selten ausreichend ernst, vielleicht deshalb, weil sie uns die letzten Reste unserer natürlichen Selbstständigkeit unter den Füßen wegreißt. Sie unterstreicht die biblische Lehre, dass unsere Rettung allein aus Gnade geschieht. Das eine, was notwendig ist, ist auch das eine, das wir nicht selbst ausführen können!&amp;lt;ref&amp;gt;Sinclair Ferguson, ''The Christian Life ''(Carlisle, PA: The Banner of Truth Trust, 1989), S. 55.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;'''—Sinclair Ferguson'''}}„Wahrlich, wahrlich, ich sage dir“, erwiderte Jesus, „wenn jemand nicht von neuem geboren wird, kann er das Reich Gottes nicht sehen.“ (V. 3). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aussage des Herrn verwirrte Nicodemus. „Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist?“, fragte er. „Kann er etwa zum zweiten Mal in den Leib seiner Mutter eingehen und geboren werden?“ Nicodemus konnte nicht verstehen, was Jesus meinte, und er war es auch nicht gewöhnt, dass man so mit ihm sprach. Üblicherweise war es seine Aufgabe, die Antworten zu geben, und nicht, sie zu suchen. Womöglich war er sogar im Tempel gewesen sein, als Jesus im Alter von 12 Jahren die Priester mit seinen Fragen erstaunte. Doch Jesus war kein Heranwachsender mehr. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{RightInsert|'''Zur weiteren Betrachtung: '''Lesen Sie Matthäus 19,23-26. Welche Chancen hat ein Mensch, abgesehen von Gottes Eingreifen, in das Reich Gottes zu gelangen?}}„Wahrlich, wahrlich, ich sage dir“, fuhr Jesus fort, „wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, kann er nicht in das Reich Gottes eingehen. Wundere dich nicht, dass ich dir sagte: Ihr müsst von neuem geboren werden.“ (Verse 5, 7). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Nicodemus war überrascht. Ja, er war im Grunde schockiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wie kann dies geschehen?“, fragte er. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An diesem Punkt hätte Nicodemus zwei Aspirin gebrauchen können. Sein Problem wurde durch ein Gefühl der Demütigung noch verstärkt, besonders, als Jesus sagte: „Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wir reden, was wir wissen, und bezeugen, was wir gesehen haben, und unser Zeugnis nehmt ihr nicht an. Wenn ich euch das Irdische gesagt habe, und ihr glaubt nicht, wie werdet ihr glauben, wenn ich euch das Himmlische sage?“ (Verse 11-12). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|&amp;quot;Die Wiedergeburt ist nicht nur ein Geheimnis, das kein Mensch versteht, sie ist auch ein Wunder, das kein Mensch unternehmen kann.&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert in R.C. Sproul, ''Born Again: Leader Guide, ''Kapitel III, S. 20.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br&amp;gt;'''—Richard Baxter'''}}Es ist leicht, auf den beschämten Gelehrten herabzusehen, doch lassen wir uns einmal derselben Prüfung unterziehen: Verstehen wir, was Jesus über das Neu-geboren-werden sagte? Sind wir erstaunt über Jesu Worte? Wenn wir nicht den Punkt erreicht haben, an dem wir mit Nicodemus fragen: „Wie kann dies geschehen?“, ist es unwahrscheinlich, dass wir das Geheimnis und das Wunder von Erneuerung gänzlich verstanden haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nichts beizutragen  ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|&amp;lt;big&amp;gt;2&amp;lt;/big&amp;gt; Schenkt Ihnen die Konzentration auf die einzelnen Bestandteile der bemerkenswerten Aussage Jesu neue Einsichten? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Ihr''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''müsst''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''von neuem''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''geboren''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''werden''}}Absichtlich ließ Jesus jede Andeutung darauf weg, dass Nicodemus persönlich verantwortlich dafür sei, von neuem geboren zu werden. Tatsächlich sagte er genau das Gegenteil: „Was aus dem Fleisch geboren ist, ist Fleisch, und was aus dem Geist geboren ist, ist Geist.“ (Joh 3,6). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{RightInsert|'''Zur weiteren Betrachtung: '''Inwiefern zeigt Abrahams Vaterschaft zu Isaak und Ismael den Gegensatz zwischen unseren Bemühungen und denen Gottes? (Siehe Genesis 21,1-13 und Römer 9,6-9)}}Es ist nicht schwer zu verstehen, weshalb Nicodemus die Bemerkungen Jesu so verwirrend fand. Die Pharisäer hatten das Gesetz missverstanden und falsch ausgelegt und versuchten daher, ihre eigene Gerechtigkeit vor Gott nachzuweisen. Nicodemus dürfte angenommen haben, dass für das Wiedergeborenwerden (was auch immer es bedeutete) eine Anstrengung oder Mitwirkung seinerseits erforderte. Die meisten von uns dürften dasselbe annehmen. Und genau diese Annahme griff Jesus an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ihr müsst von neuem geboren werden“ ist kein Befehl, an Christus zu glauben; es ist eine Aussage, die klar stellt, was er in uns tun muss. „Erneuerung ist eine Veränderung, die durch Gott in uns vollzogen wird“, schreibt C. Samuel Storms, „keine autonome Handlung, die von uns für uns ausgeführt wird.“&amp;lt;ref&amp;gt;C. Samuel Storms, ''Chosen for Life ''(Grand Rapids, MI: Baker Book House, 1987), S. 108.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Halten Sie einen Moment inne, um über die überwältigenden Auswirkungen der Worte Christi nachzudenken: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
■Obwohl Erneuerung für das christliche Leben absolut erforderlich ist, kann sie durch menschliche Anstrengung nicht erreicht werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
■Gott ist der alleinige Urheber der Wiedergeburt, es handelt sich nicht um eine gemeinsame Anstrengung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
■Erneuerung ist eine Erfahrung, die wir machen müssen, die jedoch nur Gott geben kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht aus Mangel an Intelligenz fand Nicodemus die Worte des Herrn so verwirrend, sondern weil sie in seinem Denken einen Paradigmenwechsel erforderlich machten. Sie zeigten, wie hilflos und abhängig von der Gnade Gottes er war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevor wir fortfahren, möchte ich eine Sache klarstellen. Ich schmälere hiermit nicht die Bedeutung von Buße und Glauben. Diese müssen unsere Reaktion auf Erneuerung charakterisieren, und sie sind für die Bekehrung und unsere fortwährende Heiligung unabdingbar. Doch aus meiner Sicht sind sie Ergebnis der Wiedergeburt, nicht Ursache. Der Theologe A. A. Hodge fordert uns warnend auf, die Sicht der Schrift zu bewahren: „Was der Mensch nach der Erneuerung auch tut, die erste Auferweckung der Toten muss ihren Ursprung in Gott haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert in R.C. Sproul, ''Born Again: Leader Guide, ''Kapitel III, S. 19.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|&amp;quot;Eines Abends in der Woche, als ich im Hause Gottes saß, dachte ich nicht viel über die Ausführungen des Predigers nach, denn ich glaubte sie nicht. Mir kam der Gedanke: ''‚Wie bist du Christ geworden?’ ''Ich suchte den Herrn. ''‘Aber wie kam es, dass du den Herrn suchtest?’'' Die Wahrheit blitzte augenblicklich in meinem Kopf auf – ich hätte ihn wohl nicht gesucht, wenn da nicht irgendein vorheriger Einfluss in meinem Kopf gewesen wäre, der mich veranlasste, ihn zu suchen. Ich betete, dachte ich, doch dann fragte ich mich: ''Wie kam ich dazu, zu beten? ''Ich wurde angeregt zu beten, indem ich die Schrift las. ''Wie kam ich dazu, die Schrift zu lesen? ''Ich las sie, doch was brachte mich dazu, das zu tun? Dann, in einem Augenblick, sah ich, dass Gott am Grunde von allem war, und dass er der Urheber meines Glaubens war, und so eröffnete sich mir die ganze Lehre von der Gnade, und von dieser Lehre bin ich bis zu diesem Tag nicht abgewichen, und ich möchte dies zu meinem ständigen Bekenntnis machen: ‚Ich schreibe meine Veränderung ganz und gar Gott zu.’&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Charles Spurgeon, ''Autobiography, ''1 (Edinburgh: Banner of Truth Trust, 1962), S. 164-65.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;'''—Charles H. Spurgeon'''}}Erfassen Sie einmal, welch radikale Veränderung erforderlich ist, und wie unfähig Sie sind, um diese hervorzubringen. Erneuerung ist das klare Werk Gottes allein. Wie J. I. Packer es ausdrückt: „Das ist keine Veränderung, die herbeizuführen der Mensch irgendetwas tut, ebenso wenig, wie Babys irgendetwas dazu tun, um ihre eigene Zeugung und Geburt zu veranlassen oder dazu beizutragen.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;J.I. Packer, ''God’s Words ''(Downers Grove, IL: InterVarsity Press, 1981), S. 151.&amp;lt;/ref&amp;gt;Wir werden nicht geboren „aus dem Willen des Mannes … sondern aus Gott geboren“, wie Johannes sagt (Joh 1,13). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein neues, gerechtes Wesen wurde geschenkt, dessen alleiniger Urheber Gott ist. Dazu haben wir die Versicherung, „dass der, welcher ein gutes Werk [Erneuerung] in euch angefangen hat, es vollenden wird bis auf den Tag Christi Jesu“ (Phil 1,6). Das sollte nun wirklich rechte Freude hervorrufen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{RightInsert|'''Meditatieren Sie über Titus 3,4-7. '''Wenn wir die Quelle unserer Errettung (V. 5) erkennen, wird unsere Hoffnung auf das ewige Leben gestärkt (V. 7).}}Wir müssen uns keine Sorgen mehr darum machen, ob unsere Willenskraft und Selbstdisziplin ausreichen werden. Sie werden es nicht. Nach dem Bilde Christi umgewandelt zu werden, ist letztlich nicht von unserer Fähigkeit abhängig. Vielmehr können wir wegen Gottes endgültigem Werk Vertrauen in Bezug auf unser Wachstum in der Frömmigkeit haben. Er hat uns eine neue Einstellung eingepflanzt, ein Verlangen nach Gerechtigkeit. „Dies“, so J. Rodman Williams, „ist das größte Wunder, das man je erleben kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;J. Rodman Williams, ''Renewal Theology, Volume II: Salvation, The Holy Spirit, and Christian Living ''(Grand Rapids, MI: Zondervan Publishing House, 1990), S. 37.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Es werde Leben  ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was geschieht eigentlich, wenn jemand wiedergeboren wird?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J. I. Packer meint, das Wort Erneuerung „beschreibt einen neuen Beginn des Lebens … es spricht von einer kreativen Aufarbeitung, die durch die Kraft Gottes herbeigeführt wird.“&amp;lt;ref&amp;gt;J.I. Packer, ''God’s Words, ''S. 148-149.&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Gott Sie erneuerte, rief er etwas ins Leben, was zuvor nicht existierte. Die Bibel beschreibt das so: „Denn Gott, der gesagt hat: Aus Finsternis soll Licht leuchten! er [ist es], der in unseren Herzen aufgeleuchtet ist zum Lichtglanz der Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes im Angesicht Jesu Christi.“ (2 Kor 4,6)  Die Parallele hier zwischen unserer Erneuerung und der Schöpfung ist beabsichtigt. Unsere Erneuerung war kein weniger schöpferischer Akt Gottes. Derselbe Gott, der sagte: „Es werde Licht!“ sprach eines Tages zu uns und sagte: „Es werde Leben!“ ''Und es ward Leben! '' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{RightInsert|'''Meditieren Sie über 1. Petrus 1,23. '''Inwiefern trägt diese Analogie zu Ihrem Verständnis der neuen Geburt bei?}}Die neue Geburt kann auch als Auferstehung betrachtet werden. Obwohl wir in Sünde tot waren und unfähig, diesen Zustand zu ändern, wurden wir nunmehr von Gott durch das erneuernde Wirken des Heiligen Geistes lebendig gemacht. Der Theologe R. C. Sproul erklärt dies genauer: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|&amp;lt;big&amp;gt;3&amp;lt;/big&amp;gt; Stellen Sie sich folgende Situation vor: Sie sind ein Jugendexperte und beraten Jugendliche mit einer seltenen Geisteskrankheit - sie sind völlig überzeugt davon, dass sie sich selbst geboren haben. Was für Ängste würde dies Ihrer Erwartung nach bei ihnen hervorrufen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Würden Sie erwarten, ähnliche Ängste bei Christen vorzufinden, die Gottes Rolle bei der Erneuerung nicht verstehen?)}}Der Geist erneuert das menschliche Herz und erweckt es vom geistlichen Tod zu geistlichem Leben. Erneuerte Menschen sind Neuschöpfungen. Wo sie zuvor weder Ausrichtung noch Neigung oder Wunsch nach den göttlichen Dingen hatten, sind sie jetzt zu Gott hin ausgerichtet und geneigt. Bei der Erneuerung pflanzt Gott einen Wunsch nach sich selbst in das menschliche Herz ein, der sonst nicht da wäre.&amp;lt;ref&amp;gt;R.C. Sproul, ''Essential Truths of the Christian Faith ''(Wheaton, IL: Tyndale House, 1992), S. 171-172.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ein Toter kann nicht bei seiner eigenen Auferstehung helfen“, bemerkt W. G. T. Shedd.&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert in R.C. Sproul, ''Born Again: Leader Guide, ''Kapitel III, S. 19.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wenn da nicht das gnädige Wirken des Heiligen Geistes gewesen wäre, der uns ein neues Leben gab, zusammen mit einem neuen Wesen und einem neuen Wunsch, Gott zu gefallen, zu dienen, zu gehorchen und zu verherrlichen, dann wären wir immer noch geistlich tot und Gott feindlich gesinnt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erneuerung unterscheidet sich deutlich von anderen Facetten unserer Errettung. Während beispielsweise die Rechtfertigung unseren Stand vor Gott ändert (das heißt, wir werden für gerecht statt für schuldig erklärt), verwandelt die Erneuerung unser innerstes Wesen. Dieser innere Wandel ist so radikal und umfassend, dass wir nun als neue Schöpfungen beschrieben werden. Das Bild Gottes, das beim Sündenfall beschädigt wurde, wird durch die neue Geburt neu geschaffen und fortwährend erneuert durch die Heiligung. Doch im Gegensatz zu Heiligung ist Erneuerung kein Prozess. Sie findet nicht schrittweise oder in verschiedenen Graden statt. Sie ist ein allwaltendes und ''augenblickliches '' Werk Gottes in unserem Leben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|&amp;quot;Erneuerung ist eine Veränderung, die erkannt und gefühlt wird: erkannt durch die Werke der Heiligkeit und gefühlt durch eine gnadenreiche Erfahrung.&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert in R.C. Sproul, ''Born Again: Leader Guide, ''Kapitel II, S. 17.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;'''—Charles H. Spurgeon'''}}Bitte verstehen Sie mich nicht falsch. Nicht jeder wird mit all den dramatischen Erfahrungen erneuert, die Paulus machte. Hier haben wir es mit einem Mann zu tun, der für drei Tage übernatürlich erblindete und hörbar vom Himmel angesprochen wurde. Doch Paulus war nicht der Einzige, der in der Apostelgeschichte wiedergeboren wurde. Lydia, die die Gute Nachricht bei einem Gebetstreffen der Frauen hörte, „deren Herz tat der Herr auf, dass sie achtgab auf das, was von Paulus geredet wurde.“ (Apg 16,14). Und das war auch schon alles. Paulus’ Augen wurden zeitweise blind, und Lydias Herz wurde still aufgetan. Unterschiedliche Erfahrungen, doch das Ergebnis war genau das gleiche. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{RightInsert|'''Zur weiteren Betrachtung: '''Wer ist „der, welcher heiligt“ (Hebräer 2,11)? Für welche Stufen unserer Heiligung ist er verantwortlich (Hebräer 12,2)?}}Oft sind wir versucht, die Authentizität einer Umwandlung an den Erfahrungen zu messen, die sie begleiten. Jeder hört gern von dem Bandenführer oder Drogenhändler, dessen Leben drastisch verändert wird. Aber nehmen Sie einmal an, Sie sind eine Lydia. Eines Tages fuhren Sie im Auto so dahin, hörten eine Kassette, die Ihnen irgendjemand geborgt hatte, und ohne dass jemand dies bezeugen konnte, tat Gott sanft Ihr Herz auf. Sie hörten keine Stimmen, das Auto schlingerte nicht von der Straße. Nichts Dramatisches. Doch als Sie bei der Arbeit ankamen, wussten Sie, auch wenn Sie es nicht erklären konnten, dass etwas Bedeutendes geschehen war. Sie waren anders. Sie waren neu geboren worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hatte das Privileg, den Ort in England zu besuchen, wo John Wesley wiedergeboren wurde. Betrachten Sie einmal seine einfache Beschreibung dieses Augenblicks: „Ich spürte, wie das Herz in mir seltsam erwärmt wurde.“ Wohl kaum etwas, das man als explosionsartige Erfahrung bezeichnen würde, und doch sind die Echtheit und Wirkung von Wesleys Erneuerung unbestreitbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|&amp;lt;big&amp;gt;4&amp;lt;/big&amp;gt; Zeichnen Sie in das Leerfeld unten oder am Ende dieser Seite einen einfachen Zeitstrahl Ihres Lebens, beginnend bei der Geburt und bis in die Gegenwart hinein. Markieren Sie dann, wann Sie das Folgende jeweils erfahren haben: Erneuerung, Rechtfertigung, Heiligung, Buße, und Glaube. Was davon geschah zu einem bestimmten Zeitpunkt? Was geschieht fortlaufend?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
}}Ob unaufdringlich oder dramatisch, alle neuen Geburten haben dies gemein: sie werden ausschließlich und gänzlich von Gott bewerkstelligt. Die Höhepunkt und die Figuren sind einzigartig, doch die Handlung der Geschichte ist immer dieselbe. Wir sind neue Schöpfungen. Das Alte ist vergangen, das Neue ist gekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ein vergeblicher Beschluss ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht nur in sein Evangelium hat Johannes bemerkenswerte Aussagen über Erneuerung eingebracht. Wir wollen abschließend die folgenden aufrüttelnden Worte betrachten: Jeder, der aus Gott geboren ist, tut nicht Sünde, denn sein Same bleibt in ihm; und er kann nicht sündigen, weil er aus Gott geboren ist. (1 Joh 3,9)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Haben Sie jemals diesen Vers gelesen und waren verwirrt? Es kann doch unmöglich das bedeuten, was da steht … oder doch? Nur wenige Menschen können auch nur eine oder zwei Stunden überstehen, ohne auf die eine oder andere Weise zu sündigen. Vielleicht ist die wahre Bedeutung dieses Verses bei der Übersetzung verloren gegangen. Andererseits fragen wir uns besorgt: ''Was, wenn das stimmt? Das scheint nicht meine Erfahrung zu sein ... heißt das dann, dass ich nicht „aus Gott geboren“ bin? '' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johannes meint damit nicht, dass wahre Christen „unfähig“ sind zu sündigen. Das wird aus dem ersten Kapitel desselben Briefs deutlich, wo er schrieb: „Wenn wir sagen, dass wir keine Sünde haben, betrügen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns“ (1 Joh 1,8). Nein – die Sünde ist immer noch deutlich vorhanden, und wenn auch ihre Herrschaft über unser Leben zerstört ist, so können wir doch jederzeit ihrem Einfluss unterliegen. Doch indem er schreibt, jeder, der aus Gott geboren ist, „kann nicht sündigen“, zeigt Johannes auf, dass die Erneuerung uns unfähig gemacht hat, ''weiterhin zu sündigen''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was Johannes in diesem Abschnitt meint, ist nach Anthony Hoekema, dass der Christ „nicht weiterhin die Sünde tut und genießt und sich ihr völlig überlässt … [E]r oder sie ist nicht fähig, weiter mit Freude zu sündigen, weiter in Sünde zu leben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Anthony A. Hoekema, ''Saved by Grace ''(Grand Rapids, MI: Eerdmans Publishing Co., 1989), S. 100. &amp;lt;/ref&amp;gt; John R. W. Stott fasst es einfacher zusammen: „Der Gläubige kann in Sünde fallen, doch er wandelt nicht in ihr.“&amp;lt;ref&amp;gt;John R.W. Stott, ''The Epistles of John ''(Grand Rapids, MI: Eerdmans Publishing Co., 1964), S. 136.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erkennen Sie den Unterschied? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|&amp;quot;Erneuerung tritt hauptsächlich im Zentrum des menschlichen Wesens auf, nämlich in seinem Herzen oder seiner Seele. Auf dieser tiefgründigsten Ebene der menschlichen Existenz vollzieht sich eine entscheidende Veränderung. &amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;J. Rodman Williams, ''Renewal Theology, ''Band II, S. 50.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;'''—J. Rodman Williams}}Nehmen wir mal an, ich wäre so dumm, Johannes’ Versicherung zu überprüfen, indem ich den folgenden Beschluss fasste: „In den nächsten sechs Monaten will ich versuchen, einen sündigen Lebensstil zu entwickeln.“ Das ist natürlich etwas, was ich mir weder wünschen noch empfehlen würde. Jedoch glaube ich nicht, dass ich in der Lage wäre, einen solchen Beschluss auszuführen. Warum? Weil ich aus Gott geboren bin. Ich habe jetzt ein neues Herz, ein neues Leben, und eine neue Neigung, Gerechtigkeit zu suchen und Gott zu gefallen. Obwohl ich immer noch Sünden begehe, bin ich dank seiner erneuernden Kraft unfähig, mich der Sünde hinzugeben oder in ihr fortzufahren. ich werde nie wieder die Sünde als Lebensstil genießen können. Nur ein göttlicher Akt könnte dies bewerkstelligt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{RightInsert|'''Meditieren Sie über Epheser 4,22-24. '''Was charakterisiert das „neue Selbst“, das wir durch Erneuerung geworden sind?}}Wir sind nicht mehr hilflos oder wehrlos bei unserer täglichen Konfrontation mit der Sünde. Wir sind nicht dazu verdammt, in ständiger Ungehorsamkeit und Niederlage zu wandeln. Gott hat uns im Innern, übernatürlich, und grundlegend verwandelt. Wir verfügen jetzt über den Wunsch und die Fähigkeit, ihm für den Rest unseres Lebens zu gefallen. Durch Gnade motiviert und befähigt, können wir ein Leben fortschreitender, endgültiger Veränderung erwarten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier beginnt Heiligung – in der Sicherheit und Überzeugung, dass wir wiedergeboren wurden, nicht durch unser eigenes Bemühen, sondern durch die Kraft und Absicht Gottes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gruppendiskussion  ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#Welche Worte könnte ein Nichtchrist wählen, um einen typischen „wiedergeborenen“ Christen zu beschreiben?&lt;br /&gt;
#Was ist ein möglicher Grund dafür, dass Bekehrungen berühmter Persönlichkeiten so häufig oberflächlich sind? &lt;br /&gt;
#Thomas Adams schrieb: „Nimmt man das Geheimnis von der neuen Geburt weg, hat man ihre Erhabenheit weggenommen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Quoted in R.C. Sproul, ''Born Again: Leader Guide, ''Kapitel II, S. 16.&amp;lt;/ref&amp;gt;Was macht die Erneuerung geheimnisvoll? &lt;br /&gt;
#Ist es für Sie schwierig zu glauben, dass Gott allein für Ihre Wiedergeburt verantwortlich war?&lt;br /&gt;
#Wenn Lydia und Paulus die Extreme der Erfahrung der Wiedergeburt darstellen, wo finden Sie sich in diesem Spektrum wieder?&lt;br /&gt;
#Diskutieren Sie über den Zeitstrahl, den Sie auf Seite 21 gezeichnet haben. Gibt es Fragen zur Reihenfolge der Heiligung? &lt;br /&gt;
#Lesen Sie Hebräer 12,2. Inwiefern beeinflusst diese „bedingungslose Zusage“ Ihre Sicht der Heiligung? &lt;br /&gt;
#Hat dieses Kapitel Sie veranlasst, anders über die neue Geburt zu denken?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Empfohlene Literatur  ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''The Christian Life ''by Sinclair Ferguson (Carlisle, PA: The Banner of Truth Trust, 1989) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''God’s Words ''by J.I. Packer (Downers Grove, IL: InterVarsity Press, 1981) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verweise  ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Browniekr</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://en.gospeltranslations.org/wiki/How_Can_I_Change%3F/Caught_in_the_Gap_Trap/de</id>
		<title>How Can I Change?/Caught in the Gap Trap/de</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://en.gospeltranslations.org/wiki/How_Can_I_Change%3F/Caught_in_the_Gap_Trap/de"/>
				<updated>2009-03-15T15:04:40Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Browniekr: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|Die Tücke der Lücke}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Alle, die mit Ärger zu kämpfen haben, mögen bitte nach vorn kommen. Wir möchten für euch beten.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war Sonntagmorgen. Ich hatte soeben meine Predigt über Ärger beendet und wollte dem Heiligen Geist Gelegenheit geben, in den Herzen der Anwesenden zu wirken. Doch die Reaktion war für mich nicht vorherzusehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwa zwanzig demütige Heilige kamen im Auditorium nach vorn – eine große Schar für eine Kirche unserer Größe. Und dennoch war es nicht die Anzahl, die meine Aufmerksamkeit erregte. Es waren die Menschen selbst. Neunzehn der Zwanzig waren Mütter kleiner Kinder! (Ärger ist nach Aussage der meisten Mütter, die ich bisher kennen gelernt habe, eine Art Berufskrankheit.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ihr Pastor kannte ich all diese Frauen als ernsthafte und engagierte Christinnen. Was sie veranlasste, nach vorn zu kommen, war ihre große Frustration über die Lücke, in der sie gefangen waren – eine Lücke zwischen der biblischen Norm der Selbstbeherrschung und ihrem eigenen Versagen, dieser Norm gemäß zu leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob das Problem nun Ärger oder Furcht, Sorge, oder etwas so Häufiges wie Faulheit ist: Wir haben alle schon diese Lücke verspürt zwischen dem, was wir sind, und dem, was wir sein sollten. Die Bibel sagt, wir seien neue Schöpfungen, Sieger, Überwinder. Und wir sind nicht nur Überwinder – wir sind mehr als Überwinder (Röm 8,37). Manchmal fühlen wir uns sogar so. Meistens jedoch fällt es uns schwer, über unsere Grenzen und unser ständiges Versagen hinaus zu sehen. Und es scheint, dass genau in diesen Zeiten des Lebens Matthäus 5,48 in unserem Bibelleseplan auftaucht: „Ihr nun sollt vollkommen sein, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|'''Zur weiteren Betrachtung: '''Selbst der Apostel Paulus war in der Lücke gefangen (Römer 7,21-25). Können Sie sich mit seiner Frustration identifizieren?}}Leise seufzen wir und denken, ''das wird nie passieren''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich nenne diesen Gemütszustand die „Tücke der Lücke“. Und zwar funktioniert das so: Als Christen wissen wir alle in einem gewissen Maße, was Gott von uns erwartet. Doch wir erreichen weniger, als was wir wissen erreichen zu sollen. Es klafft eine Lücke zwischen dem, wovon wir wissen, dass es erforderlich ist, und unserer tatsächlichen Leistung. Wenn der Abstand zwischen dem, was wir wissen, und dem, was wir leben, zu groß wird, dann kann man uns mit Recht Scheinheilige nennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|„Im christlichen Leben geht es darum, im innersten Wesen das zu werden, was wir in Christus bereits sind. …Der Sinn dieser Passagen (z.B. Römer 6, Kolosser 3,5-14, Epheser 4,22-32) liegt darin, uns die große Lücke aufzuzeigen zwischen dem, was wir in Christus zu sein gezählt werden (Rechtfertigung) und dem, was wir tatsächlich in uns selbst im täglichen Leben sind (Heiligung), um uns dazu zu bringen, ''die Lücke zu schließen'' … Paulus’ Absicht ist es, uns zu drängen, im täglichen Leben, das zu werden, als was wir bereits in Christus gezählt werden.“ &amp;lt;ref&amp;gt;Jay E. Adams, ''The Biblical View of Self-Esteem, Self-Love, Self-Image ''(Eugene, OR: Harvest House Publishers, 1986), p. 78.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;'''— Jay Adams'''}}Diese Lücke ist eine Tatsache des christlichen Lebens. Die meisten von uns muss niemand über unsere Widersprüchlichkeiten aufklären – sie sind uns allen nur allzu bewusst. Ein solches Bewusstsein dürfte dazu dienen, dass wir bescheiden und in Bezug auf Erfolg abhängig von Gott bleiben. Doch die Lücke entsteht oft durch unsere Unkenntnis der Lehre der Heiligung. Statt zu erkennen, dass die Lücke dazu da ist, uns in inbrünstigem Vertrauen auf Christus voranzutreiben, lassen wir zu, dass sie uns verdammt und unser Voranschreiten aufhält. Wir verfangen uns in dem Denken, dass wir nur Verlierer, Versager, Taugenichtse seien ... und womöglich noch nicht einmal Christen. Manche verfallen sogar in Untätigkeit oder Ungehorsamkeit. Alle, die der Tücke dieser Lücke in die Falle gehen (und in gewissem Maße tun wir das alle) leiden unnötig unter Entmutigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Pastor ist es eine meiner Hauptaufgabe, Einzelnen aus der Falle der Lücke zu helfen. Ich sage den Menschen oft: „Das wird nicht plötzlich geschehen, und es wird ernsthafte Anstrengungen erfordern; doch aus der Falle der Lücke zu gelangen, ist nicht kompliziert. Und glauben Sie mir, die Mühe wird sich lohnen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht sind Sie selbst der Tücke der Lücke schon einmal in die Falle gegangen. Vielleicht sind Sie jetzt gerade in dieser Situation. Falls dem so ist, dann sind wir überzeugt davon, dass dieses Buch Ihnen helfen kann, die Lücke zwischen dem, der Sie in Christus ''sein sollten'', und dem, der Sie in Wirklichkeit ''sind'', zu schließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Können Sie sich ein Leben vorstellen, in dem Sie mit sündhaften Gewohnheiten brechen und in der Frömmigkeit echte Fortschritte machen? Ein solches Leben ist möglich. Und dieses Buch wurde geschrieben, um Ihnen zu helfen und Ihnen Mut zu verleihen, wenn Sie daran arbeiten, sich dieses Leben zu Eigen zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwischen dem „Jetzt“ und dem „Noch nicht“  ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|&amp;lt;big&amp;gt;1&amp;lt;/big&amp;gt; Gibt es in Ihrem Leben Bereiche, von denen Sie wissen, dass Sie nicht entsprechend den Erwartungen Gottes leben? (Beschreiben Sie kurz einen Bereich im unten stehenden Leerfeld.) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
}}Ohne Frage gehört der scheinbare Gegensatz zwischen dem, was Gott uns zu sein zählt, und dem, von dem wir selbst aus Erfahrung wissen, was wir sind, zu zum Frustrierendsten im christlichen Leben. Nehmen wir zum Beispiel die Korinther. An einer Stelle versicherte Paulus ihnen: „Ihr seid abgewaschen, ihr seid geheiligt, ihr seid gerechtfertigt worden durch den Namen des Herrn Jesus und durch den Geist unseres Gottes.“ (1 Kor 6,11). Das klingt wie ein einfacher Fall, nicht wahr? Bis man dann Paulus’ zweiten Brief an diese Kirche liest, in dem er fast das Gegenteil zu sagen scheint: „So wollen wir uns reinigen von jeder Befleckung des Fleisches und des Geistes und die Heiligkeit vollenden in der Furcht Gottes.“ (2 Kor 7,1). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich vermute, die Korinther waren einigermaßen verwirrt. Waren sie denn nun geheiligt ... oder befleckt? Eigentlich waren sie beides, und wir sind es auch. Um dies zu erklären, möchte ich kurz abschweifen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|'''Meditieren Sie über 1. Johannes 3,2-3.''' Welche Auswirkungen sollten unsere Gedanken über das „Noch nicht“ auf das „Jetzt“ haben?}}Gottes Reich ist sowohl „Jetzt“ als auch „Noch nicht“. Es ist in gewisser Hinsicht Gegenwart und in anderer Hinsicht Zukunft. Unser Herr kam und kündigte an und zeigte, dass das Reich (oder die Herrschaft) Gottes die menschliche Geschichte gekreuzt hatte: „Wenn ich aber durch den Finger Gottes die Dämonen austreibe, so ist also das Reich Gottes zu euch gekommen.” (Lk 11,20). Jedoch hat sich Gottes Reich noch nicht erfüllt. Das geschieht erst, wenn Jesus in der Macht zurückkehrt, wenn jedes Knie sich beugen und jede Zunge bestätigen wird, dass er der Herr ist. Bis dahin beten wir inbrünstig, ohne die gegenwärtige Wirklichkeit von Gottes Reich zu verleugnen: „Dein Reich ''komme&amp;quot;'' (Mt 6,10).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Hinsicht gleicht Gottes Reich sehr unserem eigenen Leben. Gott hat uns durch das wunderbare Werk der Rechtfertigung für gerecht erklärt. Unser gesetzlicher Status vor ihm hat sich verändert. Diese Frage wurde im Hohen Gericht des Himmels geklärt. Auf dieser Seite der Himmels jedoch ist unsere innere Wandlung ein fortlaufendes Projekt. Der Prozess der Heiligung beschäftigt mich persönlich als Christ immer weiter und sorgt für reichlich Arbeit für mich als Pastor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Haben wir nun den Sieg in Jesus errungen oder nicht? Überwinden wir, oder werden wir überwunden? Oscar Cullmann bietet eine Analogie aus dem Zweiten Weltkrieg an, die uns meiner Meinung nach helfen kann, diesen scheinbaren Gegensatz zu begreifen.&amp;amp;lt;ref&amp;amp;gt;Oscar Cullman, Christ and Time (Philadelphia, PA: The Westminster Press, 1964), S. 3.&amp;amp;lt;/ref&amp;amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschichte verzeichnet zum Ende des Zweiten Weltkrieges zwei wichtige Tage: D-Day und VE-Day. Der D-Day war der 6. Juni 1944, als die Streitkräfte der Alliierten an der Küste der französischen Normandie landeten. Das war der Wendepunkt des Krieges; als diese Landung erfolgreich abgeschlossen war, war Hitler Schicksal besiegelt. Der Krieg war im Grunde vorbei. Doch der vollständige Sieg in Europa (VE-Day) ereignete sich erst am 7. Mai 1945, als sich die deutschen Streitkräfte in Berlin ergaben. Diese Zeitspanne von elf Monaten wird als eine der blutigsten des Krieges erinnert. Offene Feldschlachten wurden überall in Frankreich, Belgien und Deutschland geschlagen. Obwohl der Feind tödlich verwundet worden war, unterlag er nicht sofort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|„Die göttliche Auserwählung ist die Garantie dafür, dass Gott durch heiligende Gnade erfüllen wird, was seine erwählende Gnade begonnen hat. Das ist die Bedeutung des neuen Bundes: Gott verlangt nicht nur Gehorsam, er verleiht ihn.&amp;lt;ref&amp;gt;John Piper, ''The Pleasures Of God ''(Portland, OR: Multnomah Press, 1991), p. 147.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;'''- John Piper'''}}Das Kreuz war unser D-Day. Hier starb der Herr Jesus Christus, um die Ketten der Sünde von seinem Volk abzuschlagen. Auf der Grundlage Seines Todes und Seiner Auferstehung sind wir gerechtfertigt. Doch der endgültige Sieg wartet auf Christi Wiederkehr. Über den Ausgang der Dinge gibt es keinen Zweifel. Doch wir werden uns immer noch in Gefechte und Kämpfe verwickelt finden, bis der Herr in Herrlichkeit erscheint, um die Mächte der Finsternis für immer zu bezwingen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{RightInsert|'''Zur weiteren Betrachtung:''' Lesen Sie 1. Petrus 5,8-9. Obwohl Gottes Triumph am Ende unvermeidlich ist, sollten wir mit gesundem Respekt vor unserem Feind kämpfen.}}Diese Unterscheidung kann uns, wenn wir sie im Kopf behalten, eine Menge Entmutigung ersparen. Die Schlacht tobt noch, doch der Krieg ist bereits gewonnen. Ein Bewusstsein für das abgeschlossene Werk Christi um Unsertwillen ist grundlegend wichtig für die Moral, wenn wir nach Heiligung streben. Wir müssen die große Lehre der Rechtfertigung studieren und darüber meditieren, bis sie sich tief in unser Bewusstsein senkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mundwasser gefällig? ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl wir in Christus vollständig gerechtfertigt sind (D-Day), sind wir keineswegs vollständig geheiligt (VE-Day). Manche haben dies nicht verstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bibellehrer Ern Baxter berichtet von einem Vorfall während der „Spätregen-Erweckung“ Ende der 1940er Jahre. Es war eine irrgläubige Lehre unter dem Namen „The Manifest Sons of God” [etwa: Offenbarte Söhne Gottes - A.d.Ü.] ausgekommen. Dies war im Grunde eine Lehre, die die völlige Heiligung in diesem Leben versprach. In ihrer extremen Form beinhaltete sie den Glauben daran, dass eine geistliche Elite verherrlichte Körper vor Christi Wiederkehr erhalten werde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen Ende einer Versammlung, auf der Baxter predigte, erschienen mehrere „Offenbarte Söhne“ (und Töchter) in weiße Gewänder gehüllt hinten im Auditorium. Als er seine Rede beendete, eilten sie durch den Gang in der Kirche nach vorn und versuchten, Anhänger für ihre Lehre der absoluten Vollkommenheit zu gewinnen. Er berichtet darüber: „Die Dame, die sie anführte, hätte dringend Mundwasser gebraucht. Das ist nicht die Vollkommenheit, die ich anstrebe.“ &amp;amp;lt;ref&amp;amp;gt;Ern Baxter, Tonbandaufzeichnung, “Sanctification,” n.d. &amp;amp;lt;/ref&amp;amp;gt; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Häufiger als Ern Baxters Szenario sind Situationen, die sich aus einer oberflächlichen, vereinfachten Sicht der Heiligung ergeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|&amp;lt;big&amp;gt;2&amp;lt;/big&amp;gt; Wenn Sie absolute Vollkommenheit in diesem Leben anstrebten, was würde Ihnen von dem Folgenden am schwersten fallen? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
❏ Niemals auch nur einen Stundenkilometer schneller als erlaubt zu fahren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
❏ Jedem Telefonverkäufer, der anruft, mit Wärme und Freundlichkeit zu begegnen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
❏ Alle unnötigen Kalorien zu vermeiden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
❏ Nie den Schlummer-Knopf an Ihrem Wecker zu drücken&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
❏ Stets fröhlich die Einkommenssteuer zu zahlen.}}Als ich neu zum Glauben gekommen war, traf ich einen jungen Mann namens Greg, ein erklärter Einbrecher und Drogensüchtiger, der anscheinend im  Gefängnis bekehrt worden war. Ich war beeindruckt, wie Greg sein christliches Leben im Griff hatte. Seine Haltung war von stolzer Sicherheit erfüllt und sein Gang hatte etwas Großspuriges. Er sprach, als sei die Sünde für ihn kein wirkliches Problem mehr. Mehr als einmal erzählte er mir, wie er „gerettet, geheiligt und mit dem Heiligen Geist erfüllt“ worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man seinen Beschreibungen zuhörte, dann schien das alles so einfach. Als frischgebackener Christ war er eines Tages in einen Zug gestiegen, und als er Stunden später wieder ausstieg, hatte er gehabt, was er als ein „Heiligungserlebnis“ bezeichnete. Er versicherte mir, dass eine solche Erfahrung ein notwendiger Auftakt für die Taufe im Heiligen Geist war, und wenn das geschehen war, dann war man bereit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich muss zugeben, es gab ein paar Dinge an Greg, die nicht besonders heilig erschienen. Er hatte einen Hang zu werten und eine pharisäerhafte Haltung. Er konnte anmaßend und kleinlich sein. Ich erinnere mich an seine ungehaltenen Bemerkungen, als ein Freund versehentlich etwas auf seine Bibel stellte: „Entschuldige mal – das ist zufällig das Wort Gottes!“ Trotzdem konnte er immer noch aus der Bibel zitieren und schien etwas von dieser Sache der Heiligung zu verstehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{RightInsert|'''Zur weiteren Betrachtung: '''Lesen Sie Matthäus 26,41. Wann können wir ohne Schaden annehmen, dass wir bei der Heiligung „angekommen“ sind?}}Welch ein Schock, als er wieder harte Drogen verkaufte und auch selbst nahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Gregs Problemen gehörte ein unvollständiges und daher unrichtiges Verständnis der Lehre der Bibel über Heiligung. Er hatte das getan, was so viele tun, indem er sich nur auf diese günstigen Texte der Schrift konzentrierte, die seine persönlichen Erfahrungen zu bestätigen schienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|„Frömmigkeit ist nicht der Weg zu Christus. Christus ist der Weg zur Frömmigkeit.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Quoted in ''Gathered Gold, ''John Blanchard, ed. (Welwyn, Hertfordshire, England: Evangelical Press, 1984), p.146.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;'''— Adrian Rogers'''}}Die Heiligung ist sowohl ''endgültig'' (indem sie bei der Bekehrung geschieht) als auch ''fortschreitend''. Sie geschah nicht bei einem Erlebnis in der Vergangenheit, und man darf auch nicht denken, dass sie nur schrittweise geschieht. Wir wurden geändert und wir ändern uns. Ohne die Begeisterung unserer erfolgreichen Landung in der Normandie zu dämpfen, wollen wir nüchtern und realistisch den Gegner bewerten, der zwischen uns und Berlin liegt. Wir haben nicht die Möglichkeit, einen Heiligungszug zu besteigen, wie Greg von sich behauptete. Jeder Schritt wird ein Kampf sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Mühe wert ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für viele ist „Heiligung“, &amp;quot;Sanktifikation&amp;quot;, nur wieder eines dieser seltsamen theologischen Wörter, die man oft hört, doch kaum versteht. Es klingt gelehrt und theoretisch. Und doch ist es äußerst praktisch. Die Lehre von der Heiligung gibt Antwort auf Fragen, die von fast jedem Christen in der Geschichte der Kirche gestellt wurden und werden: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie ändere ich mich? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie wachse ich? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie werde ich wie Christus? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Wie entkomme ich der Tücke der Lücke?''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles, was Antwort auf diese Fragen geben kann, ist einige Mühe wert. Anhang A (Seite 93) zeigt, wie verschiedene Zweige der Kirche mit diesem Problem in der Vergangenheit umgegangen sind; wir wollen jetzt schauen, was wir über diese grundlegende Lehre in ihrer Anwendung auf uns heute lernen können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|„Kann Heiligkeit uns retten? Kann Heiligkeit die Sünde wegräumen, Übertretungen wiedergutmachen, unsere Schulden Gott gegenüber bezahlen? Nein, keine Spur. Gott verhüte, dass ich so etwas je behaupte. Heiligkeit kann nichts davon tun. Die strahlendsten Heiligen sind alle ‘unnütze Sklaven'. Unsere reinsten Werke sind nicht mehr als schmutzige Lumpen, wenn sie im Licht von Gottes heiligem Gesetz geprüft werden. Das weiße Gewand, das Jesus anbietet und der Glaube anzieht, muss unsere einzige Rechtfertigung sein, der Name Christi unsere einzige Zuversicht, des Lammes Buch des Lebens unser einziger Anspruch auf den Himmel. Mit all unserer Frömmigkeit sind wir nicht besser als Sünde. Unsere besten Dinge sind von Unzulänglichkeit befleckt und gefärbt. Sie sind alle mehr oder weniger unvollständig, vom Motiv her falsch oder in der Ausführung fehlerhaft. „Denn aus Gnade seid ihr errettet durch Glauben, und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, damit niemand sich rühme.“ (Eph 2,8-9).&amp;quot;)&amp;lt;ref&amp;gt;J.C. Ryle, ''Holiness ''(Welwyn, Hertfordshire, England: Evangelical Press, 1879, reprinted 1989), p. 39.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;'''— J.C. Ryle'''}}Die biblische Bedeutung des Wortes heiligen ist „aussondern; weihen”. (Die englischen Begriffe sanctification und holiness  entstammen derselben griechischen Wurzel.) Es kann auf Personen, Orte, Anlässe oder Gegenstände angewendet werden. Wenn etwas geheiligt wird, wird es vom allgemeinen Gebrauch ausgesondert und besonderem Gebrauch geweiht. Beispielsweise wurde zu Zeiten Mose der Versöhnungstag ausgesondert (geheiligt) für einen heiligen Gott. Dieser Tag wurde zu einem heiligen Tag. Ein geheiligter Gegenstand wird nicht dadurch heilig, dass er ausgesondert wird; er bezieht seine Heiligkeit aus dem, wessen er zugewidmet wird. Da nur Gott heilig ist, kann allein er Heiligkeit verleihen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Theologisch wurde der Begriff „Heiligung“ verwendet, um den Prozess zu beschreiben, den ein Glaubender durchläuft, wenn der Geist Gottes in ihm wirkt, um ihn Christus gleich zu machen. Der Prozess beginnt in dem Augenblick, in dem wir wiedergeboren werden und setzt sich fort, so lange wir leben. Er ist von täglichem Konflikt gekennzeichnet, während wir uns die Gnade und Kraft Gottes aneignen, um die uns innewohnende Sünde zu überwinden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denken Sie daran, dass die ''Schuld'' der Sünde bereits durch Rechtfertigung weggenommen wurde, wie Anthony Hoekema darlegt; Heiligung entfernt die ''Verschmutzung'' durch die Sünde: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Schuld meinen wir den Zustand, in dem jemand Verdammnis oder eine Strafe verdient, weil Gottes Gesetz verletzt wurde. In der Rechtfertigung, die ein feststellender Akt Gottes ist, wird die Schuld unserer Sünde auf der Grundlage des versöhnenden Wirkens Jesu Christi hinweggenommen. Mit Verschmutzung meinen wir die Verderbtheit unseres Wesens, die das Ergebnis der Sünde ist und die wiederum neue Sünde hervorbringt. Im Ergebnis des Sündenfalls unserer ersten Eltern werden wir alle in einem Zustand der Verderbtheit geboren; die Sünden, die wir begehen, sind nicht nur Produkte dieser Verderbtheit, sondern verstärken diese noch. Bei der ''Heiligung'' befindet sich die Verschmutzung durch die Sünde in einem Prozess der Entfernung (allerdings wird sie bis zum kommenden Leben nicht vollständig entfernt).&amp;amp;lt;ref&amp;amp;gt;7. Anthony A. Hoekema, ''Saved by Grace ''(Grand Rapids, MI: Eerdmans Publishing Co., 1989), S. 192-93.&amp;amp;lt;/ref&amp;amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{RightInsert|'''Zur weiteren Betrachtung:''' Erkennen Sie, wie wichtig und Heil bringend es ist, den Herrn zu fürchten? (Siehe Psalm 19,9 und 25,14, Sprüche 1,7 und 9,10, und 1. Petrus 1,17.)}}Die Bibel beschreibt Heiligung auch als Wachsen in der Frömmigkeit. Mit Frömmigkeit meine ich eine Hingabe an Gott und den Charakter, der aus einer solchen Hingabe entspringt. Frömmigkeit beinhaltet eine Liebe zu Gott und ein Verlangen nach Gott. &amp;amp;lt;ref&amp;amp;gt;Jerry Bridges, ''The Practice of Godliness ''(Colorado Springs, CO: NavPress, 1983), S. 15-20.&amp;amp;lt;/ref&amp;amp;gt;  Sie beinhaltet auch die Furcht vor Gott, die John Murray als die „Seele der Frömmigkeit“ bezeichnet hat. &amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 24.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachdem er von der Furcht vor ewiger Pein erlöst wurde, fürchtet der Christ Gott, indem er sich nicht auf dessen Zorn konzentriert, sondern auf seine „Majestät, Heiligkeit und Erhabanheit …“ &amp;amp;lt;ref&amp;amp;gt;Ibid., p. 24.&amp;amp;lt;/ref&amp;amp;gt; Die Furcht vor dem Herrn hat eine reinigende Wirkung auf das Herz und ist eine Voraussetzung für eine innige Verbindung mit Gott. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frömmigkeit umfasst mehr als Moralität oder Eifer. Sie entspringt einer Einheit mit Christus und einer Leidenschaft, ihn zu ehren. Ein frommer Mensch möchte sein wie sein Herr, zu seinem Wohlgefallen. Er möchte fühlen, was Gott fühlt, ihm  seine Gedanken nachdenken und seinen Willen ausführen. Kurz gesagt, er möchte den Charakter Gottes annehmen, damit Gott verherrlicht werde. Keine Anstrengung ist unsere lebenslange Bemühungen mehr wert: „Denn die leibliche Übung ist zu wenigem nütze, die Gottseligkeit aber ist zu allen Dingen nütze, weil sie die Verheißung des Lebens hat, des jetzigen und des zukünftigen.” (1 Tim 4,8). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sowohl Gott als auch der Mensch spielen die Hauptrollen im gnädigen Wirken der Heiligung. Er initiiert durch seine erstaunliche Gnade unsere Errettung und verleiht den Wunsch und die Kraft, die Sünde zu überwinden. In der Reaktion und im Sich-Verlassen auf seine Gnade befolgen wir dann den biblischen Befehl: „Bewirkt euer Heil mit Furcht und Zittern, denn Gott ist es, der in euch wirkt sowohl das Wollen als auch das Wirken zu seinem Wohlgefallen.“ (Phil 2,12-13).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{RightInsert|„Heiligung, so heißt es im Westminster Shorter Catechism (Frage 35), ist ‚das Werk von Gottes freier Gnade, durch das wir im ganzen Menschen nach dem Bild Gottes erneuert werden und dazu befähigt werden, stets der Sünde zu sterben und der Rechtfertigung zu leben’. Dies besagt weder, dass die Sünde völlig ausgerottet wird (das wäre zu viel versprochen), noch, dass ihr nur entgegengewirkt wird (das wäre zu wenig), sondern es ist der Gedanke einer göttlich bewirkten Charakteränderung, die uns von sündigen Gewohnheiten befreien und in uns Christus-ähnliche Zuneigung, Gesinnung und Tugenden bildet.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;J.I. Packer, ''Concise Theology ''(Wheaton, IL: Tyndale House, 1993), p. 169.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;'''— J.I. Packer'''}}Das Neue Testament zeichnet einen Weg für frommes Leben vor, der eine mittlere Ebene (eigentlich eine höhere Ebene) zwischen Legalismus, Werkgerechtigkeit, einerseits und Handlungsfreiheit andererseits darstellt. Kirchentraditionen, die zu starkes Gewicht auf Gottes Wirken in uns gelegt haben, ''ohne'' zu erwarten, dass dieses Wirken zu einem wachsenden Verlangen nach Frömmigkeit führt, schwenken vom Weg zur Handlungsfreiheit ab: „Denn viele wandeln, von denen ich euch oft gesagt habe, nun aber auch mit Weinen sage, dass sie die Feinde des Kreuzes Christi sind: deren Ende Verderben, deren Gott der Bauch und deren Ehre in ihrer Schande ist, die auf das Irdische sinnen.“ (Phil 3,18-19). Auf der anderen Seite haben manche die Rolle des Menschen derart betont, dass sie Technik über Gottes Wahrheit stellen und bei Werkgerechtigkeit enden (Es gibt natürlich unterschiedliche Abstufungen dieser Abweichungen.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|'''Meditieren Sie über 1. Timotheus 6,11-16.''' Paulus wäre ein sehr motivierender Ausbilder gewesen.}}=== Wie man Vollkommenheit erlangt ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine häufige Frage, die ich oft von Christen höre, ist diese: „Was kann ich erwarten, wie weit dieser Prozess der Heiligung gehen kann? Werde ich je völlig frei von Sünde sein?“ Diese Frage wird besonders relevant, wenn man eine Aussage wie die des Paulus an die Kirche der Philipper liest: ''„So viele nun vollkommen sind'', lasst uns darauf bedacht sein! Und wenn ihr in irgendetwas anders denkt, so wird euch Gott auch dies offenbaren.“ (Phil 3,15). Jesus brachte dies in einem zuvor zitierten Vers noch deutlicher auf den Punkt: „Ihr nun sollt vollkommen sein, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist.“ (Mt 5,48). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|&amp;lt;big&amp;gt;3&amp;lt;/big&amp;gt; Überprüfen Sie mit diesem kurzen Richtig/Falsch-Quizz, wie gut Sie dieses Material bisher verstanden haben: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''(Antworten auf dem Kopf stehend unten auf Seite 9)''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Das Wort „heiligen“ bedeutet „auseinanderreißen; entweihen.” '''T F '''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Heiligung beginnt in dem Augenblick, in dem man wiedergeboren wird, und setzt sich fort, solange man lebt. '''T F ''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Die Schuld unserer Sünde wurde durch Rechtfertigung hinweggenommen. '''T F ''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Frömmigkeit bezieht sich ausschließlich auf die Moralität und den Glaubenseifer eines Menschen. '''T F '''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Gott trägt die alleinige Verantwortung für unsere Heiligung. '''T F '''}}Erwartet Gott wirklich, dass wir Vollkommenheit erreichen? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Verlangen nach Vollkommenheit hat viele dazu angeregt, nach Gott zu suchen. In der gesamten Geschichte der Menschheit haben Dichter und Philosophen dem Wunsch Ausdruck verliehen, eine verlorene Unschuld und Reinheit wieder zu erlangen. Die zeitgenössischen Songwriter Crosby, Stills, and Nash feierten das Erlebnis Woodstock mit einem Song, in dem es hieß: „Wir sind Sternenstaub, wir sind golden, wir sind gefangen im billigen Geschäft des Teufels. Und wir müssen uns zurück in den Garten befördern.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Dumme ist, wir sind alles andere als vollkommen, und wir wissen es. In der Scheinwelt des Kinos mag Mary Poppins sich fröhlich als „praktisch in jeder Hinsicht perfekt“ bezeichnen, doch im wirklichen Leben funktioniert das so nicht. Und wir werden Vollkommenheit ganz bestimmt nicht über Woodstock erreichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{RightInsert|„Wenn der Morgen von... Gottes Heiligkeit über unserem Geist anbricht, werden wir befreit von allen oberflächlichen und unangemessenen Gedanken über unsere eigene Heiligung. Wir werden auch vor allen billigen Lehren bewahrt, die uns glauben machen wollen, es gäbe Abkürzungen, durch die wir Heiligkeit leichter erlangen können. Heiligkeit ist keine Erfahrung; sie ist die Wiederherstellung unseres Charakters, der Wiederaufbau einer Ruine. Sie ist qualifizierte Arbeit, ein langfristiges Projekt, das alles verlangt, was Gott uns für das Leben und für die Frömmigkeit gegeben hat.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Sinclair Ferguson, ''A Heart for God ''(Colorado Springs, CO: NavPress, 1985), p. 129.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;'''— Sinclair Ferguson'''}}R. A. Muller betont, dass die Schrift uns klar anweist, vollkommen zu sein, während sie gleichzeitig Beweise liefert, dass Vollkommenheit in diesem Leben unerreichbar ist. &amp;amp;lt;ref&amp;amp;gt;R.A. Muller, ''The International Standard Bible Encyclopedia, Volume Four ''(Grand Rapids, MI: Eerdmans Publishing Co., 1988), S. 324.&amp;amp;lt;/ref&amp;amp;gt; Damit sind wir in der Zwickmühle. Wir können nicht einfach die Hände heben und uns geschlagen geben. Ebenso wenig können wir gegenüber der Vollkommenheit eine „Can Do“-Haltung [etwa: „ich schaff das schon“ – A.d.Ü.] einnehmen, die mehr mit positivem Denken als mit der Bibel gemein hat. Die einzig Möglichkeit, dieses Dilemma aufzulösen, ist die Erkenntnis, dass das Neue Testament zwei Sichtweisen auf Vollkommenheit hat.&amp;amp;lt;ref&amp;amp;gt;William Hendriksen, ''New Testament Commentary: Philippians ''(Grand Rapids, MI: Eerdmans Publishing Co., 1962), p. 176.&amp;amp;lt;/ref&amp;amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Paulus’ Vision für die Philipper war ''Reife'', nicht Tadellosigkeit. Beachten Sie, wie die New International Version seine Bemerkung an die Gemeinde der Philipper übersetzt: „Laßt uns denn, so viele von uns ''reif'' sind, diese Gesinnung haben.“ (Phil 3,15). Die „Vollkommenen“ in diesem Sinne können am besten beschrieben werden als „diejenigen, die in geistigem Wachstum und Stabilität beachtliche Fortschritte gemacht haben.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|'''Meditieren Sie über 1. Petrus 1,14-16.''' Erscheint dieses Gebot unrealistisch? Würde Gott Ihnen gebieten, das Unmögliche zu tun?}}Es ist für jedes Kind völlig natürlich, groß und ganz erwachsen sein zu wollen. Dies gilt für den Gläubigen nicht weniger. Anstatt nun eine lässige oder planlose Haltung gegenüber dem Wachstum anzunehmen, sollten wir uns von dem Aufruf zur Vollkommenheit gemüßigt fühlen, ernsthaft danach zu streben, wie Jesus zu sein. Paulus selbst sollte uns allen als Beispiel dienen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{RightInsert|Antworten: F, R, R, F, F }}Nicht, dass ich es schon ergriffen habe oder schon vollendet sei; ich jage [ihm] aber nach, ob ich es auch ergreifen möge, weil ich auch von Christus Jesus ergriffen bin. Brüder, ich denke von mir selbst nicht, [es] ergriffen zu haben; eines aber [tue ich]: Ich vergesse, was dahinten, strecke mich aber aus nach dem, was vorn ist, und jage auf das Ziel zu, hin zu dem Kampfpreis der Berufung Gottes nach oben in Christus Jesus. (Phil 3,12-14)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|&amp;lt;big&amp;gt;4&amp;lt;/big&amp;gt; Es gab mal einen beliebten Aufkleber, auf dem stand: „Christen haben nicht die Vollkommenheit gepachtet - nur die Vergebung.&amp;quot; Was für eine Haltung könnte dies ausdrücken? (Besonders, wenn das Auto rast.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
}}{{RightInsert|„Wir müssen zuerst gut gemacht werden, bevor wir Gutes tun können.“.&amp;lt;ref&amp;gt;Ziziert in ''Gathered Gold, ''S.148.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;'''— Hugh Latimer'''}}Wir finden eine zweite Verwendung des Wortes Vollkommenheit in Paulus’ erstem Brief an die Korinther. „Wenn aber das Vollkommene kommt“, so schreibt er, „wird das, was stückweise ist, weggetan werden.“ (1 Kor 13,10). In diesem Sinne ist Vollkommenheit ein Begriff, der zu Recht auf den dreieinigen Gott beschränkt ist – eine Vollkommenheit, die nicht erscheint, bis Christus wiederkehrt. Der Theologe Louis Berkhof zieht es vor, von Gottes ''Vollkommenheiten'' zu sprechen, statt von seinen Eigenschaften.&amp;amp;lt;ref&amp;amp;gt;Louis Berkhof, ''Systematic Theology ''(Grand Rapids, MI: Eerdmans Publishing Co., 1941), S. 52.&amp;amp;lt;/ref&amp;amp;gt; Gott allein ist ohne Fehler. Wie sehr wir auch in diesem Leben reifen, werden wir doch nie Vollkommenheit erreichen, bis zu jenem Tag, an dem uns Gott in Herrlichkeit vervollkommnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sieben Gründe, die Lücke zu schließen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Allgemeinen hat die Welt eine negative Sicht auf Heiligkeit. Viele setzen sie gleich mit einem verdrießlichen, sein Kreuz tragenden Dasein ohne Freude. Sie wird eher als eine pharisäerhafte Selbstgerechtigkeit angesehen, und nicht als die freudvolle Erfahrung, die sie eigentlich ist. Lassen Sie uns zum Abschluss diese Ansicht widerlegen, indem wir einige der vielen Vorteile und segensreichen Gaben betrachten, die uns aus der Nachfolge Christi erwachsen. Hier die sieben Früchte der Heiligung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Gott wird verherrlicht.''' Wenn wir heilig sind, verleihen wir unserer Behauptung Gewicht, dass Gott so wirklich und so wunderbar ist, wie wir das von ihm sagen. Paulus sagt, dass die guten Taten von Christen die Lehre Christi zieren (Tit 2,10). Selbst diejenigen, die Gott verleugnen, müssen seine Wirklichkeit zugeben, wenn seine Nachfolger auf seinen Wegen wandeln.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
'''Dauerhafte Gemeinschaft in diesem Leben mit dem dreieinigen Gott. '''Jesus spricht: „Wenn jemand mich liebt, so wird er mein Wort halten, und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen.“ (Joh 14,23). Es ist eine enorme Freude und ein Trost, die bleibende Gegenwart des Vaters und des Sohnes durch den Heiligen Geist zu haben. Und Jesus deutet an, dass seine Gegenwart eine liebende Gegenwart ist, nicht gleichgültig oder unpersönlich. Natürlich bringt seine Gegenwart seine Macht mit sich, die uns befähigt, die Hindernisse des Lebens zu überwinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|„Es gibt keine bleibende Freude ohne Heiligkeit … Wie wichtig ist doch dann die Wahrheit, die heiligt! Wie entscheidend das Wort, das die Macht falscher Freuden bricht! Und wie wachsam sollten wir doch sein, unsere Wege zu beleuchten und unsere Herzen mit dem Wort Gottes zu füllen!&amp;lt;ref&amp;gt;''Reference missing from original''&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;'''- John Piper'''}}'''Gemeinschaft mit anderen Christen.''' Wenn wir in der Dunkelheit wandeln, können wir keine echten Beziehungen zu anderen Gläubigen haben. „Wenn wir aber im Licht wandeln, wie er im Licht ist, haben wir Gemeinschaft miteinander, und das Blut Jesu, seines Sohnes, reinigt uns von jeder Sünde.“ (1. Joh 1,7)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Herr verspricht, uns Begleiter, Mitreisende auf dem Weg zur Heiligung zu schicken. Ich für meinen Teil habe festgestellt, dass Gottes Wahrheit in Kombination mit dem Beispiel der Seinen Gottes absolut notwendig für mein geistliches Wachstum ist. Und wenn ich auf seinen Wegen wandelte, fehlte es mir an keinem von beidem. Wir brauchen einander im Kontext der Kirche, um es zu schaffen. Heiligkeit und christliche Gemeinde gehen Hand in Hand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Gewissheit der Erlösung. '''Obgleich unsere Erlösung sich nicht auf unser Streben nach Heiligung gründet, ist die Gewissheit der Erlösung ganz sicher damit verbunden. In seinem zweiten Brief ermahnt Petrus seine Leser, jede Anstrengung zu unternehmen, um geistliche Tugenden anzusammeln, im Glauben die Tugend und in der Tugend die Erkenntnis, bis Enthaltsamkeit, Ausharren, Gottseligkeit, Bruderliebe und schließlich Liebe reichlich vorhanden sind (2 Petr 1,5-9). Wenn es an diesen fehlt, so warnt er, könnte der Mensch ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
… die Reinigung von seinen früheren Sünden vergessen. Darum, Brüder, befleißigt euch um so mehr, eure Berufung und Erwählung fest zu machen; denn wenn ihr diese Dinge tut, werdet ihr niemals straucheln. Denn so wird euch reichlich gewährt werden der Eingang in das ewige Reich unseres Herrn und Heilandes Jesus Christus. (2 Petr 1,9-11) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Evangelisation.''' Als seiner Sünden überführter junger Mann versuchte ich mit aller Kraft, an Christen etwas auszusetzen zu finden, damit ich ihre Botschaft ablehnen und sie als Scheinheilige abtun konnte. Doch auch wenn sie nicht vollkommen waren, konnte ich keine bedeutenden Widersprüche feststellen. Die große Familie, die mich mit dem Evangelium zu erreichen suchte, hinterließ bei mir mit ihrer Lebensweise einen größeren Eindruck als mit ihren Worten. Der Ehemann liebte seine Frau, die Frau achtete ihren Mann, die Kinder gehorchten ihren Eltern, und alle waren fröhlich. So etwas hatte ich noch nie gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{RightInsert|'''Meditieren Sie über 1. Petrus 2,12. '''Nicht-Christen mögen vielleicht jetzt über Ihren Lebensstil spotten, doch welche Auswirkung wird das letzten Endes auf sie haben?}}Man sagt, dass die Welt vielleicht nicht in ihrer Bibel liest, aber ganz bestimmt in ihren Christen. Gott gebraucht heilige Menschen, um andere zu erreichen. Nicht vollkommene, sondern heilige.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Verständnis, Weisheit und Erkenntnis. '''Diese Schätze erwarten jene, die Gott von ganzem Herzen suchen. (Spr. 2,1-11). Dem Spötter, dem Aufrührer und dem Narren bleiben sie vorenthalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Gott schauen.''' In der Schrift heißt es: „Jagt dem Frieden mit allen nach und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn schauen wird.“ (Heb 12,14). Während die volle Bedeutung dieser Stelle geheimnisumhüllt ist, hat die Schrift viel zu sagen über „die Gottesschau“, Gott zu schauen. Dies wird geschehen, wenn unser Herr wiedergekommen, jeder Feind bezwungen ist und wir vollständig geheiligt wurden. Zu dieser zeit wird unsere Anschauung Gottes dauerhaft uns intensiv sein, ohne Ablenkung oder durch Sünde verursachte Verlegenheit. Dann werden wir erkennen, wie auch wir erkannt werden. Nicht, dass unser Erkennen Gottes vollständig sein wird, denn er wird uns stets immer mehr seines unendlichen und wunderbaren Selbst enthüllen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|„Glückselig, die reinen Herzens sind, denn sie werden Gott schauen.“&lt;br /&gt;
'''— Jesus (Matthäus 5,8)'''}}„Glückselig, die reinen Herzens sind“, so sagte Jesus, „denn sie werden Gott schauen.“ (Mt 5,8) Diese fortwährende Erhellung seiner Größe und Güte ist bei weitem das größte Wunder, das aus einem Leben in Heiligkeit entsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie Sie sehen, gibt es eine Menge guter Gründe, die Lücke zwischen Gottes Erwartungen an uns und unseren eigenen Erfahrungen zu schließen. Wir sind dazu geschaffen, an seiner Heiligkeit teilzuhaben – nicht nur im Himmel, sondern hier auf Erden. Schritt für Schritt können wir lernen, die Sünde zu überwinden und ein Leben zu führen, das immer mehr die Herrlichkeit und das Wesen Gottes widerspiegelt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem ersten Kapitel haben wir versucht, Ihre Lust auf Frömmigkeit zu wecken. Mit Kapitel Zwei beginnen wir, den biblischen Rahmen zu errichten, der notwendig ist, um ein heiliges - und glückliches - Leben zu führen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gruppendiskussion ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#Was für Symptome zeigen an, dass jemand in der „Tücke der Lücke“ gefangen ist?&lt;br /&gt;
#Eine gewisse Lücke zwischen Gottes Normen und unserem Verhalten ist unvermeidlich; ist sie allerdings zu groß, werden wir zu Scheinheiligen. Wo ziehen wir die Grenze? &lt;br /&gt;
#Inwiefern ist unsere Heiligung sowohl vergangene Geschichte als auch künftige Hoffnung?&lt;br /&gt;
#Die Furcht vor Gott, so sagt der Autor, sei eine „Voraussetzung für eine innige Beziehung mit Gott“ (Seite 7). Was meint er damit?&lt;br /&gt;
#In welchem Maße sollte ein gereifter Christ frei von Sünde sein? &lt;br /&gt;
#Wie würden Sie jetzt, nachdem Sie dieses Kapitel abgeschlossen haben, einem frischgebackenen Christen Matthäus 5,48 erklären?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Empfohlene Literatur ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''How to Help People Change'' von Jay E. Adams (Grand Rapids, MI: Zondervan Publishing House, 1986) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Saved by Grace'' von Anthony A. Hoekema (Grand Rapids, MI: Eerdmans Publishing Co., 1989) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verweise ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Browniekr</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://en.gospeltranslations.org/wiki/How_Can_I_Change%3F/Caught_in_the_Gap_Trap/de</id>
		<title>How Can I Change?/Caught in the Gap Trap/de</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://en.gospeltranslations.org/wiki/How_Can_I_Change%3F/Caught_in_the_Gap_Trap/de"/>
				<updated>2009-03-15T15:02:34Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Browniekr: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|Die Tücke der Lücke}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Alle, die mit Ärger zu kämpfen haben, mögen bitte nach vorn kommen. Wir möchten für euch beten.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war Sonntagmorgen. Ich hatte soeben meine Predigt über Ärger beendet und wollte dem Heiligen Geist Gelegenheit geben, in den Herzen der Anwesenden zu wirken. Doch die Reaktion war für mich nicht vorherzusehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwa zwanzig demütige Heilige kamen im Auditorium nach vorn – eine große Schar für eine Kirche unserer Größe. Und dennoch war es nicht die Anzahl, die meine Aufmerksamkeit erregte. Es waren die Menschen selbst. Neunzehn der Zwanzig waren Mütter kleiner Kinder! (Ärger ist nach Aussage der meisten Mütter, die ich bisher kennen gelernt habe, eine Art Berufskrankheit.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ihr Pastor kannte ich all diese Frauen als ernsthafte und engagierte Christinnen. Was sie veranlasste, nach vorn zu kommen, war ihre große Frustration über die Lücke, in der sie gefangen waren – eine Lücke zwischen der biblischen Norm der Selbstbeherrschung und ihrem eigenen Versagen, dieser Norm gemäß zu leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob das Problem nun Ärger oder Furcht, Sorge, oder etwas so Häufiges wie Faulheit ist: Wir haben alle schon diese Lücke verspürt zwischen dem, was wir sind, und dem, was wir sein sollten. Die Bibel sagt, wir seien neue Schöpfungen, Sieger, Überwinder. Und wir sind nicht nur Überwinder – wir sind mehr als Überwinder (Röm 8,37). Manchmal fühlen wir uns sogar so. Meistens jedoch fällt es uns schwer, über unsere Grenzen und unser ständiges Versagen hinaus zu sehen. Und es scheint, dass genau in diesen Zeiten des Lebens Matthäus 5,48 in unserem Bibelleseplan auftaucht: „Ihr nun sollt vollkommen sein, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|'''Zur weiteren Betrachtung: '''Selbst der Apostel Paulus war in der Lücke gefangen (Römer 7,21-25). Können Sie sich mit seiner Frustration identifizieren?}}Leise seufzen wir und denken, ''das wird nie passieren''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich nenne diesen Gemütszustand die „Tücke der Lücke“. Und zwar funktioniert das so: Als Christen wissen wir alle in einem gewissen Maße, was Gott von uns erwartet. Doch wir erreichen weniger, als was wir wissen erreichen zu sollen. Es klafft eine Lücke zwischen dem, wovon wir wissen, dass es erforderlich ist, und unserer tatsächlichen Leistung. Wenn der Abstand zwischen dem, was wir wissen, und dem, was wir leben, zu groß wird, dann kann man uns mit Recht Scheinheilige nennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|„Im christlichen Leben geht es darum, im innersten Wesen das zu werden, was wir in Christus bereits sind. …Der Sinn dieser Passagen (z.B. Römer 6, Kolosser 3,5-14, Epheser 4,22-32) liegt darin, uns die große Lücke aufzuzeigen zwischen dem, was wir in Christus zu sein gezählt werden (Rechtfertigung) und dem, was wir tatsächlich in uns selbst im täglichen Leben sind (Heiligung), um uns dazu zu bringen, ''die Lücke zu schließen'' … Paulus’ Absicht ist es, uns zu drängen, im täglichen Leben, das zu werden, als was wir bereits in Christus gezählt werden.“ &amp;lt;ref&amp;gt;Jay E. Adams, ''The Biblical View of Self-Esteem, Self-Love, Self-Image ''(Eugene, OR: Harvest House Publishers, 1986), p. 78.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;'''— Jay Adams'''}}Diese Lücke ist eine Tatsache des christlichen Lebens. Die meisten von uns muss niemand über unsere Widersprüchlichkeiten aufklären – sie sind uns allen nur allzu bewusst. Ein solches Bewusstsein dürfte dazu dienen, dass wir bescheiden und in Bezug auf Erfolg abhängig von Gott bleiben. Doch die Lücke entsteht oft durch unsere Unkenntnis der Lehre der Heiligung. Statt zu erkennen, dass die Lücke dazu da ist, uns in inbrünstigem Vertrauen auf Christus voranzutreiben, lassen wir zu, dass sie uns verdammt und unser Voranschreiten aufhält. Wir verfangen uns in dem Denken, dass wir nur Verlierer, Versager, Taugenichtse seien ... und womöglich noch nicht einmal Christen. Manche verfallen sogar in Untätigkeit oder Ungehorsamkeit. Alle, die der Tücke dieser Lücke in die Falle gehen (und in gewissem Maße tun wir das alle) leiden unnötig unter Entmutigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Pastor ist es eine meiner Hauptaufgabe, Einzelnen aus der Falle der Lücke zu helfen. Ich sage den Menschen oft: „Das wird nicht plötzlich geschehen, und es wird ernsthafte Anstrengungen erfordern; doch aus der Falle der Lücke zu gelangen, ist nicht kompliziert. Und glauben Sie mir, die Mühe wird sich lohnen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht sind Sie selbst der Tücke der Lücke schon einmal in die Falle gegangen. Vielleicht sind Sie jetzt gerade in dieser Situation. Falls dem so ist, dann sind wir überzeugt davon, dass dieses Buch Ihnen helfen kann, die Lücke zwischen dem, der Sie in Christus ''sein sollten'', und dem, der Sie in Wirklichkeit ''sind'', zu schließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Können Sie sich ein Leben vorstellen, in dem Sie mit sündhaften Gewohnheiten brechen und in der Frömmigkeit echte Fortschritte machen? Ein solches Leben ist möglich. Und dieses Buch wurde geschrieben, um Ihnen zu helfen und Ihnen Mut zu verleihen, wenn Sie daran arbeiten, sich dieses Leben zu Eigen zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwischen dem „Jetzt“ und dem „Noch nicht“  ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|&amp;lt;big&amp;gt;1&amp;lt;/big&amp;gt; Gibt es in Ihrem Leben Bereiche, von denen Sie wissen, dass Sie nicht entsprechend den Erwartungen Gottes leben? (Beschreiben Sie kurz einen Bereich im unten stehenden Leerfeld.) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
}}Ohne Frage gehört der scheinbare Gegensatz zwischen dem, was Gott uns zu sein zählt, und dem, von dem wir selbst aus Erfahrung wissen, was wir sind, zu zum Frustrierendsten im christlichen Leben. Nehmen wir zum Beispiel die Korinther. An einer Stelle versicherte Paulus ihnen: „Ihr seid abgewaschen, ihr seid geheiligt, ihr seid gerechtfertigt worden durch den Namen des Herrn Jesus und durch den Geist unseres Gottes.“ (1 Kor 6,11). Das klingt wie ein einfacher Fall, nicht wahr? Bis man dann Paulus’ zweiten Brief an diese Kirche liest, in dem er fast das Gegenteil zu sagen scheint: „So wollen wir uns reinigen von jeder Befleckung des Fleisches und des Geistes und die Heiligkeit vollenden in der Furcht Gottes.“ (2 Kor 7,1). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich vermute, die Korinther waren einigermaßen verwirrt. Waren sie denn nun geheiligt ... oder befleckt? Eigentlich waren sie beides, und wir sind es auch. Um dies zu erklären, möchte ich kurz abschweifen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|'''Meditieren Sie über 1. Johannes 3,2-3.''' Welche Auswirkungen sollten unsere Gedanken über das „Noch nicht“ auf das „Jetzt“ haben?}}Gottes Reich ist sowohl „Jetzt“ als auch „Noch nicht“. Es ist in gewisser Hinsicht Gegenwart und in anderer Hinsicht Zukunft. Unser Herr kam und kündigte an und zeigte, dass das Reich (oder die Herrschaft) Gottes die menschliche Geschichte gekreuzt hatte: „Wenn ich aber durch den Finger Gottes die Dämonen austreibe, so ist also das Reich Gottes zu euch gekommen.” (Lk 11,20). Jedoch hat sich Gottes Reich noch nicht erfüllt. Das geschieht erst, wenn Jesus in der Macht zurückkehrt, wenn jedes Knie sich beugen und jede Zunge bestätigen wird, dass er der Herr ist. Bis dahin beten wir inbrünstig, ohne die gegenwärtige Wirklichkeit von Gottes Reich zu verleugnen: „Dein Reich ''komme&amp;quot;'' (Mt 6,10).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Hinsicht gleicht Gottes Reich sehr unserem eigenen Leben. Gott hat uns durch das wunderbare Werk der Rechtfertigung für gerecht erklärt. Unser gesetzlicher Status vor ihm hat sich verändert. Diese Frage wurde im Hohen Gericht des Himmels geklärt. Auf dieser Seite der Himmels jedoch ist unsere innere Wandlung ein fortlaufendes Projekt. Der Prozess der Heiligung beschäftigt mich persönlich als Christ immer weiter und sorgt für reichlich Arbeit für mich als Pastor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Haben wir nun den Sieg in Jesus errungen oder nicht? Überwinden wir, oder werden wir überwunden? Oscar Cullmann bietet eine Analogie aus dem Zweiten Weltkrieg an, die uns meiner Meinung nach helfen kann, diesen scheinbaren Gegensatz zu begreifen.&amp;amp;lt;ref&amp;amp;gt;Oscar Cullman, Christ and Time (Philadelphia, PA: The Westminster Press, 1964), S. 3.&amp;amp;lt;/ref&amp;amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschichte verzeichnet zum Ende des Zweiten Weltkrieges zwei wichtige Tage: D-Day und VE-Day. Der D-Day war der 6. Juni 1944, als die Streitkräfte der Alliierten an der Küste der französischen Normandie landeten. Das war der Wendepunkt des Krieges; als diese Landung erfolgreich abgeschlossen war, war Hitler Schicksal besiegelt. Der Krieg war im Grunde vorbei. Doch der vollständige Sieg in Europa (VE-Day) ereignete sich erst am 7. Mai 1945, als sich die deutschen Streitkräfte in Berlin ergaben. Diese Zeitspanne von elf Monaten wird als eine der blutigsten des Krieges erinnert. Offene Feldschlachten wurden überall in Frankreich, Belgien und Deutschland geschlagen. Obwohl der Feind tödlich verwundet worden war, unterlag er nicht sofort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|„Die göttliche Auserwählung ist die Garantie dafür, dass Gott durch heiligende Gnade erfüllen wird, was seine erwählende Gnade begonnen hat. Das ist die Bedeutung des neuen Bundes: Gott verlangt nicht nur Gehorsam, er verleiht ihn.&amp;lt;ref&amp;gt;John Piper, ''The Pleasures Of God ''(Portland, OR: Multnomah Press, 1991), p. 147.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;'''- John Piper'''}}Das Kreuz war unser D-Day. Hier starb der Herr Jesus Christus, um die Ketten der Sünde von seinem Volk abzuschlagen. Auf der Grundlage Seines Todes und Seiner Auferstehung sind wir gerechtfertigt. Doch der endgültige Sieg wartet auf Christi Wiederkehr. Über den Ausgang der Dinge gibt es keinen Zweifel. Doch wir werden uns immer noch in Gefechte und Kämpfe verwickelt finden, bis der Herr in Herrlichkeit erscheint, um die Mächte der Finsternis für immer zu bezwingen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{RightInsert|'''Zur weiteren Betrachtung:''' Lesen Sie 1. Petrus 5,8-9. Obwohl Gottes Triumph am Ende unvermeidlich ist, sollten wir mit gesundem Respekt vor unserem Feind kämpfen.}}Diese Unterscheidung kann uns, wenn wir sie im Kopf behalten, eine Menge Entmutigung ersparen. Die Schlacht tobt noch, doch der Krieg ist bereits gewonnen. Ein Bewusstsein für das abgeschlossene Werk Christi um Unsertwillen ist grundlegend wichtig für die Moral, wenn wir nach Heiligung streben. Wir müssen die große Lehre der Rechtfertigung studieren und darüber meditieren, bis sie sich tief in unser Bewusstsein senkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mundwasser gefällig? ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl wir in Christus vollständig gerechtfertigt sind (D-Day), sind wir keineswegs vollständig geheiligt (VE-Day). Manche haben dies nicht verstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bibellehrer Ern Baxter berichtet von einem Vorfall während der „Spätregen-Erweckung“ Ende der 1940er Jahre. Es war eine irrgläubige Lehre unter dem Namen „The Manifest Sons of God” [etwa: Offenbarte Söhne Gottes - A.d.Ü.] Es war im Grunde eine Lehre, die die völlige Heiligung in diesem Leben versprach. In ihrer extremen Form beinhaltete sie den Glauben daran, dass eine geistliche Elite verherrlichte Körper vor Christi Wiederkehr erhalten werde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen Ende einer Versammlung, auf der Baxter predigte, erschienen mehrere „Offenbarte Söhne“ (und Töchter) in weiße Gewänder gehüllt hinten im Auditorium. Als er seine Rede beendete, eilten sie durch den Gang in der Kirche nach vorn und versuchten, Anhänger für ihre Lehre der absoluten Vollkommenheit zu gewinnen. Er berichtet darüber: „Die Dame, die sie anführte, hätte dringend Mundwasser gebraucht. Das ist nicht die Vollkommenheit, die ich anstrebe.“ &amp;amp;lt;ref&amp;amp;gt;Ern Baxter, Tonbandaufzeichnung, “Sanctification,” n.d. &amp;amp;lt;/ref&amp;amp;gt; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Häufiger als Ern Baxters Szenario sind Situationen, die sich aus einer oberflächlichen, vereinfachten Sicht der Heiligung ergeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|&amp;lt;big&amp;gt;2&amp;lt;/big&amp;gt; Wenn Sie absolute Vollkommenheit in diesem Leben anstrebten, was würde Ihnen von dem Folgenden am schwersten fallen? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
❏ Niemals auch nur einen Stundenkilometer schneller als erlaubt zu fahren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
❏ Jedem Telefonverkäufer, der anruft, mit Wärme und Freundlichkeit zu begegnen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
❏ Alle unnötigen Kalorien zu vermeiden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
❏ Nie den Schlummer-Knopf an Ihrem Wecker zu drücken&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
❏ Stets fröhlich die Einkommenssteuer zu zahlen.}}Als ich neu zum Glauben gekommen war, traf ich einen jungen Mann namens Greg, ein erklärter Einbrecher und Drogensüchtiger, der anscheinend im  Gefängnis bekehrt worden war. Ich war beeindruckt, wie Greg sein christliches Leben im Griff hatte. Seine Haltung war von stolzer Sicherheit erfüllt und sein Gang hatte etwas Großspuriges. Er sprach, als sei die Sünde für ihn kein wirkliches Problem mehr. Mehr als einmal erzählte er mir, wie er „gerettet, geheiligt und mit dem Heiligen Geist erfüllt“ worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man seinen Beschreibungen zuhörte, dann schien das alles so einfach. Als frischgebackener Christ war er eines Tages in einen Zug gestiegen, und als er Stunden später wieder ausstieg, hatte er gehabt, was er als ein „Heiligungserlebnis“ bezeichnete. Er versicherte mir, dass eine solche Erfahrung ein notwendiger Auftakt für die Taufe im Heiligen Geist war, und wenn das geschehen war, dann war man bereit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich muss zugeben, es gab ein paar Dinge an Greg, die nicht besonders heilig erschienen. Er hatte einen Hang zu werten und eine pharisäerhafte Haltung. Er konnte anmaßend und kleinlich sein. Ich erinnere mich an seine ungehaltenen Bemerkungen, als ein Freund versehentlich etwas auf seine Bibel stellte: „Entschuldige mal – das ist zufällig das Wort Gottes!“ Trotzdem konnte er immer noch aus der Bibel zitieren und schien etwas von dieser Sache der Heiligung zu verstehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{RightInsert|'''Zur weiteren Betrachtung: '''Lesen Sie Matthäus 26,41. Wann können wir ohne Schaden annehmen, dass wir bei der Heiligung „angekommen“ sind?}}Welch ein Schock, als er wieder harte Drogen verkaufte und auch selbst nahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Gregs Problemen gehörte ein unvollständiges und daher unrichtiges Verständnis der Lehre der Bibel über Heiligung. Er hatte das getan, was so viele tun, indem er sich nur auf diese günstigen Texte der Schrift konzentrierte, die seine persönlichen Erfahrungen zu bestätigen schienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|„Frömmigkeit ist nicht der Weg zu Christus. Christus ist der Weg zur Frömmigkeit.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Quoted in ''Gathered Gold, ''John Blanchard, ed. (Welwyn, Hertfordshire, England: Evangelical Press, 1984), p.146.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;'''— Adrian Rogers'''}}Die Heiligung ist sowohl ''endgültig'' (indem sie bei der Bekehrung geschieht) als auch ''fortschreitend''. Sie geschah nicht bei einem Erlebnis in der Vergangenheit, und man darf auch nicht denken, dass sie nur schrittweise geschieht. Wir wurden geändert und wir ändern uns. Ohne die Begeisterung unserer erfolgreichen Landung in der Normandie zu dämpfen, wollen wir nüchtern und realistisch den Gegner bewerten, der zwischen uns und Berlin liegt. Wir haben nicht die Möglichkeit, einen Heiligungszug zu besteigen, wie Greg von sich behauptete. Jeder Schritt wird ein Kampf sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Mühe wert ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für viele ist „Heiligung“, &amp;quot;Sanktifikation&amp;quot;, nur wieder eines dieser seltsamen theologischen Wörter, die man oft hört, doch kaum versteht. Es klingt gelehrt und theoretisch. Und doch ist es äußerst praktisch. Die Lehre von der Heiligung gibt Antwort auf Fragen, die von fast jedem Christen in der Geschichte der Kirche gestellt wurden und werden: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie ändere ich mich? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie wachse ich? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie werde ich wie Christus? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Wie entkomme ich der Tücke der Lücke?''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles, was Antwort auf diese Fragen geben kann, ist einige Mühe wert. Anhang A (Seite 93) zeigt, wie verschiedene Zweige der Kirche mit diesem Problem in der Vergangenheit umgegangen sind; wir wollen jetzt schauen, was wir über diese grundlegende Lehre in ihrer Anwendung auf uns heute lernen können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|„Kann Heiligkeit uns retten? Kann Heiligkeit die Sünde wegräumen, Übertretungen wiedergutmachen, unsere Schulden Gott gegenüber bezahlen? Nein, keine Spur. Gott verhüte, dass ich so etwas je behaupte. Heiligkeit kann nichts davon tun. Die strahlendsten Heiligen sind alle ‘unnütze Sklaven'. Unsere reinsten Werke sind nicht mehr als schmutzige Lumpen, wenn sie im Licht von Gottes heiligem Gesetz geprüft werden. Das weiße Gewand, das Jesus anbietet und der Glaube anzieht, muss unsere einzige Rechtfertigung sein, der Name Christi unsere einzige Zuversicht, des Lammes Buch des Lebens unser einziger Anspruch auf den Himmel. Mit all unserer Frömmigkeit sind wir nicht besser als Sünde. Unsere besten Dinge sind von Unzulänglichkeit befleckt und gefärbt. Sie sind alle mehr oder weniger unvollständig, vom Motiv her falsch oder in der Ausführung fehlerhaft. „Denn aus Gnade seid ihr errettet durch Glauben, und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, damit niemand sich rühme.“ (Eph 2,8-9).&amp;quot;)&amp;lt;ref&amp;gt;J.C. Ryle, ''Holiness ''(Welwyn, Hertfordshire, England: Evangelical Press, 1879, reprinted 1989), p. 39.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;'''— J.C. Ryle'''}}Die biblische Bedeutung des Wortes heiligen ist „aussondern; weihen”. (Die englischen Begriffe sanctification und holiness  entstammen derselben griechischen Wurzel.) Es kann auf Personen, Orte, Anlässe oder Gegenstände angewendet werden. Wenn etwas geheiligt wird, wird es vom allgemeinen Gebrauch ausgesondert und besonderem Gebrauch geweiht. Beispielsweise wurde zu Zeiten Mose der Versöhnungstag ausgesondert (geheiligt) für einen heiligen Gott. Dieser Tag wurde zu einem heiligen Tag. Ein geheiligter Gegenstand wird nicht dadurch heilig, dass er ausgesondert wird; er bezieht seine Heiligkeit aus dem, wessen er zugewidmet wird. Da nur Gott heilig ist, kann allein er Heiligkeit verleihen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Theologisch wurde der Begriff „Heiligung“ verwendet, um den Prozess zu beschreiben, den ein Glaubender durchläuft, wenn der Geist Gottes in ihm wirkt, um ihn Christus gleich zu machen. Der Prozess beginnt in dem Augenblick, in dem wir wiedergeboren werden und setzt sich fort, so lange wir leben. Er ist von täglichem Konflikt gekennzeichnet, während wir uns die Gnade und Kraft Gottes aneignen, um die uns innewohnende Sünde zu überwinden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denken Sie daran, dass die ''Schuld'' der Sünde bereits durch Rechtfertigung weggenommen wurde, wie Anthony Hoekema darlegt; Heiligung entfernt die ''Verschmutzung'' durch die Sünde: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Schuld meinen wir den Zustand, in dem jemand Verdammnis oder eine Strafe verdient, weil Gottes Gesetz verletzt wurde. In der Rechtfertigung, die ein feststellender Akt Gottes ist, wird die Schuld unserer Sünde auf der Grundlage des versöhnenden Wirkens Jesu Christi hinweggenommen. Mit Verschmutzung meinen wir die Verderbtheit unseres Wesens, die das Ergebnis der Sünde ist und die wiederum neue Sünde hervorbringt. Im Ergebnis des Sündenfalls unserer ersten Eltern werden wir alle in einem Zustand der Verderbtheit geboren; die Sünden, die wir begehen, sind nicht nur Produkte dieser Verderbtheit, sondern verstärken diese noch. Bei der ''Heiligung'' befindet sich die Verschmutzung durch die Sünde in einem Prozess der Entfernung (allerdings wird sie bis zum kommenden Leben nicht vollständig entfernt).&amp;amp;lt;ref&amp;amp;gt;7. Anthony A. Hoekema, ''Saved by Grace ''(Grand Rapids, MI: Eerdmans Publishing Co., 1989), S. 192-93.&amp;amp;lt;/ref&amp;amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{RightInsert|'''Zur weiteren Betrachtung:''' Erkennen Sie, wie wichtig und Heil bringend es ist, den Herrn zu fürchten? (Siehe Psalm 19,9 und 25,14, Sprüche 1,7 und 9,10, und 1. Petrus 1,17.)}}Die Bibel beschreibt Heiligung auch als Wachsen in der Frömmigkeit. Mit Frömmigkeit meine ich eine Hingabe an Gott und den Charakter, der aus einer solchen Hingabe entspringt. Frömmigkeit beinhaltet eine Liebe zu Gott und ein Verlangen nach Gott. &amp;amp;lt;ref&amp;amp;gt;Jerry Bridges, ''The Practice of Godliness ''(Colorado Springs, CO: NavPress, 1983), S. 15-20.&amp;amp;lt;/ref&amp;amp;gt;  Sie beinhaltet auch die Furcht vor Gott, die John Murray als die „Seele der Frömmigkeit“ bezeichnet hat. &amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 24.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachdem er von der Furcht vor ewiger Pein erlöst wurde, fürchtet der Christ Gott, indem er sich nicht auf dessen Zorn konzentriert, sondern auf seine „Majestät, Heiligkeit und Erhabanheit …“ &amp;amp;lt;ref&amp;amp;gt;Ibid., p. 24.&amp;amp;lt;/ref&amp;amp;gt; Die Furcht vor dem Herrn hat eine reinigende Wirkung auf das Herz und ist eine Voraussetzung für eine innige Verbindung mit Gott. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frömmigkeit umfasst mehr als Moralität oder Eifer. Sie entspringt einer Einheit mit Christus und einer Leidenschaft, ihn zu ehren. Ein frommer Mensch möchte sein wie sein Herr, zu seinem Wohlgefallen. Er möchte fühlen, was Gott fühlt, ihm  seine Gedanken nachdenken und seinen Willen ausführen. Kurz gesagt, er möchte den Charakter Gottes annehmen, damit Gott verherrlicht werde. Keine Anstrengung ist unsere lebenslange Bemühungen mehr wert: „Denn die leibliche Übung ist zu wenigem nütze, die Gottseligkeit aber ist zu allen Dingen nütze, weil sie die Verheißung des Lebens hat, des jetzigen und des zukünftigen.” (1 Tim 4,8). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sowohl Gott als auch der Mensch spielen die Hauptrollen im gnädigen Wirken der Heiligung. Er initiiert durch seine erstaunliche Gnade unsere Errettung und verleiht den Wunsch und die Kraft, die Sünde zu überwinden. In der Reaktion und im Sich-Verlassen auf seine Gnade befolgen wir dann den biblischen Befehl: „Bewirkt euer Heil mit Furcht und Zittern, denn Gott ist es, der in euch wirkt sowohl das Wollen als auch das Wirken zu seinem Wohlgefallen.“ (Phil 2,12-13).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{RightInsert|„Heiligung, so heißt es im Westminster Shorter Catechism (Frage 35), ist ‚das Werk von Gottes freier Gnade, durch das wir im ganzen Menschen nach dem Bild Gottes erneuert werden und dazu befähigt werden, stets der Sünde zu sterben und der Rechtfertigung zu leben’. Dies besagt weder, dass die Sünde völlig ausgerottet wird (das wäre zu viel versprochen), noch, dass ihr nur entgegengewirkt wird (das wäre zu wenig), sondern es ist der Gedanke einer göttlich bewirkten Charakteränderung, die uns von sündigen Gewohnheiten befreien und in uns Christus-ähnliche Zuneigung, Gesinnung und Tugenden bildet.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;J.I. Packer, ''Concise Theology ''(Wheaton, IL: Tyndale House, 1993), p. 169.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;'''— J.I. Packer'''}}Das Neue Testament zeichnet einen Weg für frommes Leben vor, der eine mittlere Ebene (eigentlich eine höhere Ebene) zwischen Legalismus, Werkgerechtigkeit, einerseits und Handlungsfreiheit andererseits darstellt. Kirchentraditionen, die zu starkes Gewicht auf Gottes Wirken in uns gelegt haben, ''ohne'' zu erwarten, dass dieses Wirken zu einem wachsenden Verlangen nach Frömmigkeit führt, schwenken vom Weg zur Handlungsfreiheit ab: „Denn viele wandeln, von denen ich euch oft gesagt habe, nun aber auch mit Weinen sage, dass sie die Feinde des Kreuzes Christi sind: deren Ende Verderben, deren Gott der Bauch und deren Ehre in ihrer Schande ist, die auf das Irdische sinnen.“ (Phil 3,18-19). Auf der anderen Seite haben manche die Rolle des Menschen derart betont, dass sie Technik über Gottes Wahrheit stellen und bei Werkgerechtigkeit enden (Es gibt natürlich unterschiedliche Abstufungen dieser Abweichungen.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|'''Meditieren Sie über 1. Timotheus 6,11-16.''' Paulus wäre ein sehr motivierender Ausbilder gewesen.}}=== Wie man Vollkommenheit erlangt ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine häufige Frage, die ich oft von Christen höre, ist diese: „Was kann ich erwarten, wie weit dieser Prozess der Heiligung gehen kann? Werde ich je völlig frei von Sünde sein?“ Diese Frage wird besonders relevant, wenn man eine Aussage wie die des Paulus an die Kirche der Philipper liest: ''„So viele nun vollkommen sind'', lasst uns darauf bedacht sein! Und wenn ihr in irgendetwas anders denkt, so wird euch Gott auch dies offenbaren.“ (Phil 3,15). Jesus brachte dies in einem zuvor zitierten Vers noch deutlicher auf den Punkt: „Ihr nun sollt vollkommen sein, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist.“ (Mt 5,48). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|&amp;lt;big&amp;gt;3&amp;lt;/big&amp;gt; Überprüfen Sie mit diesem kurzen Richtig/Falsch-Quizz, wie gut Sie dieses Material bisher verstanden haben: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''(Antworten auf dem Kopf stehend unten auf Seite 9)''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Das Wort „heiligen“ bedeutet „auseinanderreißen; entweihen.” '''T F '''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Heiligung beginnt in dem Augenblick, in dem man wiedergeboren wird, und setzt sich fort, solange man lebt. '''T F ''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Die Schuld unserer Sünde wurde durch Rechtfertigung hinweggenommen. '''T F ''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Frömmigkeit bezieht sich ausschließlich auf die Moralität und den Glaubenseifer eines Menschen. '''T F '''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Gott trägt die alleinige Verantwortung für unsere Heiligung. '''T F '''}}Erwartet Gott wirklich, dass wir Vollkommenheit erreichen? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Verlangen nach Vollkommenheit hat viele dazu angeregt, nach Gott zu suchen. In der gesamten Geschichte der Menschheit haben Dichter und Philosophen dem Wunsch Ausdruck verliehen, eine verlorene Unschuld und Reinheit wieder zu erlangen. Die zeitgenössischen Songwriter Crosby, Stills, and Nash feierten das Erlebnis Woodstock mit einem Song, in dem es hieß: „Wir sind Sternenstaub, wir sind golden, wir sind gefangen im billigen Geschäft des Teufels. Und wir müssen uns zurück in den Garten befördern.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Dumme ist, wir sind alles andere als vollkommen, und wir wissen es. In der Scheinwelt des Kinos mag Mary Poppins sich fröhlich als „praktisch in jeder Hinsicht perfekt“ bezeichnen, doch im wirklichen Leben funktioniert das so nicht. Und wir werden Vollkommenheit ganz bestimmt nicht über Woodstock erreichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{RightInsert|„Wenn der Morgen von... Gottes Heiligkeit über unserem Geist anbricht, werden wir befreit von allen oberflächlichen und unangemessenen Gedanken über unsere eigene Heiligung. Wir werden auch vor allen billigen Lehren bewahrt, die uns glauben machen wollen, es gäbe Abkürzungen, durch die wir Heiligkeit leichter erlangen können. Heiligkeit ist keine Erfahrung; sie ist die Wiederherstellung unseres Charakters, der Wiederaufbau einer Ruine. Sie ist qualifizierte Arbeit, ein langfristiges Projekt, das alles verlangt, was Gott uns für das Leben und für die Frömmigkeit gegeben hat.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Sinclair Ferguson, ''A Heart for God ''(Colorado Springs, CO: NavPress, 1985), p. 129.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;'''— Sinclair Ferguson'''}}R. A. Muller betont, dass die Schrift uns klar anweist, vollkommen zu sein, während sie gleichzeitig Beweise liefert, dass Vollkommenheit in diesem Leben unerreichbar ist. &amp;amp;lt;ref&amp;amp;gt;R.A. Muller, ''The International Standard Bible Encyclopedia, Volume Four ''(Grand Rapids, MI: Eerdmans Publishing Co., 1988), S. 324.&amp;amp;lt;/ref&amp;amp;gt; Damit sind wir in der Zwickmühle. Wir können nicht einfach die Hände heben und uns geschlagen geben. Ebenso wenig können wir gegenüber der Vollkommenheit eine „Can Do“-Haltung [etwa: „ich schaff das schon“ – A.d.Ü.] einnehmen, die mehr mit positivem Denken als mit der Bibel gemein hat. Die einzig Möglichkeit, dieses Dilemma aufzulösen, ist die Erkenntnis, dass das Neue Testament zwei Sichtweisen auf Vollkommenheit hat.&amp;amp;lt;ref&amp;amp;gt;William Hendriksen, ''New Testament Commentary: Philippians ''(Grand Rapids, MI: Eerdmans Publishing Co., 1962), p. 176.&amp;amp;lt;/ref&amp;amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Paulus’ Vision für die Philipper war ''Reife'', nicht Tadellosigkeit. Beachten Sie, wie die New International Version seine Bemerkung an die Gemeinde der Philipper übersetzt: „Laßt uns denn, so viele von uns ''reif'' sind, diese Gesinnung haben.“ (Phil 3,15). Die „Vollkommenen“ in diesem Sinne können am besten beschrieben werden als „diejenigen, die in geistigem Wachstum und Stabilität beachtliche Fortschritte gemacht haben.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|'''Meditieren Sie über 1. Petrus 1,14-16.''' Erscheint dieses Gebot unrealistisch? Würde Gott Ihnen gebieten, das Unmögliche zu tun?}}Es ist für jedes Kind völlig natürlich, groß und ganz erwachsen sein zu wollen. Dies gilt für den Gläubigen nicht weniger. Anstatt nun eine lässige oder planlose Haltung gegenüber dem Wachstum anzunehmen, sollten wir uns von dem Aufruf zur Vollkommenheit gemüßigt fühlen, ernsthaft danach zu streben, wie Jesus zu sein. Paulus selbst sollte uns allen als Beispiel dienen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{RightInsert|Antworten: F, R, R, F, F }}Nicht, dass ich es schon ergriffen habe oder schon vollendet sei; ich jage [ihm] aber nach, ob ich es auch ergreifen möge, weil ich auch von Christus Jesus ergriffen bin. Brüder, ich denke von mir selbst nicht, [es] ergriffen zu haben; eines aber [tue ich]: Ich vergesse, was dahinten, strecke mich aber aus nach dem, was vorn ist, und jage auf das Ziel zu, hin zu dem Kampfpreis der Berufung Gottes nach oben in Christus Jesus. (Phil 3,12-14)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|&amp;lt;big&amp;gt;4&amp;lt;/big&amp;gt; Es gab mal einen beliebten Aufkleber, auf dem stand: „Christen haben nicht die Vollkommenheit gepachtet - nur die Vergebung.&amp;quot; Was für eine Haltung könnte dies ausdrücken? (Besonders, wenn das Auto rast.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
}}{{RightInsert|„Wir müssen zuerst gut gemacht werden, bevor wir Gutes tun können.“.&amp;lt;ref&amp;gt;Ziziert in ''Gathered Gold, ''S.148.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;'''— Hugh Latimer'''}}Wir finden eine zweite Verwendung des Wortes Vollkommenheit in Paulus’ erstem Brief an die Korinther. „Wenn aber das Vollkommene kommt“, so schreibt er, „wird das, was stückweise ist, weggetan werden.“ (1 Kor 13,10). In diesem Sinne ist Vollkommenheit ein Begriff, der zu Recht auf den dreieinigen Gott beschränkt ist – eine Vollkommenheit, die nicht erscheint, bis Christus wiederkehrt. Der Theologe Louis Berkhof zieht es vor, von Gottes ''Vollkommenheiten'' zu sprechen, statt von seinen Eigenschaften.&amp;amp;lt;ref&amp;amp;gt;Louis Berkhof, ''Systematic Theology ''(Grand Rapids, MI: Eerdmans Publishing Co., 1941), S. 52.&amp;amp;lt;/ref&amp;amp;gt; Gott allein ist ohne Fehler. Wie sehr wir auch in diesem Leben reifen, werden wir doch nie Vollkommenheit erreichen, bis zu jenem Tag, an dem uns Gott in Herrlichkeit vervollkommnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sieben Gründe, die Lücke zu schließen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Allgemeinen hat die Welt eine negative Sicht auf Heiligkeit. Viele setzen sie gleich mit einem verdrießlichen, sein Kreuz tragenden Dasein ohne Freude. Sie wird eher als eine pharisäerhafte Selbstgerechtigkeit angesehen, und nicht als die freudvolle Erfahrung, die sie eigentlich ist. Lassen Sie uns zum Abschluss diese Ansicht widerlegen, indem wir einige der vielen Vorteile und segensreichen Gaben betrachten, die uns aus der Nachfolge Christi erwachsen. Hier die sieben Früchte der Heiligung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Gott wird verherrlicht.''' Wenn wir heilig sind, verleihen wir unserer Behauptung Gewicht, dass Gott so wirklich und so wunderbar ist, wie wir das von ihm sagen. Paulus sagt, dass die guten Taten von Christen die Lehre Christi zieren (Tit 2,10). Selbst diejenigen, die Gott verleugnen, müssen seine Wirklichkeit zugeben, wenn seine Nachfolger auf seinen Wegen wandeln.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
'''Dauerhafte Gemeinschaft in diesem Leben mit dem dreieinigen Gott. '''Jesus spricht: „Wenn jemand mich liebt, so wird er mein Wort halten, und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen.“ (Joh 14,23). Es ist eine enorme Freude und ein Trost, die bleibende Gegenwart des Vaters und des Sohnes durch den Heiligen Geist zu haben. Und Jesus deutet an, dass seine Gegenwart eine liebende Gegenwart ist, nicht gleichgültig oder unpersönlich. Natürlich bringt seine Gegenwart seine Macht mit sich, die uns befähigt, die Hindernisse des Lebens zu überwinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|„Es gibt keine bleibende Freude ohne Heiligkeit … Wie wichtig ist doch dann die Wahrheit, die heiligt! Wie entscheidend das Wort, das die Macht falscher Freuden bricht! Und wie wachsam sollten wir doch sein, unsere Wege zu beleuchten und unsere Herzen mit dem Wort Gottes zu füllen!&amp;lt;ref&amp;gt;''Reference missing from original''&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;'''- John Piper'''}}'''Gemeinschaft mit anderen Christen.''' Wenn wir in der Dunkelheit wandeln, können wir keine echten Beziehungen zu anderen Gläubigen haben. „Wenn wir aber im Licht wandeln, wie er im Licht ist, haben wir Gemeinschaft miteinander, und das Blut Jesu, seines Sohnes, reinigt uns von jeder Sünde.“ (1. Joh 1,7)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Herr verspricht, uns Begleiter, Mitreisende auf dem Weg zur Heiligung zu schicken. Ich für meinen Teil habe festgestellt, dass Gottes Wahrheit in Kombination mit dem Beispiel der Seinen Gottes absolut notwendig für mein geistliches Wachstum ist. Und wenn ich auf seinen Wegen wandelte, fehlte es mir an keinem von beidem. Wir brauchen einander im Kontext der Kirche, um es zu schaffen. Heiligkeit und christliche Gemeinde gehen Hand in Hand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Gewissheit der Erlösung. '''Obgleich unsere Erlösung sich nicht auf unser Streben nach Heiligung gründet, ist die Gewissheit der Erlösung ganz sicher damit verbunden. In seinem zweiten Brief ermahnt Petrus seine Leser, jede Anstrengung zu unternehmen, um geistliche Tugenden anzusammeln, im Glauben die Tugend und in der Tugend die Erkenntnis, bis Enthaltsamkeit, Ausharren, Gottseligkeit, Bruderliebe und schließlich Liebe reichlich vorhanden sind (2 Petr 1,5-9). Wenn es an diesen fehlt, so warnt er, könnte der Mensch ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
… die Reinigung von seinen früheren Sünden vergessen. Darum, Brüder, befleißigt euch um so mehr, eure Berufung und Erwählung fest zu machen; denn wenn ihr diese Dinge tut, werdet ihr niemals straucheln. Denn so wird euch reichlich gewährt werden der Eingang in das ewige Reich unseres Herrn und Heilandes Jesus Christus. (2 Petr 1,9-11) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Evangelisation.''' Als seiner Sünden überführter junger Mann versuchte ich mit aller Kraft, an Christen etwas auszusetzen zu finden, damit ich ihre Botschaft ablehnen und sie als Scheinheilige abtun konnte. Doch auch wenn sie nicht vollkommen waren, konnte ich keine bedeutenden Widersprüche feststellen. Die große Familie, die mich mit dem Evangelium zu erreichen suchte, hinterließ bei mir mit ihrer Lebensweise einen größeren Eindruck als mit ihren Worten. Der Ehemann liebte seine Frau, die Frau achtete ihren Mann, die Kinder gehorchten ihren Eltern, und alle waren fröhlich. So etwas hatte ich noch nie gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{RightInsert|'''Meditieren Sie über 1. Petrus 2,12. '''Nicht-Christen mögen vielleicht jetzt über Ihren Lebensstil spotten, doch welche Auswirkung wird das letzten Endes auf sie haben?}}Man sagt, dass die Welt vielleicht nicht in ihrer Bibel liest, aber ganz bestimmt in ihren Christen. Gott gebraucht heilige Menschen, um andere zu erreichen. Nicht vollkommene, sondern heilige.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Verständnis, Weisheit und Erkenntnis. '''Diese Schätze erwarten jene, die Gott von ganzem Herzen suchen. (Spr. 2,1-11). Dem Spötter, dem Aufrührer und dem Narren bleiben sie vorenthalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Gott schauen.''' In der Schrift heißt es: „Jagt dem Frieden mit allen nach und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn schauen wird.“ (Heb 12,14). Während die volle Bedeutung dieser Stelle geheimnisumhüllt ist, hat die Schrift viel zu sagen über „die Gottesschau“, Gott zu schauen. Dies wird geschehen, wenn unser Herr wiedergekommen, jeder Feind bezwungen ist und wir vollständig geheiligt wurden. Zu dieser zeit wird unsere Anschauung Gottes dauerhaft uns intensiv sein, ohne Ablenkung oder durch Sünde verursachte Verlegenheit. Dann werden wir erkennen, wie auch wir erkannt werden. Nicht, dass unser Erkennen Gottes vollständig sein wird, denn er wird uns stets immer mehr seines unendlichen und wunderbaren Selbst enthüllen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|„Glückselig, die reinen Herzens sind, denn sie werden Gott schauen.“&lt;br /&gt;
'''— Jesus (Matthäus 5,8)'''}}„Glückselig, die reinen Herzens sind“, so sagte Jesus, „denn sie werden Gott schauen.“ (Mt 5,8) Diese fortwährende Erhellung seiner Größe und Güte ist bei weitem das größte Wunder, das aus einem Leben in Heiligkeit entsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie Sie sehen, gibt es eine Menge guter Gründe, die Lücke zwischen Gottes Erwartungen an uns und unseren eigenen Erfahrungen zu schließen. Wir sind dazu geschaffen, an seiner Heiligkeit teilzuhaben – nicht nur im Himmel, sondern hier auf Erden. Schritt für Schritt können wir lernen, die Sünde zu überwinden und ein Leben zu führen, das immer mehr die Herrlichkeit und das Wesen Gottes widerspiegelt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem ersten Kapitel haben wir versucht, Ihre Lust auf Frömmigkeit zu wecken. Mit Kapitel Zwei beginnen wir, den biblischen Rahmen zu errichten, der notwendig ist, um ein heiliges - und glückliches - Leben zu führen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gruppendiskussion ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#Was für Symptome zeigen an, dass jemand in der „Tücke der Lücke“ gefangen ist?&lt;br /&gt;
#Eine gewisse Lücke zwischen Gottes Normen und unserem Verhalten ist unvermeidlich; ist sie allerdings zu groß, werden wir zu Scheinheiligen. Wo ziehen wir die Grenze? &lt;br /&gt;
#Inwiefern ist unsere Heiligung sowohl vergangene Geschichte als auch künftige Hoffnung?&lt;br /&gt;
#Die Furcht vor Gott, so sagt der Autor, sei eine „Voraussetzung für eine innige Beziehung mit Gott“ (Seite 7). Was meint er damit?&lt;br /&gt;
#In welchem Maße sollte ein gereifter Christ frei von Sünde sein? &lt;br /&gt;
#Wie würden Sie jetzt, nachdem Sie dieses Kapitel abgeschlossen haben, einem frischgebackenen Christen Matthäus 5,48 erklären?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Empfohlene Literatur ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''How to Help People Change'' von Jay E. Adams (Grand Rapids, MI: Zondervan Publishing House, 1986) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Saved by Grace'' von Anthony A. Hoekema (Grand Rapids, MI: Eerdmans Publishing Co., 1989) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verweise ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Browniekr</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://en.gospeltranslations.org/wiki/How_Can_I_Change%3F/Caught_in_the_Gap_Trap/de</id>
		<title>How Can I Change?/Caught in the Gap Trap/de</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://en.gospeltranslations.org/wiki/How_Can_I_Change%3F/Caught_in_the_Gap_Trap/de"/>
				<updated>2009-03-15T02:15:14Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Browniekr: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|Die Tücke der Lücke}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Alle, die mit Ärger zu kämpfen haben, mögen bitte nach vorn kommen. Wir möchten für euch beten.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war Sonntagmorgen. Ich hatte soeben meine Predigt über Ärger beendet und wollte dem Heiligen Geist Gelegenheit geben, in den Herzen der Anwesenden zu wirken. Doch die Reaktion war für mich nicht vorherzusehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwa zwanzig demütige Heilige kamen im Auditorium nach vorn – eine große Schar für eine Kirche unserer Größe. Und dennoch war es nicht die Anzahl, die meine Aufmerksamkeit erregte. Es waren die Menschen selbst. Neunzehn der Zwanzig waren Mütter kleiner Kinder! (Ärger ist nach Aussage der meisten Mütter, die ich kennen gelernt habe, eine Art Berufskrankheit.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ihr Pastor kannte ich all diese Frauen als ernsthafte und engagierte Christinnen. Was sie veranlasste, nach vorn zu kommen, war ihre starke Frustration über die Tücke der Lücke, in der sie gefangen waren – eine Lücke zwischen der biblischen Norm der Selbstbeherrschung und ihrem eigenen Versagen, dieser Norm gemäß zu leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob das Problem nun Ärger oder Furcht, Sorge, oder etwas so Verbreitetes wie Faulheit ist: Wir haben alle schon diese Lücke verspürt zwischen dem, was wir sind, und dem, was wir sein sollten. Die Bibel sagt, wir seien neue Schöpfungen, Sieger, Überwinder. Und wir sind nicht nur Überwinder – wir sind mehr als Überwinder (Röm 8,37). Manchmal fühlen wir uns sogar so. Meistens jedoch fällt es uns schwer, über unsere Grenzen und unser ständiges Versagen hinaus zu sehen. Und es scheint, dass genau in diesen Zeiten des Lebens Matthäus 5,48 in unserem Bibelleseplan auftaucht: „Ihr nun sollt vollkommen sein, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|'''Zur weiteren Betrachtung: '''Selbst der Apostel Paulus war in der Lücke gefangen (Römer 7,21-25). Können Sie sich mit seiner Frustration identifizieren?}}Leise seufzen wir und denken, ''das wird nie passieren''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich nenne diesen Gemütszustand die „Tücke der Lücke“. Und zwar funktioniert das so: Als Christen wissen wir alle in einem gewissen Maße, was Gott von uns erwartet. Doch wir erreichen weniger, als was wir wissen erreichen zu sollen. Es klafft eine Lücke zwischen dem, wovon wir wissen, dass es erforderlich ist, und unserer tatsächlichen Leistung. Wenn der Abstand zwischen dem, was wir wissen, und dem, was wir leben, zu groß wird, dann kann man uns mit Recht Scheinheilige nennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|„Im christlichen Leben geht es darum, im innersten Wesen das zu werden, was wir in Christus bereits sind. …Der Sinn dieser Passagen (z.B. Römer 6, Kolosser 3,5-14, Epheser 4,22-32) liegt darin, uns die große Lücke aufzuzeigen zwischen dem, was wir in Christus zu sein gezählt werden (Rechtfertigung) und dem, was wir tatsächlich in uns selbst im täglichen Leben sind (Heiligung), um uns dazu zu bringen, ''die Lücke zu schließen'' … Paulus’ Absicht ist es, uns zu drängen, im täglichen Leben, das zu werden, als was wir bereits in Christus gezählt werden.“ &amp;lt;ref&amp;gt;Jay E. Adams, ''The Biblical View of Self-Esteem, Self-Love, Self-Image ''(Eugene, OR: Harvest House Publishers, 1986), p. 78.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;'''— Jay Adams'''}}Diese Lücke ist eine Tatsache des christlichen Lebens. Die meisten von uns muss niemand über unsere Widersprüchlichkeiten aufklären – sie sind uns allen nur allzu bewusst. Ein solches Bewusstsein dürfte dazu dienen, dass wir bescheiden und in Bezug auf Erfolg abhängig von Gott bleiben. Doch die Lücke entsteht oft durch unsere Unkenntnis der Lehre der Heiligung. Statt zu erkennen, dass die Lücke dazu da ist, uns in inbrünstigem Vertrauen auf Christus voranzutreiben, lassen wir zu, dass sie uns verdammt und unser Voranschreiten aufhält. Wir verfangen uns in dem Denken, dass wir nur Verlierer, Versager, Taugenichtse seien ... und womöglich noch nicht einmal Christen. Manche verfallen sogar in Untätigkeit oder Ungehorsamkeit. Alle, die der Tücke dieser Lücke in die Falle gehen (und in gewissem Maße tun wir das alle) leiden unnötig unter Entmutigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Pastor ist es eine meiner Hauptaufgabe, Einzelnen aus der Falle der Lücke zu helfen. Ich sage den Menschen oft: „Das wird nicht plötzlich geschehen, und es wird ernsthafte Anstrengungen erfordern; doch aus der Falle der Lücke zu gelangen, ist nicht kompliziert. Und glauben Sie mir, die Mühe wird sich lohnen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht sind Sie selbst der Tücke der Lücke schon einmal in die Falle gegangen. Vielleicht sind Sie jetzt gerade in dieser Situation. Falls dem so ist, dann sind wir überzeugt davon, dass dieses Buch Ihnen helfen kann, die Lücke zwischen dem, der Sie in Christus ''sein sollten'', und dem, der Sie in Wirklichkeit ''sind'', zu schließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Können Sie sich ein Leben vorstellen, in dem Sie mit sündhaften Gewohnheiten brechen und in der Frömmigkeit echte Fortschritte machen? Ein solches Leben ist möglich. Und dieses Buch wurde geschrieben, um Ihnen zu helfen und Ihnen Mut zu verleihen, wenn Sie daran arbeiten, sich dieses Leben zu Eigen zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwischen dem „Jetzt“ und dem „Noch nicht“  ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|&amp;lt;big&amp;gt;1&amp;lt;/big&amp;gt; Gibt es in Ihrem Leben Bereiche, von denen Sie wissen, dass Sie nicht entsprechend den Erwartungen Gottes leben? (Beschreiben Sie kurz einen Bereich im unten stehenden Leerfeld.) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
}}Ohne Frage gehört der scheinbare Gegensatz zwischen dem, was Gott uns zu sein zählt, und dem, von dem wir selbst aus Erfahrung wissen, was wir sind, zu zum Frustrierendsten im christlichen Leben. Nehmen wir zum Beispiel die Korinther. An einer Stelle versicherte Paulus ihnen: „Ihr seid abgewaschen, ihr seid geheiligt, ihr seid gerechtfertigt worden durch den Namen des Herrn Jesus und durch den Geist unseres Gottes.“ (1 Kor 6,11). Das klingt wie ein einfacher Fall, nicht wahr? Bis man dann Paulus’ zweiten Brief an diese Kirche liest, in dem er fast das Gegenteil zu sagen scheint: „So wollen wir uns reinigen von jeder Befleckung des Fleisches und des Geistes und die Heiligkeit vollenden in der Furcht Gottes.“ (2 Kor 7,1). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich vermute, die Korinther waren einigermaßen verwirrt. Waren sie denn nun geheiligt ... oder befleckt? Eigentlich waren sie beides, und wir sind es auch. Um dies zu erklären, möchte ich kurz abschweifen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|'''Meditieren Sie über 1. Johannes 3,2-3.''' Welche Auswirkungen sollten unsere Gedanken über das „Noch nicht“ auf das „Jetzt“ haben?}}Gottes Reich ist sowohl „Jetzt“ als auch „Noch nicht“. Es ist in gewisser Hinsicht Gegenwart und in anderer Hinsicht Zukunft. Unser Herr kam und kündigte an und zeigte, dass das Reich (oder die Herrschaft) Gottes die menschliche Geschichte gekreuzt hatte: „Wenn ich aber durch den Finger Gottes die Dämonen austreibe, so ist also das Reich Gottes zu euch gekommen.” (Lk 11,20). Jedoch hat sich Gottes Reich noch nicht erfüllt. Das geschieht erst, wenn Jesus in der Macht zurückkehrt, wenn jedes Knie sich beugen und jede Zunge bestätigen wird, dass er der Herr ist. Bis dahin beten wir inbrünstig, ohne die gegenwärtige Wirklichkeit von Gottes Reich zu verleugnen: „Dein Reich ''komme&amp;quot;'' (Mt 6,10).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Hinsicht gleicht Gottes Reich sehr unserem eigenen Leben. Gott hat uns durch das wunderbare Werk der Rechtfertigung für gerecht erklärt. Unser gesetzlicher Status vor ihm hat sich verändert. Diese Frage wurde im Hohen Gericht des Himmels geklärt. Auf dieser Seite der Himmels jedoch ist unsere innere Wandlung ein fortlaufendes Projekt. Der Prozess der Heiligung beschäftigt mich persönlich als Christ immer weiter und sorgt für reichlich Arbeit für mich als Pastor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Haben wir nun den Sieg in Jesus errungen oder nicht? Überwinden wir, oder werden wir überwunden? Oscar Cullmann bietet eine Analogie aus dem Zweiten Weltkrieg an, die uns meiner Meinung nach helfen kann, diesen scheinbaren Gegensatz zu begreifen.&amp;amp;lt;ref&amp;amp;gt;Oscar Cullman, Christ and Time (Philadelphia, PA: The Westminster Press, 1964), S. 3.&amp;amp;lt;/ref&amp;amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschichte verzeichnet zum Ende des Zweiten Weltkrieges zwei wichtige Tage: D-Day und VE-Day. Der D-Day war der 6. Juni 1944, als die Streitkräfte der Alliierten an der Küste der französischen Normandie landeten. Das war der Wendepunkt des Krieges; als diese Landung erfolgreich abgeschlossen war, war Hitler Schicksal besiegelt. Der Krieg war im Grunde vorbei. Doch der vollständige Sieg in Europa (VE-Day) ereignete sich erst am 7. Mai 1945, als sich die deutschen Streitkräfte in Berlin ergaben. Diese Zeitspanne von elf Monaten wird als eine der blutigsten des Krieges erinnert. Offene Feldschlachten wurden überall in Frankreich, Belgien und Deutschland geschlagen. Obwohl der Feind tödlich verwundet worden war, unterlag er nicht sofort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|„Die göttliche Auserwählung ist die Garantie dafür, dass Gott durch heiligende Gnade erfüllen wird, was seine erwählende Gnade begonnen hat. Das ist die Bedeutung des neuen Bundes: Gott verlangt nicht nur Gehorsam, er verleiht ihn.&amp;lt;ref&amp;gt;John Piper, ''The Pleasures Of God ''(Portland, OR: Multnomah Press, 1991), p. 147.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;'''- John Piper'''}}Das Kreuz war unser D-Day. Hier starb der Herr Jesus Christus, um die Ketten der Sünde von seinem Volk abzuschlagen. Auf der Grundlage Seines Todes und Seiner Auferstehung sind wir gerechtfertigt. Doch der endgültige Sieg wartet auf Christi Wiederkehr. Über den Ausgang der Dinge gibt es keinen Zweifel. Doch wir werden uns immer noch in Gefechte und Kämpfe verwickelt finden, bis der Herr in Herrlichkeit erscheint, um die Mächte der Finsternis für immer zu bezwingen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{RightInsert|'''Zur weiteren Betrachtung:''' Lesen Sie 1. Petrus 5,8-9. Obwohl Gottes Triumph am Ende unvermeidlich ist, sollten wir mit gesundem Respekt vor unserem Feind kämpfen.}}Diese Unterscheidung kann uns, wenn wir sie im Kopf behalten, eine Menge Entmutigung ersparen. Die Schlacht tobt noch, doch der Krieg ist bereits gewonnen. Ein Bewusstsein für das abgeschlossene Werk Christi um Unsertwillen ist grundlegend wichtig für die Moral, wenn wir nach Heiligung streben. Wir müssen die große Lehre der Rechtfertigung studieren und darüber meditieren, bis sie sich tief in unser Bewusstsein senkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mundwasser gefällig? ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl wir in Christus vollständig gerechtfertigt sind (D-Day), sind wir keineswegs vollständig geheiligt (VE-Day). Manche haben dies nicht verstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bibellehrer Ern Baxter berichtet von einem Vorfall während der „Spätregen-Erweckung“ Ende der 1940er Jahre. Es war eine irrgläubige Lehre unter dem Namen „The Manifest Sons of God” [etwa: Offenbarte Söhne Gottes - A.d.Ü.] Es war im Grunde eine Lehre, die die völlige Heiligung in diesem Leben versprach. In ihrer extremen Form beinhaltete sie den Glauben daran, dass eine geistliche Elite verherrlichte Körper vor Christi Wiederkehr erhalten werde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen Ende einer Versammlung, auf der Baxter predigte, erschienen mehrere „Offenbarte Söhne“ (und Töchter) in weiße Gewänder gehüllt hinten im Auditorium. Als er seine Rede beendete, eilten sie durch den Gang in der Kirche nach vorn und versuchten, Anhänger für ihre Lehre der absoluten Vollkommenheit zu gewinnen. Er berichtet darüber: „Die Dame, die sie anführte, hätte dringend Mundwasser gebraucht. Das ist nicht die Vollkommenheit, die ich anstrebe.“ &amp;amp;lt;ref&amp;amp;gt;Ern Baxter, Tonbandaufzeichnung, “Sanctification,” n.d. &amp;amp;lt;/ref&amp;amp;gt; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Häufiger als Ern Baxters Szenario sind Situationen, die sich aus einer oberflächlichen, vereinfachten Sicht der Heiligung ergeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|&amp;lt;big&amp;gt;2&amp;lt;/big&amp;gt; Wenn Sie absolute Vollkommenheit in diesem Leben anstrebten, was würde Ihnen von dem Folgenden am schwersten fallen? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
❏ Niemals auch nur einen Stundenkilometer schneller als erlaubt zu fahren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
❏ Jedem Telefonverkäufer, der anruft, mit Wärme und Freundlichkeit zu begegnen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
❏ Alle unnötigen Kalorien zu vermeiden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
❏ Nie den Schlummer-Knopf an Ihrem Wecker zu drücken&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
❏ Stets fröhlich die Einkommenssteuer zu zahlen.}}Als ich neu zum Glauben gekommen war, traf ich einen jungen Mann namens Greg, ein erklärter Einbrecher und Drogensüchtiger, der anscheinend im  Gefängnis bekehrt worden war. Ich war beeindruckt, wie Greg sein christliches Leben im Griff hatte. Seine Haltung war von stolzer Sicherheit erfüllt und sein Gang hatte etwas Großspuriges. Er sprach, als sei die Sünde für ihn kein wirkliches Problem mehr. Mehr als einmal erzählte er mir, wie er „gerettet, geheiligt und mit dem Heiligen Geist erfüllt“ worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man seinen Beschreibungen zuhörte, dann schien das alles so einfach. Als frischgebackener Christ war er eines Tages in einen Zug gestiegen, und als er Stunden später wieder ausstieg, hatte er gehabt, was er als ein „Heiligungserlebnis“ bezeichnete. Er versicherte mir, dass eine solche Erfahrung ein notwendiger Auftakt für die Taufe im Heiligen Geist war, und wenn das geschehen war, dann war man bereit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich muss zugeben, es gab ein paar Dinge an Greg, die nicht besonders heilig erschienen. Er hatte einen Hang zu werten und eine pharisäerhafte Haltung. Er konnte anmaßend und kleinlich sein. Ich erinnere mich an seine ungehaltenen Bemerkungen, als ein Freund versehentlich etwas auf seine Bibel stellte: „Entschuldige mal – das ist zufällig das Wort Gottes!“ Trotzdem konnte er immer noch aus der Bibel zitieren und schien etwas von dieser Sache der Heiligung zu verstehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{RightInsert|'''Zur weiteren Betrachtung: '''Lesen Sie Matthäus 26,41. Wann können wir ohne Schaden annehmen, dass wir bei der Heiligung „angekommen“ sind?}}Welch ein Schock, als er wieder harte Drogen verkaufte und auch selbst nahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Gregs Problemen gehörte ein unvollständiges und daher unrichtiges Verständnis der Lehre der Bibel über Heiligung. Er hatte das getan, was so viele tun, indem er sich nur auf diese günstigen Texte der Schrift konzentrierte, die seine persönlichen Erfahrungen zu bestätigen schienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|„Frömmigkeit ist nicht der Weg zu Christus. Christus ist der Weg zur Frömmigkeit.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Quoted in ''Gathered Gold, ''John Blanchard, ed. (Welwyn, Hertfordshire, England: Evangelical Press, 1984), p.146.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;'''— Adrian Rogers'''}}Die Heiligung ist sowohl ''endgültig'' (indem sie bei der Bekehrung geschieht) als auch ''fortschreitend''. Sie geschah nicht bei einem Erlebnis in der Vergangenheit, und man darf auch nicht denken, dass sie nur schrittweise geschieht. Wir wurden geändert und wir ändern uns. Ohne die Begeisterung unserer erfolgreichen Landung in der Normandie zu dämpfen, wollen wir nüchtern und realistisch den Gegner bewerten, der zwischen uns und Berlin liegt. Wir haben nicht die Möglichkeit, einen Heiligungszug zu besteigen, wie Greg von sich behauptete. Jeder Schritt wird ein Kampf sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Mühe wert ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für viele ist „Heiligung“, &amp;quot;Sanktifikation&amp;quot;, nur wieder eines dieser seltsamen theologischen Wörter, die man oft hört, doch kaum versteht. Es klingt gelehrt und theoretisch. Und doch ist es äußerst praktisch. Die Lehre von der Heiligung gibt Antwort auf Fragen, die von fast jedem Christen in der Geschichte der Kirche gestellt wurden und werden: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie ändere ich mich? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie wachse ich? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie werde ich wie Christus? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Wie entkomme ich der Tücke der Lücke?''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles, was Antwort auf diese Fragen geben kann, ist einige Mühe wert. Anhang A (Seite 93) zeigt, wie verschiedene Zweige der Kirche mit diesem Problem in der Vergangenheit umgegangen sind; wir wollen jetzt schauen, was wir über diese grundlegende Lehre in ihrer Anwendung auf uns heute lernen können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|„Kann Heiligkeit uns retten? Kann Heiligkeit die Sünde wegräumen, Übertretungen wiedergutmachen, unsere Schulden Gott gegenüber bezahlen? Nein, keine Spur. Gott verhüte, dass ich so etwas je behaupte. Heiligkeit kann nichts davon tun. Die strahlendsten Heiligen sind alle ‘unnütze Sklaven'. Unsere reinsten Werke sind nicht mehr als schmutzige Lumpen, wenn sie im Licht von Gottes heiligem Gesetz geprüft werden. Das weiße Gewand, das Jesus anbietet und der Glaube anzieht, muss unsere einzige Rechtfertigung sein, der Name Christi unsere einzige Zuversicht, des Lammes Buch des Lebens unser einziger Anspruch auf den Himmel. Mit all unserer Frömmigkeit sind wir nicht besser als Sünde. Unsere besten Dinge sind von Unzulänglichkeit befleckt und gefärbt. Sie sind alle mehr oder weniger unvollständig, vom Motiv her falsch oder in der Ausführung fehlerhaft. „Denn aus Gnade seid ihr errettet durch Glauben, und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, damit niemand sich rühme.“ (Eph 2,8-9).&amp;quot;)&amp;lt;ref&amp;gt;J.C. Ryle, ''Holiness ''(Welwyn, Hertfordshire, England: Evangelical Press, 1879, reprinted 1989), p. 39.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;'''— J.C. Ryle'''}}Die biblische Bedeutung des Wortes heiligen ist „aussondern; weihen”. (Die englischen Begriffe sanctification und holiness  entstammen derselben griechischen Wurzel.) Es kann auf Personen, Orte, Anlässe oder Gegenstände angewendet werden. Wenn etwas geheiligt wird, wird es vom allgemeinen Gebrauch ausgesondert und besonderem Gebrauch geweiht. Beispielsweise wurde zu Zeiten Mose der Versöhnungstag ausgesondert (geheiligt) für einen heiligen Gott. Dieser Tag wurde zu einem heiligen Tag. Ein geheiligter Gegenstand wird nicht dadurch heilig, dass er ausgesondert wird; er bezieht seine Heiligkeit aus dem, wessen er zugewidmet wird. Da nur Gott heilig ist, kann allein er Heiligkeit verleihen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Theologisch wurde der Begriff „Heiligung“ verwendet, um den Prozess zu beschreiben, den ein Glaubender durchläuft, wenn der Geist Gottes in ihm wirkt, um ihn Christus gleich zu machen. Der Prozess beginnt in dem Augenblick, in dem wir wiedergeboren werden und setzt sich fort, so lange wir leben. Er ist von täglichem Konflikt gekennzeichnet, während wir uns die Gnade und Kraft Gottes aneignen, um die uns innewohnende Sünde zu überwinden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denken Sie daran, dass die ''Schuld'' der Sünde bereits durch Rechtfertigung weggenommen wurde, wie Anthony Hoekema darlegt; Heiligung entfernt die ''Verschmutzung'' durch die Sünde: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Schuld meinen wir den Zustand, in dem jemand Verdammnis oder eine Strafe verdient, weil Gottes Gesetz verletzt wurde. In der Rechtfertigung, die ein feststellender Akt Gottes ist, wird die Schuld unserer Sünde auf der Grundlage des versöhnenden Wirkens Jesu Christi hinweggenommen. Mit Verschmutzung meinen wir die Verderbtheit unseres Wesens, die das Ergebnis der Sünde ist und die wiederum neue Sünde hervorbringt. Im Ergebnis des Sündenfalls unserer ersten Eltern werden wir alle in einem Zustand der Verderbtheit geboren; die Sünden, die wir begehen, sind nicht nur Produkte dieser Verderbtheit, sondern verstärken diese noch. Bei der ''Heiligung'' befindet sich die Verschmutzung durch die Sünde in einem Prozess der Entfernung (allerdings wird sie bis zum kommenden Leben nicht vollständig entfernt).&amp;amp;lt;ref&amp;amp;gt;7. Anthony A. Hoekema, ''Saved by Grace ''(Grand Rapids, MI: Eerdmans Publishing Co., 1989), S. 192-93.&amp;amp;lt;/ref&amp;amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{RightInsert|'''Zur weiteren Betrachtung:''' Erkennen Sie, wie wichtig und Heil bringend es ist, den Herrn zu fürchten? (Siehe Psalm 19,9 und 25,14, Sprüche 1,7 und 9,10, und 1. Petrus 1,17.)}}Die Bibel beschreibt Heiligung auch als Wachsen in der Frömmigkeit. Mit Frömmigkeit meine ich eine Hingabe an Gott und den Charakter, der aus einer solchen Hingabe entspringt. Frömmigkeit beinhaltet eine Liebe zu Gott und ein Verlangen nach Gott. &amp;amp;lt;ref&amp;amp;gt;Jerry Bridges, ''The Practice of Godliness ''(Colorado Springs, CO: NavPress, 1983), S. 15-20.&amp;amp;lt;/ref&amp;amp;gt;  Sie beinhaltet auch die Furcht vor Gott, die John Murray als die „Seele der Frömmigkeit“ bezeichnet hat. &amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 24.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachdem er von der Furcht vor ewiger Pein erlöst wurde, fürchtet der Christ Gott, indem er sich nicht auf dessen Zorn konzentriert, sondern auf seine „Majestät, Heiligkeit und Erhabanheit …“ &amp;amp;lt;ref&amp;amp;gt;Ibid., p. 24.&amp;amp;lt;/ref&amp;amp;gt; Die Furcht vor dem Herrn hat eine reinigende Wirkung auf das Herz und ist eine Voraussetzung für eine innige Verbindung mit Gott. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frömmigkeit umfasst mehr als Moralität oder Eifer. Sie entspringt einer Einheit mit Christus und einer Leidenschaft, ihn zu ehren. Ein frommer Mensch möchte sein wie sein Herr, zu seinem Wohlgefallen. Er möchte fühlen, was Gott fühlt, ihm  seine Gedanken nachdenken und seinen Willen ausführen. Kurz gesagt, er möchte den Charakter Gottes annehmen, damit Gott verherrlicht werde. Keine Anstrengung ist unsere lebenslange Bemühungen mehr wert: „Denn die leibliche Übung ist zu wenigem nütze, die Gottseligkeit aber ist zu allen Dingen nütze, weil sie die Verheißung des Lebens hat, des jetzigen und des zukünftigen.” (1 Tim 4,8). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sowohl Gott als auch der Mensch spielen die Hauptrollen im gnädigen Wirken der Heiligung. Er initiiert durch seine erstaunliche Gnade unsere Errettung und verleiht den Wunsch und die Kraft, die Sünde zu überwinden. In der Reaktion und im Sich-Verlassen auf seine Gnade befolgen wir dann den biblischen Befehl: „Bewirkt euer Heil mit Furcht und Zittern, denn Gott ist es, der in euch wirkt sowohl das Wollen als auch das Wirken zu seinem Wohlgefallen.“ (Phil 2,12-13).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{RightInsert|„Heiligung, so heißt es im Westminster Shorter Catechism (Frage 35), ist ‚das Werk von Gottes freier Gnade, durch das wir im ganzen Menschen nach dem Bild Gottes erneuert werden und dazu befähigt werden, stets der Sünde zu sterben und der Rechtfertigung zu leben’. Dies besagt weder, dass die Sünde völlig ausgerottet wird (das wäre zu viel versprochen), noch, dass ihr nur entgegengewirkt wird (das wäre zu wenig), sondern es ist der Gedanke einer göttlich bewirkten Charakteränderung, die uns von sündigen Gewohnheiten befreien und in uns Christus-ähnliche Zuneigung, Gesinnung und Tugenden bildet.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;J.I. Packer, ''Concise Theology ''(Wheaton, IL: Tyndale House, 1993), p. 169.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;'''— J.I. Packer'''}}Das Neue Testament zeichnet einen Weg für frommes Leben vor, der eine mittlere Ebene (eigentlich eine höhere Ebene) zwischen Legalismus, Werkgerechtigkeit, einerseits und Handlungsfreiheit andererseits darstellt. Kirchentraditionen, die zu starkes Gewicht auf Gottes Wirken in uns gelegt haben, ''ohne'' zu erwarten, dass dieses Wirken zu einem wachsenden Verlangen nach Frömmigkeit führt, schwenken vom Weg zur Handlungsfreiheit ab: „Denn viele wandeln, von denen ich euch oft gesagt habe, nun aber auch mit Weinen sage, dass sie die Feinde des Kreuzes Christi sind: deren Ende Verderben, deren Gott der Bauch und deren Ehre in ihrer Schande ist, die auf das Irdische sinnen.“ (Phil 3,18-19). Auf der anderen Seite haben manche die Rolle des Menschen derart betont, dass sie Technik über Gottes Wahrheit stellen und bei Werkgerechtigkeit enden (Es gibt natürlich unterschiedliche Abstufungen dieser Abweichungen.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|'''Meditieren Sie über 1. Timotheus 6,11-16.''' Paulus wäre ein sehr motivierender Ausbilder gewesen.}}=== Wie man Vollkommenheit erlangt ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine häufige Frage, die ich oft von Christen höre, ist diese: „Was kann ich erwarten, wie weit dieser Prozess der Heiligung gehen kann? Werde ich je völlig frei von Sünde sein?“ Diese Frage wird besonders relevant, wenn man eine Aussage wie die des Paulus an die Kirche der Philipper liest: ''„So viele nun vollkommen sind'', lasst uns darauf bedacht sein! Und wenn ihr in irgendetwas anders denkt, so wird euch Gott auch dies offenbaren.“ (Phil 3,15). Jesus brachte dies in einem zuvor zitierten Vers noch deutlicher auf den Punkt: „Ihr nun sollt vollkommen sein, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist.“ (Mt 5,48). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|&amp;lt;big&amp;gt;3&amp;lt;/big&amp;gt; Überprüfen Sie mit diesem kurzen Richtig/Falsch-Quizz, wie gut Sie dieses Material bisher verstanden haben: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''(Antworten auf dem Kopf stehend unten auf Seite 9)''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Das Wort „heiligen“ bedeutet „auseinanderreißen; entweihen.” '''T F '''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Heiligung beginnt in dem Augenblick, in dem man wiedergeboren wird, und setzt sich fort, solange man lebt. '''T F ''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Die Schuld unserer Sünde wurde durch Rechtfertigung hinweggenommen. '''T F ''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Frömmigkeit bezieht sich ausschließlich auf die Moralität und den Glaubenseifer eines Menschen. '''T F '''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Gott trägt die alleinige Verantwortung für unsere Heiligung. '''T F '''}}Erwartet Gott wirklich, dass wir Vollkommenheit erreichen? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Verlangen nach Vollkommenheit hat viele dazu angeregt, nach Gott zu suchen. In der gesamten Geschichte der Menschheit haben Dichter und Philosophen dem Wunsch Ausdruck verliehen, eine verlorene Unschuld und Reinheit wieder zu erlangen. Die zeitgenössischen Songwriter Crosby, Stills, and Nash feierten das Erlebnis Woodstock mit einem Song, in dem es hieß: „Wir sind Sternenstaub, wir sind golden, wir sind gefangen im billigen Geschäft des Teufels. Und wir müssen uns zurück in den Garten befördern.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Dumme ist, wir sind alles andere als vollkommen, und wir wissen es. In der Scheinwelt des Kinos mag Mary Poppins sich fröhlich als „praktisch in jeder Hinsicht perfekt“ bezeichnen, doch im wirklichen Leben funktioniert das so nicht. Und wir werden Vollkommenheit ganz bestimmt nicht über Woodstock erreichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{RightInsert|„Wenn der Morgen von... Gottes Heiligkeit über unserem Geist anbricht, werden wir befreit von allen oberflächlichen und unangemessenen Gedanken über unsere eigene Heiligung. Wir werden auch vor allen billigen Lehren bewahrt, die uns glauben machen wollen, es gäbe Abkürzungen, durch die wir Heiligkeit leichter erlangen können. Heiligkeit ist keine Erfahrung; sie ist die Wiederherstellung unseres Charakters, der Wiederaufbau einer Ruine. Sie ist qualifizierte Arbeit, ein langfristiges Projekt, das alles verlangt, was Gott uns für das Leben und für die Frömmigkeit gegeben hat.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Sinclair Ferguson, ''A Heart for God ''(Colorado Springs, CO: NavPress, 1985), p. 129.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;'''— Sinclair Ferguson'''}}R. A. Muller betont, dass die Schrift uns klar anweist, vollkommen zu sein, während sie gleichzeitig Beweise liefert, dass Vollkommenheit in diesem Leben unerreichbar ist. &amp;amp;lt;ref&amp;amp;gt;R.A. Muller, ''The International Standard Bible Encyclopedia, Volume Four ''(Grand Rapids, MI: Eerdmans Publishing Co., 1988), S. 324.&amp;amp;lt;/ref&amp;amp;gt; Damit sind wir in der Zwickmühle. Wir können nicht einfach die Hände heben und uns geschlagen geben. Ebenso wenig können wir gegenüber der Vollkommenheit eine „Can Do“-Haltung [etwa: „ich schaff das schon“ – A.d.Ü.] einnehmen, die mehr mit positivem Denken als mit der Bibel gemein hat. Die einzig Möglichkeit, dieses Dilemma aufzulösen, ist die Erkenntnis, dass das Neue Testament zwei Sichtweisen auf Vollkommenheit hat.&amp;amp;lt;ref&amp;amp;gt;William Hendriksen, ''New Testament Commentary: Philippians ''(Grand Rapids, MI: Eerdmans Publishing Co., 1962), p. 176.&amp;amp;lt;/ref&amp;amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Paulus’ Vision für die Philipper war ''Reife'', nicht Tadellosigkeit. Beachten Sie, wie die New International Version seine Bemerkung an die Gemeinde der Philipper übersetzt: „Laßt uns denn, so viele von uns ''reif'' sind, diese Gesinnung haben.“ (Phil 3,15). Die „Vollkommenen“ in diesem Sinne können am besten beschrieben werden als „diejenigen, die in geistigem Wachstum und Stabilität beachtliche Fortschritte gemacht haben.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|'''Meditieren Sie über 1. Petrus 1,14-16.''' Erscheint dieses Gebot unrealistisch? Würde Gott Ihnen gebieten, das Unmögliche zu tun?}}Es ist für jedes Kind völlig natürlich, groß und ganz erwachsen sein zu wollen. Dies gilt für den Gläubigen nicht weniger. Anstatt nun eine lässige oder planlose Haltung gegenüber dem Wachstum anzunehmen, sollten wir uns von dem Aufruf zur Vollkommenheit gemüßigt fühlen, ernsthaft danach zu streben, wie Jesus zu sein. Paulus selbst sollte uns allen als Beispiel dienen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{RightInsert|Antworten: F, R, R, F, F }}Nicht, dass ich es schon ergriffen habe oder schon vollendet sei; ich jage [ihm] aber nach, ob ich es auch ergreifen möge, weil ich auch von Christus Jesus ergriffen bin. Brüder, ich denke von mir selbst nicht, [es] ergriffen zu haben; eines aber [tue ich]: Ich vergesse, was dahinten, strecke mich aber aus nach dem, was vorn ist, und jage auf das Ziel zu, hin zu dem Kampfpreis der Berufung Gottes nach oben in Christus Jesus. (Phil 3,12-14)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|&amp;lt;big&amp;gt;4&amp;lt;/big&amp;gt; Es gab mal einen beliebten Aufkleber, auf dem stand: „Christen haben nicht die Vollkommenheit gepachtet - nur die Vergebung.&amp;quot; Was für eine Haltung könnte dies ausdrücken? (Besonders, wenn das Auto rast.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
}}{{RightInsert|„Wir müssen zuerst gut gemacht werden, bevor wir Gutes tun können.“.&amp;lt;ref&amp;gt;Ziziert in ''Gathered Gold, ''S.148.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;'''— Hugh Latimer'''}}Wir finden eine zweite Verwendung des Wortes Vollkommenheit in Paulus’ erstem Brief an die Korinther. „Wenn aber das Vollkommene kommt“, so schreibt er, „wird das, was stückweise ist, weggetan werden.“ (1 Kor 13,10). In diesem Sinne ist Vollkommenheit ein Begriff, der zu Recht auf den dreieinigen Gott beschränkt ist – eine Vollkommenheit, die nicht erscheint, bis Christus wiederkehrt. Der Theologe Louis Berkhof zieht es vor, von Gottes ''Vollkommenheiten'' zu sprechen, statt von seinen Eigenschaften.&amp;amp;lt;ref&amp;amp;gt;Louis Berkhof, ''Systematic Theology ''(Grand Rapids, MI: Eerdmans Publishing Co., 1941), S. 52.&amp;amp;lt;/ref&amp;amp;gt; Gott allein ist ohne Fehler. Wie sehr wir auch in diesem Leben reifen, werden wir doch nie Vollkommenheit erreichen, bis zu jenem Tag, an dem uns Gott in Herrlichkeit vervollkommnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sieben Gründe, die Lücke zu schließen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Allgemeinen hat die Welt eine negative Sicht auf Heiligkeit. Viele setzen sie gleich mit einem verdrießlichen, sein Kreuz tragenden Dasein ohne Freude. Sie wird eher als eine pharisäerhafte Selbstgerechtigkeit angesehen, und nicht als die freudvolle Erfahrung, die sie eigentlich ist. Lassen Sie uns zum Abschluss diese Ansicht widerlegen, indem wir einige der vielen Vorteile und segensreichen Gaben betrachten, die uns aus der Nachfolge Christi erwachsen. Hier die sieben Früchte der Heiligung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Gott wird verherrlicht.''' Wenn wir heilig sind, verleihen wir unserer Behauptung Gewicht, dass Gott so wirklich und so wunderbar ist, wie wir das von ihm sagen. Paulus sagt, dass die guten Taten von Christen die Lehre Christi zieren (Tit 2,10). Selbst diejenigen, die Gott verleugnen, müssen seine Wirklichkeit zugeben, wenn seine Nachfolger auf seinen Wegen wandeln.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
'''Dauerhafte Gemeinschaft in diesem Leben mit dem dreieinigen Gott. '''Jesus spricht: „Wenn jemand mich liebt, so wird er mein Wort halten, und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen.“ (Joh 14,23). Es ist eine enorme Freude und ein Trost, die bleibende Gegenwart des Vaters und des Sohnes durch den Heiligen Geist zu haben. Und Jesus deutet an, dass seine Gegenwart eine liebende Gegenwart ist, nicht gleichgültig oder unpersönlich. Natürlich bringt seine Gegenwart seine Macht mit sich, die uns befähigt, die Hindernisse des Lebens zu überwinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|„Es gibt keine bleibende Freude ohne Heiligkeit … Wie wichtig ist doch dann die Wahrheit, die heiligt! Wie entscheidend das Wort, das die Macht falscher Freuden bricht! Und wie wachsam sollten wir doch sein, unsere Wege zu beleuchten und unsere Herzen mit dem Wort Gottes zu füllen!&amp;lt;ref&amp;gt;''Reference missing from original''&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;'''- John Piper'''}}'''Gemeinschaft mit anderen Christen.''' Wenn wir in der Dunkelheit wandeln, können wir keine echten Beziehungen zu anderen Gläubigen haben. „Wenn wir aber im Licht wandeln, wie er im Licht ist, haben wir Gemeinschaft miteinander, und das Blut Jesu, seines Sohnes, reinigt uns von jeder Sünde.“ (1. Joh 1,7)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Herr verspricht, uns Begleiter, Mitreisende auf dem Weg zur Heiligung zu schicken. Ich für meinen Teil habe festgestellt, dass Gottes Wahrheit in Kombination mit dem Beispiel der Seinen Gottes absolut notwendig für mein geistliches Wachstum ist. Und wenn ich auf seinen Wegen wandelte, fehlte es mir an keinem von beidem. Wir brauchen einander im Kontext der Kirche, um es zu schaffen. Heiligkeit und christliche Gemeinde gehen Hand in Hand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Gewissheit der Erlösung. '''Obgleich unsere Erlösung sich nicht auf unser Streben nach Heiligung gründet, ist die Gewissheit der Erlösung ganz sicher damit verbunden. In seinem zweiten Brief ermahnt Petrus seine Leser, jede Anstrengung zu unternehmen, um geistliche Tugenden anzusammeln, im Glauben die Tugend und in der Tugend die Erkenntnis, bis Enthaltsamkeit, Ausharren, Gottseligkeit, Bruderliebe und schließlich Liebe reichlich vorhanden sind (2 Petr 1,5-9). Wenn es an diesen fehlt, so warnt er, könnte der Mensch ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
… die Reinigung von seinen früheren Sünden vergessen. Darum, Brüder, befleißigt euch um so mehr, eure Berufung und Erwählung fest zu machen; denn wenn ihr diese Dinge tut, werdet ihr niemals straucheln. Denn so wird euch reichlich gewährt werden der Eingang in das ewige Reich unseres Herrn und Heilandes Jesus Christus. (2 Petr 1,9-11) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Evangelisation.''' Als seiner Sünden überführter junger Mann versuchte ich mit aller Kraft, an Christen etwas auszusetzen zu finden, damit ich ihre Botschaft ablehnen und sie als Scheinheilige abtun konnte. Doch auch wenn sie nicht vollkommen waren, konnte ich keine bedeutenden Widersprüche feststellen. Die große Familie, die mich mit dem Evangelium zu erreichen suchte, hinterließ bei mir mit ihrer Lebensweise einen größeren Eindruck als mit ihren Worten. Der Ehemann liebte seine Frau, die Frau achtete ihren Mann, die Kinder gehorchten ihren Eltern, und alle waren fröhlich. So etwas hatte ich noch nie gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{RightInsert|'''Meditieren Sie über 1. Petrus 2,12. '''Nicht-Christen mögen vielleicht jetzt über Ihren Lebensstil spotten, doch welche Auswirkung wird das letzten Endes auf sie haben?}}Man sagt, dass die Welt vielleicht nicht in ihrer Bibel liest, aber ganz bestimmt in ihren Christen. Gott gebraucht heilige Menschen, um andere zu erreichen. Nicht vollkommene, sondern heilige.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Verständnis, Weisheit und Erkenntnis. '''Diese Schätze erwarten jene, die Gott von ganzem Herzen suchen. (Spr. 2,1-11). Dem Spötter, dem Aufrührer und dem Narren bleiben sie vorenthalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Gott schauen.''' In der Schrift heißt es: „Jagt dem Frieden mit allen nach und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn schauen wird.“ (Heb 12,14). Während die volle Bedeutung dieser Stelle geheimnisumhüllt ist, hat die Schrift viel zu sagen über „die Gottesschau“, Gott zu schauen. Dies wird geschehen, wenn unser Herr wiedergekommen, jeder Feind bezwungen ist und wir vollständig geheiligt wurden. Zu dieser zeit wird unsere Anschauung Gottes dauerhaft uns intensiv sein, ohne Ablenkung oder durch Sünde verursachte Verlegenheit. Dann werden wir erkennen, wie auch wir erkannt werden. Nicht, dass unser Erkennen Gottes vollständig sein wird, denn er wird uns stets immer mehr seines unendlichen und wunderbaren Selbst enthüllen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|„Glückselig, die reinen Herzens sind, denn sie werden Gott schauen.“&lt;br /&gt;
'''— Jesus (Matthäus 5,8)'''}}„Glückselig, die reinen Herzens sind“, so sagte Jesus, „denn sie werden Gott schauen.“ (Mt 5,8) Diese fortwährende Erhellung seiner Größe und Güte ist bei weitem das größte Wunder, das aus einem Leben in Heiligkeit entsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie Sie sehen, gibt es eine Menge guter Gründe, die Lücke zwischen Gottes Erwartungen an uns und unseren eigenen Erfahrungen zu schließen. Wir sind dazu geschaffen, an seiner Heiligkeit teilzuhaben – nicht nur im Himmel, sondern hier auf Erden. Schritt für Schritt können wir lernen, die Sünde zu überwinden und ein Leben zu führen, das immer mehr die Herrlichkeit und das Wesen Gottes widerspiegelt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem ersten Kapitel haben wir versucht, Ihre Lust auf Frömmigkeit zu wecken. Mit Kapitel Zwei beginnen wir, den biblischen Rahmen zu errichten, der notwendig ist, um ein heiliges - und glückliches - Leben zu führen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gruppendiskussion ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#Was für Symptome zeigen an, dass jemand in der „Tücke der Lücke“ gefangen ist?&lt;br /&gt;
#Eine gewisse Lücke zwischen Gottes Normen und unserem Verhalten ist unvermeidlich; ist sie allerdings zu groß, werden wir zu Scheinheiligen. Wo ziehen wir die Grenze? &lt;br /&gt;
#Inwiefern ist unsere Heiligung sowohl vergangene Geschichte als auch künftige Hoffnung?&lt;br /&gt;
#Die Furcht vor Gott, so sagt der Autor, sei eine „Voraussetzung für eine innige Beziehung mit Gott“ (Seite 7). Was meint er damit?&lt;br /&gt;
#In welchem Maße sollte ein gereifter Christ frei von Sünde sein? &lt;br /&gt;
#Wie würden Sie jetzt, nachdem Sie dieses Kapitel abgeschlossen haben, einem frischgebackenen Christen Matthäus 5,48 erklären?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Empfohlene Literatur ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''How to Help People Change'' von Jay E. Adams (Grand Rapids, MI: Zondervan Publishing House, 1986) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Saved by Grace'' von Anthony A. Hoekema (Grand Rapids, MI: Eerdmans Publishing Co., 1989) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verweise ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Browniekr</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://en.gospeltranslations.org/wiki/How_Can_I_Change%3F/Caught_in_the_Gap_Trap/de</id>
		<title>How Can I Change?/Caught in the Gap Trap/de</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://en.gospeltranslations.org/wiki/How_Can_I_Change%3F/Caught_in_the_Gap_Trap/de"/>
				<updated>2009-03-15T02:13:41Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Browniekr: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{InProcess|user=|date=}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{info}}„Alle, die mit Ärger zu kämpfen haben, mögen bitte nach vorn kommen. Wir möchten für euch beten.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war Sonntagmorgen. Ich hatte soeben meine Predigt über Ärger beendet und wollte dem Heiligen Geist Gelegenheit geben, in den Herzen der Anwesenden zu wirken. Doch die Reaktion war für mich nicht vorherzusehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwa zwanzig demütige Heilige kamen im Auditorium nach vorn – eine große Schar für eine Kirche unserer Größe. Und dennoch war es nicht die Anzahl, die meine Aufmerksamkeit erregte. Es waren die Menschen selbst. Neunzehn der Zwanzig waren Mütter kleiner Kinder! (Ärger ist nach Aussage der meisten Mütter, die ich kennen gelernt habe, eine Art Berufskrankheit.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ihr Pastor kannte ich all diese Frauen als ernsthafte und engagierte Christinnen. Was sie veranlasste, nach vorn zu kommen, war ihre starke Frustration über die Tücke der Lücke, in der sie gefangen waren – eine Lücke zwischen der biblischen Norm der Selbstbeherrschung und ihrem eigenen Versagen, dieser Norm gemäß zu leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob das Problem nun Ärger oder Furcht, Sorge, oder etwas so Verbreitetes wie Faulheit ist: Wir haben alle schon diese Lücke verspürt zwischen dem, was wir sind, und dem, was wir sein sollten. Die Bibel sagt, wir seien neue Schöpfungen, Sieger, Überwinder. Und wir sind nicht nur Überwinder – wir sind mehr als Überwinder (Röm 8,37). Manchmal fühlen wir uns sogar so. Meistens jedoch fällt es uns schwer, über unsere Grenzen und unser ständiges Versagen hinaus zu sehen. Und es scheint, dass genau in diesen Zeiten des Lebens Matthäus 5,48 in unserem Bibelleseplan auftaucht: „Ihr nun sollt vollkommen sein, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|'''Zur weiteren Betrachtung: '''Selbst der Apostel Paulus war in der Lücke gefangen (Römer 7,21-25). Können Sie sich mit seiner Frustration identifizieren?}}Leise seufzen wir und denken, ''das wird nie passieren''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich nenne diesen Gemütszustand die „Tücke der Lücke“. Und zwar funktioniert das so: Als Christen wissen wir alle in einem gewissen Maße, was Gott von uns erwartet. Doch wir erreichen weniger, als was wir wissen erreichen zu sollen. Es klafft eine Lücke zwischen dem, wovon wir wissen, dass es erforderlich ist, und unserer tatsächlichen Leistung. Wenn der Abstand zwischen dem, was wir wissen, und dem, was wir leben, zu groß wird, dann kann man uns mit Recht Scheinheilige nennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|„Im christlichen Leben geht es darum, im innersten Wesen das zu werden, was wir in Christus bereits sind. …Der Sinn dieser Passagen (z.B. Römer 6, Kolosser 3,5-14, Epheser 4,22-32) liegt darin, uns die große Lücke aufzuzeigen zwischen dem, was wir in Christus zu sein gezählt werden (Rechtfertigung) und dem, was wir tatsächlich in uns selbst im täglichen Leben sind (Heiligung), um uns dazu zu bringen, ''die Lücke zu schließen'' … Paulus’ Absicht ist es, uns zu drängen, im täglichen Leben, das zu werden, als was wir bereits in Christus gezählt werden.“ &amp;lt;ref&amp;gt;Jay E. Adams, ''The Biblical View of Self-Esteem, Self-Love, Self-Image ''(Eugene, OR: Harvest House Publishers, 1986), p. 78.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;'''— Jay Adams'''}}Diese Lücke ist eine Tatsache des christlichen Lebens. Die meisten von uns muss niemand über unsere Widersprüchlichkeiten aufklären – sie sind uns allen nur allzu bewusst. Ein solches Bewusstsein dürfte dazu dienen, dass wir bescheiden und in Bezug auf Erfolg abhängig von Gott bleiben. Doch die Lücke entsteht oft durch unsere Unkenntnis der Lehre der Heiligung. Statt zu erkennen, dass die Lücke dazu da ist, uns in inbrünstigem Vertrauen auf Christus voranzutreiben, lassen wir zu, dass sie uns verdammt und unser Voranschreiten aufhält. Wir verfangen uns in dem Denken, dass wir nur Verlierer, Versager, Taugenichtse seien ... und womöglich noch nicht einmal Christen. Manche verfallen sogar in Untätigkeit oder Ungehorsamkeit. Alle, die der Tücke dieser Lücke in die Falle gehen (und in gewissem Maße tun wir das alle) leiden unnötig unter Entmutigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Pastor ist es eine meiner Hauptaufgabe, Einzelnen aus der Falle der Lücke zu helfen. Ich sage den Menschen oft: „Das wird nicht plötzlich geschehen, und es wird ernsthafte Anstrengungen erfordern; doch aus der Falle der Lücke zu gelangen, ist nicht kompliziert. Und glauben Sie mir, die Mühe wird sich lohnen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht sind Sie selbst der Tücke der Lücke schon einmal in die Falle gegangen. Vielleicht sind Sie jetzt gerade in dieser Situation. Falls dem so ist, dann sind wir überzeugt davon, dass dieses Buch Ihnen helfen kann, die Lücke zwischen dem, der Sie in Christus ''sein sollten'', und dem, der Sie in Wirklichkeit ''sind'', zu schließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Können Sie sich ein Leben vorstellen, in dem Sie mit sündhaften Gewohnheiten brechen und in der Frömmigkeit echte Fortschritte machen? Ein solches Leben ist möglich. Und dieses Buch wurde geschrieben, um Ihnen zu helfen und Ihnen Mut zu verleihen, wenn Sie daran arbeiten, sich dieses Leben zu Eigen zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwischen dem „Jetzt“ und dem „Noch nicht“  ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|&amp;lt;big&amp;gt;1&amp;lt;/big&amp;gt; Gibt es in Ihrem Leben Bereiche, von denen Sie wissen, dass Sie nicht entsprechend den Erwartungen Gottes leben? (Beschreiben Sie kurz einen Bereich im unten stehenden Leerfeld.) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
}}Ohne Frage gehört der scheinbare Gegensatz zwischen dem, was Gott uns zu sein zählt, und dem, von dem wir selbst aus Erfahrung wissen, was wir sind, zu zum Frustrierendsten im christlichen Leben. Nehmen wir zum Beispiel die Korinther. An einer Stelle versicherte Paulus ihnen: „Ihr seid abgewaschen, ihr seid geheiligt, ihr seid gerechtfertigt worden durch den Namen des Herrn Jesus und durch den Geist unseres Gottes.“ (1 Kor 6,11). Das klingt wie ein einfacher Fall, nicht wahr? Bis man dann Paulus’ zweiten Brief an diese Kirche liest, in dem er fast das Gegenteil zu sagen scheint: „So wollen wir uns reinigen von jeder Befleckung des Fleisches und des Geistes und die Heiligkeit vollenden in der Furcht Gottes.“ (2 Kor 7,1). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich vermute, die Korinther waren einigermaßen verwirrt. Waren sie denn nun geheiligt ... oder befleckt? Eigentlich waren sie beides, und wir sind es auch. Um dies zu erklären, möchte ich kurz abschweifen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|'''Meditieren Sie über 1. Johannes 3,2-3.''' Welche Auswirkungen sollten unsere Gedanken über das „Noch nicht“ auf das „Jetzt“ haben?}}Gottes Reich ist sowohl „Jetzt“ als auch „Noch nicht“. Es ist in gewisser Hinsicht Gegenwart und in anderer Hinsicht Zukunft. Unser Herr kam und kündigte an und zeigte, dass das Reich (oder die Herrschaft) Gottes die menschliche Geschichte gekreuzt hatte: „Wenn ich aber durch den Finger Gottes die Dämonen austreibe, so ist also das Reich Gottes zu euch gekommen.” (Lk 11,20). Jedoch hat sich Gottes Reich noch nicht erfüllt. Das geschieht erst, wenn Jesus in der Macht zurückkehrt, wenn jedes Knie sich beugen und jede Zunge bestätigen wird, dass er der Herr ist. Bis dahin beten wir inbrünstig, ohne die gegenwärtige Wirklichkeit von Gottes Reich zu verleugnen: „Dein Reich ''komme&amp;quot;'' (Mt 6,10).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Hinsicht gleicht Gottes Reich sehr unserem eigenen Leben. Gott hat uns durch das wunderbare Werk der Rechtfertigung für gerecht erklärt. Unser gesetzlicher Status vor ihm hat sich verändert. Diese Frage wurde im Hohen Gericht des Himmels geklärt. Auf dieser Seite der Himmels jedoch ist unsere innere Wandlung ein fortlaufendes Projekt. Der Prozess der Heiligung beschäftigt mich persönlich als Christ immer weiter und sorgt für reichlich Arbeit für mich als Pastor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Haben wir nun den Sieg in Jesus errungen oder nicht? Überwinden wir, oder werden wir überwunden? Oscar Cullmann bietet eine Analogie aus dem Zweiten Weltkrieg an, die uns meiner Meinung nach helfen kann, diesen scheinbaren Gegensatz zu begreifen.&amp;amp;lt;ref&amp;amp;gt;Oscar Cullman, Christ and Time (Philadelphia, PA: The Westminster Press, 1964), S. 3.&amp;amp;lt;/ref&amp;amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschichte verzeichnet zum Ende des Zweiten Weltkrieges zwei wichtige Tage: D-Day und VE-Day. Der D-Day war der 6. Juni 1944, als die Streitkräfte der Alliierten an der Küste der französischen Normandie landeten. Das war der Wendepunkt des Krieges; als diese Landung erfolgreich abgeschlossen war, war Hitler Schicksal besiegelt. Der Krieg war im Grunde vorbei. Doch der vollständige Sieg in Europa (VE-Day) ereignete sich erst am 7. Mai 1945, als sich die deutschen Streitkräfte in Berlin ergaben. Diese Zeitspanne von elf Monaten wird als eine der blutigsten des Krieges erinnert. Offene Feldschlachten wurden überall in Frankreich, Belgien und Deutschland geschlagen. Obwohl der Feind tödlich verwundet worden war, unterlag er nicht sofort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|„Die göttliche Auserwählung ist die Garantie dafür, dass Gott durch heiligende Gnade erfüllen wird, was seine erwählende Gnade begonnen hat. Das ist die Bedeutung des neuen Bundes: Gott verlangt nicht nur Gehorsam, er verleiht ihn.&amp;lt;ref&amp;gt;John Piper, ''The Pleasures Of God ''(Portland, OR: Multnomah Press, 1991), p. 147.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;'''- John Piper'''}}Das Kreuz war unser D-Day. Hier starb der Herr Jesus Christus, um die Ketten der Sünde von seinem Volk abzuschlagen. Auf der Grundlage Seines Todes und Seiner Auferstehung sind wir gerechtfertigt. Doch der endgültige Sieg wartet auf Christi Wiederkehr. Über den Ausgang der Dinge gibt es keinen Zweifel. Doch wir werden uns immer noch in Gefechte und Kämpfe verwickelt finden, bis der Herr in Herrlichkeit erscheint, um die Mächte der Finsternis für immer zu bezwingen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{RightInsert|'''Zur weiteren Betrachtung:''' Lesen Sie 1. Petrus 5,8-9. Obwohl Gottes Triumph am Ende unvermeidlich ist, sollten wir mit gesundem Respekt vor unserem Feind kämpfen.}}Diese Unterscheidung kann uns, wenn wir sie im Kopf behalten, eine Menge Entmutigung ersparen. Die Schlacht tobt noch, doch der Krieg ist bereits gewonnen. Ein Bewusstsein für das abgeschlossene Werk Christi um Unsertwillen ist grundlegend wichtig für die Moral, wenn wir nach Heiligung streben. Wir müssen die große Lehre der Rechtfertigung studieren und darüber meditieren, bis sie sich tief in unser Bewusstsein senkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mundwasser gefällig? ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl wir in Christus vollständig gerechtfertigt sind (D-Day), sind wir keineswegs vollständig geheiligt (VE-Day). Manche haben dies nicht verstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bibellehrer Ern Baxter berichtet von einem Vorfall während der „Spätregen-Erweckung“ Ende der 1940er Jahre. Es war eine irrgläubige Lehre unter dem Namen „The Manifest Sons of God” [etwa: Offenbarte Söhne Gottes - A.d.Ü.] Es war im Grunde eine Lehre, die die völlige Heiligung in diesem Leben versprach. In ihrer extremen Form beinhaltete sie den Glauben daran, dass eine geistliche Elite verherrlichte Körper vor Christi Wiederkehr erhalten werde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen Ende einer Versammlung, auf der Baxter predigte, erschienen mehrere „Offenbarte Söhne“ (und Töchter) in weiße Gewänder gehüllt hinten im Auditorium. Als er seine Rede beendete, eilten sie durch den Gang in der Kirche nach vorn und versuchten, Anhänger für ihre Lehre der absoluten Vollkommenheit zu gewinnen. Er berichtet darüber: „Die Dame, die sie anführte, hätte dringend Mundwasser gebraucht. Das ist nicht die Vollkommenheit, die ich anstrebe.“ &amp;amp;lt;ref&amp;amp;gt;Ern Baxter, Tonbandaufzeichnung, “Sanctification,” n.d. &amp;amp;lt;/ref&amp;amp;gt; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Häufiger als Ern Baxters Szenario sind Situationen, die sich aus einer oberflächlichen, vereinfachten Sicht der Heiligung ergeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|&amp;lt;big&amp;gt;2&amp;lt;/big&amp;gt; Wenn Sie absolute Vollkommenheit in diesem Leben anstrebten, was würde Ihnen von dem Folgenden am schwersten fallen? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
❏ Niemals auch nur einen Stundenkilometer schneller als erlaubt zu fahren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
❏ Jedem Telefonverkäufer, der anruft, mit Wärme und Freundlichkeit zu begegnen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
❏ Alle unnötigen Kalorien zu vermeiden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
❏ Nie den Schlummer-Knopf an Ihrem Wecker zu drücken&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
❏ Stets fröhlich die Einkommenssteuer zu zahlen.}}Als ich neu zum Glauben gekommen war, traf ich einen jungen Mann namens Greg, ein erklärter Einbrecher und Drogensüchtiger, der anscheinend im  Gefängnis bekehrt worden war. Ich war beeindruckt, wie Greg sein christliches Leben im Griff hatte. Seine Haltung war von stolzer Sicherheit erfüllt und sein Gang hatte etwas Großspuriges. Er sprach, als sei die Sünde für ihn kein wirkliches Problem mehr. Mehr als einmal erzählte er mir, wie er „gerettet, geheiligt und mit dem Heiligen Geist erfüllt“ worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man seinen Beschreibungen zuhörte, dann schien das alles so einfach. Als frischgebackener Christ war er eines Tages in einen Zug gestiegen, und als er Stunden später wieder ausstieg, hatte er gehabt, was er als ein „Heiligungserlebnis“ bezeichnete. Er versicherte mir, dass eine solche Erfahrung ein notwendiger Auftakt für die Taufe im Heiligen Geist war, und wenn das geschehen war, dann war man bereit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich muss zugeben, es gab ein paar Dinge an Greg, die nicht besonders heilig erschienen. Er hatte einen Hang zu werten und eine pharisäerhafte Haltung. Er konnte anmaßend und kleinlich sein. Ich erinnere mich an seine ungehaltenen Bemerkungen, als ein Freund versehentlich etwas auf seine Bibel stellte: „Entschuldige mal – das ist zufällig das Wort Gottes!“ Trotzdem konnte er immer noch aus der Bibel zitieren und schien etwas von dieser Sache der Heiligung zu verstehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{RightInsert|'''Zur weiteren Betrachtung: '''Lesen Sie Matthäus 26,41. Wann können wir ohne Schaden annehmen, dass wir bei der Heiligung „angekommen“ sind?}}Welch ein Schock, als er wieder harte Drogen verkaufte und auch selbst nahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Gregs Problemen gehörte ein unvollständiges und daher unrichtiges Verständnis der Lehre der Bibel über Heiligung. Er hatte das getan, was so viele tun, indem er sich nur auf diese günstigen Texte der Schrift konzentrierte, die seine persönlichen Erfahrungen zu bestätigen schienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|„Frömmigkeit ist nicht der Weg zu Christus. Christus ist der Weg zur Frömmigkeit.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Quoted in ''Gathered Gold, ''John Blanchard, ed. (Welwyn, Hertfordshire, England: Evangelical Press, 1984), p.146.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;'''— Adrian Rogers'''}}Die Heiligung ist sowohl ''endgültig'' (indem sie bei der Bekehrung geschieht) als auch ''fortschreitend''. Sie geschah nicht bei einem Erlebnis in der Vergangenheit, und man darf auch nicht denken, dass sie nur schrittweise geschieht. Wir wurden geändert und wir ändern uns. Ohne die Begeisterung unserer erfolgreichen Landung in der Normandie zu dämpfen, wollen wir nüchtern und realistisch den Gegner bewerten, der zwischen uns und Berlin liegt. Wir haben nicht die Möglichkeit, einen Heiligungszug zu besteigen, wie Greg von sich behauptete. Jeder Schritt wird ein Kampf sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Mühe wert ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für viele ist „Heiligung“, &amp;quot;Sanktifikation&amp;quot;, nur wieder eines dieser seltsamen theologischen Wörter, die man oft hört, doch kaum versteht. Es klingt gelehrt und theoretisch. Und doch ist es äußerst praktisch. Die Lehre von der Heiligung gibt Antwort auf Fragen, die von fast jedem Christen in der Geschichte der Kirche gestellt wurden und werden: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie ändere ich mich? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie wachse ich? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie werde ich wie Christus? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Wie entkomme ich der Tücke der Lücke?''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles, was Antwort auf diese Fragen geben kann, ist einige Mühe wert. Anhang A (Seite 93) zeigt, wie verschiedene Zweige der Kirche mit diesem Problem in der Vergangenheit umgegangen sind; wir wollen jetzt schauen, was wir über diese grundlegende Lehre in ihrer Anwendung auf uns heute lernen können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|„Kann Heiligkeit uns retten? Kann Heiligkeit die Sünde wegräumen, Übertretungen wiedergutmachen, unsere Schulden Gott gegenüber bezahlen? Nein, keine Spur. Gott verhüte, dass ich so etwas je behaupte. Heiligkeit kann nichts davon tun. Die strahlendsten Heiligen sind alle ‘unnütze Sklaven'. Unsere reinsten Werke sind nicht mehr als schmutzige Lumpen, wenn sie im Licht von Gottes heiligem Gesetz geprüft werden. Das weiße Gewand, das Jesus anbietet und der Glaube anzieht, muss unsere einzige Rechtfertigung sein, der Name Christi unsere einzige Zuversicht, des Lammes Buch des Lebens unser einziger Anspruch auf den Himmel. Mit all unserer Frömmigkeit sind wir nicht besser als Sünde. Unsere besten Dinge sind von Unzulänglichkeit befleckt und gefärbt. Sie sind alle mehr oder weniger unvollständig, vom Motiv her falsch oder in der Ausführung fehlerhaft. „Denn aus Gnade seid ihr errettet durch Glauben, und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, damit niemand sich rühme.“ (Eph 2,8-9).&amp;quot;)&amp;lt;ref&amp;gt;J.C. Ryle, ''Holiness ''(Welwyn, Hertfordshire, England: Evangelical Press, 1879, reprinted 1989), p. 39.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;'''— J.C. Ryle'''}}Die biblische Bedeutung des Wortes heiligen ist „aussondern; weihen”. (Die englischen Begriffe sanctification und holiness  entstammen derselben griechischen Wurzel.) Es kann auf Personen, Orte, Anlässe oder Gegenstände angewendet werden. Wenn etwas geheiligt wird, wird es vom allgemeinen Gebrauch ausgesondert und besonderem Gebrauch geweiht. Beispielsweise wurde zu Zeiten Mose der Versöhnungstag ausgesondert (geheiligt) für einen heiligen Gott. Dieser Tag wurde zu einem heiligen Tag. Ein geheiligter Gegenstand wird nicht dadurch heilig, dass er ausgesondert wird; er bezieht seine Heiligkeit aus dem, wessen er zugewidmet wird. Da nur Gott heilig ist, kann allein er Heiligkeit verleihen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Theologisch wurde der Begriff „Heiligung“ verwendet, um den Prozess zu beschreiben, den ein Glaubender durchläuft, wenn der Geist Gottes in ihm wirkt, um ihn Christus gleich zu machen. Der Prozess beginnt in dem Augenblick, in dem wir wiedergeboren werden und setzt sich fort, so lange wir leben. Er ist von täglichem Konflikt gekennzeichnet, während wir uns die Gnade und Kraft Gottes aneignen, um die uns innewohnende Sünde zu überwinden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denken Sie daran, dass die ''Schuld'' der Sünde bereits durch Rechtfertigung weggenommen wurde, wie Anthony Hoekema darlegt; Heiligung entfernt die ''Verschmutzung'' durch die Sünde: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Schuld meinen wir den Zustand, in dem jemand Verdammnis oder eine Strafe verdient, weil Gottes Gesetz verletzt wurde. In der Rechtfertigung, die ein feststellender Akt Gottes ist, wird die Schuld unserer Sünde auf der Grundlage des versöhnenden Wirkens Jesu Christi hinweggenommen. Mit Verschmutzung meinen wir die Verderbtheit unseres Wesens, die das Ergebnis der Sünde ist und die wiederum neue Sünde hervorbringt. Im Ergebnis des Sündenfalls unserer ersten Eltern werden wir alle in einem Zustand der Verderbtheit geboren; die Sünden, die wir begehen, sind nicht nur Produkte dieser Verderbtheit, sondern verstärken diese noch. Bei der ''Heiligung'' befindet sich die Verschmutzung durch die Sünde in einem Prozess der Entfernung (allerdings wird sie bis zum kommenden Leben nicht vollständig entfernt).&amp;amp;lt;ref&amp;amp;gt;7. Anthony A. Hoekema, ''Saved by Grace ''(Grand Rapids, MI: Eerdmans Publishing Co., 1989), S. 192-93.&amp;amp;lt;/ref&amp;amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{RightInsert|'''Zur weiteren Betrachtung:''' Erkennen Sie, wie wichtig und Heil bringend es ist, den Herrn zu fürchten? (Siehe Psalm 19,9 und 25,14, Sprüche 1,7 und 9,10, und 1. Petrus 1,17.)}}Die Bibel beschreibt Heiligung auch als Wachsen in der Frömmigkeit. Mit Frömmigkeit meine ich eine Hingabe an Gott und den Charakter, der aus einer solchen Hingabe entspringt. Frömmigkeit beinhaltet eine Liebe zu Gott und ein Verlangen nach Gott. &amp;amp;lt;ref&amp;amp;gt;Jerry Bridges, ''The Practice of Godliness ''(Colorado Springs, CO: NavPress, 1983), S. 15-20.&amp;amp;lt;/ref&amp;amp;gt;  Sie beinhaltet auch die Furcht vor Gott, die John Murray als die „Seele der Frömmigkeit“ bezeichnet hat. &amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 24.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachdem er von der Furcht vor ewiger Pein erlöst wurde, fürchtet der Christ Gott, indem er sich nicht auf dessen Zorn konzentriert, sondern auf seine „Majestät, Heiligkeit und Erhabanheit …“ &amp;amp;lt;ref&amp;amp;gt;Ibid., p. 24.&amp;amp;lt;/ref&amp;amp;gt; Die Furcht vor dem Herrn hat eine reinigende Wirkung auf das Herz und ist eine Voraussetzung für eine innige Verbindung mit Gott. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frömmigkeit umfasst mehr als Moralität oder Eifer. Sie entspringt einer Einheit mit Christus und einer Leidenschaft, ihn zu ehren. Ein frommer Mensch möchte sein wie sein Herr, zu seinem Wohlgefallen. Er möchte fühlen, was Gott fühlt, ihm  seine Gedanken nachdenken und seinen Willen ausführen. Kurz gesagt, er möchte den Charakter Gottes annehmen, damit Gott verherrlicht werde. Keine Anstrengung ist unsere lebenslange Bemühungen mehr wert: „Denn die leibliche Übung ist zu wenigem nütze, die Gottseligkeit aber ist zu allen Dingen nütze, weil sie die Verheißung des Lebens hat, des jetzigen und des zukünftigen.” (1 Tim 4,8). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sowohl Gott als auch der Mensch spielen die Hauptrollen im gnädigen Wirken der Heiligung. Er initiiert durch seine erstaunliche Gnade unsere Errettung und verleiht den Wunsch und die Kraft, die Sünde zu überwinden. In der Reaktion und im Sich-Verlassen auf seine Gnade befolgen wir dann den biblischen Befehl: „Bewirkt euer Heil mit Furcht und Zittern, denn Gott ist es, der in euch wirkt sowohl das Wollen als auch das Wirken zu seinem Wohlgefallen.“ (Phil 2,12-13).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{RightInsert|„Heiligung, so heißt es im Westminster Shorter Catechism (Frage 35), ist ‚das Werk von Gottes freier Gnade, durch das wir im ganzen Menschen nach dem Bild Gottes erneuert werden und dazu befähigt werden, stets der Sünde zu sterben und der Rechtfertigung zu leben’. Dies besagt weder, dass die Sünde völlig ausgerottet wird (das wäre zu viel versprochen), noch, dass ihr nur entgegengewirkt wird (das wäre zu wenig), sondern es ist der Gedanke einer göttlich bewirkten Charakteränderung, die uns von sündigen Gewohnheiten befreien und in uns Christus-ähnliche Zuneigung, Gesinnung und Tugenden bildet.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;J.I. Packer, ''Concise Theology ''(Wheaton, IL: Tyndale House, 1993), p. 169.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;'''— J.I. Packer'''}}Das Neue Testament zeichnet einen Weg für frommes Leben vor, der eine mittlere Ebene (eigentlich eine höhere Ebene) zwischen Legalismus, Werkgerechtigkeit, einerseits und Handlungsfreiheit andererseits darstellt. Kirchentraditionen, die zu starkes Gewicht auf Gottes Wirken in uns gelegt haben, ''ohne'' zu erwarten, dass dieses Wirken zu einem wachsenden Verlangen nach Frömmigkeit führt, schwenken vom Weg zur Handlungsfreiheit ab: „Denn viele wandeln, von denen ich euch oft gesagt habe, nun aber auch mit Weinen sage, dass sie die Feinde des Kreuzes Christi sind: deren Ende Verderben, deren Gott der Bauch und deren Ehre in ihrer Schande ist, die auf das Irdische sinnen.“ (Phil 3,18-19). Auf der anderen Seite haben manche die Rolle des Menschen derart betont, dass sie Technik über Gottes Wahrheit stellen und bei Werkgerechtigkeit enden (Es gibt natürlich unterschiedliche Abstufungen dieser Abweichungen.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|'''Meditieren Sie über 1. Timotheus 6,11-16.''' Paulus wäre ein sehr motivierender Ausbilder gewesen.}}=== Wie man Vollkommenheit erlangt ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine häufige Frage, die ich oft von Christen höre, ist diese: „Was kann ich erwarten, wie weit dieser Prozess der Heiligung gehen kann? Werde ich je völlig frei von Sünde sein?“ Diese Frage wird besonders relevant, wenn man eine Aussage wie die des Paulus an die Kirche der Philipper liest: ''„So viele nun vollkommen sind'', lasst uns darauf bedacht sein! Und wenn ihr in irgendetwas anders denkt, so wird euch Gott auch dies offenbaren.“ (Phil 3,15). Jesus brachte dies in einem zuvor zitierten Vers noch deutlicher auf den Punkt: „Ihr nun sollt vollkommen sein, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist.“ (Mt 5,48). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|&amp;lt;big&amp;gt;3&amp;lt;/big&amp;gt; Überprüfen Sie mit diesem kurzen Richtig/Falsch-Quizz, wie gut Sie dieses Material bisher verstanden haben: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''(Antworten auf dem Kopf stehend unten auf Seite 9)''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Das Wort „heiligen“ bedeutet „auseinanderreißen; entweihen.” '''T F '''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Heiligung beginnt in dem Augenblick, in dem man wiedergeboren wird, und setzt sich fort, solange man lebt. '''T F ''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Die Schuld unserer Sünde wurde durch Rechtfertigung hinweggenommen. '''T F ''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Frömmigkeit bezieht sich ausschließlich auf die Moralität und den Glaubenseifer eines Menschen. '''T F '''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Gott trägt die alleinige Verantwortung für unsere Heiligung. '''T F '''}}Erwartet Gott wirklich, dass wir Vollkommenheit erreichen? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Verlangen nach Vollkommenheit hat viele dazu angeregt, nach Gott zu suchen. In der gesamten Geschichte der Menschheit haben Dichter und Philosophen dem Wunsch Ausdruck verliehen, eine verlorene Unschuld und Reinheit wieder zu erlangen. Die zeitgenössischen Songwriter Crosby, Stills, and Nash feierten das Erlebnis Woodstock mit einem Song, in dem es hieß: „Wir sind Sternenstaub, wir sind golden, wir sind gefangen im billigen Geschäft des Teufels. Und wir müssen uns zurück in den Garten befördern.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Dumme ist, wir sind alles andere als vollkommen, und wir wissen es. In der Scheinwelt des Kinos mag Mary Poppins sich fröhlich als „praktisch in jeder Hinsicht perfekt“ bezeichnen, doch im wirklichen Leben funktioniert das so nicht. Und wir werden Vollkommenheit ganz bestimmt nicht über Woodstock erreichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{RightInsert|„Wenn der Morgen von... Gottes Heiligkeit über unserem Geist anbricht, werden wir befreit von allen oberflächlichen und unangemessenen Gedanken über unsere eigene Heiligung. Wir werden auch vor allen billigen Lehren bewahrt, die uns glauben machen wollen, es gäbe Abkürzungen, durch die wir Heiligkeit leichter erlangen können. Heiligkeit ist keine Erfahrung; sie ist die Wiederherstellung unseres Charakters, der Wiederaufbau einer Ruine. Sie ist qualifizierte Arbeit, ein langfristiges Projekt, das alles verlangt, was Gott uns für das Leben und für die Frömmigkeit gegeben hat.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Sinclair Ferguson, ''A Heart for God ''(Colorado Springs, CO: NavPress, 1985), p. 129.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;'''— Sinclair Ferguson'''}}R. A. Muller betont, dass die Schrift uns klar anweist, vollkommen zu sein, während sie gleichzeitig Beweise liefert, dass Vollkommenheit in diesem Leben unerreichbar ist. &amp;amp;lt;ref&amp;amp;gt;R.A. Muller, ''The International Standard Bible Encyclopedia, Volume Four ''(Grand Rapids, MI: Eerdmans Publishing Co., 1988), S. 324.&amp;amp;lt;/ref&amp;amp;gt; Damit sind wir in der Zwickmühle. Wir können nicht einfach die Hände heben und uns geschlagen geben. Ebenso wenig können wir gegenüber der Vollkommenheit eine „Can Do“-Haltung [etwa: „ich schaff das schon“ – A.d.Ü.] einnehmen, die mehr mit positivem Denken als mit der Bibel gemein hat. Die einzig Möglichkeit, dieses Dilemma aufzulösen, ist die Erkenntnis, dass das Neue Testament zwei Sichtweisen auf Vollkommenheit hat.&amp;amp;lt;ref&amp;amp;gt;William Hendriksen, ''New Testament Commentary: Philippians ''(Grand Rapids, MI: Eerdmans Publishing Co., 1962), p. 176.&amp;amp;lt;/ref&amp;amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Paulus’ Vision für die Philipper war ''Reife'', nicht Tadellosigkeit. Beachten Sie, wie die New International Version seine Bemerkung an die Gemeinde der Philipper übersetzt: „Laßt uns denn, so viele von uns ''reif'' sind, diese Gesinnung haben.“ (Phil 3,15). Die „Vollkommenen“ in diesem Sinne können am besten beschrieben werden als „diejenigen, die in geistigem Wachstum und Stabilität beachtliche Fortschritte gemacht haben.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|'''Meditieren Sie über 1. Petrus 1,14-16.''' Erscheint dieses Gebot unrealistisch? Würde Gott Ihnen gebieten, das Unmögliche zu tun?}}Es ist für jedes Kind völlig natürlich, groß und ganz erwachsen sein zu wollen. Dies gilt für den Gläubigen nicht weniger. Anstatt nun eine lässige oder planlose Haltung gegenüber dem Wachstum anzunehmen, sollten wir uns von dem Aufruf zur Vollkommenheit gemüßigt fühlen, ernsthaft danach zu streben, wie Jesus zu sein. Paulus selbst sollte uns allen als Beispiel dienen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{RightInsert|Antworten: F, R, R, F, F }}Nicht, dass ich es schon ergriffen habe oder schon vollendet sei; ich jage [ihm] aber nach, ob ich es auch ergreifen möge, weil ich auch von Christus Jesus ergriffen bin. Brüder, ich denke von mir selbst nicht, [es] ergriffen zu haben; eines aber [tue ich]: Ich vergesse, was dahinten, strecke mich aber aus nach dem, was vorn ist, und jage auf das Ziel zu, hin zu dem Kampfpreis der Berufung Gottes nach oben in Christus Jesus. (Phil 3,12-14)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|&amp;lt;big&amp;gt;4&amp;lt;/big&amp;gt; Es gab mal einen beliebten Aufkleber, auf dem stand: „Christen haben nicht die Vollkommenheit gepachtet - nur die Vergebung.&amp;quot; Was für eine Haltung könnte dies ausdrücken? (Besonders, wenn das Auto rast.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
}}{{RightInsert|„Wir müssen zuerst gut gemacht werden, bevor wir Gutes tun können.“.&amp;lt;ref&amp;gt;Ziziert in ''Gathered Gold, ''S.148.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;'''— Hugh Latimer'''}}Wir finden eine zweite Verwendung des Wortes Vollkommenheit in Paulus’ erstem Brief an die Korinther. „Wenn aber das Vollkommene kommt“, so schreibt er, „wird das, was stückweise ist, weggetan werden.“ (1 Kor 13,10). In diesem Sinne ist Vollkommenheit ein Begriff, der zu Recht auf den dreieinigen Gott beschränkt ist – eine Vollkommenheit, die nicht erscheint, bis Christus wiederkehrt. Der Theologe Louis Berkhof zieht es vor, von Gottes ''Vollkommenheiten'' zu sprechen, statt von seinen Eigenschaften.&amp;amp;lt;ref&amp;amp;gt;Louis Berkhof, ''Systematic Theology ''(Grand Rapids, MI: Eerdmans Publishing Co., 1941), S. 52.&amp;amp;lt;/ref&amp;amp;gt; Gott allein ist ohne Fehler. Wie sehr wir auch in diesem Leben reifen, werden wir doch nie Vollkommenheit erreichen, bis zu jenem Tag, an dem uns Gott in Herrlichkeit vervollkommnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sieben Gründe, die Lücke zu schließen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Allgemeinen hat die Welt eine negative Sicht auf Heiligkeit. Viele setzen sie gleich mit einem verdrießlichen, sein Kreuz tragenden Dasein ohne Freude. Sie wird eher als eine pharisäerhafte Selbstgerechtigkeit angesehen, und nicht als die freudvolle Erfahrung, die sie eigentlich ist. Lassen Sie uns zum Abschluss diese Ansicht widerlegen, indem wir einige der vielen Vorteile und segensreichen Gaben betrachten, die uns aus der Nachfolge Christi erwachsen. Hier die sieben Früchte der Heiligung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Gott wird verherrlicht.''' Wenn wir heilig sind, verleihen wir unserer Behauptung Gewicht, dass Gott so wirklich und so wunderbar ist, wie wir das von ihm sagen. Paulus sagt, dass die guten Taten von Christen die Lehre Christi zieren (Tit 2,10). Selbst diejenigen, die Gott verleugnen, müssen seine Wirklichkeit zugeben, wenn seine Nachfolger auf seinen Wegen wandeln.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
'''Dauerhafte Gemeinschaft in diesem Leben mit dem dreieinigen Gott. '''Jesus spricht: „Wenn jemand mich liebt, so wird er mein Wort halten, und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen.“ (Joh 14,23). Es ist eine enorme Freude und ein Trost, die bleibende Gegenwart des Vaters und des Sohnes durch den Heiligen Geist zu haben. Und Jesus deutet an, dass seine Gegenwart eine liebende Gegenwart ist, nicht gleichgültig oder unpersönlich. Natürlich bringt seine Gegenwart seine Macht mit sich, die uns befähigt, die Hindernisse des Lebens zu überwinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|„Es gibt keine bleibende Freude ohne Heiligkeit … Wie wichtig ist doch dann die Wahrheit, die heiligt! Wie entscheidend das Wort, das die Macht falscher Freuden bricht! Und wie wachsam sollten wir doch sein, unsere Wege zu beleuchten und unsere Herzen mit dem Wort Gottes zu füllen!&amp;lt;ref&amp;gt;''Reference missing from original''&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;'''- John Piper'''}}'''Gemeinschaft mit anderen Christen.''' Wenn wir in der Dunkelheit wandeln, können wir keine echten Beziehungen zu anderen Gläubigen haben. „Wenn wir aber im Licht wandeln, wie er im Licht ist, haben wir Gemeinschaft miteinander, und das Blut Jesu, seines Sohnes, reinigt uns von jeder Sünde.“ (1. Joh 1,7)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Herr verspricht, uns Begleiter, Mitreisende auf dem Weg zur Heiligung zu schicken. Ich für meinen Teil habe festgestellt, dass Gottes Wahrheit in Kombination mit dem Beispiel der Seinen Gottes absolut notwendig für mein geistliches Wachstum ist. Und wenn ich auf seinen Wegen wandelte, fehlte es mir an keinem von beidem. Wir brauchen einander im Kontext der Kirche, um es zu schaffen. Heiligkeit und christliche Gemeinde gehen Hand in Hand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Gewissheit der Erlösung. '''Obgleich unsere Erlösung sich nicht auf unser Streben nach Heiligung gründet, ist die Gewissheit der Erlösung ganz sicher damit verbunden. In seinem zweiten Brief ermahnt Petrus seine Leser, jede Anstrengung zu unternehmen, um geistliche Tugenden anzusammeln, im Glauben die Tugend und in der Tugend die Erkenntnis, bis Enthaltsamkeit, Ausharren, Gottseligkeit, Bruderliebe und schließlich Liebe reichlich vorhanden sind (2 Petr 1,5-9). Wenn es an diesen fehlt, so warnt er, könnte der Mensch ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
… die Reinigung von seinen früheren Sünden vergessen. Darum, Brüder, befleißigt euch um so mehr, eure Berufung und Erwählung fest zu machen; denn wenn ihr diese Dinge tut, werdet ihr niemals straucheln. Denn so wird euch reichlich gewährt werden der Eingang in das ewige Reich unseres Herrn und Heilandes Jesus Christus. (2 Petr 1,9-11) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Evangelisation.''' Als seiner Sünden überführter junger Mann versuchte ich mit aller Kraft, an Christen etwas auszusetzen zu finden, damit ich ihre Botschaft ablehnen und sie als Scheinheilige abtun konnte. Doch auch wenn sie nicht vollkommen waren, konnte ich keine bedeutenden Widersprüche feststellen. Die große Familie, die mich mit dem Evangelium zu erreichen suchte, hinterließ bei mir mit ihrer Lebensweise einen größeren Eindruck als mit ihren Worten. Der Ehemann liebte seine Frau, die Frau achtete ihren Mann, die Kinder gehorchten ihren Eltern, und alle waren fröhlich. So etwas hatte ich noch nie gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{RightInsert|'''Meditieren Sie über 1. Petrus 2,12. '''Nicht-Christen mögen vielleicht jetzt über Ihren Lebensstil spotten, doch welche Auswirkung wird das letzten Endes auf sie haben?}}Man sagt, dass die Welt vielleicht nicht in ihrer Bibel liest, aber ganz bestimmt in ihren Christen. Gott gebraucht heilige Menschen, um andere zu erreichen. Nicht vollkommene, sondern heilige.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Verständnis, Weisheit und Erkenntnis. '''Diese Schätze erwarten jene, die Gott von ganzem Herzen suchen. (Spr. 2,1-11). Dem Spötter, dem Aufrührer und dem Narren bleiben sie vorenthalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Gott schauen.''' In der Schrift heißt es: „Jagt dem Frieden mit allen nach und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn schauen wird.“ (Heb 12,14). Während die volle Bedeutung dieser Stelle geheimnisumhüllt ist, hat die Schrift viel zu sagen über „die Gottesschau“, Gott zu schauen. Dies wird geschehen, wenn unser Herr wiedergekommen, jeder Feind bezwungen ist und wir vollständig geheiligt wurden. Zu dieser zeit wird unsere Anschauung Gottes dauerhaft uns intensiv sein, ohne Ablenkung oder durch Sünde verursachte Verlegenheit. Dann werden wir erkennen, wie auch wir erkannt werden. Nicht, dass unser Erkennen Gottes vollständig sein wird, denn er wird uns stets immer mehr seines unendlichen und wunderbaren Selbst enthüllen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LeftInsert|„Glückselig, die reinen Herzens sind, denn sie werden Gott schauen.“&lt;br /&gt;
'''— Jesus (Matthäus 5,8)'''}}„Glückselig, die reinen Herzens sind“, so sagte Jesus, „denn sie werden Gott schauen.“ (Mt 5,8) Diese fortwährende Erhellung seiner Größe und Güte ist bei weitem das größte Wunder, das aus einem Leben in Heiligkeit entsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie Sie sehen, gibt es eine Menge guter Gründe, die Lücke zwischen Gottes Erwartungen an uns und unseren eigenen Erfahrungen zu schließen. Wir sind dazu geschaffen, an seiner Heiligkeit teilzuhaben – nicht nur im Himmel, sondern hier auf Erden. Schritt für Schritt können wir lernen, die Sünde zu überwinden und ein Leben zu führen, das immer mehr die Herrlichkeit und das Wesen Gottes widerspiegelt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem ersten Kapitel haben wir versucht, Ihre Lust auf Frömmigkeit zu wecken. Mit Kapitel Zwei beginnen wir, den biblischen Rahmen zu errichten, der notwendig ist, um ein heiliges - und glückliches - Leben zu führen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gruppendiskussion ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#Was für Symptome zeigen an, dass jemand in der „Tücke der Lücke“ gefangen ist?&lt;br /&gt;
#Eine gewisse Lücke zwischen Gottes Normen und unserem Verhalten ist unvermeidlich; ist sie allerdings zu groß, werden wir zu Scheinheiligen. Wo ziehen wir die Grenze? &lt;br /&gt;
#Inwiefern ist unsere Heiligung sowohl vergangene Geschichte als auch künftige Hoffnung?&lt;br /&gt;
#Die Furcht vor Gott, so sagt der Autor, sei eine „Voraussetzung für eine innige Beziehung mit Gott“ (Seite 7). Was meint er damit?&lt;br /&gt;
#In welchem Maße sollte ein gereifter Christ frei von Sünde sein? &lt;br /&gt;
#Wie würden Sie jetzt, nachdem Sie dieses Kapitel abgeschlossen haben, einem frischgebackenen Christen Matthäus 5,48 erklären?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Empfohlene Literatur ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''How to Help People Change'' von Jay E. Adams (Grand Rapids, MI: Zondervan Publishing House, 1986) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Saved by Grace'' von Anthony A. Hoekema (Grand Rapids, MI: Eerdmans Publishing Co., 1989) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verweise ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Browniekr</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://en.gospeltranslations.org/wiki/How_Can_I_Change%3F/Foreword/de</id>
		<title>How Can I Change?/Foreword/de</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://en.gospeltranslations.org/wiki/How_Can_I_Change%3F/Foreword/de"/>
				<updated>2009-03-14T17:46:42Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Browniekr: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|Vorwort}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ich die untere Klasse der High School besuchte, musste jeder von uns einen Ausdauerlauf absolvieren, bei dem die Zeit genommen wurde. Normalerweise hätte ich allenfalls eine grenzwertige Leistung hingelegt. Doch diesmal beschloss ich, mein Bestes bei dieser Strapaze zu geben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verstehen Sie mich nicht falsch – ich war zwar kein überragender Sportler, doch üblicherweise hielt ich mich ganz gut und war gewillt, mich bei anderen Sportarten anzustrengen. Doch der Ausdauerlauf war etwas anderes. Er war hart. Nicht schwierig – einfach hart. Er bedeutete Mühe, und Mühe war nicht mein Fall. Bei einem Crosslauf im Sportunterricht nahmen meine Freunde und ich, wenn wir aus dem Blickfeld unseres Sportlehrers waren, regelmäßig eine Abkürzung, die uns durch das Highschool-Gebäude, den Flur hinunter, wo der Maschinenschreibunterricht gehalten wurde, und wieder hinaus auf den Sportplatz führte. Wir ersparten uns damit etwa eine Viertelmeile der Strecke (ca. 300 Meter), bis uns der Maschinenschreiblehrer durch die donnernden Hufe, die seinen Unterricht störten, auf die Schliche kam. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch diesmal beschloss ich, mein Bestes zu geben. So nahm ich alle meine innere Stärke zusammen und lieferte eine bemerkenswerte Leistung ab. So bemerkenswert, dass der Trainer für Crosslauf davon hörte und versuchte, mich für die Mannschaft anzuwerben. Ich gab ihm die gleiche Antwort wie meiner Mutter, als sie vorschlug, ich solle gemeinsam mit meinen Schwestern Ballettstunden nehmen: „Nein danke.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Aber Robin“, sagte sie, „auch Jungen tanzen Ballett!“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Junge jedenfalls nicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich fühlte mich, als müsste ich am Ende des Laufs sterben, und das aus gutem Grund. Ich hatte nichts getan, um für den Lauf zu trainieren – das lag mir ferne - daher war ich nicht in der Form, um durchzuhalten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fünfundzwanzig Jahre später habe ich neue Hochachtung vor dem Ausdauerlauf. Er ist eine der besten Analogien für das Verständnis des christlichen Lebens, wie wir so deutlich in der Schrift sehen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb lasst nun auch uns, da wir eine so große Wolke von Zeugen um uns haben, jede Bürde und die [uns so] leicht umstrickende Sünde ablegen und ''mit Ausharren laufen den vor uns liegenden Wettlauf.'' (Heb 12,1; Heraushebung hinzugefügt) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu dieser großen Wolke der Zeugen gehören jene heldenhaften Männer und Frauen der biblischen Geschichte – wie Abraham, Joseph, and Moses – die treu ihre Wettläufe liefen (Heb 10). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwar gibt es noch andere hilfreiche bildhafte Beschreibungen des christlichen Lebens in der Schrift, doch das Motiv des Dauerlaufs liefert viel Stoff zum Denken. Ein solcher Wettlauf erfordert Beharrlichkeit. Er erfordert Disziplin und Training. Er erfordert einen auf das Ziel gerichteten Blick. Und auch wenn er nicht besonders kompliziert ist, gehören erfolgreiche Läufer zu den intelligenteren unter unseren Sportlern. Sie sind in der Lage, ihre Reserven einzuteilen und sie Schritt für Schritt auf die jeweils anstehende Aufgabe zu richten. Wir haben dieses Buch für Läufer geschrieben – christliche Männer und Frauen, die ehrlich daran interessiert sind, den Wettlauf zu laufen, der vor ihnen liegt. Denjenigen, die es versucht haben, gescheitert sind, und es als hoffnungslos aufgeben wollen, möchten wir neuen Mut schenken. Wir sind selbst gehörig die Straße entlang gestolpert und haben dabei ständig festgestellt, dass der Eine, der uns zum Lauf ruft, treu ist. Sein Wort und sein Geist stehen uns zur Verfügung. Nicht nur das; er hat auch ein mitfühlendes Interesse an unserem Erfolg. „Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen“, sagte der Prophet Jesaja, „und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen.“ (Jes 42,3). Wenn Sie so weit gebeugt sind, dass Sie meinen, zerbrechen zu müssen, wenn Ihr Feuer fast erloschen ist, so ist er da, um Sie wieder aufleben zu lassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für all jene, denen es vielleicht so scheint, als hätten sie ein bequemes Maß an Erfolg in der christlichen Lebensführung erreicht, halten wir eine Ermahnung bereit. Der Prophet warnte seine Zuhörer: „Wehe den Sorglosen in Zion!“ (Am 6,1). Eine solche Haltung ist überaus gefährlich, denn wenn wir meinen, wir hätten die Frömmigkeit im Griff, sind wir umso mehr geneigt, nachzulassen und auf uns selbst statt auf Gott zu vertrauen. An einem solchen Punkt bedarf es normalerweise einer Krise, um uns in die Wirklichkeit zurückzuholen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich ist dieses Buch für diejenigen gedacht, die einfach als Christen wachsen wollen, die zufrieden in Christus, doch mit sich selbst nicht zufrieden sind. Vielleicht sind Sie über Ihr Vorankommen frustriert. Vielleicht sind Sie nicht sicher, wo Sie anfangen sollen. Vielleicht sind Sie schon viele Meilen gelaufen und brauchen den zweiten Wind. Wir glauben, dass dieses Buch eine Hilfe sein wird. In einer Zeit, da schnelle Lösungen für lange bestehende Probleme viel zu einfach angeboten werden, möchten wir diese alten Wege empfehlen, denn wir haben sie als bewährt und wahr erfahren. Es gibt keine Abkürzung zur christlichen Reife. Es gibt keinen Weg ohne Kreuz zur Nachfolge Christi, kein schnelles Geheimnis zum christlichen Leben. Doch wie der Ausdauerlauf ist auch der Weg des Kreuzes weder leicht noch kompliziert. Gott bietet uns einen Weg, der schmal, aber gerade ist. Er macht seine Wege für diejenigen klar, die ehrlich daran interessiert sind, ihm nachzufolgen, und er wird sich für diejenigen als stark erweisen, deren Herzen ganz ihm gehören. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Vorstellung der Lehre der Heiligung (in einem Buch von diesem Umfang ist dies das Beste, das wir zu erreichen hoffen können) ist unser Ziel, dass wir dem Bilde Christi gleichförmig werden (Röm 8,29). Und von Anfang an betonen wir die Tatsache, dass Gottes Geist der Eine ist, der uns verwandelt (2 Kor 3,18). Obwohl nachhaltige Anstrengungen unsererseits erforderlich sind, geschieht alles Wachstum durch Seine Gnade. Mit dieser wunderbaren Wahrheit als unserem Startblock wollen wir dem Ziel zustreben, jeder in der Gewissheit: „… dass der, welcher ein gutes Werk in euch angefangen hat, es vollenden wird bis auf den Tag Christi Jesu.“ (Phil 1,6). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''—Robin Boisvert''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wir alle aber schauen mit aufgedecktem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn an und werden [so] verwandelt in dasselbe Bild von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, wie [es] vom Herrn, dem Geist, [geschieht].“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(2. Korinther 3,18)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Browniekr</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://en.gospeltranslations.org/wiki/Five_Easy_Steps/de</id>
		<title>Five Easy Steps/de</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://en.gospeltranslations.org/wiki/Five_Easy_Steps/de"/>
				<updated>2009-03-14T17:41:03Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Browniekr: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|Fünf leichte Schritte}}&amp;amp;nbsp; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang der Woche sprach ich mit einem engen Freund, der vor kurzem eine Zeit durchmachen musste, die von persönlichen Enttäuschungen, Entmutigung, ungerechter Behandlung, ja sogar unwahren Gerüchten über seinen Charakter und seinen christlichen Dienst gekennzeichnet war. Ich war bewegt und beeindruckt von seiner Reaktion. „Mein großer Trost ist einfach dies“, sagte er, „ ‚Die Gottseligkeit mit Genügsamkeit aber ist ein großer Gewinn' (1 Tim 6,6).“&amp;lt;br&amp;gt;Eine solche Reaktion auf Unbill (die den Kontext darstellt, in dem christliche Genügsamkeit sowohl geprüft als auch offenbart wird) ist nie das Ergebnis der momentanen Entscheidung des Willens und wird auch nicht allein dadurch hervorgerufen, dass jemand einen wohlgeordneten und durchdachten Zeit- und Lebensmanagementplan hat, der so angelegt ist, dass er uns gegen die überraschenden Wendungen der göttlichen Vorsehung schützt. Sie ist daher eine Frage dessen, was wir sind, unseres Seins; sie kann nicht allein durch mehr Tun erreicht werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tun und Sein'''&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Genügsamkeit ist eine unterschätzte Gnade. Wie im siebzehnten Jahrhundert, als Jeremiah Burroughs sein großes Werk zu diesem Thema schrieb, ist sie auch heute noch „Das seltene Juwel“. Könnte man sie durch programmierte Mittel erzeugen („Mit fünf Schritten in einem Monat zur Genügsamkeit gelangen“), wäre sie Allgemeingut. Stattdessen müssen Christen Genügsamkeit auf althergebrachte Weise entdecken: Wir müssen sie erlernen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wir können Genügsamkeit daher nicht „tun“. Sie wird von Gott gelehrt; wir werden darin geschult. Sie ist ein Teil des Prozesses der Verwandlung durch die Erneuerung unseres Sinnes (Röm 12,1–2). Sie wird befohlen, doch ist sie paradoxerweise etwas, das mit uns getan wird, nicht durch uns. Sie ist kein Produkt einer Reihe von Handlungen, sondern eines erneuerten und verwandelten Charakters. Nur gute Bäume bringen gute Frucht hervor.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kaum ein Prinzip scheint für Christen unserer Zeit schwieriger zu erfassen zu sein. Klare Anweisungen für ein christliches Leben sind für uns grundlegend wichtig. Doch leider wird meist bei den sehr programmatischen Lehren, die derzeit in der Evangeliumsgläubigkeit vorherrschen, äußeres Tun sehr stark betont, und das Erreichen dieser charakterlichen Entwicklung wird vernachlässigt. Besonders Christen in den USA müssen erkennen, dass sie in der pragmatischsten Gesellschaft der Welt leben (wenn irgendjemand „etwas tun“ kann, dann können wir es). Es kränkt den Stolz zu erkennen, dass das christliche Leben nicht in dem wurzelt, was wir tun können, sondern in dem, was an uns getan werden muss.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vor einigen Jahren hatte ich eine recht unangenehme Begegnung mit einer Mentalität nach dem Motto: „Sag uns, was wir tun sollen, und wir tun es“. Bei einer christlichen Studentenkonferenz wurde ich nach der Hälfte der Zeit zu einem Gespräch mit einer Abordnung von Mitarbeitern gerufen, die es als ihre Pflicht ansahen, mich mit den Unzulänglichkeiten meiner beiden Auslegungen der Schrift zu konfrontieren. Das vorgegebene Thema lautete: Christus erkennen. „Sie haben jetzt zwei Stunden lang zu uns gesprochen“, beschwerten sie sich, „und trotzdem haben Sie noch nicht eine einzige Sache erwähnt, die wir tun können.“ Die Ungeduld, etwas zu tun, verbarg die Ungeduld mit dem apostolischen Prinzip, dass wir nur dann alles zu tun vermögen, wenn wir Christus erkennen (s. Phil 3,10; 4,13).&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie ist dies nun anzuwenden auf die Genügsamkeit, das Hauptthema im &amp;quot;Tischgespräch&amp;quot; für diesen Monat?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Christliche Genügsamkeit bedeutet, dass meine Befriedigung von meinen Umständen unabhängig ist. Wenn Paulus in Philipper 4,11 über seine eigene Genügsamkeit spricht, verwendet er ein Wort, das in den philosophischen Schulen der Stoiker und Zyniker im antiken Griechenland häufig vorkam. In ihrem Wortschatz bedeutet Genügsamkeit Unabhängigkeit der eigenen Person, im Sinne einer Unabhängigkeit von wechselnden äußeren Umständen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch für Paulus wurzelt Genügsamkeit nicht in Unabhängigkeit, sondern in der Hinlänglichkeit Christi (Phil 4,13). Paulus sagte, er vermöge alles – erniedrigt zu werden wie Überfluss zu haben – in Christus. Überlesen Sie dieses Letztere nicht. Es ist genau diese Einheit mit Christus und das Erkennen Seiner Angemessenheit, die wir nicht durch die Entscheidung eines Augenblicks einschalten können. Sie ist die Frucht einer andauernden, engen, stark entwickelten Beziehung zu Ihm.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Um mit Paulus’ Worten zu sprechen ist Genügsamkeit etwas, das wir lernen müssen. Und hier liegt die Crux der Sache: Wie lernen wir, genügsam zu sein? Wir müssen uns in der göttlichen Schule anmelden, in der wir durch biblische Lehre und Erfahrung göttlicher Vorsehung unterrichtet werden.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein gutes Beispiel der Lektionen in dieser Schule findet sich in Psalm 131. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Ein biblisches Beispiel'''&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
In Psalm 131 liefert König David uns eine lebendige Beschreibung dessen, was es für ihn bedeutet, Genügsamkeit zu lernen. Er beschreibt seine Erfahrung mit dem Bild eines Kindes, das von der Milch entwöhnt und an feste Nahrung gewöhnt wird: „Habe ich meine Seele nicht beschwichtigt und beruhigt? Wie ein entwöhntes Kind bei seiner Mutter, wie ein entwöhntes Kind ist meine Seele in mir.“ (Ps 131,2)&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stellen Sie sich die Szene bildlich vor und lauschen Sie auf die Geräusche. Noch lebendiger wird es, wenn Sie daran denken, dass in alttestamentarischer Zeit die Entwöhnung manchmal erst stattfand, wenn ein Kind drei oder gar vier Jahre alt war! Es ist schwer genug für eine Mutter, das unzufriedene Schreien eines Kleinkindes, die Verweigerung fester Nahrung und den Willensstreit während des Prozesses der Entwöhnung auszuhalten. Stellen Sie sich diesen Kampf nun mit einem Vierjährigen vor! So lässt sich das Ringen bemessen, das David durchmachte, bevor er Genügsamkeit lernte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zwei große Probleme'''&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch worum ging es in dem Kampf? Wiederum hilft uns David, indem er zwei große Probleme nennt, die in seinem Leben gelöst werden mussten.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
„HERR! Mein Herz will nicht hoch hinaus, meine Augen sind nicht hochfahrend.“ (Ps 131,1). Er meint damit nicht, dass Ehrgeiz an und für sich schlecht sei. Er selbst war ja schließlich für den Thron ausgesondert worden (1 Sam 16,12-13). Doch er hatte ein höheres Ziel: Gottes weiser Vorsehung, seinen Plänen in Ort und Zeit zu vertrauen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnern Sie sich an die Gelegenheiten, zu denen er Position und Macht mit Mitteln hätte an sich reißen können, die seine Hingabe an den Herrn aufs Spiel gesetzt hätten? Zuerst kam Saul genau in die Höhle, in der sich David und seine Männer sich versteckt hatten (1 Sam. 24,6). Später schlichen sich David und Abischai in das Zelt des Saul und fanden ihn schlafend (1 Sam. 26,9-11). Doch inzwischen genügte es ihm, nach den Weisungen des Wortes Gottes zu leben und geduldig auf Gottes Zeit zu warten. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Christliche Genügsamkeit erwächst deshalb direkt daraus, keine größeren Bestrebungen zu haben als dem Herrn zu gehören und Ihm voll und ganz zur Verfügung zu stehen, an dem Ort, den Er weist, zu der Zeit, die Er wählt, mit den Vorkehrungen, die Ihm zu treffen gefallen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der junge Robert Murray M’Cheyne schrieb daher mit reifer Weisheit: „Es war stets mein Bestreben, in Bezug auf mich selbst keine Pläne zu haben.“ „Wie ungewöhnlich!“, sagen wir. Ja, doch ungewöhnlich fanden die Menschen an M’Cheyne nicht so sehr das, was er tat oder sagte – es war das, was er war und die Art und Weise seines Seins. Das wiederum ist das Ergebnis, wenn sich jemand mit einer ihn antreibenden Bestrebung begnügt: „ Ich möchte Christus erkennen“ (Phil 3,10). Nicht zufällig entdecken wir, wenn wir Christus zu unserer Bestrebung machen, dass Er zu unserer Hinlänglichkeit wird und wir Genügsamkeit unter jedweden Umständen lernen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Ich gehe nicht mit Dingen um, die … zu wunderbar für mich sind“ (Ps 131,1). Genügsamkeit ist die Frucht einer Geisteshaltung, die um ihre Grenzen weiß.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
David gestatte es sich nicht, sich mit etwas zu beschäftigen, das ihm zu geben Gott nicht gefiel, und er gestattete es seinem Geist auch nicht, sich auf Dinge zu fixieren, die ihm zu erklären Gott nicht gefallen hatte.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Derartiges Beschäftigtsein erstickt die Genügsamkeit. Wenn ich darauf bestehe, genau wissen zu wollen, was Gott in meinen derzeitigen Umständen tut und was er mit meiner Zukunft zu tun plant, wenn ich Seine Wege mit mir in der Vergangenheit zu verstehen verlange, kann ich niemals endgültig zufrieden sein, bis ich selbst mit Gott gleich geworden bin. Wie schwer von Begriff wir doch sind, in diesen subtilen geistigen Versuchungen den Widerhall der Schlange aus dem Paradies zu erkennen, die zischt: „Äußere deine Unzufriedenheit mit den Wegen Gottes, dem Wort Gottes, der Bestimmung Gottes!“&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
In unserer augustinischen Tradition ist oft gesagt worden, die erste Sünde sei superbia, Stolz. Doch dies war komplexer, denn darin war Unzufriedenheit einbegriffen. Wenn wir die Dinge in diesem Licht betrachten, erkennen wir, was für eine gottlos schreckliche Sache ein unzufriedener Geist ist.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Behalten Sie diese zwei Prinzipien im Auge, dann geraten Sie nicht so leicht in einen Strudel der Unzufriedenheit der diesseitigen Welt. Gehen Sie wieder in die Schule, in der Sie Fortschritte im Christsein machen. Lernen Sie Ihre Lektionen, lösen Sie das Problem des Ehrgeizes, dann werden Sie lernen, die Privilegien einer echten Genügsamkeit zu genießen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Browniekr</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://en.gospeltranslations.org/wiki/How_Can_I_Change%3F/Foreword/de</id>
		<title>How Can I Change?/Foreword/de</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://en.gospeltranslations.org/wiki/How_Can_I_Change%3F/Foreword/de"/>
				<updated>2009-02-24T23:19:13Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Browniekr: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Als ich die untere Klasse der High School besuchte, musste jeder von uns einen Ausdauerlauf absolvieren, bei dem die Zeit genommen wurde. Normalerweise hätte ich allenfalls eine grenzwertige Leistung hingelegt. Doch diesmal beschloss ich, mein Bestes bei dieser Strapaze zu geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verstehen Sie mich nicht falsch – ich war zwar kein überragender Sportler, doch üblicherweise hielt ich mich ganz gut und war gewillt, mich bei anderen Sportarten anzustrengen. Doch der Ausdauerlauf war etwas anderes. Er war hart. Nicht schwierig – einfach hart. Er bedeutete Mühe, und Mühe war nicht mein Fall. Bei einem Crosslauf im Sportunterricht nahmen meine Freunde und ich, wenn wir aus dem Blickfeld unseres Sportlehrers waren, regelmäßig eine Abkürzung, die uns durch das Highschool-Gebäude, den Flur hinunter, wo der Maschinenschreibunterricht gehalten wurde, und wieder hinaus auf den Sportplatz führte. Wir ersparten uns damit etwa eine Viertelmeile der Strecke (ca. 300 Meter), bis uns der Maschinenschreiblehrer durch die donnernden Hufe, die seinen Unterricht störten, auf die Schliche kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch diesmal beschloss ich, mein Bestes zu geben. So nahm ich alle meine innere Stärke zusammen und lieferte eine bemerkenswerte Leistung ab. So bemerkenswert, dass der Trainer für Crosslauf davon hörte und versuchte, mich für die Mannschaft anzuwerben. Ich gab ihm die gleiche Antwort wie meiner Mutter, als sie vorschlug, ich solle gemeinsam mit meinen Schwestern Ballettstunden nehmen: „Nein danke.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Aber Robin“, sagte sie, „auch Jungen tanzen Ballett!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Junge jedenfalls nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich fühlte mich, als müsste ich am Ende des Laufs sterben, und das aus gutem Grund. Ich hatte nichts getan, um für den Lauf zu trainieren – das lag mir ferne - daher war ich nicht in der Form, um durchzuhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fünfundzwanzig Jahre später habe ich neue Hochachtung vor dem Ausdauerlauf. Er ist eine der besten Analogien für das Verständnis des christlichen Lebens, wie wir so deutlich in der Schrift sehen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb lasst nun auch uns, da wir eine so große Wolke von Zeugen um uns haben, jede Bürde und die [uns so] leicht umstrickende Sünde ablegen und ''mit Ausharren laufen den vor uns liegenden Wettlauf.'' (Heb 12,1; Heraushebung hinzugefügt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu dieser großen Wolke der Zeugen gehören jene heldenhaften Männer und Frauen der biblischen Geschichte – wie Abraham, Joseph, and Moses – die treu ihre Wettläufe liefen (Heb 10). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwar gibt es noch andere hilfreiche bildhafte Beschreibungen des christlichen Lebens in der Schrift, doch das Motiv des Dauerlaufs liefert viel Stoff zum Denken. Ein solcher Wettlauf erfordert Beharrlichkeit. Er erfordert Disziplin und Training. Er erfordert einen auf das Ziel gerichteten Blick. Und auch wenn er nicht besonders kompliziert ist, gehören erfolgreiche Läufer zu den intelligenteren unter unseren Sportlern. Sie sind in der Lage, ihre Reserven einzuteilen und sie Schritt für Schritt auf die jeweils anstehende Aufgabe zu richten. &lt;br /&gt;
Wir haben dieses Buch für Läufer geschrieben – christliche Männer und Frauen, die ehrlich daran interessiert sind, den Wettlauf zu laufen, der vor ihnen liegt. Denjenigen, die es versucht haben, gescheitert sind, und es als hoffnungslos aufgeben wollen, möchten wir neuen Mut schenken. Wir sind selbst gehörig die Straße entlang gestolpert und haben dabei ständig festgestellt, dass der Eine, der uns zum Lauf ruft, treu ist. Sein Wort und sein Geist stehen uns zur Verfügung. Nicht nur das; er hat auch ein mitfühlendes Interesse an unserem Erfolg. „Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen“, sagte der Prophet Jesaja, „und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen.“ (Jes 42,3). Wenn Sie so weit gebeugt sind, dass Sie meinen, zerbrechen zu müssen, wenn Ihr Feuer fast erloschen ist, so ist er da, um Sie wieder aufleben zu lassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für all jene, denen es vielleicht so scheint, als hätten sie ein bequemes Maß an Erfolg in der christlichen Lebensführung erreicht, halten wir eine Ermahnung bereit. Der Prophet warnte seine Zuhörer: „Wehe den Sorglosen in Zion!“ (Amos 6,1). Eine solche Haltung ist überaus gefährlich, denn wenn wir meinen, wir hätten die Frömmigkeit im Griff, sind wir umso mehr geneigt, nachzulassen und auf uns selbst statt auf Gott zu vertrauen. An einem solchen Punkt bedarf es normalerweise einer Krise, um uns in die Wirklichkeit zurückzuholen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich ist dieses Buch für diejenigen gedacht, die einfach als Christen wachsen wollen, die zufrieden in Christus, doch mit sich selbst nicht zufrieden sind. Vielleicht sind Sie über Ihr Vorankommen frustriert. Vielleicht sind Sie nicht sicher, wo Sie anfangen sollen. Vielleicht sind Sie schon viele Meilen gelaufen und brauchen den zweiten Wind. Wir glauben, dass dieses Buch eine Hilfe sein wird. In einer Zeit, da schnelle Lösungen für lange bestehende Probleme viel zu einfach angeboten werden, möchten wir diese alten Wege empfehlen, denn wir haben sie als bewährt und wahr erfahren. Es gibt keine Abkürzung zur christlichen Reife. Es gibt keinen Weg ohne Kreuz zur Nachfolge Christi, kein schnelles Geheimnis zum christlichen Leben. Doch wie der Ausdauerlauf ist auch der Weg des Kreuzes weder leicht noch kompliziert. Gott bietet uns einen Weg, der schmal, aber gerade ist. Er macht seine Wege für diejenigen klar, die ehrlich daran interessiert sind, ihm nachzufolgen, und er wird sich für diejenigen als stark erweisen, deren Herzen ganz ihm gehören. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Vorstellung der Lehre der Heiligung (in einem Buch von diesem Umfang ist dies das Beste, das wir zu erreichen hoffen können) ist unser Ziel, dass wir dem Bilde Christi gleichförmig werden (Röm 8,29). Und von Anfang an betonen wir die Tatsache, dass Gottes Geist der Eine ist, der uns verwandelt (2. Kor 3,18). Obwohl nachhaltige Anstrengungen unsererseits erforderlich sind, geschieht alles Wachstum durch Seine Gnade. Mit dieser wunderbaren Wahrheit als unserem Startblock wollen wir dem Ziel zustreben, jeder in der Gewissheit: „… dass der, welcher ein gutes Werk in euch angefangen hat, es vollenden wird bis auf den Tag Christi Jesu.“ (Phil 1,6). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''—Robin Boisvert''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wir alle aber schauen mit aufgedecktem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn an und werden [so] verwandelt in dasselbe Bild von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, wie [es] vom Herrn, dem Geist, [geschieht].“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(2. Korinther 3,18)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Browniekr</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://en.gospeltranslations.org/wiki/How_Can_I_Change%3F/How_to_Use_This_Book/de</id>
		<title>How Can I Change?/How to Use This Book/de</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://en.gospeltranslations.org/wiki/How_Can_I_Change%3F/How_to_Use_This_Book/de"/>
				<updated>2009-02-23T23:47:20Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Browniekr: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;''Wie kann ich mich verändern?'' ist wie jedes Buch in der Serie ''Pursuit of Godliness'' für Einzelne oder Gruppen gedacht. Die Serie ist das logische Ergebnis von vier festen Überzeugungen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
■ Die Bibel ist unsere unfehlbare Norm für Glauben, Lehre und Praxis. Wer ihrer Autorität widerspricht, wird durch eigene Gefühle und kulturelle Trends vom Kurs abgebracht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
■ Wissen ohne Anwendung ist leblos. Um verwandelt zu werden, müssen wir die Wahrheit von Gottes Wort im täglichen Leben anwenden und praktizieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
■ Die Anwendung dieser Prinzipien ist abgesondert vom Heiligen Geist unmöglich. Wir müssen an der Verwandlung mitwirken, doch er ist die Quelle unserer Kraft.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
■ Die Kirche hat Gott als Kontext für Veränderung vorgesehen. Gott hat für uns nie vorgesehen, dass wir isoliert oder unabhängig von anderen Christen leben sollen. Durch engagierte Mitwirkung in der örtlichen Kirche finden wir Anleitung, Ermutigung, Korrektur und Möglichkeiten, der Reife in Christus zuzustreben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir hoffen, dass sich beim Durcharbeiten dieser Seiten diese grundlegenden Überzeugungen in Ihrem Herzen verstärken werden. &lt;br /&gt;
Möglicherweise mit Ausnahme der Fragen für die „Gruppendiskussion“ ist das Format dieses Buches gleichermaßen für  Einzelpersonen wie auch für kleine Gruppen geeignet. Es wurde eine Vielzahl verschiedener Elemente eingearbeitet, um jedes Kapitel so interessant und hilfreich wie möglich zu gestalten. Für diejenigen unter Ihnen, die von einem bestimmten Thema nicht genug bekommen können, haben wir am Ende jedes Kapitels ein oder mehrere zusätzliche Bücher aufgeführt, die Ihnen helfen werden, im Herrn zu wachsen. &lt;br /&gt;
Wir ermuntern Sie zwar dazu, bei der Verwendung dieses Buches zu experimentieren; jedoch wird es der Gruppendiskussion dienlicher sein, wenn die Gruppenmitglieder im Voraus das Material durcharbeiten. Und denken Sie daran, dass Sie dieses Buch nicht allein durcharbeiten. Der Heilige Geist ist Ihr Lehrer. Mit seiner Hilfe hat dieses Buch das Potenzial, Ihr Leben zu verändern.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Browniekr</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://en.gospeltranslations.org/wiki/How_Can_I_Change%3F/de</id>
		<title>How Can I Change?/de</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://en.gospeltranslations.org/wiki/How_Can_I_Change%3F/de"/>
				<updated>2009-02-22T18:37:27Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Browniekr: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{InProcess|user=|date=}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hi Kerstin, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
This is the page for the table of contents. When you are ready, you can just click on the Edit tab and press the Wikitext button. Then paste your translated book title in place of the words &amp;quot;German book title&amp;quot; in the first line under my note. Then, insert each of the translated titles in place of the words &amp;quot;German chapter title&amp;quot; below (after &amp;quot;/|de&amp;quot; in the code). When you're done you can delete this note and the code above it. Let me know if you have any questions! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thanks! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Joya &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Info|Wie kann ich mich ändern?}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[How Can I Change?/How to Use This Book/de|Zur Verwendung dieses Buches]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[How Can I Change?/Foreword/de|Vorwort]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#[[How Can I Change?/Caught in the Gap Trap/de|Die Tücke der Lücke]] &lt;br /&gt;
#[[How Can I Change?/Where it All Begins/de|Wo alles beginnt]] &lt;br /&gt;
#[[How Can I Change?/United With Christ/de|In Christus vereint]] &lt;br /&gt;
#[[How Can I Change?/The Battle Against Sin/de|Der Kampf gegen die Sünde]] &lt;br /&gt;
#[[How Can I Change?/Tools of the Trade (I)/de|So gelingt es (I)]] &lt;br /&gt;
#[[How Can I Change?/Tools of the Trade (II)/de|So gelingt es (II)]] &lt;br /&gt;
#[[How Can I Change?/Living for That Final Day/de|Leben für diesen letzten Tag]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[How Can I Change?/Appendix A: Different Roads to Holiness: An Historical Overview/de|Anhang A: Verschiedene Wege zur Frömmigkeit: Ein geschichtlicher Überblick]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[How Can I Change?/Appendix B: The Old Man and the Flesh/de|Anhang B: Der alte Mann und das Fleisch]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Browniekr</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://en.gospeltranslations.org/wiki/Five_Easy_Steps/de</id>
		<title>Five Easy Steps/de</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://en.gospeltranslations.org/wiki/Five_Easy_Steps/de"/>
				<updated>2008-12-13T00:04:16Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Browniekr: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|Fünf leichte Schritte}}&amp;amp;nbsp; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang der Woche sprach ich mit einem engen Freund, der vor kurzem eine Zeit durchmachen musste, die von persönlichen Enttäuschungen, Entmutigung, ungerechter Behandlung, ja sogar unwahren Gerüchten über seinen Charakter und seinen christlichen Dienst gekennzeichnet war. Ich war bewegt und beeindruckt von seiner Reaktion. „Mein großer Trost ist einfach dies“, sagte er, „ ‚Die Gottseligkeit mit Genügsamkeit aber ist ein großer Gewinn' (1 Tim. 6:6).“&amp;lt;br&amp;gt;Eine solche Reaktion auf Unbill (die den Kontext darstellt, in dem christliche Genügsamkeit sowohl geprüft als auch offenbart wird) ist nie das Ergebnis der momentanen Entscheidung des Willens und wird auch nicht allein dadurch hervorgerufen, dass jemand einen wohlgeordneten und durchdachten Zeit- und Lebensmanagementplan hat, der so angelegt ist, dass er uns gegen die überraschenden Wendungen der göttlichen Vorsehung schützt. Sie ist daher eine Frage dessen, was wir sind, unseres Seins; sie kann nicht allein durch mehr Tun erreicht werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tun und Sein'''&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Genügsamkeit ist eine unterschätzte Gnade. Wie im siebzehnten Jahrhundert, als Jeremiah Burroughs sein großes Werk zu diesem Thema schrieb, ist sie auch heute noch „Das seltene Juwel“. Könnte man sie durch programmierte Mittel erzeugen („Mit fünf Schritten in einem Monat zur Genügsamkeit gelangen“), wäre sie Allgemeingut. Stattdessen müssen Christen Genügsamkeit auf althergebrachte Weise entdecken: Wir müssen sie erlernen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wir können Genügsamkeit daher nicht „tun“. Sie wird von Gott gelehrt; wir werden darin geschult. Sie ist ein Teil des Prozesses der Verwandlung durch die Erneuerung unseres Sinnes (Röm. 12,1–2). Sie wird befohlen, doch ist sie paradoxerweise etwas, das mit uns getan wird, nicht durch uns. Sie ist kein Produkt einer Reihe von Handlungen, sondern eines erneuerten und verwandelten Charakters. Nur gute Bäume bringen gute Frucht hervor.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kaum ein Prinzip scheint für Christen unserer Zeit schwieriger zu erfassen zu sein. Klare Anweisungen für ein christliches Leben sind für uns grundlegend wichtig. Doch leider wird meist bei den sehr programmatischen Lehren, die derzeit in der Evangeliumsgläubigkeit vorherrschen, äußeres Tun sehr stark betont, und das Erreichen dieser charakterlichen Entwicklung wird vernachlässigt. Besonders Christen in den USA müssen erkennen, dass sie in der pragmatischsten Gesellschaft der Welt leben (wenn irgendjemand „etwas tun“ kann, dann können wir es). Es kränkt den Stolz zu erkennen, dass das christliche Leben nicht in dem wurzelt, was wir tun können, sondern in dem, was an uns getan werden muss.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vor einigen Jahren hatte ich eine recht unangenehme Begegnung mit einer Mentalität nach dem Motto: „Sag uns, was wir tun sollen, und wir tun es“. Bei einer christlichen Studentenkonferenz wurde ich nach der Hälfte der Zeit zu einem Gespräch mit einer Abordnung von Mitarbeitern gerufen, die es als ihre Pflicht ansahen, mich mit den Unzulänglichkeiten meiner beiden Auslegungen der Schrift zu konfrontieren. Das vorgegebene Thema lautete: Christus erkennen. „Sie haben jetzt zwei Stunden lang zu uns gesprochen“, beschwerten sie sich, „und trotzdem haben Sie noch nicht eine einzige Sache erwähnt, die wir tun können.“ Die Ungeduld, etwas zu tun, verbarg die Ungeduld mit dem apostolischen Prinzip, dass wir nur dann alles zu tun vermögen, wenn wir Christus erkennen (s. Phil. 3,10; 4,13).&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie ist dies nun anzuwenden auf die Genügsamkeit, das Hauptthema im &amp;quot;Tischgespräch&amp;quot; für diesen Monat?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Christliche Genügsamkeit bedeutet, dass meine Befriedigung von meinen Umständen unabhängig ist. Wenn Paulus in Philipper 4,11 über seine eigene Genügsamkeit spricht, verwendet er ein Wort, das in den philosophischen Schulen der Stoiker und Zyniker im antiken Griechenland häufig vorkam. In ihrem Wortschatz bedeutet Genügsamkeit Unabhängigkeit der eigenen Person, im Sinne einer Unabhängigkeit von wechselnden äußeren Umständen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch für Paulus wurzelt Genügsamkeit nicht in Unabhängigkeit, sondern in der Hinlänglichkeit Christi (Phil. 4,13). Paulus sagte, er vermöge alles – erniedrigt zu werden wie Überfluss zu haben – in Christus. Überlesen Sie dieses Letztere nicht. Es ist genau diese Einheit mit Christus und das Erkennen Seiner Angemessenheit, die wir nicht durch die Entscheidung eines Augenblicks einschalten können. Sie ist die Frucht einer andauernden, engen, stark entwickelten Beziehung zu Ihm.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Um mit Paulus’ Worten zu sprechen ist Genügsamkeit etwas, das wir lernen müssen. Und hier liegt die Crux der Sache: Wie lernen wir, genügsam zu sein? Wir müssen uns in der göttlichen Schule anmelden, in der wir durch biblische Lehre und Erfahrung göttlicher Vorsehung unterrichtet werden.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein gutes Beispiel der Lektionen in dieser Schule findet sich in Psalm 131. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Ein biblisches Beispiel'''&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
In Psalm 131 liefert König David uns eine lebendige Beschreibung dessen, was es für ihn bedeutet, Genügsamkeit zu lernen. Er beschreibt seine Erfahrung mit dem Bild eines Kindes, das von der Milch entwöhnt und an feste Nahrung gewöhnt wird: „Habe ich meine Seele nicht beschwichtigt und beruhigt? Wie ein entwöhntes Kind bei seiner Mutter, wie ein entwöhntes Kind ist meine Seele in mir.“ (Ps. 131,2)&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stellen Sie sich die Szene bildlich vor und lauschen Sie auf die Geräusche. Noch lebendiger wird es, wenn Sie daran denken, dass in alttestamentarischer Zeit die Entwöhnung manchmal erst stattfand, wenn ein Kind drei oder gar vier Jahre alt war! Es ist schwer genug für eine Mutter, das unzufriedene Schreien eines Kleinkindes, die Verweigerung fester Nahrung und den Willensstreit während des Prozesses der Entwöhnung auszuhalten. Stellen Sie sich diesen Kampf nun mit einem Vierjährigen vor! So lässt sich das Ringen bemessen, das David durchmachte, bevor er Genügsamkeit lernte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zwei große Probleme'''&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch worum ging es in dem Kampf? Wiederum hilft uns David, indem er zwei große Probleme nennt, die in seinem Leben gelöst werden mussten.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
„HERR! Mein Herz will nicht hoch hinaus, meine Augen sind nicht hochfahrend.“ (Ps. 131,1). Er meint damit nicht, dass Ehrgeiz an und für sich schlecht sei. Er selbst war ja schließlich für den Thron ausgesondert worden (1. Sam. 16,12-13). Doch er hatte ein höheres Ziel: Gottes weiser Vorsehung, seinen Plänen in Ort und Zeit zu vertrauen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnern Sie sich an die Gelegenheiten, zu denen er Position und Macht mit Mitteln hätte an sich reißen können, die seine Hingabe an den Herrn aufs Spiel gesetzt hätten? Zuerst kam Saul genau in die Höhle, in der sich David und seine Männer sich versteckt hatten (1. Sam. 24,6). Später schlichen sich David und Abischai in das Zelt des Saul und fanden ihn schlafend (1. Sam. 26,9-11). Doch inzwischen genügte es ihm, nach den Weisungen des Wortes Gottes zu leben und geduldig auf Gottes Zeit zu warten. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Christliche Genügsamkeit erwächst deshalb direkt daraus, keine größeren Bestrebungen zu haben als dem Herrn zu gehören und Ihm voll und ganz zur Verfügung zu stehen, an dem Ort, den Er weist, zu der Zeit, die Er wählt, mit den Vorkehrungen, die Ihm zu treffen gefallen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der junge Robert Murray M’Cheyne schrieb daher mit reifer Weisheit: „Es war stets mein Bestreben, in Bezug auf mich selbst keine Pläne zu haben.“ „Wie ungewöhnlich!“, sagen wir. Ja, doch ungewöhnlich fanden die Menschen an M’Cheyne nicht so sehr das, was er tat oder sagte – es war das, was er war und die Art und Weise seines Seins. Das wiederum ist das Ergebnis, wenn sich jemand mit einer ihn antreibenden Bestrebung begnügt: „ Ich möchte Christus erkennen“ (Phil 3,10). Nicht zufällig entdecken wir, wenn wir Christus zu unserer Bestrebung machen, dass Er zu unserer Hinlänglichkeit wird und wir Genügsamkeit unter jedweden Umständen lernen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Ich gehe nicht mit Dingen um, die … zu wunderbar für mich sind“ (Ps. 131,1). Genügsamkeit ist die Frucht einer Geisteshaltung, die um ihre Grenzen weiß.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
David gestatte es sich nicht, sich mit etwas zu beschäftigen, das ihm zu geben Gott nicht gefiel, und er gestattete es seinem Geist auch nicht, sich auf Dinge zu fixieren, die ihm zu erklären Gott nicht gefallen hatte.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Derartiges Beschäftigtsein erstickt die Genügsamkeit. Wenn ich darauf bestehe, genau wissen zu wollen, was Gott in meinen derzeitigen Umständen tut und was er mit meiner Zukunft zu tun plant, wenn ich Seine Wege mit mir in der Vergangenheit zu verstehen verlange, kann ich niemals endgültig zufrieden sein, bis ich selbst mit Gott gleich geworden bin. Wie schwer von Begriff wir doch sind, in diesen subtilen geistigen Versuchungen den Widerhall der Schlange aus dem Paradies zu erkennen, die zischt: „Äußere deine Unzufriedenheit mit den Wegen Gottes, dem Wort Gottes, der Bestimmung Gottes!“&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
In unserer augustinischen Tradition ist oft gesagt worden, die erste Sünde sei superbia, Stolz. Doch dies war komplexer, denn darin war Unzufriedenheit einbegriffen. Wenn wir die Dinge in diesem Licht betrachten, erkennen wir, was für eine gottlos schreckliche Sache ein unzufriedener Geist ist.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Behalten Sie diese zwei Prinzipien im Auge, dann geraten Sie nicht so leicht in einen Strudel der Unzufriedenheit der diesseitigen Welt. Gehen Sie wieder in die Schule, in der Sie Fortschritte im Christsein machen. Lernen Sie Ihre Lektionen, lösen Sie das Problem des Ehrgeizes, dann werden Sie lernen, die Privilegien einer echten Genügsamkeit zu genießen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Browniekr</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://en.gospeltranslations.org/wiki/Five_Easy_Steps/de</id>
		<title>Five Easy Steps/de</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://en.gospeltranslations.org/wiki/Five_Easy_Steps/de"/>
				<updated>2008-12-12T23:55:25Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Browniekr: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|Fünf leichte Schritte}}&amp;amp;nbsp; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang der Woche sprach ich mit einem engen Freund, der vor kurzem eine Zeit durchmachen musste, die von persönlichen Enttäuschungen, Entmutigung, ungerechter Behandlung, ja sogar unwahren Gerüchten über seinen Charakter und seinen christlichen Dienst gekennzeichnet war. Ich war bewegt und beeindruckt von seiner Reaktion. „Mein großer Trost ist einfach dies“, sagte er, „ ‚Die Gottseligkeit mit Genügsamkeit aber ist ein großer Gewinn' (1 Tim. 6:6).“&amp;lt;br&amp;gt;Eine solche Reaktion auf Unbill (die den Kontext darstellt, in dem christliche Genügsamkeit sowohl geprüft als auch offenbart wird) ist nie das Ergebnis der momentanen Entscheidung des Willens und wird auch nicht allein dadurch hervorgerufen, dass jemand einen wohlgeordneten und durchdachten Zeit- und Lebensmanagementplan hat, der so angelegt ist, dass er uns gegen die überraschenden Wendungen der göttlichen Vorsehung schützt. Sie ist daher eine Frage dessen, was wir sind, unseres Seins; sie kann nicht allein durch mehr Tun erreicht werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Tun und Sein'''&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Genügsamkeit ist eine unterschätzte Gnade. Wie im siebzehnten Jahrhundert, als Jeremiah Burroughs sein großes Werk zu diesem Thema schrieb, ist sie auch heute noch „Das seltene Juwel“. Könnte man sie durch programmierte Mittel erzeugen („Mit fünf Schritten in einem Monat zur Genügsamkeit gelangen“), wäre sie Allgemeingut. Stattdessen müssen Christen Genügsamkeit auf althergebrachte Weise entdecken: Wir müssen sie erlernen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wir können Genügsamkeit daher nicht „tun“. Sie wird von Gott gelehrt; wir werden darin geschult. Sie ist ein Teil des Prozesses der Verwandlung durch die Erneuerung unseres Sinnes (Röm. 12,1–2). Sie wird befohlen, doch ist sie paradoxerweise etwas, das mit uns getan wird, nicht durch uns. Sie ist kein Produkt einer Reihe von Handlungen, sondern eines erneuerten und verwandelten Charakters. Nur gute Bäume bringen gute Frucht hervor.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kaum ein Prinzip scheint für Christen unserer Zeit schwieriger zu erfassen zu sein. Klare Anweisungen für ein christliches Leben sind für uns grundlegend wichtig. Doch leider wird meist bei den sehr programmatischen Lehren, die derzeit der Evangeliumsgläubigkeit vorherrschen, äußeres Tun sehr stark betont, und das Erreichen dieser charakterlichen Entwicklung wird vernachlässigt. Besonders Christen in den USA müssen erkennen, dass sie in der pragmatischsten Gesellschaft der Welt leben (wenn irgendjemand „etwas tun“ kann, dann können wir es). Es kränkt den Stolz zu erkennen, dass das christliche Leben nicht in dem wurzelt, was wir tun können, sondern was an uns getan werden muss.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vor einigen Jahren hatte ich eine recht unangenehme Begegnung mit der Mentalität nach dem Motto: „Sag uns, was wir tun sollen, und wir tun es“. Bei einer christlichen Studentenkonferenz wurde ich nach der Hälfte der Zeit zu einem Gespräch mit einer Abordnung von Mitarbeitern gerufen, die es als ihre Pflicht ansahen, mich mit den Unzulänglichkeiten meiner beiden Auslegungen der Schrift zu konfrontieren. Das vorgegebene Thema lautete Christus erkennen. „Sie haben jetzt zwei Stunden lang zu uns gesprochen“, beschwerten sie sich, „und trotzdem haben Sie noch nicht eine einzige Sache erwähnt, die wir tun können.“ Die Ungeduld, etwas zu tun, verbarg die Ungeduld mit dem apostolischen Prinzip, dass wir nur dann alles zu tun vermögen, wenn wir Christus erkennen (s. Phil. 3,10; 4,13).&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie ist dies nun anzuwenden auf die Genügsamkeit, das Hauptthema im Tischgespräch für diesen Monat?&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Christliche Genügsamkeit bedeutet, dass meine Befriedigung von meinen Umständen unabhängig ist. Wenn Paulus in Philipper 4,11 über seine eigene Genügsamkeit spricht, verwendet er ein Wort, das in den philosophischen Schulen der Stoiker und Zyniker im antiken Griechenland häufig vorkam. In ihrem Wortschatz bedeutet Genügsamkeit Unabhängigkeit der eigenen Person, im Sinne einer Unabhängigkeit von wechselnden äußeren Umständen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch für Paulus wurzelt Genügsamkeit nicht in Unabhängigkeit, sondern in der Hinlänglichkeit Christi (Phil. 4,13). Paulus sagte, er vermöge alles – erniedrigt zu werden wie Überfluss zu haben – in Christus. Überlesen Sie dieses Letztere nicht. Es ist genau diese Einheit mit Christus und das Erkennen Seiner Angemessenheit, die wir nicht durch die Entscheidung eines Augenblicks einschalten können. Sie ist die Frucht einer andauernden, engen, stark entwickelten Beziehung zu Ihm.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Um mit Paulus’ Worten zu sprechen ist Genügsamkeit etwas, was wir lernen müssen. Und hier liegt die Crux der Sache: Wie lernen wir, genügsam zu sein? Wir müssen uns in der göttlichen Schule anmelden, in der wir durch biblische Lehre und Erfahrung göttlicher Vorsehung unterrichtet werden.&amp;lt;br&amp;gt;Ein gutes Beispiel der Lektionen in dieser Schule findet sich in Psalm 131. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Ein biblisches Beispiel'''&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
In Psalm 131 liefert König David uns eine lebendige Beschreibung dessen, was es für ihn bedeutet, Genügsamkeit zu lernen. Er beschreibt seine Erfahrung mit dem Bild eines Kindes, das von der Milch entwöhnt und an feste Nahrung gewöhnt wird: „Habe ich meine Seele nicht beschwichtigt und beruhigt? Wie ein entwöhntes Kind bei seiner Mutter, wie ein entwöhntes Kind ist meine Seele in mir.“ (Ps. 131,2)&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stellen Sie sich die Szene bildlich vor und lauschen Sie auf die Geräusche. Noch lebendiger wird es, wenn Sie daran denken, dass in alttestamentarischer Zeit die Entwöhnung manchmal erst stattfand, wenn ein Kind drei oder gar vier Jahre alt war! Es ist schwer genug für eine Mutter, das unzufriedene Schreien eines Kleinkindes, die Verweigerung fester Nahrung und den Willensstreit während des Prozesses der Entwöhnung auszuhalten. Stellen Sie sich diesen Kampf nun mit einem Vierjährigen vor! So lässt sich das Ringen bemessen, das David durchmachte, bevor er Genügsamkeit lernte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zwei große Probleme'''&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch worum ging es in dem Kampf? Wiederum hilft uns David, indem er zwei große Probleme nennt, die in seinem Leben gelöst werden mussten.&amp;lt;br&amp;gt;„HERR! Mein Herz will nicht hoch hinaus, meine Augen sind nicht hochfahrend.“ (Ps. 131,1). Er meint damit nicht, dass Ehrgeiz an und für sich schlecht sei. Er selbst war ja schließlich für den Thron ausgesondert worden (1. Sam. 16,12-13). Doch er hatte ein höheres Ziel: Gottes weiser Vorsehung, seinen Plänen in Ort und Zeit zu vertrauen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnern Sie sich an die Gelegenheiten, zu denen er Position und Macht mit Mitteln hätte an sich reißen können, die seine Hingabe an den Herrn aufs Spiel gesetzt hätten? Zuerst kam Saul genau in die Höhle, in der sich David und seine Männer sich versteckt hatten (1. Sam. 24,6). Später schlichen sich David und Abischai in das Zelt des Saul und fanden ihn schlafend (1. Sam. 26,9-11). Doch inzwischen genügte es ihm, nach den Weisungen des Wortes Gottes zu leben und geduldig auf Gottes Zeit zu warten. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Christliche Genügsamkeit erwächst deshalb direkt daraus, keine größeren Bestrebungen zu haben als dem Herrn zu gehören und Ihm voll und ganz zur Verfügung zu stehen, an dem Ort, den Er weist, zu der Zeit, die Er wählt, mit den Vorkehrungen, die Ihm zu treffen gefallen.&amp;lt;br&amp;gt;Der junge Robert Murray M’Cheyne schrieb daher mit reifer Weisheit: „Es war stets mein Bestreben, in Bezug auf mich selbst keine Pläne zu haben.“ „Wie ungewöhnlich!“, sagen wir. Ja, doch ungewöhnlich fanden die Menschen an M’Cheyne nicht so sehr das, was er tat oder sagte – es war das, was er war und die Art und Weise seines Seins. Das wiederum ist das Ergebnis, wenn sich jemand mit einer ihn antreibenden Bestrebung begnügt: „ Ich möchte Christus erkennen“ (Phil 3,10). Nicht zufällig entdecken wir, wenn wir Christus zu unserer Bestrebung machen, dass Er zu unserer Hinlänglichkeit wird und wir Genügsamkeit unter jedweden Umständen lernen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Ich gehe nicht mit Dingen um, die … zu wunderbar für mich sind“ (Ps. 131,1). Genügsamkeit ist die Frucht einer Geisteshaltung, die um ihre Grenzen weiß.&amp;lt;br&amp;gt;David gestatte es sich nicht, sich mit etwas zu beschäftigen, das ihm zu geben Gott nicht gefiel, und er gestattete es seinem Geist auch nicht, sich auf Dinge zu fixieren, die ihm zu erklären Gott nicht gefallen hatte.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Derartiges Beschäftigtsein erstickt die Genügsamkeit. Wenn ich darauf bestehe, genau wissen zu wollen, was Gott in meinen derzeitigen Umständen tut und was er mit meiner Zukunft zu tun plant, wenn ich Seine Wege mit mir in der Vergangenheit zu verstehen verlange, kann ich niemals endgültig zufrieden sein, bis ich selbst mit Gott gleich geworden bin. Wie schwer von Begriff wir doch sind, in diesen subtilen geistigen Versuchungen den Widerhall der Schlange aus dem Paradies zu erkennen, die zischt: „Äußere deine Unzufriedenheit mit den Wegen Gottes, dem Wort Gottes, der Bestimmung Gottes!“&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
In unserer augustinischen Tradition ist oft gesagt worden, die erste Sünde sei superbia, Stolz. Doch dies war komplexer, denn darin war Unzufriedenheit einbegriffen. Wenn wir die Dinge in diesem Licht betrachten, erkennen wir, was für eine gottlos schreckliche Sache ein unzufriedener Geist ist.&amp;lt;br&amp;gt;Behalten Sie diese zwei Prinzipien im Auge, dann geraten Sie nicht so leicht in einen Strudel der Unzufriedenheit der diesseitigen Welt. Gehen Sie wieder in die Schule, in der Sie Fortschritte im Christsein machen. Lernen Sie Ihre Lektionen, lösen Sie das Problem des Ehrgeizes, dann werden Sie lernen, die Privilegien einer echten Genügsamkeit zu genießen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Browniekr</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://en.gospeltranslations.org/wiki/Five_Easy_Steps/de</id>
		<title>Five Easy Steps/de</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://en.gospeltranslations.org/wiki/Five_Easy_Steps/de"/>
				<updated>2008-12-12T23:50:40Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Browniekr: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|Fünf leichte Schritte}}&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang der Woche sprach ich mit einem engen Freund, der vor kurzem eine Zeit durchmachen musste, die von persönlichen Enttäuschungen, Entmutigung, ungerechter Behandlung, ja sogar unwahren Gerüchten über seinen Charakter und seinen christlichen Dienst gekennzeichnet war. Ich war bewegt und beeindruckt von seiner Reaktion. „Mein großer Trost ist einfach dies“, sagte er, „ ‚Die Gottseligkeit mit Genügsamkeit aber ist ein großer Gewinn' (1 Tim. 6:6).“&amp;lt;br&amp;gt;Eine solche Reaktion auf Unbill (die den Kontext darstellt, in dem christliche Genügsamkeit sowohl geprüft als auch offenbart wird) ist nie das Ergebnis der momentanen Entscheidung des Willens und wird auch nicht allein dadurch hervorgerufen, dass jemand einen wohlgeordneten und durchdachten Zeit- und Lebensmanagementplan hat, der so angelegt ist, dass er uns gegen die überraschenden Wendungen der göttlichen Vorsehung schützt. Sie ist daher eine Frage dessen, was wir sind, unseres Seins; sie kann nicht allein durch mehr Tun erreicht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tun und Sein&amp;lt;br&amp;gt;Genügsamkeit ist eine unterschätzte Gnade. Wie im siebzehnten Jahrhundert, als Jeremiah Burroughs sein großes Werk zu diesem Thema schrieb, ist sie auch heute noch „Das seltene Juwel“. Könnte man sie durch programmierte Mittel erzeugen („Mit fünf Schritten in einem Monat zur Genügsamkeit gelangen“), wäre sie Allgemeingut. Stattdessen müssen Christen Genügsamkeit auf althergebrachte Weise entdecken: Wir müssen sie erlernen.&amp;lt;br&amp;gt;Wir können Genügsamkeit daher nicht „tun“. Sie wird von Gott gelehrt; wir werden darin geschult. Sie ist ein Teil des Prozesses der Verwandlung durch die Erneuerung unseres Sinnes (Röm. 12,1–2). Sie wird befohlen, doch ist sie paradoxerweise etwas, das mit uns getan wird, nicht durch uns. Sie ist kein Produkt einer Reihe von Handlungen, sondern eines erneuerten und verwandelten Charakters. Nur gute Bäume bringen gute Frucht hervor.&amp;lt;br&amp;gt;Kaum ein Prinzip scheint für Christen unserer Zeit schwieriger zu erfassen zu sein. Klare Anweisungen für ein christliches Leben sind für uns grundlegend wichtig. Doch leider wird meist bei den sehr programmatischen Lehren, die derzeit der Evangeliumsgläubigkeit vorherrschen, äußeres Tun sehr stark betont, und das Erreichen dieser charakterlichen Entwicklung wird vernachlässigt. Besonders Christen in den USA müssen erkennen, dass sie in der pragmatischsten Gesellschaft der Welt leben (wenn irgendjemand „etwas tun“ kann, dann können wir es). Es kränkt den Stolz zu erkennen, dass das christliche Leben nicht in dem wurzelt, was wir tun können, sondern was an uns getan werden muss.&amp;lt;br&amp;gt;Vor einigen Jahren hatte ich eine recht unangenehme Begegnung mit der Mentalität nach dem Motto: „Sag uns, was wir tun sollen, und wir tun es“. Bei einer christlichen Studentenkonferenz wurde ich nach der Hälfte der Zeit zu einem Gespräch mit einer Abordnung von Mitarbeitern gerufen, die es als ihre Pflicht ansahen, mich mit den Unzulänglichkeiten meiner beiden Auslegungen der Schrift zu konfrontieren. Das vorgegebene Thema lautete Christus erkennen. „Sie haben jetzt zwei Stunden lang zu uns gesprochen“, beschwerten sie sich, „und trotzdem haben Sie noch nicht eine einzige Sache erwähnt, die wir tun können.“ Die Ungeduld, etwas zu tun, verbarg die Ungeduld mit dem apostolischen Prinzip, dass wir nur dann alles zu tun vermögen, wenn wir Christus erkennen (s. Phil. 3,10; 4,13).&amp;lt;br&amp;gt;Wie ist dies nun anzuwenden auf die Genügsamkeit, das Hauptthema im Tischgespräch für diesen Monat?&amp;lt;br&amp;gt;Christliche Genügsamkeit bedeutet, dass meine Befriedigung von meinen Umständen unabhängig ist. Wenn Paulus in Philipper 4,11 über seine eigene Genügsamkeit spricht, verwendet er ein Wort, das in den philosophischen Schulen der Stoiker und Zyniker im antiken Griechenland häufig vorkam. In ihrem Wortschatz bedeutet Genügsamkeit Unabhängigkeit der eigenen Person, im Sinne einer Unabhängigkeit von wechselnden äußeren Umständen.&amp;lt;br&amp;gt;Doch für Paulus wurzelt Genügsamkeit nicht in Unabhängigkeit, sondern in der Hinlänglichkeit Christi (Phil. 4,13). Paulus sagte, er vermöge alles – erniedrigt zu werden wie Überfluss zu haben – in Christus. Überlesen Sie dieses Letztere nicht. Es ist genau diese Einheit mit Christus und das Erkennen Seiner Angemessenheit, die wir nicht durch die Entscheidung eines Augenblicks einschalten können. Sie ist die Frucht einer andauernden, engen, stark entwickelten Beziehung zu Ihm.&amp;lt;br&amp;gt;Um mit Paulus’ Worten zu sprechen ist Genügsamkeit etwas, was wir lernen müssen. Und hier liegt die Crux der Sache: Wie lernen wir, genügsam zu sein? Wir müssen uns in der göttlichen Schule anmelden, in der wir durch biblische Lehre und Erfahrung göttlicher Vorsehung unterrichtet werden.&amp;lt;br&amp;gt;Ein gutes Beispiel der Lektionen in dieser Schule findet sich in Psalm 131.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein biblisches Beispiel&amp;lt;br&amp;gt;In Psalm 131 liefert König David uns eine lebendige Beschreibung dessen, was es für ihn bedeutet, Genügsamkeit zu lernen. Er beschreibt seine Erfahrung mit dem Bild eines Kindes, das von der Milch entwöhnt und an feste Nahrung gewöhnt wird: „Habe ich meine Seele nicht beschwichtigt und beruhigt? Wie ein entwöhntes Kind bei seiner Mutter, wie ein entwöhntes Kind ist meine Seele in mir.“ (Ps. 131,2)&amp;lt;br&amp;gt;Stellen Sie sich die Szene bildlich vor und lauschen Sie auf die Geräusche. Noch lebendiger wird es, wenn Sie daran denken, dass in alttestamentarischer Zeit die Entwöhnung manchmal erst stattfand, wenn ein Kind drei oder gar vier Jahre alt war! Es ist schwer genug für eine Mutter, das unzufriedene Schreien eines Kleinkindes, die Verweigerung fester Nahrung und den Willensstreit während des Prozesses der Entwöhnung auszuhalten. Stellen Sie sich diesen Kampf nun mit einem Vierjährigen vor! So lässt sich das Ringen bemessen, das David durchmachte, bevor er Genügsamkeit lernte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei große Probleme &amp;lt;br&amp;gt;Doch worum ging es in dem Kampf? Wiederum hilft uns David, indem er zwei große Probleme nennt, die in seinem Leben gelöst werden mussten.&amp;lt;br&amp;gt;„HERR! Mein Herz will nicht hoch hinaus, meine Augen sind nicht hochfahrend.“ (Ps. 131,1). Er meint damit nicht, dass Ehrgeiz an und für sich schlecht sei. Er selbst war ja schließlich für den Thron ausgesondert worden (1. Sam. 16,12-13). Doch er hatte ein höheres Ziel: Gottes weiser Vorsehung, seinen Plänen in Ort und Zeit zu vertrauen.&amp;lt;br&amp;gt;Erinnern Sie sich an die Gelegenheiten, zu denen er Position und Macht mit Mitteln hätte an sich reißen können, die seine Hingabe an den Herrn aufs Spiel gesetzt hätten? Zuerst kam Saul genau in die Höhle, in der sich David und seine Männer sich versteckt hatten (1. Sam. 24,6). Später schlichen sich David und Abischai in das Zelt des Saul und fanden ihn schlafend (1. Sam. 26,9-11). Doch inzwischen genügte es ihm, nach den Weisungen des Wortes Gottes zu leben und geduldig auf Gottes Zeit zu warten. &amp;lt;br&amp;gt;Christliche Genügsamkeit erwächst deshalb direkt daraus, keine größeren Bestrebungen zu haben als dem Herrn zu gehören und Ihm voll und ganz zur Verfügung zu stehen, an dem Ort, den Er weist, zu der Zeit, die Er wählt, mit den Vorkehrungen, die Ihm zu treffen gefallen.&amp;lt;br&amp;gt;Der junge Robert Murray M’Cheyne schrieb daher mit reifer Weisheit: „Es war stets mein Bestreben, in Bezug auf mich selbst keine Pläne zu haben.“ „Wie ungewöhnlich!“, sagen wir. Ja, doch ungewöhnlich fanden die Menschen an M’Cheyne nicht so sehr das, was er tat oder sagte – es war das, was er war und die Art und Weise seines Seins. Das wiederum ist das Ergebnis, wenn sich jemand mit einer ihn antreibenden Bestrebung begnügt: „ Ich möchte Christus erkennen“ (Phil 3,10). Nicht zufällig entdecken wir, wenn wir Christus zu unserer Bestrebung machen, dass Er zu unserer Hinlänglichkeit wird und wir Genügsamkeit unter jedweden Umständen lernen.&amp;lt;br&amp;gt;„Ich gehe nicht mit Dingen um, die … zu wunderbar für mich sind“ (Ps. 131,1). Genügsamkeit ist die Frucht einer Geisteshaltung, die um ihre Grenzen weiß.&amp;lt;br&amp;gt;David gestatte es sich nicht, sich mit etwas zu beschäftigen, das ihm zu geben Gott nicht gefiel, und er gestattete es seinem Geist auch nicht, sich auf Dinge zu fixieren, die ihm zu erklären Gott nicht gefallen hatte.&amp;lt;br&amp;gt;Derartiges Beschäftigtsein erstickt die Genügsamkeit. Wenn ich darauf bestehe, genau wissen zu wollen, was Gott in meinen derzeitigen Umständen tut und was er mit meiner Zukunft zu tun plant, wenn ich Seine Wege mit mir in der Vergangenheit zu verstehen verlange, kann ich niemals endgültig zufrieden sein, bis ich selbst mit Gott gleich geworden bin. Wie schwer von Begriff wir doch sind, in diesen subtilen geistigen Versuchungen den Widerhall der Schlange aus dem Paradies zu erkennen, die zischt: „Äußere deine Unzufriedenheit mit den Wegen Gottes, dem Wort Gottes, der Bestimmung Gottes!“&amp;lt;br&amp;gt;In unserer augustinischen Tradition ist oft gesagt worden, die erste Sünde sei superbia, Stolz. Doch dies war komplexer, denn darin war Unzufriedenheit einbegriffen. Wenn wir die Dinge in diesem Licht betrachten, erkennen wir, was für eine gottlos schreckliche Sache ein unzufriedener Geist ist.&amp;lt;br&amp;gt;Behalten Sie diese zwei Prinzipien im Auge, dann geraten Sie nicht so leicht in einen Strudel der Unzufriedenheit der diesseitigen Welt. Gehen Sie wieder in die Schule, in der Sie Fortschritte im Christsein machen. Lernen Sie Ihre Lektionen, lösen Sie das Problem des Ehrgeizes, dann werden Sie lernen, die Privilegien einer echten Genügsamkeit zu genießen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Browniekr</name></author>	</entry>

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		<id>http://en.gospeltranslations.org/wiki/Don%27t_Waste_Your_Cancer/de</id>
		<title>Don't Waste Your Cancer/de</title>
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				<updated>2008-11-22T00:26:53Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Browniekr: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|Den Krebs nicht vergeuden}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Anmerkung des Herausgebers: Unser Freund David Powlison von der Christian Counseling and Education Foundation (Christliche Stiftung für Beratung und Bildung), bei dem ebenfalls vor kurzem Prostatakrebs diagnostiziert wurde, hat John Pipers zehn Punkten einige hilfreiche Erweiterungen hinzugefügt. Eingerückte Absätze, vor denen „DP:“ steht, stammen von David Powlison.] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich schreibe diesen Text am Vorabend einer Prostata-Operation. Ich glaube an Gottes Heilkraft – durch Wunder wie durch die Medizin. Ich glaube, dass es gut und richtig ist, um beide Arten der Heilung zu beten. Der Krebs ist nicht sinnlos, wenn er von Gott geheilt wird. Ihm gebührt die Ehre, und genau deshalb gibt es den Krebs. Wenn man also nicht um Heilung betet, kann es sein, dass der Krebs vergeudet wird. Doch Heilung ist nicht Gottes Plan für jeden. Und es gibt viele andere Möglichkeiten, den Krebs zu vergeuden. Ich bete für mich selbst und für Sie, damit wir diesen Schmerz nicht vergeuden. &lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;'''DP''': Ich (David Powlison) füge John Pipers Worten diese Gedanken hinzu, und zwar an dem Morgen, nachdem bei mir Prostatakrebs diagnostiziert wurde (3. März 2006). Die zehn Hauptpunkte und der jeweils erste Absatz sind von ihm; der jeweils zweite Absatz ist von mir.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;'''1. Sie vergeuden Ihren Krebs, wenn Sie nicht daran glauben, dass er von Gott für Sie vorgesehen ist.''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es genügt nicht, zu sagen, dass Gott unseren Krebs nur benutzt, ihn jedoch nicht vorsieht. Was Gott zulässt, lässt er aus einem bestimmten Grund zu. Und dieser Grund ist sein Plan. Wenn Gott vorhersieht, dass aus molekularen Veränderungen Krebs wird, kann er diesen aufhalten oder auch nicht. Tut er es nicht, verfolgt er eine Absicht. Da er unendlich weise ist, kann man diese Absicht einen Plan nennen. Satan ist real und verursacht viele Freuden und Schmerzen. Doch er ist nicht endgültig. Wenn er also Hiob mit bösen Geschwüren schlägt (Hiob 2,7), führt Hiob dies letzten Endes auf Gott zurück (Hiob 2,10) und der erleuchtete Schreiber stimmt dem zu: „Sie … trösteten ihn wegen all des Unglücks, das der HERR über ihn gebracht hatte.“ (Hiob 42,11). Wenn Sie nicht glauben, dass Ihr Krebs von Gott für Sie geplant ist, vergeuden Sie ihn. &lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;'''DP:''' Seine planende Hand zu erkennen macht Sie nicht stoisch oder unehrlich oder gekünstelt lebhaft. Stattdessen entlockt und lenkt die Wirklichkeit von Gottes Plan Ihr ehrliches Aufschreien zu Ihrem einzig wahren Retter. Gottes Plan lädt zur ehrlichen Rede ein, statt uns zum Schweigen und damit zur Resignation zu bringen. Denken Sie an die Ehrlichkeit der Psalmen, an König Hiskia (Jesaja 38), an Habakuk 3. Diese Menschen sind mit schonungsloser Offenheit und glaubhaft ehrlich, weil sie wissen, dass Gott Gott ist, und ihre Hoffnung in ihn setzen. Psalm 28 lehrt Sie das leidenschaftliche, direkte Gebet zu Gott. Er muss Sie hören. Er wird Sie hören. Er wird weiter in Ihnen und Ihrer Situation arbeiten. Dieser Aufschrei entstammt Ihrem Gefühl, dass Sie Hilfe brauchen (28,1-2). Nennen Sie dann Gott Ihre speziellen Sorgen (28,3-5). Es steht Ihnen frei, das Gebet mit Ihren eigenen Anliegen zu personalisieren. Oftmals ist es bei den „verschiedenen Versuchungen“ des Lebens (Jakobus 1,2) so, dass das, womit Sie konfrontiert sind, nicht in Einzelheiten dem entspricht, womit David oder Jesus konfrontiert waren – doch die Dynamik des Glaubens ist dieselbe. Haben Sie Ihre Sorgen auf ihn geworfen, der für Sie sorgt, dann verleihen Sie Ihrer Freude Ausdruck (28,6-7): der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft. Schließlich, da Glaube sich stets in Liebe verwandelt, werden Ihre persönliche Not und Freude sich erweitern zu liebevoller Sorge für andere (28,8-9). Krankheit kann Ihre Wahrnehmung dafür schärfen, wie gründlich Gott schon und immer schon in jedem Detail Ihres Lebens gearbeitet hat.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;'''2. Sie vergeuden Ihren Krebs, wenn Sie glauben, dass er ein Fluch und kein Geschenk ist.''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Also [gibt es] jetzt keine Verdammnis für die, welche in Christus Jesus sind.“ (Römer 8,1). „Christus hat uns losgekauft von dem Fluch des Gesetzes, indem er ein Fluch für uns geworden ist“ (Galater 3,13). „Denn es gibt keine Zauberei gegen Jakob und keine Wahrsagerei gegen Israel.” (4. Mose (Numeri) 23:23). „Denn Gott, der HERR, ist Sonne und Schild. Gnade und Herrlichkeit wird der HERR geben, kein Gutes vorenthalten denen, die in Lauterkeit wandeln.” (Psalm 84:12). &lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;'''DP:''' Der Segen erscheint in dem, was Gott für uns, mit uns, durch uns tut. Er bringt seine großartige und gnadenvolle Versöhnung auf die Ebene des Fluchs. Ihr Krebs ist selbst einer jener 10.000 „Todesschatten“ (Psalm 23,4), die über jeden von uns kommen: all die Bedrohungen, Verluste, Schmerzen, Unvollständigkeit, Enttäuschung, Böses. Doch in seinen geliebten Kinder bewirkt unser Vater ein überaus freundliches Gutes durch unsere schmerzvollsten Verluste; manchmal, indem er heilt und den Körper wieder herstellt (vorübergehend, bis zur Auferstehung der Toten zum ewigen Leben), immer, indem er uns erhält und lehrt, auf dass wir ihn einfacher verstehen und lieben. Auf dem Prüfstand des Bösen wird Ihr Glaube tief und real und Ihre Liebe wird zielbewusst und weise: Jakobus 1,2-5; 1. Petrus 1,3-9; Römer 5,1-5; Römer 8,18-39.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''3. Sie vergeuden Ihren Krebs, wenn Sie Trost bei Ihren Chancen suchen statt bei Gott.''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Plan Gottes bei Ihrem Krebs besteht nicht darin, Sie in der rationalistischen, menschlichen Berechnung der Chancen zu schulen. Die Welt erhält Trost aus ihren Chancen. Nicht so die Christen. Manche zählen ihre Wagen (Prozentsatz der Überlebenschancen) und manche zählen ihre Rosse (Nebenwirkungen der Behandlung), wir aber zählen auf den Namen des Herrn, unseres Gottes (Psalm 20,7). Gottes Plan wird deutlich in 2. Korinther 1,9: „Wir selbst aber hatten in uns selbst [schon] das Urteil des Todes erhalten, damit wir nicht auf uns selbst vertrauten, sondern auf Gott, der die Toten auferweckt.“ Das Ziel Gottes bei unserem Krebs besteht (neben tausend anderen guten Dingen) darin, die Stützen props unter unseren Herzen wegzuschlagen, damit wir uns ganz auf ihn verlassen. &lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;'''DP:''' Gott selbst ist Ihr Trost. Er gibt sich selbst hin. Der Choral „Stille, mein Wille“ (von Katharina von Schlegel) rechnet die Chancen richtig aus: Wir werden mit 100-prozentiger Sicherheit leiden und Christus wird uns mit 100-prozentiger Sicherheit begegnen, zu uns kommen, uns trösten und die reinsten Freuden der Liebe wieder einsetzen. Das geistliche Lied „How Firm a Foundation“ (etwa: „Welch fester Grund“) rechnet die Chancen auf die gleiche Weise aus: Sie werden mit 100-prozentiger Sicherheit „ernste Qualen durchleben“, und Ihr Retter wird mit 100-prozentiger Sicherheit „mit dir sein, um deine Sorgen zu segnen und deine tiefste Verzweiflung zu heiligen.“ Bei Gott spielen Sie nicht mit Prozentsätzen, sondern Sie leben mit Sicherheiten.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''4. Sie vergeuden Ihren Krebs, wenn Sie sich weigern, über den Tod nachzudenken.''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir werden alle sterben, wenn Jesus seine Wiederkehr verschiebt. Nicht darüber nachzudenken, wie es sein wird, wenn man diese Welt verlässt und Gott begegnet, ist töricht. In Prediger 7,2 heißt es: „Besser, ins Haus der Trauer [zu einer Beerdigung] zu gehen, als ins Haus des Gastmahls zu gehen; denn jenes ist das Ende aller Menschen, und der Lebende nimmt es sich zu Herzen.“ Wie kann man es sich zu Herzen nehmen, wenn man nicht darüber nachdenkt? In Psalm 90,12 heißt es: „So lehre [uns] denn zählen unsere Tage, damit wir ein weises Herz erlangen!“ Die Tage zu zählen heißt, darüber nachzudenken, wie wenige es sind, und dass sie enden werden. Wie will man ein weises Herz erlangen, wenn man sich weigert, darüber nachzudenken? Wie sinnlos, wenn wir nicht über den Tod nachdenken. &lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;'''DP:''' Paulus beschreibt den Heiligen Geist als die unsichtbare innere „Anzahlung“ auf die Sicherheit des Lebens. Durch den Glauben gibt der Herr einen süßen Vorgeschmack auf die direkte Wirklichkeit des ewigen Lebens in Gegenwart unseres Gottes und Christi. Wir könnten auch sagen, der Krebs sei eine „Anzahlung“ auf den unvermeidlichen Tod, und gäbe einem einen bitteren Vorgeschmack auf die Realität unserer Sterblichkeit. Krebs ist ein Wegweiser, der auf etwas viel größeres verweist: den letzten Feind, dem Sie sich stellen müssen. Doch Christus hat diesen letzten Feind besiegt: 1. Korinther 15. Der Tod wird vom Sieg verschlungen. Der Krebs ist nur ein Kundschaftertrupp des Feindes auf Patrouille. Er hat keine endgültige Macht, wenn Sie ein Kind der Auferstehung sind, daher können Sie ihm ins Auge schauen.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''5. Sie vergeuden Ihren Krebs, wenn Sie meinen, den Krebs zu „schlagen“ bedeute, am Leben zu bleiben und nicht, an Christus festzuhalten.''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Satans und Gottes Pläne mit Ihrem Krebs sind nicht dieselben. Satan plant, Ihre Liebe für Christus zu zerstören. Gott plant, Ihre Liebe zu Christus zu vertiefen. Der Krebs gewinnt nicht, wenn Sie sterben. Er gewinnt, wenn Sie nicht an Christus festhalten. Gottes Plan ist es, Sie von der Brust der Welt zu entwöhnen und Sie mit der ausreichenden Fülle Christi zu nähren. Er soll Ihnen helfen, dies zu sagen und zu fühlen: „Ich achte auch alles für Verlust um der unübertrefflichen Größe der Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn, willen.“ Und deshalb zu wissen: „Denn das Leben ist für mich Christus und das Sterben Gewinn.“ (Philipper 3,8; 1,21). &lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;'''DP:''' An Christus festzuhalten drückt die beiden Kernaktivitäten des Glaubens aus: dringende Bedürftigkeit und völlige Freude. Viele Psalmen sind ein Aufschrei in Moll; wir halten an unserem Retter fest, indem wir seiner bedürfen, um uns von realen Sorgen, realen Sünden, realen Leiden, realen Ängsten zu erretten. Viele Psalmen sind ein Gesang in Dur: Wir halten an unserem Retter fest, indem wir uns an ihm erfreuen, ihn lieben, ihm für alles danken, was er Gutes an uns getan hat, uns freuen, dass seine Rettung die schwerwiegendste Sache der Welt ist und er das letzte Wort hat. Und viele Psalmen beginnen in der einen Tonart und enden in der anderen. An Christus festzuhalten ist nicht eintönig; man durchlebt das gesamte Spektrum menschlicher Erfahrungen mit ihm. Den Krebs zu „schlagen“ bedeutet, in dem Wissen zu leben, dass Ihr Vater sich seines geliebten Kindes erbarmt, weil er Ihre Gestalt kennt und weiß, dass Sie nichts als Staub sind. Jesus Christus ist der Weg, die Wahrheit und das Leben. Zu leben bedeutet, ihn zu kennen, den zu kennen zu lieben bedeutet.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''6. Sie vergeuden Ihren Krebs, wenn Sie zu viel Zeit darauf verwenden, über Krebs zu lesen, und nicht genug Zeit darauf, über Gott zu lesen.''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist nicht falsch, sich über Krebs zu informieren. Unwissenheit ist keine Tugend. Doch die Verlockung, immer mehr zu wissen und der fehlende Eifer, Gott immer mehr zu kennen, sind symptomatisch für den Unglauben. Der Krebs soll uns zur Wirklichkeit Gottes erwecken. Er soll dem Gebot in Hosea 6,3 Gefühl und Kraft verleihen: „So lasst uns [ihn] erkennen, [ja,] lasst uns nachjagen der Erkenntnis des HERRN!“ Er soll uns zur Wahrheit in Daniel 11,32 erwecken: „Das Volk, das seinen Gott kennt, wird sich stark erweisen und entsprechend handeln.“ Er soll aus uns unerschütterliche, unzerstörbare Eichenbäume machen: „Er hat seine Lust am Gesetz des HERRN und sinnt über sein Gesetz Tag und Nacht! Er ist wie ein Baum, gepflanzt an Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und dessen Laub nicht verwelkt; alles was er tut, gelingt ihm.“ (Psalm 1,2-3). Wie sinnlos ist der Krebs, wenn wir Tag und Nacht über Krebs nachlesen und nicht über Gott. &lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;'''DP:''' Was für Ihr Leseverhalten gilt, hat auch für Ihre Gespräche mit Anderen Gültigkeit. Andere Menschen werden oft ihre Fürsorge und Besorgnis ausdrücken, indem sie sich nach Ihrer Gesundheit erkundigen. Das ist gut, doch bleibt das Gespräch leicht dort stecken. Erzählen Sie ihnen also offen von Ihrer Krankheit und ersuchen Sie sie um ihre Gebete und ihren Rat; geben Sie dann jedoch dem Gespräch eine andere Richtung, indem Sie Ihnen erzählen, was Ihr Gott tut, um Sie getreu mit 10.000 Gnaden zu erhalten. Robert Murray McCheyne sagte weise: „Werfen Sie für jeden einzelnen Blick auf Ihre Sünden zehn Blicke auf Christus.“ Er begegnete damit unserer Neigung, dieses 10:1-Verhältnis umzukehren, indem wir über unser Versagen brüteten und den Herrn der Gnade vergaßen. Was McCheyne über unsere Sünden sagt, können wir auch auf unser Leiden anwenden. Sagen Sie für jeden einzelnen Satz, den Sie zu anderen über Ihren Krebs sagen, zehn Sätze über Ihren Gott und Ihre Hoffnung und darüber, was er Sie lehrt, und über die kleinen Segnungen an jedem Tag. Verbringen Sie für jede Stunde, die Sie mit Nachforschungen oder Gesprächen über Ihren Krebs verbringen, 10 Stunden damit, über Ihren Herrn nachzuforschen, zu sprechen und ihm zu dienen. Beziehen Sie alles, was Sie über Ihren Krebs erfahren, zurück auf ihn und seine Absichten, dann werden Sie nicht davon besessen.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''7. Sie vergeuden Ihren Krebs, wenn Sie sich von ihm in die Einsamkeit treiben lassen, statt Ihre Beziehungen mit offenkundiger Liebe zu vertiefen.''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Epaphroditus Paulus die Geschenke überbrachte, die die Kirche der Philipper gesandt hatte, wurde er krank und starb beinahe. Paul sagt den Philippern: „Da er ja sehnlich nach euch allen verlangte und er sehr in Unruhe war, weil ihr gehört hattet, dass er krank war.“ (Philipper 2,26). Was für eine erstaunliche Antwort! Es heißt nicht, dass sie in Unruhe waren, weil er krank war, sondern dass er in Unruhe war, weil sie gehört hatten, dass er krank war. Ein solches Herz will Gott mit dem Krebs erschaffen: ein zutiefst liebendes, sorgendes Herz für die Menschen. Vergeuden Sie Ihren Krebs nicht, indem Sie sich in sich selbst zurückziehen. &lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;'''DP:''' Unsere Kultur hat schreckliche Angst davor, dem Tod zu begegnen. Sie ist von der Medizin besessen. Sie erhebt Jugend, Gesundheit und Energie zum Idol. Sie versucht, jegliche Anzeichen von Schwäche oder Unvollkommenheit zu verbergen. Sie werden anderen großen Segen bringen, wenn Sie in Ihren Schwächen offen, glaubend und liebend leben. Paradoxerweise stärkt es andere, wenn man sich mit Schmerzen und Schwäche nach außen in Beziehungen begibt. „Füreinander da sein“ ist eine in zwei Richtungen befahrbare Straße des großzügigen Gebens und dankbaren Empfangens. Ihre Bedürftigkeit gibt anderen eine Möglichkeit, zu lieben. Und da Liebe stets Gottes höchstes Ziel auch bei Ihnen ist, werden Sie seine schönste und freudenreichste Lektion lernen, indem Sie kleine Gelegenheiten finden, Sorge für andere auszudrücken, wenn Sie selbst am schwächsten sind. Eine große, lebensbedrohliche Schwäche kann sich als erstaunlich befreiend erweisen. Es bleibt Ihnen nichts zu tun, als von Gott und anderen Menschen geliebt zu werden, und Gott und andere Menschen zu lieben.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''8. Sie vergeuden Ihren Krebs, wenn Sie trauern wie jene, die keine Hoffnung haben.''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paulus verwendete diese Worte in Bezug auf jene, denen geliebte Menschen gestorben waren: „Wir wollen euch aber, Brüder, nicht in Unkenntnis lassen über die Entschlafenen, damit ihr nicht betrübt seid wie die übrigen, die keine Hoffnung haben.“ (1. Thessalonicher 4,13). Es gibt Trauer beim Tod. Selbst für den Glaubenden, der stirbt, gibt es einen zeitweiligen Verlust - einen Verlust des Körpers, und einen Verlust der geliebten Menschen hier, und einen Verlust des geistlichen Dienstes auf Erden. Doch die Trauer ist anders – sie ist von Hoffnung durchdrungen. „Wir möchten lieber ausheimisch vom Leib und einheimisch beim Herrn sein.“ (2. Korinther 5,8). Vergeuden Sie Ihren Krebs nicht, indem Sie trauern wie jene, die keine Hoffnung haben. &lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;'''DP:''' Zeigen Sie der Welt diese andere Art des Trauerns. Paulus sagte, er hätte „Traurigkeit über Traurigkeit&amp;quot; gehabt, wenn sein Freund Epaphroditus gestorben wäre. Er war traurig gewesen, als er die schmerzliche Last der Krankheit seines Freundes spürte. Er wäre doppelt traurig gewesen, wenn sein Freund gestorben wäre. Doch diese liebende, ehrliche, gottorientierte Traurigkeit existierte neben „freut euch jederzeit“ und „der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft“ und „echte Sorge für dein Wohlergehen zeigen“. Wie kann denn aber ein seelischer Schmerz neben Liebe, Freude, Frieden und einem unzerstörbaren Gefühl eines Sinns des Lebens existieren. In der inneren Logik des Glaubens ergibt das einen perfekten Sinn. Tatsächlich kann es sein, dass Sie, genau weil Sie Hoffnung haben, die Leiden dieses Lebens heftiger spüren: Traurigkeit über Traurigkeit. Im Gegensatz dazu wählt die Trauer, die keine Hoffnung hat, oft Verleugnung oder Flucht oder Geschäftigkeit, weil sie sich der Realität nicht stellen kann, ohne zu verzweifeln. Bei Christus wissen Sie, was auf dem Spiel steht, und daher spüren Sie heftig das Schlechte dieser gefallenen Welt. Sie nehmen Schmerz und Tod nicht als sicher an. Sie lieben, was gut ist, und hassen, was böse ist. Schließlich folgen Sie dem Bild „eines Menschen der Leiden, der mit der Trauer vertraut ist&amp;quot;. Doch dieser Jesus nahm sein Kreuz willentlich auf sich „für die Freude, die vor ihm lag“. Er lebte und starb in der Hoffnung, dass alles wahr würde. Sein Schmerz wurde nicht durch Verleugnung oder Medizin betäubt, und er war auch nicht gefärbt von Verzweiflung, Furcht oder Um-sich-Schlagen nach irgendeinem Strohhalm der Hoffnung, der seine Lage ändern könnte. Jesu letzte Versprechen sind voller Freude fester Hoffnung mitten im Leiden: „Meine Freude sei in euch und eure Freude werde völlig. Eure Traurigkeit wird zur Freude werden. Eure Freude nimmt niemand von euch. Bittet, und ihr werdet empfangen, damit eure Freude völlig sei. Dieses rede ich in der Welt, damit sie meine Freude völlig in sich haben.” (Auswahl aus Johannes 15-17).&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''9. Sie vergeuden Ihren Krebs, wenn Sie die Sünde so beiläufig wie bisher behandeln.''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sind Ihre eingefleischten Sünden so verlockend wie vor Ihrem Krebs? Wenn ja, verschwenden Sie Ihren Krebs. Der Krebs soll den Appetit auf Sünde zerstören. Stolz, Gier, Lüsternheit, Hass, Unversöhnlichkeit, Ungeduld, Faulheit, Verzögern – all diese sind die Gegner, die der Krebs angreifen soll. Denken Sie nicht nur daran, gegen den Krebs zu kämpfen. Denken Sie auch daran, mit dem Krebs zu kämpfen. All diese Dinge sind schlimmere Feinde als der Krebs. Verschwenden Sie nicht die Macht des Krebses, diese Feinde zu vernichten. Lassen Sie durch die Gegenwart der Ewigkeit die Sünden der Zeit so sinnlos aussehen, wie sie tatsächlich sind. „Denn was wird es einem Menschen nützen, wenn er die ganze Welt gewönne, sich selbst aber verlöre oder einbüßte?“ (Lukas 9,25). &lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;'''DP:''' Das Leiden ist tatsächlich dazu da, Sie der Sünde zu entwöhnen und Ihren Glauben zu stärken. Wenn Sie Gott-los sind, dann vergrößert das Leiden die Sünde. Werden Sie in Ihrer Lebensführung bitterer werden, verzweifelter, süchtiger, ängstlicher, rasender, vermeidender, sentimentaler, gottloser? Werden Sie so tun, als sei alles wie immer? Werden Sie mit dem Tod einig werden, zu Ihren Bedingungen? Aber wenn Sie Gott gehören, wird das Leiden in den Händen Christi Sie verändern, immer langsam, manchmal schnell. Sie werden mit dem Leben und dem Tod zu seinen Bedingungen einig werden. Er wird Sie gütig machen, Sie reinigen, Sie von Eitelkeiten befreien. Er wird dafür sorgen, dass Sie ihn brauchen und ihn lieben. Er ordnet Ihre Prioritäten neu, damit die wichtigsten Dinge öfter am wichtigsten sind. Er wird mit Ihnen gehen. Natürlich werden Sie manchmal versagen, vielleicht von Reizbarkeit oder Grübelei, Wirklichkeitsflucht oder Ängsten gepackt werden. Doch er wird Sie immer aufheben, wenn Sie stolpern. Ihr innerer Feind – ein moralischer Krebs, der zehntausend Mal tödlicher ist als Ihr körperlicher Krebs – wird absterben, wenn Sie immer weiter Ihren Retter suchen und finden: „Um deines Namens willen, HERR, vergib mir meine Schuld, denn sie ist groß. Wer ist nun der Mann, der den HERRN fürchtet? Ihn wird er unterweisen in dem Weg, den er wählen soll.“ (Psalm 25).&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''10. Sie vergeuden Ihren Krebs, wenn Sie ihn nicht als ein Mittel nutzen, Wahrheit und Herrlichkeit Christi zu bezeugen.''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christen sind niemals irgendwo durch göttlichen Zufall. Es gibt Gründe dafür, dass wir dort ankommen, wo wir sind. Bedenken Sie, was Jesus über schmerzhafte, ungeplante Umstände sagte: „Vor diesem allem aber werden sie ihre Hände an euch legen und euch verfolgen, indem sie euch an die Synagogen und Gefängnisse überliefern, um euch vor Könige und Statthalter zu führen um meines Namens willen. Es wird euch aber zu einem Zeugnis ausschlagen.” (Lukas 21,12 -13). Ebenso ist es mit dem Krebs. Er wird eine Möglichkeit sein, Zeugnis abzulegen. Christus ist unendlich wertvoll. Hier ist eine goldwerte Möglichkeit zu zeigen, dass er mehr wert ist als das Leben. Vergeuden Sie sie nicht. &lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;'''DP:''' Jesus ist Ihr Leben. Er ist der Mensch, vor dem sich jedes Knie beugt. Er hat den Tod ein für allemal überwunden. Er wird zu Ende bringen, was er begonnen hat. Lassen Sie Ihr Licht leuchten, indem Sie in ihm, von ihm, durch ihn, für ihn leben. Ein altes geistliches Lied drückt es so aus:&amp;lt;br&amp;gt;Christus sei mit mir, &amp;lt;br&amp;gt;Christus in mir, &amp;lt;br&amp;gt;Christus hinter mir, &amp;lt;br&amp;gt;Christus vor mir, &amp;lt;br&amp;gt;Christus neben mir, &amp;lt;br&amp;gt;Christus, um mich zu gewinnen, &amp;lt;br&amp;gt;Christus, um mich zu trösten und wieder herzustellen, &amp;lt;br&amp;gt;Christus unter mir, &amp;lt;br&amp;gt;Christus über mir, &amp;lt;br&amp;gt;Christus in Stille, &amp;lt;br&amp;gt;Christus in Gefahr, &amp;lt;br&amp;gt;Christus in den Herzen aller, die mich lieben, &amp;lt;br&amp;gt;Christus im Mund von Freund und Fremdem &amp;lt;br&amp;gt;(aus „I bind unto myself the name“ [etwa: „Ich binde an mich den Namen&amp;quot;])&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bei Ihrem Krebs bedürfen Sie Ihrer Brüder und Schwestern, um die Wahrheit und Herrlichkeit Christi zu bezeugen, mit Ihnen zu gehen, ihren Glauben an Ihrer Seite auszuleben, Sie zu lieben. Und Sie können mit Ihnen und mit allen anderen dasselbe tun und zu dem Herzen werden, das Freunde wie Fremde mit der Liebe Christi liebt, zum Mund, der mit Hoffnung für Freunde wie Fremde gefüllt ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denken Sie daran, dass Sie nicht verlassen sind. Sie werden die Hilfe haben, die Sie brauchen. „Mein Gott aber wird alles, was ihr bedürft, erfüllen nach seinem Reichtum in Herrlichkeit in Christus Jesus.” (Philipper 4,19) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pastor John&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Browniekr</name></author>	</entry>

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		<title>Don't Waste Your Cancer/de</title>
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				<updated>2008-11-22T00:24:36Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Browniekr: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|Den Krebs nicht vergeuden}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Anmerkung des Herausgebers: Unser Freund David Powlison von der Christian Counseling and Education Foundation (Christliche Stiftung für Beratung und Bildung), bei dem ebenfalls vor kurzem Prostatakrebs diagnostiziert wurde, hat John Pipers zehn Punkten einige hilfreiche Erweiterungen hinzugefügt. Eingerückte Absätze, vor denen „DP:“ steht, stammen von David Powlison.] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich schreibe diesen Text am Vorabend einer Prostata-Operation. Ich glaube an Gottes Heilkraft – durch Wunder wie durch die Medizin. Ich glaube, dass es gut und richtig ist, um beide Arten der Heilung zu beten. Der Krebs ist nicht sinnlos, wenn er von Gott geheilt wird. Ihm gebührt die Ehre, und genau deshalb gibt es den Krebs. Wenn man also nicht um Heilung betet, kann es sein, dass der Krebs vergeudet wird. Doch Heilung ist nicht Gottes Plan für jeden. Und es gibt viele andere Möglichkeiten, den Krebs zu vergeuden. Ich bete für mich selbst und für Sie, damit wir diesen Schmerz nicht vergeuden. &lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;'''DP''': Ich (David Powlison) füge John Pipers Worten diese Gedanken hinzu, und zwar an dem Morgen, nachdem bei mir Prostatakrebs diagnostiziert wurde (3. März 2006). Die zehn Hauptpunkte und der jeweils erste Absatz sind von ihm; der jeweils zweite Absatz ist von mir.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;'''1. Sie vergeuden Ihren Krebs, wenn Sie nicht daran glauben, dass er von Gott für Sie vorgesehen ist.''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es genügt nicht, zu sagen, dass Gott unseren Krebs nur benutzt, ihn jedoch nicht vorsieht. Was Gott zulässt, lässt er aus einem bestimmten Grund zu. Und dieser Grund ist sein Plan. Wenn Gott vorhersieht, dass aus molekularen Veränderungen Krebs wird, kann er diesen aufhalten oder auch nicht. Tut er es nicht, verfolgt er eine Absicht. Da er unendlich weise ist, kann man diese Absicht einen Plan nennen. Satan ist real und verursacht viele Freuden und Schmerzen. Doch er ist nicht endgültig. Wenn er also Hiob mit bösen Geschwüren schlägt (Hiob 2,7), führt Hiob dies letzten Endes auf Gott zurück (Hiob 2,10) und der erleuchtete Schreiber stimmt dem zu: „Sie … trösteten ihn wegen all des Unglücks, das der HERR über ihn gebracht hatte.“ (Hiob 42,11). Wenn Sie nicht glauben, dass Ihr Krebs von Gott für Sie geplant ist, vergeuden Sie ihn. &lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;'''DP:''' Seine planende Hand zu erkennen macht Sie nicht stoisch oder unehrlich oder gekünstelt lebhaft. Stattdessen entlockt und lenkt die Wirklichkeit von Gottes Plan Ihr ehrliches Aufschreien zu Ihrem einzig wahren Retter. Gottes Plan lädt zur ehrlichen Rede ein, statt uns zum Schweigen und damit zur Resignation zu bringen. Denken Sie an die Ehrlichkeit der Psalmen, an König Hiskia (Jesaja 38), an Habakuk 3. Diese Menschen sind mit schonungsloser Offenheit und glaubhaft ehrlich, weil sie wissen, dass Gott Gott ist, und ihre Hoffnung in ihn setzen. Psalm 28 lehrt Sie das leidenschaftliche, direkte Gebet zu Gott. Er muss Sie hören. Er wird Sie hören. Er wird weiter in Ihnen und Ihrer Situation arbeiten. Dieser Aufschrei entstammt Ihrem Gefühl, dass Sie Hilfe brauchen (28,1-2). Nennen Sie dann Gott Ihre speziellen Sorgen (28,3-5). Es steht Ihnen frei, das Gebet mit Ihren eigenen Anliegen zu personalisieren. Oftmals ist es bei den „verschiedenen Versuchungen“ des Lebens (Jakobus 1,2) so, dass das, womit Sie konfrontiert sind, nicht in Einzelheiten dem entspricht, womit David oder Jesus konfrontiert waren – doch die Dynamik des Glaubens ist dieselbe. Haben Sie Ihre Sorgen auf ihn geworfen, der für Sie sorgt, dann verleihen Sie Ihrer Freude Ausdruck (28,6-7): der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft. Schließlich, da Glaube sich stets in Liebe verwandelt, werden Ihre persönliche Not und Freude sich erweitern zu liebevoller Sorge für andere (28,8-9). Krankheit kann Ihre Wahrnehmung dafür schärfen, wie gründlich Gott schon und immer schon in jedem Detail Ihres Lebens gearbeitet hat.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;'''2. Sie vergeuden Ihren Krebs, wenn Sie glauben, dass er ein Fluch und kein Geschenk ist.''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Also [gibt es] jetzt keine Verdammnis für die, welche in Christus Jesus sind.“ (Römer 8,1). „Christus hat uns losgekauft von dem Fluch des Gesetzes, indem er ein Fluch für uns geworden ist“ (Galater 3,13). „Denn es gibt keine Zauberei gegen Jakob und keine Wahrsagerei gegen Israel.” (4. Mose (Numeri) 23:23). „Denn Gott, der HERR, ist Sonne und Schild. Gnade und Herrlichkeit wird der HERR geben, kein Gutes vorenthalten denen, die in Lauterkeit wandeln.” (Psalm 84:12). &lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;'''DP:''' Der Segen erscheint in dem, was Gott für uns, mit uns, durch uns tut. Er bringt seine großartige und gnadenvolle Versöhnung auf die Ebene des Fluchs. Ihr Krebs ist selbst einer jener 10.000 „Todesschatten“ (Psalm 23,4), die über jeden von uns kommen: all die Bedrohungen, Verluste, Schmerzen, Unvollständigkeit, Enttäuschung, Böses. Doch in seinen geliebten Kinder bewirkt unser Vater ein überaus freundliches Gutes durch unsere schmerzvollsten Verluste; manchmal, indem er heilt und den Körper wieder herstellt (vorübergehend, bis zur Auferstehung der Toten zum ewigen Leben), immer, indem er uns erhält und lehrt, auf dass wir ihn einfacher verstehen und lieben. Auf dem Prüfstand des Bösen wird Ihr Glaube tief und real und Ihre Liebe wird zielbewusst und weise: Jakobus 1,2-5; 1. Petrus 1,3-9; Römer 5,1-5; Römer 8,18-39.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''3. Sie vergeuden Ihren Krebs, wenn Sie Trost bei Ihren Chancen suchen statt bei Gott.''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Plan Gottes bei Ihrem Krebs besteht nicht darin, Sie in der rationalistischen, menschlichen Berechnung der Chancen zu schulen. Die Welt erhält Trost aus ihren Chancen. Nicht so die Christen. Manche zählen ihre Wagen (Prozentsatz der Überlebenschancen) und manche zählen ihre Rosse (Nebenwirkungen der Behandlung), wir aber zählen auf den Namen des Herrn, unseres Gottes (Psalm 20,7). Gottes Plan wird deutlich in 2. Korinther 1,9: „Wir selbst aber hatten in uns selbst [schon] das Urteil des Todes erhalten, damit wir nicht auf uns selbst vertrauten, sondern auf Gott, der die Toten auferweckt.“ Das Ziel Gottes bei unserem Krebs besteht (neben tausend anderen guten Dingen) darin, die Stützen props unter unseren Herzen wegzuschlagen, damit wir uns ganz auf ihn verlassen. &lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;'''DP:''' Gott selbst ist Ihr Trost. Er gibt sich selbst hin. Der Choral „Stille, mein Wille“ (von Katharina von Schlegel) rechnet die Chancen richtig aus: Wir werden mit 100-prozentiger Sicherheit leiden und Christus wird uns mit 100-prozentiger Sicherheit begegnen, zu uns kommen, uns trösten und die reinsten Freuden der Liebe wieder einsetzen. Das geistliche Lied „How Firm a Foundation“ (etwa: „Welch fester Grund“) rechnet die Chancen auf die gleiche Weise aus: Sie werden mit 100-prozentiger Sicherheit „ernste Qualen durchleben“, und Ihr Retter wird mit 100-prozentiger Sicherheit „mit dir sein, um deine Sorgen zu segnen und deine tiefste Verzweiflung zu heiligen.“ Bei Gott spielen Sie nicht mit Prozentsätzen, sondern Sie leben mit Sicherheiten.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''4. Sie vergeuden Ihren Krebs, wenn Sie sich weigern, über den Tod nachzudenken.''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir werden alle sterben, wenn Jesus seine Wiederkehr verschiebt. Nicht darüber nachzudenken, wie es sein wird, wenn man diese Welt verlässt und Gott begegnet, ist töricht. In Prediger 7,2 heißt es: „Besser, ins Haus der Trauer [zu einer Beerdigung] zu gehen, als ins Haus des Gastmahls zu gehen; denn jenes ist das Ende aller Menschen, und der Lebende nimmt es sich zu Herzen.“ Wie kann man es sich zu Herzen nehmen, wenn man nicht darüber nachdenkt? In Psalm 90,12 heißt es: „So lehre [uns] denn zählen unsere Tage, damit wir ein weises Herz erlangen!“ Die Tage zu zählen heißt, darüber nachzudenken, wie wenige es sind, und dass sie enden werden. Wie will man ein weises Herz erlangen, wenn man sich weigert, darüber nachzudenken? Wie sinnlos, wenn wir nicht über den Tod nachdenken. &lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;'''DP:''' Paulus beschreibt den Heiligen Geist als die unsichtbare innere „Anzahlung“ auf die Sicherheit des Lebens. Durch den Glauben gibt der Herr einen süßen Vorgeschmack auf die direkte Wirklichkeit des ewigen Lebens in Gegenwart unseres Gottes und Christi. Wir könnten auch sagen, der Krebs sei eine „Anzahlung“ auf den unvermeidlichen Tod, und gäbe einem einen bitteren Vorgeschmack auf die Realität unserer Sterblichkeit. Krebs ist ein Wegweiser, der auf etwas viel größeres verweist: den letzten Feind, dem Sie sich stellen müssen. Doch Christus hat diesen letzten Feind besiegt: 1. Korinther 15. Der Tod wird vom Sieg verschlungen. Der Krebs ist nur ein Kundschaftertrupp des Feindes auf Patrouille. Er hat keine endgültige Macht, wenn Sie ein Kind der Auferstehung sind, daher können Sie ihm ins Auge schauen.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''5. Sie vergeuden Ihren Krebs, wenn Sie meinen, den Krebs zu „schlagen“ bedeute, am Leben zu bleiben und nicht, an Christus festzuhalten.''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Satans und Gottes Pläne mit Ihrem Krebs sind nicht dieselben. Satan plant, Ihre Liebe für Christus zu zerstören. Gott plant, Ihre Liebe zu Christus zu vertiefen. Der Krebs gewinnt nicht, wenn Sie sterben. Er gewinnt, wenn Sie nicht an Christus festhalten. Gottes Plan ist es, Sie von der Brust der Welt zu entwöhnen und Sie mit der ausreichenden Fülle Christi zu nähren. Er soll Ihnen helfen, dies zu sagen und zu fühlen: „Ich achte auch alles für Verlust um der unübertrefflichen Größe der Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn, willen.“ Und deshalb zu wissen: „Denn das Leben ist für mich Christus und das Sterben Gewinn.“ (Philipper 3,8; 1,21). &lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;'''DP:''' An Christus festzuhalten drückt die beiden Kernaktivitäten des Glaubens aus: dringende Bedürftigkeit und völlige Freude. Viele Psalmen sind ein Aufschrei in Moll; wir halten an unserem Retter fest, indem wir seiner bedürfen, um uns von realen Sorgen, realen Sünden, realen Leiden, realen Ängsten zu erretten. Viele Psalmen sind ein Gesang in Dur: Wir halten an unserem Retter fest, indem wir uns an ihm erfreuen, ihn lieben, ihm für alles danken, was er Gutes an uns getan hat, uns freuen, dass seine Rettung die schwerwiegendste Sache der Welt ist und er das letzte Wort hat. Und viele Psalmen beginnen in der einen Tonart und enden in der anderen. An Christus festzuhalten ist nicht eintönig; man durchlebt das gesamte Spektrum menschlicher Erfahrungen mit ihm. Den Krebs zu „schlagen“ bedeutet, in dem Wissen zu leben, dass Ihr Vater sich seines geliebten Kindes erbarmt, weil er Ihre Gestalt kennt und weiß, dass Sie nichts als Staub sind. Jesus Christus ist der Weg, die Wahrheit und das Leben. Zu leben bedeutet, ihn zu kennen, den zu kennen zu lieben bedeutet.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''6. Sie vergeuden Ihren Krebs, wenn Sie zu viel Zeit darauf verwenden, über Krebs zu lesen, und nicht genug Zeit darauf, über Gott zu lesen.''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist nicht falsch, sich über Krebs zu informieren. Unwissenheit ist keine Tugend. Doch die Verlockung, immer mehr zu wissen und der fehlende Eifer, Gott immer mehr zu kennen, sind symptomatisch für den Unglauben. Der Krebs soll uns zur Wirklichkeit Gottes erwecken. Er soll dem Gebot in Hosea 6,3 Gefühl und Kraft verleihen: „So lasst uns [ihn] erkennen, [ja,] lasst uns nachjagen der Erkenntnis des HERRN!“ Er soll uns zur Wahrheit in Daniel 11,32 erwecken: „Das Volk, das seinen Gott kennt, wird sich stark erweisen und entsprechend handeln.“ Er soll aus uns unerschütterliche, unzerstörbare Eichenbäume machen: „Er hat seine Lust am Gesetz des HERRN und sinnt über sein Gesetz Tag und Nacht! Er ist wie ein Baum, gepflanzt an Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und dessen Laub nicht verwelkt; alles was er tut, gelingt ihm.“ (Psalm 1,2-3). Wie sinnlos ist der Krebs, wenn wir Tag und Nacht über Krebs nachlesen und nicht über Gott. &lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;'''DP:''' Was für Ihr Leseverhalten gilt, hat auch für Ihre Gespräche mit Anderen Gültigkeit. Andere Menschen werden oft ihre Fürsorge und Besorgnis ausdrücken, indem sie sich nach Ihrer Gesundheit erkundigen. Das ist gut, doch bleibt das Gespräch leicht dort stecken. Erzählen Sie ihnen also offen von Ihrer Krankheit und ersuchen Sie sie um ihre Gebete und ihren Rat; geben Sie dann jedoch dem Gespräch eine andere Richtung, indem Sie Ihnen erzählen, was Ihr Gott tut, um Sie getreu mit 10.000 Gnaden zu erhalten. Robert Murray McCheyne sagte weise: „Werfen Sie für jeden einzelnen Blick auf Ihre Sünden zehn Blicke auf Christus.“ Er begegnete damit unserer Neigung, dieses 10:1-Verhältnis umzukehren, indem wir über unser Versagen brüteten und den Herrn der Gnade vergaßen. Was McCheyne über unsere Sünden sagt, können wir auch auf unser Leiden anwenden. Sagen Sie für jeden einzelnen Satz, den Sie zu anderen über Ihren Krebs sagen, zehn Sätze über Ihren Gott und Ihre Hoffnung und darüber, was er Sie lehrt, und über die kleinen Segnungen an jedem Tag. Verbringen Sie für jede Stunde, die Sie mit Nachforschungen oder Gesprächen über Ihren Krebs verbringen, 10 Stunden damit, über Ihren Herrn nachzuforschen, zu sprechen und ihm zu dienen. Beziehen Sie alles, was Sie über Ihren Krebs erfahren, zurück auf ihn und seine Absichten, dann werden Sie nicht davon besessen.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''7. Sie vergeuden Ihren Krebs, wenn Sie sich von ihm in die Einsamkeit treiben lassen, statt Ihre Beziehungen mit offenkundiger Liebe zu vertiefen.''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Epaphroditus Paulus die Geschenke überbrachte, die die Kirche der Philipper gesandt hatte, wurde er krank und starb beinahe. Paul sagt den Philippern: „Da er ja sehnlich nach euch allen verlangte und er sehr in Unruhe war, weil ihr gehört hattet, dass er krank war.“ (Philipper 2,26). Was für eine erstaunliche Antwort! Es heißt nicht, dass sie in Unruhe waren, weil er krank war, sondern dass er in Unruhe war, weil sie gehört hatten, dass er krank war. Ein solches Herz will Gott mit dem Krebs erschaffen: ein zutiefst liebendes, sorgendes Herz für die Menschen. Vergeuden Sie Ihren Krebs nicht, indem Sie sich in sich selbst zurückziehen. &lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;'''DP:''' Unsere Kultur hat schreckliche Angst davor, dem Tod zu begegnen. Sie ist von der Medizin besessen. Sie erhebt Jugend, Gesundheit und Energie zum Idol. Sie versucht, jegliche Anzeichen von Schwäche oder Unvollkommenheit zu verbergen. Sie werden anderen großen Segen bringen, wenn Sie in Ihren Schwächen offen, glaubend und liebend leben. Paradoxerweise stärkt es andere, wenn man sich mit Schmerzen und Schwäche nach außen in Beziehungen begibt. „Füreinander da sein“ ist eine in zwei Richtungen befahrbare Straße des großzügigen Gebens und dankbaren Empfangens. Ihre Bedürftigkeit gibt anderen eine Möglichkeit, zu lieben. Und da Liebe stets Gottes höchstes Ziel auch bei Ihnen ist, werden Sie seine schönste und freudenreichste Lektion lernen, indem Sie kleine Gelegenheiten finden, Sorge für andere auszudrücken, wenn Sie selbst am schwächsten sind. Eine große, lebensbedrohliche Schwäche kann sich als erstaunlich befreiend erweisen. Es bleibt Ihnen nichts zu tun, als von Gott und anderen Menschen geliebt zu werden, und Gott und andere Menschen zu lieben.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''8. Sie vergeuden Ihren Krebs, wenn Sie trauern wie jene, die keine Hoffnung haben.''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paulus verwendete diese Worte in Bezug auf jene, denen geliebte Menschen gestorben waren: „Wir wollen euch aber, Brüder, nicht in Unkenntnis lassen über die Entschlafenen, damit ihr nicht betrübt seid wie die übrigen, die keine Hoffnung haben.“ (1. Thessalonicher 4,13). Es gibt Trauer beim Tod. Selbst für den Glaubenden, der stirbt, gibt es einen zeitweiligen Verlust - einen Verlust des Körpers, und einen Verlust der geliebten Menschen hier, und einen Verlust des geistlichen Dienstes auf Erden. Doch die Trauer ist anders – sie ist von Hoffnung durchdrungen. „Wir möchten lieber ausheimisch vom Leib und einheimisch beim Herrn sein.“ (2. Korinther 5,8). Vergeuden Sie Ihren Krebs nicht, indem Sie trauern wie jene, die keine Hoffnung haben. &lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;'''DP:''' Zeigen Sie der Welt diese andere Art des Trauerns. Paulus sagte, er hätte „Traurigkeit über Traurigkeit&amp;quot; gehabt, wenn sein Freund Epaphroditus gestorben wäre. Er war traurig gewesen, als er die schmerzliche Last der Krankheit seines Freundes spürte. Er wäre doppelt traurig gewesen, wenn sein Freund gestorben wäre. Doch diese liebende, ehrliche, gottorientierte Traurigkeit existierte neben „freut euch jederzeit“ und „der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft“ und „echte Sorge für dein Wohlergehen zeigen“. Wie kann denn aber ein seelischer Schmerz neben Liebe, Freude, Frieden und einem unzerstörbaren Gefühl eines Sinns des Lebens existieren. In der inneren Logik des Glaubens ergibt das einen perfekten Sinn. Tatsächlich kann es sein, dass Sie, genau weil Sie Hoffnung haben, die Leiden dieses Lebens heftiger spüren: Traurigkeit über Traurigkeit. Im Gegensatz dazu wählt die Trauer, die keine Hoffnung hat, oft Verleugnung oder Flucht oder Geschäftigkeit, weil sie sich der Realität nicht stellen kann, ohne zu verzweifeln. Bei Christus wissen Sie, was auf dem Spiel steht, und daher spüren Sie heftig das Schlechte dieser gefallenen Welt. Sie nehmen Schmerz und Tod nicht als sicher an. Sie lieben, was gut ist, und hassen, was böse ist. Schließlich folgen Sie dem Bild „eines Menschen der Leiden, der mit der Trauer vertraut ist&amp;quot;. Doch dieser Jesus nahm sein Kreuz willentlich auf sich „für die Freude, die vor ihm lag“. Er lebte und starb in der Hoffnung, dass alles wahr würde. Sein Schmerz wurde nicht durch Verleugnung oder Medizin betäubt, und er war auch nicht gefärbt von Verzweiflung, Furcht oder Um-sich-Schlagen nach irgendeinem Strohhalm der Hoffnung, der seine Lage ändern könnte. Jesu letzte Versprechen sind voller Freude fester Hoffnung mitten im Leiden: „Meine Freude sei in euch und eure Freude werde völlig. Eure Traurigkeit wird zur Freude werden. Eure Freude nimmt niemand von euch. Bittet, und ihr werdet empfangen, damit eure Freude völlig sei. Dieses rede ich in der Welt, damit sie meine Freude völlig in sich haben.” (Auswahl aus Johannes 15-17).&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''9. Sie vergeuden Ihren Krebs, wenn Sie die Sünde so beiläufig wie bisher behandeln.''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sind Ihre eingefleischten Sünden so verlockend wie vor Ihrem Krebs? Wenn ja, verschwenden Sie Ihren Krebs. Der Krebs soll den Appetit auf Sünde zerstören. Stolz, Gier, Lüsternheit, Hass, Unversöhnlichkeit, Ungeduld, Faulheit, Verzögern – all diese sind die Gegner, die der Krebs angreifen soll. Denken Sie nicht nur daran, gegen den Krebs zu kämpfen. Denken Sie auch daran, mit dem Krebs zu kämpfen. All diese Dinge sind schlimmere Feinde als der Krebs. Verschwenden Sie nicht die Macht des Krebses, diese Feinde zu vernichten. Lassen Sie durch die Gegenwart der Ewigkeit die Sünden der Zeit so sinnlos aussehen, wie sie tatsächlich sind. „Denn was wird es einem Menschen nützen, wenn er die ganze Welt gewönne, sich selbst aber verlöre oder einbüßte?“ (Lukas 9,25). &lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;'''DP:''' Das Leiden ist tatsächlich dazu da, Sie der Sünde zu entwöhnen und Ihren Glauben zu stärken. Wenn Sie Gott-los sind, dann vergrößert das Leiden die Sünde. Werden Sie in Ihrer Lebensführung bitterer werden, verzweifelter, süchtiger, ängstlicher, rasender, vermeidender, sentimentaler, gottloser? Werden Sie so tun, als sei alles wie immer? Werden Sie mit dem Tod einig werden, zu Ihren Bedingungen? Aber wenn Sie Gott gehören, wird das Leiden in den Händen Christi Sie verändern, immer langsam, manchmal schnell. Sie werden mit dem Leben und dem Tod zu seinen Bedingungen einig werden. Er wird Sie gütig machen, Sie reinigen, Sie von Eitelkeiten befreien. Er wird dafür sorgen, dass Sie ihn brauchen und ihn lieben. Er ordnet Ihre Prioritäten neu, damit die wichtigsten Dinge öfter am wichtigsten sind. Er wird mit Ihnen gehen. Natürlich werden Sie manchmal versagen, vielleicht von Reizbarkeit oder Grübelei, Wirklichkeitsflucht oder Ängsten gepackt werden. Doch er wird Sie immer aufheben, wenn Sie stolpern. Ihr innerer Feind – ein moralischer Krebs, der zehntausend Mal tödlicher ist als Ihr körperlicher Krebs – wird absterben, wenn Sie immer weiter Ihren Retter suchen und finden: „Um deines Namens willen, HERR, vergib mir meine Schuld, denn sie ist groß. Wer ist nun der Mann, der den HERRN fürchtet? Ihn wird er unterweisen in dem Weg, den er wählen soll.“ (Psalm 25).&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''10. Sie vergeuden Ihren Krebs, wenn Sie ihn nicht als ein Mittel nutzen, Wahrheit und Herrlichkeit Christi zu bezeugen.''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christen sind niemals irgendwo durch göttlichen Zufall. Es gibt Gründe dafür, dass wir dort ankommen, wo wir sind. Bedenken Sie, was Jesus über schmerzhafte, ungeplante Umstände sagte: „Vor diesem allem aber werden sie ihre Hände an euch legen und euch verfolgen, indem sie euch an die Synagogen und Gefängnisse überliefern, um euch vor Könige und Statthalter zu führen um meines Namens willen. Es wird euch aber zu einem Zeugnis ausschlagen.” (Lukas 21,12 -13). Ebenso ist es mit dem Krebs. Er wird eine Möglichkeit sein, Zeugnis abzulegen. Christus ist unendlich wertvoll. Hier ist eine goldwerte Möglichkeit zu zeigen, dass er mehr wert ist als das Leben. Vergeuden Sie sie nicht. &lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;'''DP:''' Jesus ist Ihr Leben. Er ist der Mensch, vor dem sich jedes Knie beugt. Er hat den Tod ein für allemal überwunden. Er wird zu Ende bringen, was er begonnen hat. Lassen Sie Ihr Licht leuchten, indem Sie in ihm, von ihm, durch ihn, für ihn leben. Ein altes geistliches Lied drückt es so aus: &lt;br /&gt;
Christus sei mit mir, &lt;br /&gt;
Christus in mir, Christus hinter mir, &lt;br /&gt;
Chrisus vor mir, &lt;br /&gt;
Christus neben mir, &lt;br /&gt;
Christus, um mich zu gewinnen, &lt;br /&gt;
Christus, um mich zu trösten und wieder herzustellen, &lt;br /&gt;
Christus unter mir, &lt;br /&gt;
Christus über mir, &lt;br /&gt;
Christus in Stille, &lt;br /&gt;
Christus in Gefahr, &lt;br /&gt;
Christus in den Herzen aller, die mich lieben, &lt;br /&gt;
Christus im Mund von Freund und Fremdem &lt;br /&gt;
(aus „I bind unto myself the name“ [etwa: „Ich binde an mich den Namen&amp;quot;])&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Ihrem Krebs bedürfen Sie Ihrer Brüder und Schwestern, um die Wahrheit und Herrlichkeit Christi zu bezeugen, mit Ihnen zu gehen, ihren Glauben an Ihrer Seite auszuleben, Sie zu lieben. Und Sie können mit Ihnen und mit allen anderen dasselbe tun und zu dem Herzen werden, das Freunde wie Fremde mit der Liebe Christi liebt, zum Mund, der mit Hoffnung für Freunde wie Fremde gefüllt ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denken Sie daran, dass Sie nicht verlassen sind. Sie werden die Hilfe haben, die Sie brauchen. „Mein Gott aber wird alles, was ihr bedürft, erfüllen nach seinem Reichtum in Herrlichkeit in Christus Jesus.” (Philipper 4,19) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pastor John&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Browniekr</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://en.gospeltranslations.org/wiki/Don%27t_Waste_Your_Cancer/de</id>
		<title>Don't Waste Your Cancer/de</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://en.gospeltranslations.org/wiki/Don%27t_Waste_Your_Cancer/de"/>
				<updated>2008-11-22T00:20:57Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Browniekr: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|Den Krebs nicht vergeuden}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Anmerkung des Herausgebers: Unser Freund David Powlison von der Christian Counseling and Education Foundation (Christliche Stiftung für Beratung und Bildung), bei dem ebenfalls vor kurzem Prostatakrebs diagnostiziert wurde, hat John Pipers zehn Punkten einige hilfreiche Erweiterungen hinzugefügt. Eingerückte Absätze, vor denen „DP:“ steht, stammen von David Powlison.] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich schreibe diesen Text am Vorabend einer Prostata-Operation. Ich glaube an Gottes Heilkraft – durch Wunder wie durch die Medizin. Ich glaube, dass es gut und richtig ist, um beide Arten der Heilung zu beten. Der Krebs ist nicht sinnlos, wenn er von Gott geheilt wird. Ihm gebührt die Ehre, und genau deshalb gibt es den Krebs. Wenn man also nicht um Heilung betet, kann es sein, dass der Krebs vergeudet wird. Doch Heilung ist nicht Gottes Plan für jeden. Und es gibt viele andere Möglichkeiten, den Krebs zu vergeuden. Ich bete für mich selbst und für Sie, damit wir diesen Schmerz nicht vergeuden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;'''DP''': Ich (David Powlison) füge John Pipers Worten diese Gedanken hinzu, und zwar an dem Morgen, nachdem bei mir Prostatakrebs diagnostiziert wurde (3. März 2006). Die zehn Hauptpunkte und der jeweils erste Absatz sind von ihm; der jeweils zweite Absatz ist von mir.&amp;lt;/blockquote&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;'''1. Sie vergeuden Ihren Krebs, wenn Sie nicht daran glauben, dass er von Gott für Sie vorgesehen ist.''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es genügt nicht, zu sagen, dass Gott unseren Krebs nur benutzt, ihn jedoch nicht vorsieht. Was Gott zulässt, lässt er aus einem bestimmten Grund zu. Und dieser Grund ist sein Plan. Wenn Gott vorhersieht, dass aus molekularen Veränderungen Krebs wird, kann er diesen aufhalten oder auch nicht. Tut er es nicht, verfolgt er eine Absicht. Da er unendlich weise ist, kann man diese Absicht einen Plan nennen. Satan ist real und verursacht viele Freuden und Schmerzen. Doch er ist nicht endgültig. Wenn er also Hiob mit bösen Geschwüren schlägt (Hiob 2,7), führt Hiob dies letzten Endes auf Gott zurück (Hiob 2,10) und der erleuchtete Schreiber stimmt dem zu: „Sie … trösteten ihn wegen all des Unglücks, das der HERR über ihn gebracht hatte.“ (Hiob 42,11). Wenn Sie nicht glauben, dass Ihr Krebs von Gott für Sie geplant ist, vergeuden Sie ihn. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;'''DP:''' Seine planende Hand zu erkennen macht Sie nicht stoisch oder unehrlich oder gekünstelt lebhaft. Stattdessen entlockt und lenkt die Wirklichkeit von Gottes Plan Ihr ehrliches Aufschreien zu Ihrem einzig wahren Retter. Gottes Plan lädt zur ehrlichen Rede ein, statt uns zum Schweigen und damit zur Resignation zu bringen. Denken Sie an die Ehrlichkeit der Psalmen, an König Hiskia (Jesaja 38), an Habakuk 3. Diese Menschen sind mit schonungsloser Offenheit und glaubhaft ehrlich, weil sie wissen, dass Gott Gott ist, und ihre Hoffnung in ihn setzen. Psalm 28 lehrt Sie das leidenschaftliche, direkte Gebet zu Gott. Er muss Sie hören. Er wird Sie hören. Er wird weiter in Ihnen und Ihrer Situation arbeiten. Dieser Aufschrei entstammt Ihrem Gefühl, dass Sie Hilfe brauchen (28,1-2). Nennen Sie dann Gott Ihre speziellen Sorgen (28,3-5). Es steht Ihnen frei, das Gebet mit Ihren eigenen Anliegen zu personalisieren. Oftmals ist es bei den „verschiedenen Versuchungen“ des Lebens (Jakobus 1,2) so, dass das, womit Sie konfrontiert sind, nicht in Einzelheiten dem entspricht, womit David oder Jesus konfrontiert waren – doch die Dynamik des Glaubens ist dieselbe. Haben Sie Ihre Sorgen auf ihn geworfen, der für Sie sorgt, dann verleihen Sie Ihrer Freude Ausdruck (28,6-7): der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft. Schließlich, da Glaube sich stets in Liebe verwandelt, werden Ihre persönliche Not und Freude sich erweitern zu liebevoller Sorge für andere (28,8-9). Krankheit kann Ihre Wahrnehmung dafür schärfen, wie gründlich Gott schon und immer schon in jedem Detail Ihres Lebens gearbeitet hat.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;'''2. Sie vergeuden Ihren Krebs, wenn Sie glauben, dass er ein Fluch und kein Geschenk ist.''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Also [gibt es] jetzt keine Verdammnis für die, welche in Christus Jesus sind.“ (Römer 8,1). „Christus hat uns losgekauft von dem Fluch des Gesetzes, indem er ein Fluch für uns geworden ist“ (Galater 3,13). „Denn es gibt keine Zauberei gegen Jakob und keine Wahrsagerei gegen Israel.” (4. Mose (Numeri) 23:23). „Denn Gott, der HERR, ist Sonne und Schild. Gnade und Herrlichkeit wird der HERR geben, kein Gutes vorenthalten denen, die in Lauterkeit wandeln.” (Psalm 84:12). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;'''DP:''' Der Segen erscheint in dem, was Gott für uns, mit uns, durch uns tut. Er bringt seine großartige und gnadenvolle Versöhnung auf die Ebene des Fluchs. Ihr Krebs ist selbst einer jener 10.000 „Todesschatten“ (Psalm 23,4), die über jeden von uns kommen: all die Bedrohungen, Verluste, Schmerzen, Unvollständigkeit, Enttäuschung, Böses. Doch in seinen geliebten Kinder bewirkt unser Vater ein überaus freundliches Gutes durch unsere schmerzvollsten Verluste; manchmal, indem er heilt und den Körper wieder herstellt (vorübergehend, bis zur Auferstehung der Toten zum ewigen Leben), immer, indem er uns erhält und lehrt, auf dass wir ihn einfacher verstehen und lieben. Auf dem Prüfstand des Bösen wird Ihr Glaube tief und real und Ihre Liebe wird zielbewusst und weise: Jakobus 1,2-5; 1. Petrus 1,3-9; Römer 5,1-5; Römer 8,18-39.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3. Sie vergeuden Ihren Krebs, wenn Sie Trost bei Ihren Chancen suchen statt bei Gott.''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Plan Gottes bei Ihrem Krebs besteht nicht darin, Sie in der rationalistischen, menschlichen Berechnung der Chancen zu schulen. Die Welt erhält Trost aus ihren Chancen. Nicht so die Christen. Manche zählen ihre Wagen (Prozentsatz der Überlebenschancen) und manche zählen ihre Rosse (Nebenwirkungen der Behandlung), wir aber zählen auf den Namen des Herrn, unseres Gottes (Psalm 20,7). Gottes Plan wird deutlich in 2. Korinther 1,9: „Wir selbst aber hatten in uns selbst [schon] das Urteil des Todes erhalten, damit wir nicht auf uns selbst vertrauten, sondern auf Gott, der die Toten auferweckt.“ Das Ziel Gottes bei unserem Krebs besteht (neben tausend anderen guten Dingen) darin, die Stützen props unter unseren Herzen wegzuschlagen, damit wir uns ganz auf ihn verlassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;'''DP:''' Gott selbst ist Ihr Trost. Er gibt sich selbst hin. Der Choral „Stille, mein Wille“ (von Katharina von Schlegel) rechnet die Chancen richtig aus: Wir werden mit 100-prozentiger Sicherheit leiden und Christus wird uns mit 100-prozentiger Sicherheit begegnen, zu uns kommen, uns trösten und die reinsten Freuden der Liebe wieder einsetzen. Das geistliche Lied „How Firm a Foundation“ (etwa: „Welch fester Grund“) rechnet die Chancen auf die gleiche Weise aus: Sie werden mit 100-prozentiger Sicherheit „ernste Qualen durchleben“, und Ihr Retter wird mit 100-prozentiger Sicherheit „mit dir sein, um deine Sorgen zu segnen und deine tiefste Verzweiflung zu heiligen.“ Bei Gott spielen Sie nicht mit Prozentsätzen, sondern Sie leben mit Sicherheiten.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4. Sie vergeuden Ihren Krebs, wenn Sie sich weigern, über den Tod nachzudenken.''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir werden alle sterben, wenn Jesus seine Wiederkehr verschiebt. Nicht darüber nachzudenken, wie es sein wird, wenn man diese Welt verlässt und Gott begegnet, ist töricht. In Prediger 7,2 heißt es: „Besser, ins Haus der Trauer [zu einer Beerdigung] zu gehen, als ins Haus des Gastmahls zu gehen; denn jenes ist das Ende aller Menschen, und der Lebende nimmt es sich zu Herzen.“ Wie kann man es sich zu Herzen nehmen, wenn man nicht darüber nachdenkt? In Psalm 90,12 heißt es: „So lehre [uns] denn zählen unsere Tage, damit wir ein weises Herz erlangen!“ Die Tage zu zählen heißt, darüber nachzudenken, wie wenige es sind, und dass sie enden werden. Wie will man ein weises Herz erlangen, wenn man sich weigert, darüber nachzudenken? Wie sinnlos, wenn wir nicht über den Tod nachdenken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;'''DP:''' Paulus beschreibt den Heiligen Geist als die unsichtbare innere „Anzahlung“ auf die Sicherheit des Lebens. Durch den Glauben gibt der Herr einen süßen Vorgeschmack auf die direkte Wirklichkeit des ewigen Lebens in Gegenwart unseres Gottes und Christi. Wir könnten auch sagen, der Krebs sei eine „Anzahlung“ auf den unvermeidlichen Tod, und gäbe einem einen bitteren Vorgeschmack auf die Realität unserer Sterblichkeit. Krebs ist ein Wegweiser, der auf etwas viel größeres verweist: den letzten Feind, dem Sie sich stellen müssen. Doch Christus hat diesen letzten Feind besiegt: 1. Korinther 15. Der Tod wird vom Sieg verschlungen. Der Krebs ist nur ein Kundschaftertrupp des Feindes auf Patrouille. Er hat keine endgültige Macht, wenn Sie ein Kind der Auferstehung sind, daher können Sie ihm ins Auge schauen.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''5. Sie vergeuden Ihren Krebs, wenn Sie meinen, den Krebs zu „schlagen“ bedeute, am Leben zu bleiben und nicht, an Christus festzuhalten.''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Satans und Gottes Pläne mit Ihrem Krebs sind nicht dieselben. Satan plant, Ihre Liebe für Christus zu zerstören. Gott plant, Ihre Liebe zu Christus zu vertiefen. Der Krebs gewinnt nicht, wenn Sie sterben. Er gewinnt, wenn Sie nicht an Christus festhalten. Gottes Plan ist es, Sie von der Brust der Welt zu entwöhnen und Sie mit der ausreichenden Fülle Christi zu nähren. Er soll Ihnen helfen, dies zu sagen und zu fühlen: „Ich achte auch alles für Verlust um der unübertrefflichen Größe der Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn, willen.“ Und deshalb zu wissen: „Denn das Leben ist für mich Christus und das Sterben Gewinn.“ (Philipper 3,8; 1,21). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;'''DP:''' An Christus festzuhalten drückt die beiden Kernaktivitäten des Glaubens aus: dringende Bedürftigkeit und völlige Freude. Viele Psalmen sind ein Aufschrei in Moll; wir halten an unserem Retter fest, indem wir seiner bedürfen, um uns von realen Sorgen, realen Sünden, realen Leiden, realen Ängsten zu erretten. Viele Psalmen sind ein Gesang in Dur: Wir halten an unserem Retter fest, indem wir uns an ihm erfreuen, ihn lieben, ihm für alles danken, was er Gutes an uns getan hat, uns freuen, dass seine Rettung die schwerwiegendste Sache der Welt ist und er das letzte Wort hat. Und viele Psalmen beginnen in der einen Tonart und enden in der anderen. An Christus festzuhalten ist nicht eintönig; man durchlebt das gesamte Spektrum menschlicher Erfahrungen mit ihm. Den Krebs zu „schlagen“ bedeutet, in dem Wissen zu leben, dass Ihr Vater sich seines geliebten Kindes erbarmt, weil er Ihre Gestalt kennt und weiß, dass Sie nichts als Staub sind. Jesus Christus ist der Weg, die Wahrheit und das Leben. Zu leben bedeutet, ihn zu kennen, den zu kennen zu lieben bedeutet.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''6. Sie vergeuden Ihren Krebs, wenn Sie zu viel Zeit darauf verwenden, über Krebs zu lesen, und nicht genug Zeit darauf, über Gott zu lesen.''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist nicht falsch, sich über Krebs zu informieren. Unwissenheit ist keine Tugend. Doch die Verlockung, immer mehr zu wissen und der fehlende Eifer, Gott immer mehr zu kennen, sind symptomatisch für den Unglauben. Der Krebs soll uns zur Wirklichkeit Gottes erwecken. Er soll dem Gebot in Hosea 6,3 Gefühl und Kraft verleihen: „So lasst uns [ihn] erkennen, [ja,] lasst uns nachjagen der Erkenntnis des HERRN!“ Er soll uns zur Wahrheit in Daniel 11,32 erwecken: „Das Volk, das seinen Gott kennt, wird sich stark erweisen und entsprechend handeln.“ Er soll aus uns unerschütterliche, unzerstörbare Eichenbäume machen: „Er hat seine Lust am Gesetz des HERRN und sinnt über sein Gesetz Tag und Nacht! Er ist wie ein Baum, gepflanzt an Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und dessen Laub nicht verwelkt; alles was er tut, gelingt ihm.“ (Psalm 1,2-3). Wie sinnlos ist der Krebs, wenn wir Tag und Nacht über Krebs nachlesen und nicht über Gott. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;'''DP:''' Was für Ihr Leseverhalten gilt, hat auch für Ihre Gespräche mit Anderen Gültigkeit. Andere Menschen werden oft ihre Fürsorge und Besorgnis ausdrücken, indem sie sich nach Ihrer Gesundheit erkundigen. Das ist gut, doch bleibt das Gespräch leicht dort stecken. Erzählen Sie ihnen also offen von Ihrer Krankheit und ersuchen Sie sie um ihre Gebete und ihren Rat; geben Sie dann jedoch dem Gespräch eine andere Richtung, indem Sie Ihnen erzählen, was Ihr Gott tut, um Sie getreu mit 10.000 Gnaden zu erhalten. Robert Murray McCheyne sagte weise: „Werfen Sie für jeden einzelnen Blick auf Ihre Sünden zehn Blicke auf Christus.“ Er begegnete damit unserer Neigung, dieses 10:1-Verhältnis umzukehren, indem wir über unser Versagen brüteten und den Herrn der Gnade vergaßen. Was McCheyne über unsere Sünden sagt, können wir auch auf unser Leiden anwenden. Sagen Sie für jeden einzelnen Satz, den Sie zu anderen über Ihren Krebs sagen, zehn Sätze über Ihren Gott und Ihre Hoffnung und darüber, was er Sie lehrt, und über die kleinen Segnungen an jedem Tag. Verbringen Sie für jede Stunde, die Sie mit Nachforschungen oder Gesprächen über Ihren Krebs verbringen, 10 Stunden damit, über Ihren Herrn nachzuforschen, zu sprechen und ihm zu dienen. Beziehen Sie alles, was Sie über Ihren Krebs erfahren, zurück auf ihn und seine Absichten, dann werden Sie nicht davon besessen.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7. Sie vergeuden Ihren Krebs, wenn Sie sich von ihm in die Einsamkeit treiben lassen, statt Ihre Beziehungen mit offenkundiger Liebe zu vertiefen.''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Epaphroditus Paulus die Geschenke überbrachte, die die Kirche der Philipper gesandt hatte, wurde er krank und starb beinahe. Paul sagt den Philippern: „Da er ja sehnlich nach euch allen verlangte und er sehr in Unruhe war, weil ihr gehört hattet, dass er krank war.“ (Philipper 2,26). Was für eine erstaunliche Antwort! Es heißt nicht, dass sie in Unruhe waren, weil er krank war, sondern dass er in Unruhe war, weil sie gehört hatten, dass er krank war. Ein solches Herz will Gott mit dem Krebs erschaffen: ein zutiefst liebendes, sorgendes Herz für die Menschen. Vergeuden Sie Ihren Krebs nicht, indem Sie sich in sich selbst zurückziehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;'''DP:''' Unsere Kultur hat schreckliche Angst davor, dem Tod zu begegnen. Sie ist von der Medizin besessen. Sie erhebt Jugend, Gesundheit und Energie zum Idol. Sie versucht, jegliche Anzeichen von Schwäche oder Unvollkommenheit zu verbergen. Sie werden anderen großen Segen bringen, wenn Sie in Ihren Schwächen offen, glaubend und liebend leben. Paradoxerweise stärkt es andere, wenn man sich mit Schmerzen und Schwäche nach außen in Beziehungen begibt. „Füreinander da sein“ ist eine in zwei Richtungen befahrbare Straße des großzügigen Gebens und dankbaren Empfangens. Ihre Bedürftigkeit gibt anderen eine Möglichkeit, zu lieben. Und da Liebe stets Gottes höchstes Ziel auch bei Ihnen ist, werden Sie seine schönste und freudenreichste Lektion lernen, indem Sie kleine Gelegenheiten finden, Sorge für andere auszudrücken, wenn Sie selbst am schwächsten sind. Eine große, lebensbedrohliche Schwäche kann sich als erstaunlich befreiend erweisen. Es bleibt Ihnen nichts zu tun, als von Gott und anderen Menschen geliebt zu werden, und Gott und andere Menschen zu lieben.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8. Sie vergeuden Ihren Krebs, wenn Sie trauern wie jene, die keine Hoffnung haben.''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paulus verwendete diese Worte in Bezug auf jene, denen geliebte Menschen gestorben waren: „Wir wollen euch aber, Brüder, nicht in Unkenntnis lassen über die Entschlafenen, damit ihr nicht betrübt seid wie die übrigen, die keine Hoffnung haben.“ (1. Thessalonicher 4,13). Es gibt Trauer beim Tod. Selbst für den Glaubenden, der stirbt, gibt es einen zeitweiligen Verlust - einen Verlust des Körpers, und einen Verlust der geliebten Menschen hier, und einen Verlust des geistlichen Dienstes auf Erden. Doch die Trauer ist anders – sie ist von Hoffnung durchdrungen. „Wir möchten lieber ausheimisch vom Leib und einheimisch beim Herrn sein.“ (2. Korinther 5,8). Vergeuden Sie Ihren Krebs nicht, indem Sie trauern wie jene, die keine Hoffnung haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;'''DP:''' Zeigen Sie der Welt diese andere Art des Trauerns. Paulus sagte, er hätte „Traurigkeit über Traurigkeit&amp;quot; gehabt, wenn sein Freund Epaphroditus gestorben wäre. Er war traurig gewesen, als er die schmerzliche Last der Krankheit seines Freundes spürte. Er wäre doppelt traurig gewesen, wenn sein Freund gestorben wäre. Doch diese liebende, ehrliche, gottorientierte Traurigkeit existierte neben „freut euch jederzeit“ und „der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft“ und „echte Sorge für dein Wohlergehen zeigen“. Wie kann denn aber ein seelischer Schmerz neben Liebe, Freude, Frieden und einem unzerstörbaren Gefühl eines Sinns des Lebens existieren. In der inneren Logik des Glaubens ergibt das einen perfekten Sinn. Tatsächlich kann es sein, dass Sie, genau weil Sie Hoffnung haben, die Leiden dieses Lebens heftiger spüren: Traurigkeit über Traurigkeit. Im Gegensatz dazu wählt die Trauer, die keine Hoffnung hat, oft Verleugnung oder Flucht oder Geschäftigkeit, weil sie sich der Realität nicht stellen kann, ohne zu verzweifeln. Bei Christus wissen Sie, was auf dem Spiel steht, und daher spüren Sie heftig das Schlechte dieser gefallenen Welt. Sie nehmen Schmerz und Tod nicht als sicher an. Sie lieben, was gut ist, und hassen, was böse ist. Schließlich folgen Sie dem Bild „eines Menschen der Leiden, der mit der Trauer vertraut ist&amp;quot;. Doch dieser Jesus nahm sein Kreuz willentlich auf sich „für die Freude, die vor ihm lag“. Er lebte und starb in der Hoffnung, dass alles wahr würde. Sein Schmerz wurde nicht durch Verleugnung oder Medizin betäubt, und er war auch nicht gefärbt von Verzweiflung, Furcht oder Um-sich-Schlagen nach irgendeinem Strohhalm der Hoffnung, der seine Lage ändern könnte. Jesu letzte Versprechen sind voller Freude fester Hoffnung mitten im Leiden: „Meine Freude sei in euch und eure Freude werde völlig. Eure Traurigkeit wird zur Freude werden. Eure Freude nimmt niemand von euch. Bittet, und ihr werdet empfangen, damit eure Freude völlig sei. Dieses rede ich in der Welt, damit sie meine Freude völlig in sich haben.” (Auswahl aus Johannes 15-17).&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''9. Sie vergeuden Ihren Krebs, wenn Sie die Sünde so beiläufig wie bisher behandeln.''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sind Ihre eingefleischten Sünden so verlockend wie vor Ihrem Krebs? Wenn ja, verschwenden Sie Ihren Krebs. Der Krebs soll den Appetit auf Sünde zerstören. Stolz, Gier, Lüsternheit, Hass, Unversöhnlichkeit, Ungeduld, Faulheit, Verzögern – all diese sind die Gegner, die der Krebs angreifen soll. Denken Sie nicht nur daran, gegen den Krebs zu kämpfen. Denken Sie auch daran, mit dem Krebs zu kämpfen. All diese Dinge sind schlimmere Feinde als der Krebs. Verschwenden Sie nicht die Macht des Krebses, diese Feinde zu vernichten. Lassen Sie durch die Gegenwart der Ewigkeit die Sünden der Zeit so sinnlos aussehen, wie sie tatsächlich sind. „Denn was wird es einem Menschen nützen, wenn er die ganze Welt gewönne, sich selbst aber verlöre oder einbüßte?“ (Lukas 9,25). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;'''DP:''' Das Leiden ist tatsächlich dazu da, Sie der Sünde zu entwöhnen und Ihren Glauben zu stärken. Wenn Sie Gott-los sind, dann vergrößert das Leiden die Sünde. Werden Sie in Ihrer Lebensführung bitterer werden, verzweifelter, süchtiger, ängstlicher, rasender, vermeidender, sentimentaler, gottloser? Werden Sie so tun, als sei alles wie immer? Werden Sie mit dem Tod einig werden, zu Ihren Bedingungen? Aber wenn Sie Gott gehören, wird das Leiden in den Händen Christi Sie verändern, immer langsam, manchmal schnell. Sie werden mit dem Leben und dem Tod zu seinen Bedingungen einig werden. Er wird Sie gütig machen, Sie reinigen, Sie von Eitelkeiten befreien. Er wird dafür sorgen, dass Sie ihn brauchen und ihn lieben. Er ordnet Ihre Prioritäten neu, damit die wichtigsten Dinge öfter am wichtigsten sind. Er wird mit Ihnen gehen. Natürlich werden Sie manchmal versagen, vielleicht von Reizbarkeit oder Grübelei, Wirklichkeitsflucht oder Ängsten gepackt werden. Doch er wird Sie immer aufheben, wenn Sie stolpern. Ihr innerer Feind – ein moralischer Krebs, der zehntausend Mal tödlicher ist als Ihr körperlicher Krebs – wird absterben, wenn Sie immer weiter Ihren Retter suchen und finden: „Um deines Namens willen, HERR, vergib mir meine Schuld, denn sie ist groß. Wer ist nun der Mann, der den HERRN fürchtet? Ihn wird er unterweisen in dem Weg, den er wählen soll.“ (Psalm 25).&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10. Sie vergeuden Ihren Krebs, wenn Sie ihn nicht als ein Mittel nutzen, Wahrheit und Herrlichkeit Christi zu bezeugen.''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christen sind niemals irgendwo durch göttlichen Zufall. Es gibt Gründe dafür, dass wir dort ankommen, wo wir sind. Bedenken Sie, was Jesus über schmerzhafte, ungeplante Umstände sagte: „Vor diesem allem aber werden sie ihre Hände an euch legen und euch verfolgen, indem sie euch an die Synagogen und Gefängnisse überliefern, um euch vor Könige und Statthalter zu führen um meines Namens willen. Es wird euch aber zu einem Zeugnis ausschlagen.” (Lukas 21,12 -13). Ebenso ist es mit dem Krebs. Er wird eine Möglichkeit sein, Zeugnis abzulegen. Christus ist unendlich wertvoll. Hier ist eine goldwerte Möglichkeit zu zeigen, dass er mehr wert ist als das Leben. Vergeuden Sie sie nicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;'''DP:''' Jesus ist Ihr Leben. Er ist der Mensch, vor dem sich jedes Knie beugt. Er hat den Tod ein für allemal überwunden. Er wird zu Ende bringen, was er begonnen hat. Lassen Sie Ihr Licht leuchten, indem Sie in ihm, von ihm, durch ihn, für ihn leben. Ein altes geistliches Lied drückt es so aus: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christus sei mit mir, Christus in mir, Christus hinter mir, Chrisus vor mir, Christus neben mir, Christus, um mich zu gewinnen, Christus, um mich zu trösten und wieder herzustellen, Christus unter mir, Christus über mir, Christus in Stille , Christus in Gefahr, Christus in den Herzen aller, die mich lieben, Christus im Mund von Freund und Fremdem (aus „I bind unto myself the name“ [etwa: „Ich binde an mich den Namen&amp;quot;])&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Ihrem Krebs bedürfen Sie Ihrer Brüder und Schwestern, um die Wahrheit und Herrlichkeit Christi zu bezeugen, mit Ihnen zu gehen, ihren Glauben an Ihrer Seite auszuleben, Sie zu lieben. Und Sie können mit Ihnen und mit allen anderen dasselbe tun und zu dem Herzen werden, das Freunde wie Fremde mit der Liebe Christi liebt, zum Mund, der mit Hoffnung für Freunde wie Fremde gefüllt ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denken Sie daran, dass Sie nicht verlassen sind. Sie werden die Hilfe haben, die Sie brauchen. „Mein Gott aber wird alles, was ihr bedürft, erfüllen nach seinem Reichtum in Herrlichkeit in Christus Jesus.” (Philipper 4,19) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pastor John&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Browniekr</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://en.gospeltranslations.org/wiki/Don%27t_Waste_Your_Cancer/de</id>
		<title>Don't Waste Your Cancer/de</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://en.gospeltranslations.org/wiki/Don%27t_Waste_Your_Cancer/de"/>
				<updated>2008-11-18T18:06:25Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Browniekr: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|Den Krebs nicht vergeuden}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Anmerkung des Herausgebers: Unser Freund David Powlison von der Christian Counseling and Education Foundation (Christliche Stiftung für Beratung und Bildung), bei dem ebenfalls vor kurzem Prostatakrebs diagnostiziert wurde, hat John Pipers zehn Punkten einige hilfreiche Erweiterungen hinzugefügt. Eingerückte Absätze, vor denen „DP:“ steht, stammen von David Powlison.] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich schreibe diesen Text am Vorabend einer Prostata-Operation. Ich glaube an Gottes Heilkraft – durch Wunder wie durch die Medizin. Ich glaube, dass es gut und richtig ist, um beide Arten der Heilung zu beten. Der Krebs ist nicht sinnlos, wenn er von Gott geheilt wird. Ihm gebührt die Ehre, und genau deshalb gibt es den Krebs. Wenn man also nicht um Heilung betet, kann es sein, dass der Krebs vergeudet wird. Doch Heilung ist nicht Gottes Plan für jeden. Und es gibt viele andere Möglichkeiten, den Krebs zu vergeuden. Ich bete für mich selbst und für Sie, damit wir diesen Schmerz nicht vergeuden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''DP''': Ich (David Powlison) füge John Pipers Worten diese Gedanken hinzu, und zwar an dem Morgen, nachdem bei mir Prostatakrebs diagnostiziert wurde (3. März 2006). Die zehn Hauptpunkte und der jeweils erste Absatz sind von ihm; der jeweils zweite Absatz ist von mir. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;'''1. Sie vergeuden Ihren Krebs, wenn Sie nicht daran glauben, dass er von Gott für Sie vorgesehen ist.''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es genügt nicht, zu sagen, dass Gott unseren Krebs nur benutzt, ihn jedoch nicht vorsieht. Was Gott zulässt, lässt er aus einem bestimmten Grund zu. Und dieser Grund ist sein Plan. Wenn Gott vorhersieht, dass aus molekularen Veränderungen Krebs wird, kann er diesen aufhalten oder auch nicht. Tut er es nicht, verfolgt er eine Absicht. Da er unendlich weise ist, kann man diese Absicht einen Plan nennen. Satan ist real und verursacht viele Freuden und Schmerzen. Doch er ist nicht endgültig. Wenn er also Hiob mit bösen Geschwüren schlägt (Hiob 2,7), führt Hiob dies letzten Endes auf Gott zurück (Hiob 2,10) und der erleuchtete Schreiber stimmt dem zu: „Sie … trösteten ihn wegen all des Unglücks, das der HERR über ihn gebracht hatte.“ (Hiob 42,11). Wenn Sie nicht glauben, dass Ihr Krebs von Gott für Sie geplant ist, vergeuden Sie ihn. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''DP:''' Seine planende Hand zu erkennen macht Sie nicht stoisch oder unehrlich oder gekünstelt lebhaft. Stattdessen entlockt und lenkt die Wirklichkeit von Gottes Plan Ihr ehrliches Aufschreien zu Ihrem einzig wahren Retter. Gottes Plan lädt zur ehrlichen Rede ein, statt uns zum Schweigen und damit zur Resignation zu bringen. Denken Sie an die Ehrlichkeit der Psalmen, an König Hiskia (Jesaja 38), an Habakuk 3. Diese Menschen sind mit schonungsloser Offenheit und glaubhaft ehrlich, weil sie wissen, dass Gott Gott ist, und ihre Hoffnung in ihn setzen. Psalm 28 lehrt Sie das leidenschaftliche, direkte Gebet zu Gott. Er muss Sie hören. Er wird Sie hören. Er wird weiter in Ihnen und Ihrer Situation arbeiten. Dieser Aufschrei entstammt Ihrem Gefühl, dass Sie Hilfe brauchen (28,1-2). Nennen Sie dann Gott Ihre speziellen Sorgen (28,3-5). Es steht Ihnen frei, das Gebet mit Ihren eigenen Anliegen zu personalisieren. Oftmals ist es bei den „verschiedenen Versuchungen“ des Lebens (Jakobus 1,2) so, dass das, womit Sie konfrontiert sind, nicht in Einzelheiten dem entspricht, womit David oder Jesus konfrontiert waren – doch die Dynamik des Glaubens ist dieselbe. Haben Sie Ihre Sorgen auf ihn geworfen, der für Sie sorgt, dann verleihen Sie Ihrer Freude Ausdruck (28,6-7): der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft. Schließlich, da Glaube sich stets in Liebe verwandelt, werden Ihre persönliche Not und Freude sich erweitern zu liebevoller Sorge für andere (28,8-9). Krankheit kann Ihre Wahrnehmung dafür schärfen, wie gründlich Gott schon und immer schon in jedem Detail Ihres Lebens gearbeitet hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;'''2. Sie vergeuden Ihren Krebs, wenn Sie glauben, dass er ein Fluch und kein Geschenk ist.''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Also [gibt es] jetzt keine Verdammnis für die, welche in Christus Jesus sind.“ (Römer 8,1). „Christus hat uns losgekauft von dem Fluch des Gesetzes, indem er ein Fluch für uns geworden ist“ (Galater 3,13). „Denn es gibt keine Zauberei gegen Jakob und keine Wahrsagerei gegen Israel.” (4. Mose (Numeri) 23:23). „Denn Gott, der HERR, ist Sonne und Schild. Gnade und Herrlichkeit wird der HERR geben, kein Gutes vorenthalten denen, die in Lauterkeit wandeln.” (Psalm 84:12). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''DP:''' Der Segen erscheint in dem, was Gott für uns, mit uns, durch uns tut. Er bringt seine großartige und gnadenvolle Versöhnung auf die Ebene des Fluchs. Ihr Krebs ist selbst einer jener 10.000 „Todesschatten“ (Psalm 23,4), die über jeden von uns kommen: all die Bedrohungen, Verluste, Schmerzen, Unvollständigkeit, Enttäuschung, Böses. Doch in seinen geliebten Kinder bewirkt unser Vater ein überaus freundliches Gutes durch unsere schmerzvollsten Verluste; manchmal, indem er heilt und den Körper wieder herstellt (vorübergehend, bis zur Auferstehung der Toten zum ewigen Leben), immer, indem er uns erhält und lehrt, auf dass wir ihn einfacher verstehen und lieben. Auf dem Prüfstand des Bösen wird Ihr Glaube tief und real und Ihre Liebe wird zielbewusst und weise: Jakobus 1,2-5; 1. Petrus 1,3-9; Römer 5,1-5; Römer 8,18-39. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3. Sie vergeuden Ihren Krebs, wenn Sie Trost bei Ihren Chancen suchen statt bei Gott.''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Plan Gottes bei Ihrem Krebs besteht nicht darin, Sie in der rationalistischen, menschlichen Berechnung der Chancen zu schulen. Die Welt erhält Trost aus ihren Chancen. Nicht so die Christen. Manche zählen ihre Wagen (Prozentsatz der Überlebenschancen) und manche zählen ihre Rosse (Nebenwirkungen der Behandlung), wir aber zählen auf den Namen des Herrn, unseres Gottes (Psalm 20,7). Gottes Plan wird deutlich in 2. Korinther 1,9: „Wir selbst aber hatten in uns selbst [schon] das Urteil des Todes erhalten, damit wir nicht auf uns selbst vertrauten, sondern auf Gott, der die Toten auferweckt.“ Das Ziel Gottes bei unserem Krebs besteht (neben tausend anderen guten Dingen) darin, die Stützen props unter unseren Herzen wegzuschlagen, damit wir uns ganz auf ihn verlassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''DP:''' Gott selbst ist Ihr Trost. Er gibt sich selbst hin. Der Choral „Stille, mein Wille“ (von Katharina von Schlegel) rechnet die Chancen richtig aus: Wir werden mit 100-prozentiger Sicherheit leiden und Christus wird uns mit 100-prozentiger Sicherheit begegnen, zu uns kommen, uns trösten und die reinsten Freuden der Liebe wieder einsetzen. Das geistliche Lied „How Firm a Foundation“ (etwa: „Welch fester Grund“) rechnet die Chancen auf die gleiche Weise aus: Sie werden mit 100-prozentiger Sicherheit „ernste Qualen durchleben“, und Ihr Retter wird mit 100-prozentiger Sicherheit „mit dir sein, um deine Sorgen zu segnen und deine tiefste Verzweiflung zu heiligen.“ Bei Gott spielen Sie nicht mit Prozentsätzen, sondern Sie leben mit Sicherheiten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4. Sie vergeuden Ihren Krebs, wenn Sie sich weigern, über den Tod nachzudenken.''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir werden alle sterben, wenn Jesus seine Wiederkehr verschiebt. Nicht darüber nachzudenken, wie es sein wird, wenn man diese Welt verlässt und Gott begegnet, ist töricht. In Prediger 7,2 heißt es: „Besser, ins Haus der Trauer [zu einer Beerdigung] zu gehen, als ins Haus des Gastmahls zu gehen; denn jenes ist das Ende aller Menschen, und der Lebende nimmt es sich zu Herzen.“ Wie kann man es sich zu Herzen nehmen, wenn man nicht darüber nachdenkt? In Psalm 90,12 heißt es: „So lehre [uns] denn zählen unsere Tage, damit wir ein weises Herz erlangen!“ Die Tage zu zählen heißt, darüber nachzudenken, wie wenige es sind, und dass sie enden werden. Wie will man ein weises Herz erlangen, wenn man sich weigert, darüber nachzudenken? Wie sinnlos, wenn wir nicht über den Tod nachdenken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''DP:''' Paulus beschreibt den Heiligen Geist als die unsichtbare innere „Anzahlung“ auf die Sicherheit des Lebens. Durch den Glauben gibt der Herr einen süßen Vorgeschmack auf die direkte Wirklichkeit des ewigen Lebens in Gegenwart unseres Gottes und Christi. Wir könnten auch sagen, der Krebs sei eine „Anzahlung“ auf den unvermeidlichen Tod, und gäbe einem einen bitteren Vorgeschmack auf die Realität unserer Sterblichkeit. Krebs ist ein Wegweiser, der auf etwas viel größeres verweist: den letzten Feind, dem Sie sich stellen müssen. Doch Christus hat diesen letzten Feind besiegt: 1. Korinther 15. Der Tod wird vom Sieg verschlungen. Der Krebs ist nur ein Kundschaftertrupp des Feindes auf Patrouille. Er hat keine endgültige Macht, wenn Sie ein Kind der Auferstehung sind, daher können Sie ihm ins Auge schauen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''5. Sie vergeuden Ihren Krebs, wenn Sie meinen, den Krebs zu „schlagen“ bedeute, am Leben zu bleiben und nicht, an Christus festzuhalten.''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Satans und Gottes Pläne mit Ihrem Krebs sind nicht dieselben. Satan plant, Ihre Liebe für Christus zu zerstören. Gott plant, Ihre Liebe zu Christus zu vertiefen. Der Krebs gewinnt nicht, wenn Sie sterben. Er gewinnt, wenn Sie nicht an Christus festhalten. Gottes Plan ist es, Sie von der Brust der Welt zu entwöhnen und Sie mit der ausreichenden Fülle Christi zu nähren. Er soll Ihnen helfen, dies zu sagen und zu fühlen: „Ich achte auch alles für Verlust um der unübertrefflichen Größe der Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn, willen.“ Und deshalb zu wissen: „Denn das Leben ist für mich Christus und das Sterben Gewinn.“ (Philipper 3,8; 1,21). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''DP:''' An Christus festzuhalten drückt die beiden Kernaktivitäten des Glaubens aus: dringende Bedürftigkeit und völlige Freude. Viele Psalmen sind ein Aufschrei in Moll; wir halten an unserem Retter fest, indem wir seiner bedürfen, um uns von realen Sorgen, realen Sünden, realen Leiden, realen Ängsten zu erretten. Viele Psalmen sind ein Gesang in Dur: Wir halten an unserem Retter fest, indem wir uns an ihm erfreuen, ihn lieben, ihm für alles danken, was er Gutes an uns getan hat, uns freuen, dass seine Rettung die schwerwiegendste Sache der Welt ist und er das letzte Wort hat. Und viele Psalmen beginnen in der einen Tonart und enden in der anderen. An Christus festzuhalten ist nicht eintönig; man durchlebt das gesamte Spektrum menschlicher Erfahrungen mit ihm. Den Krebs zu „schlagen“ bedeutet, in dem Wissen zu leben, dass Ihr Vater sich seines geliebten Kindes erbarmt, weil er Ihre Gestalt kennt und weiß, dass Sie nichts als Staub sind. Jesus Christus ist der Weg, die Wahrheit und das Leben. Zu leben bedeutet, ihn zu kennen, den zu kennen zu lieben bedeutet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''6. Sie vergeuden Ihren Krebs, wenn Sie zu viel Zeit darauf verwenden, über Krebs zu lesen, und nicht genug Zeit darauf, über Gott zu lesen.''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist nicht falsch, sich über Krebs zu informieren. Unwissenheit ist keine Tugend. Doch die Verlockung, immer mehr zu wissen und der fehlende Eifer, Gott immer mehr zu kennen, sind symptomatisch für den Unglauben. Der Krebs soll uns zur Wirklichkeit Gottes erwecken. Er soll dem Gebot in Hosea 6,3 Gefühl und Kraft verleihen: „So lasst uns [ihn] erkennen, [ja,] lasst uns nachjagen der Erkenntnis des HERRN!“ Er soll uns zur Wahrheit in Daniel 11,32 erwecken: „Das Volk, das seinen Gott kennt, wird sich stark erweisen und entsprechend handeln.“ Er soll aus uns unerschütterliche, unzerstörbare Eichenbäume machen: „Er hat seine Lust am Gesetz des HERRN und sinnt über sein Gesetz Tag und Nacht! Er ist wie ein Baum, gepflanzt an Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und dessen Laub nicht verwelkt; alles was er tut, gelingt ihm.“ (Psalm 1,2-3). Wie sinnlos ist der Krebs, wenn wir Tag und Nacht über Krebs nachlesen und nicht über Gott. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''DP:''' Was für Ihr Leseverhalten gilt, hat auch für Ihre Gespräche mit Anderen Gültigkeit. Andere Menschen werden oft ihre Fürsorge und Besorgnis ausdrücken, indem sie sich nach Ihrer Gesundheit erkundigen. Das ist gut, doch bleibt das Gespräch leicht dort stecken. Erzählen Sie ihnen also offen von Ihrer Krankheit und ersuchen Sie sie um ihre Gebete und ihren Rat; geben Sie dann jedoch dem Gespräch eine andere Richtung, indem Sie Ihnen erzählen, was Ihr Gott tut, um Sie getreu mit 10.000 Gnaden zu erhalten. Robert Murray McCheyne sagte weise: „Werfen Sie für jeden einzelnen Blick auf Ihre Sünden zehn Blicke auf Christus.“ Er begegnete damit unserer Neigung, dieses 10:1-Verhältnis umzukehren, indem wir über unser Versagen brüteten und den Herrn der Gnade vergaßen. Was McCheyne über unsere Sünden sagt, können wir auch auf unser Leiden anwenden. Sagen Sie für jeden einzelnen Satz, den Sie zu anderen über Ihren Krebs sagen, zehn Sätze über Ihren Gott und Ihre Hoffnung und darüber, was er Sie lehrt, und über die kleinen Segnungen an jedem Tag. Verbringen Sie für jede Stunde, die Sie mit Nachforschungen oder Gesprächen über Ihren Krebs verbringen, 10 Stunden damit, über Ihren Herrn nachzuforschen, zu sprechen und ihm zu dienen. Beziehen Sie alles, was Sie über Ihren Krebs erfahren, zurück auf ihn und seine Absichten, dann werden Sie nicht davon besessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7. Sie vergeuden Ihren Krebs, wenn Sie sich von ihm in die Einsamkeit treiben lassen, statt Ihre Beziehungen mit offenkundiger Liebe zu vertiefen.''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Epaphroditus Paulus die Geschenke überbrachte, die die Kirche der Philipper gesandt hatte, wurde er krank und starb beinahe. Paul sagt den Philippern: „Da er ja sehnlich nach euch allen verlangte und er sehr in Unruhe war, weil ihr gehört hattet, dass er krank war.“ (Philipper 2,26). Was für eine erstaunliche Antwort! Es heißt nicht, dass sie in Unruhe waren, weil er krank war, sondern dass er in Unruhe war, weil sie gehört hatten, dass er krank war. Ein solches Herz will Gott mit dem Krebs erschaffen: ein zutiefst liebendes, sorgendes Herz für die Menschen. Vergeuden Sie Ihren Krebs nicht, indem Sie sich in sich selbst zurückziehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''DP:''' Unsere Kultur hat schreckliche Angst davor, dem Tod zu begegnen. Sie ist von der Medizin besessen. Sie erhebt Jugend, Gesundheit und Energie zum Idol. Sie versucht, jegliche Anzeichen von Schwäche oder Unvollkommenheit zu verbergen. Sie werden anderen großen Segen bringen, wenn Sie in Ihren Schwächen offen, glaubend und liebend leben. Paradoxerweise stärkt es andere, wenn man sich mit Schmerzen und Schwäche nach außen in Beziehungen begibt. „Füreinander da sein“ ist eine in zwei Richtungen befahrbare Straße des großzügigen Gebens und dankbaren Empfangens. Ihre Bedürftigkeit gibt anderen eine Möglichkeit, zu lieben. Und da Liebe stets Gottes höchstes Ziel auch bei Ihnen ist, werden Sie seine schönste und freudenreichste Lektion lernen, indem Sie kleine Gelegenheiten finden, Sorge für andere auszudrücken, wenn Sie selbst am schwächsten sind. Eine große, lebensbedrohliche Schwäche kann sich als erstaunlich befreiend erweisen. Es bleibt Ihnen nichts zu tun, als von Gott und anderen Menschen geliebt zu werden, und Gott und andere Menschen zu lieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8. Sie vergeuden Ihren Krebs, wenn Sie trauern wie jene, die keine Hoffnung haben.''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paulus verwendete diese Worte in Bezug auf jene, denen geliebte Menschen gestorben waren: „Wir wollen euch aber, Brüder, nicht in Unkenntnis lassen über die Entschlafenen, damit ihr nicht betrübt seid wie die übrigen, die keine Hoffnung haben.“ (1. Thessalonicher 4,13). Es gibt Trauer beim Tod. Selbst für den Glaubenden, der stirbt, gibt es einen zeitweiligen Verlust - einen Verlust des Körpers, und einen Verlust der geliebten Menschen hier, und einen Verlust des geistlichen Dienstes auf Erden. Doch die Trauer ist anders – sie ist von Hoffnung durchdrungen. „Wir möchten lieber ausheimisch vom Leib und einheimisch beim Herrn sein.“ (2. Korinther 5,8). Vergeuden Sie Ihren Krebs nicht, indem Sie trauern wie jene, die keine Hoffnung haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''DP:''' Zeigen Sie der Welt diese andere Art des Trauerns. Paulus sagte, er hätte „Traurigkeit über Traurigkeit&amp;quot; gehabt, wenn sein Freund Epaphroditus gestorben wäre. Er war traurig gewesen, als er die schmerzliche Last der Krankheit seines Freundes spürte. Er wäre doppelt traurig gewesen, wenn sein Freund gestorben wäre. Doch diese liebende, ehrliche, gottorientierte Traurigkeit existierte neben „freut euch jederzeit“ und „der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft“ und „echte Sorge für dein Wohlergehen zeigen“. Wie kann denn aber ein seelischer Schmerz neben Liebe, Freude, Frieden und einem unzerstörbaren Gefühl eines Sinns des Lebens existieren. In der inneren Logik des Glaubens ergibt das einen perfekten Sinn. Tatsächlich kann es sein, dass Sie, genau weil Sie Hoffnung haben, die Leiden dieses Lebens heftiger spüren: Traurigkeit über Traurigkeit. Im Gegensatz dazu wählt die Trauer, die keine Hoffnung hat, oft Verleugnung oder Flucht oder Geschäftigkeit, weil sie sich der Realität nicht stellen kann, ohne zu verzweifeln. Bei Christus wissen Sie, was auf dem Spiel steht, und daher spüren Sie heftig das Schlechte dieser gefallenen Welt. Sie nehmen Schmerz und Tod nicht als sicher an. Sie lieben, was gut ist, und hassen, was böse ist. Schließlich folgen Sie dem Bild „eines Menschen der Leiden, der mit der Trauer vertraut ist&amp;quot;. Doch dieser Jesus nahm sein Kreuz willentlich auf sich „für die Freude, die vor ihm lag“. Er lebte und starb in der Hoffnung, dass alles wahr würde. Sein Schmerz wurde nicht durch Verleugnung oder Medizin betäubt, und er war auch nicht gefärbt von Verzweiflung, Furcht oder Um-sich-Schlagen nach irgendeinem Strohhalm der Hoffnung, der seine Lage ändern könnte. Jesu letzte Versprechen sind voller Freude fester Hoffnung mitten im Leiden: „Meine Freude sei in euch und eure Freude werde völlig. Eure Traurigkeit wird zur Freude werden. Eure Freude nimmt niemand von euch. Bittet, und ihr werdet empfangen, damit eure Freude völlig sei. Dieses rede ich in der Welt, damit sie meine Freude völlig in sich haben.” (Auswahl aus Johannes 15-17). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''9. Sie vergeuden Ihren Krebs, wenn Sie die Sünde so beiläufig wie bisher behandeln.''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sind Ihre eingefleischten Sünden so verlockend wie vor Ihrem Krebs? Wenn ja, verschwenden Sie Ihren Krebs. Der Krebs soll den Appetit auf Sünde zerstören. Stolz, Gier, Lüsternheit, Hass, Unversöhnlichkeit, Ungeduld, Faulheit, Verzögern – all diese sind die Gegner, die der Krebs angreifen soll. Denken Sie nicht nur daran, gegen den Krebs zu kämpfen. Denken Sie auch daran, mit dem Krebs zu kämpfen. All diese Dinge sind schlimmere Feinde als der Krebs. Verschwenden Sie nicht die Macht des Krebses, diese Feinde zu vernichten. Lassen Sie durch die Gegenwart der Ewigkeit die Sünden der Zeit so sinnlos aussehen, wie sie tatsächlich sind. „Denn was wird es einem Menschen nützen, wenn er die ganze Welt gewönne, sich selbst aber verlöre oder einbüßte?“ (Lukas 9,25). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''DP:''' Das Leiden ist tatsächlich dazu da, Sie der Sünde zu entwöhnen und Ihren Glauben zu stärken. Wenn Sie Gott-los sind, dann vergrößert das Leiden die Sünde. Werden Sie in Ihrer Lebensführung bitterer werden, verzweifelter, süchtiger, ängstlicher, rasender, vermeidender, sentimentaler, gottloser? Werden Sie so tun, als sei alles wie immer? Werden Sie mit dem Tod einig werden, zu Ihren Bedingungen? Aber wenn Sie Gott gehören, wird das Leiden in den Händen Christi Sie verändern, immer langsam, manchmal schnell. Sie werden mit dem Leben und dem Tod zu seinen Bedingungen einig werden. Er wird Sie gütig machen, Sie reinigen, Sie von Eitelkeiten befreien. Er wird dafür sorgen, dass Sie ihn brauchen und ihn lieben. Er ordnet Ihre Prioritäten neu, damit die wichtigsten Dinge öfter am wichtigsten sind. Er wird mit Ihnen gehen. Natürlich werden Sie manchmal versagen, vielleicht von Reizbarkeit oder Grübelei, Wirklichkeitsflucht oder Ängsten gepackt werden. Doch er wird Sie immer aufheben, wenn Sie stolpern. Ihr innerer Feind – ein moralischer Krebs, der zehntausend Mal tödlicher ist als Ihr körperlicher Krebs – wird absterben, wenn Sie immer weiter Ihren Retter suchen und finden: „Um deines Namens willen, HERR, vergib mir meine Schuld, denn sie ist groß. Wer ist nun der Mann, der den HERRN fürchtet? Ihn wird er unterweisen in dem Weg, den er wählen soll.“ (Psalm 25). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10. Sie vergeuden Ihren Krebs, wenn Sie ihn nicht als ein Mittel nutzen, Wahrheit und Herrlichkeit Christi zu bezeugen.''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christen sind niemals irgendwo durch göttlichen Zufall. Es gibt Gründe dafür, dass wir dort ankommen, wo wir sind. Bedenken Sie, was Jesus über schmerzhafte, ungeplante Umstände sagte: „Vor diesem allem aber werden sie ihre Hände an euch legen und euch verfolgen, indem sie euch an die Synagogen und Gefängnisse überliefern, um euch vor Könige und Statthalter zu führen um meines Namens willen. Es wird euch aber zu einem Zeugnis ausschlagen.” (Lukas 21,12 -13). Ebenso ist es mit dem Krebs. Er wird eine Möglichkeit sein, Zeugnis abzulegen. Christus ist unendlich wertvoll. Hier ist eine goldwerte Möglichkeit zu zeigen, dass er mehr wert ist als das Leben. Vergeuden Sie sie nicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''DP:''' Jesus ist Ihr Leben. Er ist der Mensch, vor dem sich jedes Knie beugt. Er hat den Tod ein für allemal überwunden. Er wird zu Ende bringen, was er begonnen hat. Lassen Sie Ihr Licht leuchten, indem Sie in ihm, von ihm, durch ihn, für ihn leben. Ein altes geistliches Lied drückt es so aus: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christus sei mit mir, Christus in mir, Christus hinter mir, Chrisus vor mir, Christus neben mir, Christus, um mich zu gewinnen, Christus, um mich zu trösten und wieder herzustellen, Christus unter mir, Christus über mir, Christus in Stille , Christus in Gefahr, Christus in den Herzen aller, die mich lieben, Christus im Mund von Freund und Fremdem (aus „I bind unto myself the name“ [etwa: „Ich binde an mich den Namen&amp;quot;]) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Ihrem Krebs bedürfen Sie Ihrer Brüder und Schwestern, um die Wahrheit und Herrlichkeit Christi zu bezeugen, mit Ihnen zu gehen, ihren Glauben an Ihrer Seite auszuleben, Sie zu lieben. Und Sie können mit Ihnen und mit allen anderen dasselbe tun und zu dem Herzen werden, das Freunde wie Fremde mit der Liebe Christi liebt, zum Mund, der mit Hoffnung für Freunde wie Fremde gefüllt ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denken Sie daran, dass Sie nicht verlassen sind. Sie werden die Hilfe haben, die Sie brauchen. „Mein Gott aber wird alles, was ihr bedürft, erfüllen nach seinem Reichtum in Herrlichkeit in Christus Jesus.” (Philipper 4,19) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pastor John&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Browniekr</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://en.gospeltranslations.org/wiki/Don%27t_Waste_Your_Cancer/de</id>
		<title>Don't Waste Your Cancer/de</title>
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				<updated>2008-11-18T18:05:43Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Browniekr: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{info|Den Krebs nicht vergeuden}}&lt;br /&gt;
'''Den Krebs nicht vergeuden''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Anmerkung des Herausgebers: Unser Freund David Powlison von der Christian Counseling and Education Foundation (Christliche Stiftung für Beratung und Bildung), bei dem ebenfalls vor kurzem Prostatakrebs diagnostiziert wurde, hat John Pipers zehn Punkten einige hilfreiche Erweiterungen hinzugefügt. Eingerückte Absätze, vor denen „DP:“ steht, stammen von David Powlison.] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich schreibe diesen Text am Vorabend einer Prostata-Operation. Ich glaube an Gottes Heilkraft – durch Wunder wie durch die Medizin. Ich glaube, dass es gut und richtig ist, um beide Arten der Heilung zu beten. Der Krebs ist nicht sinnlos, wenn er von Gott geheilt wird. Ihm gebührt die Ehre, und genau deshalb gibt es den Krebs. Wenn man also nicht um Heilung betet, kann es sein, dass der Krebs vergeudet wird. Doch Heilung ist nicht Gottes Plan für jeden. Und es gibt viele andere Möglichkeiten, den Krebs zu vergeuden. Ich bete für mich selbst und für Sie, damit wir diesen Schmerz nicht vergeuden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''DP''': Ich (David Powlison) füge John Pipers Worten diese Gedanken hinzu, und zwar an dem Morgen, nachdem bei mir Prostatakrebs diagnostiziert wurde (3. März 2006). Die zehn Hauptpunkte und der jeweils erste Absatz sind von ihm; der jeweils zweite Absatz ist von mir. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;'''1. Sie vergeuden Ihren Krebs, wenn Sie nicht daran glauben, dass er von Gott für Sie vorgesehen ist.''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es genügt nicht, zu sagen, dass Gott unseren Krebs nur benutzt, ihn jedoch nicht vorsieht. Was Gott zulässt, lässt er aus einem bestimmten Grund zu. Und dieser Grund ist sein Plan. Wenn Gott vorhersieht, dass aus molekularen Veränderungen Krebs wird, kann er diesen aufhalten oder auch nicht. Tut er es nicht, verfolgt er eine Absicht. Da er unendlich weise ist, kann man diese Absicht einen Plan nennen. Satan ist real und verursacht viele Freuden und Schmerzen. Doch er ist nicht endgültig. Wenn er also Hiob mit bösen Geschwüren schlägt (Hiob 2,7), führt Hiob dies letzten Endes auf Gott zurück (Hiob 2,10) und der erleuchtete Schreiber stimmt dem zu: „Sie … trösteten ihn wegen all des Unglücks, das der HERR über ihn gebracht hatte.“ (Hiob 42,11). Wenn Sie nicht glauben, dass Ihr Krebs von Gott für Sie geplant ist, vergeuden Sie ihn. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''DP:''' Seine planende Hand zu erkennen macht Sie nicht stoisch oder unehrlich oder gekünstelt lebhaft. Stattdessen entlockt und lenkt die Wirklichkeit von Gottes Plan Ihr ehrliches Aufschreien zu Ihrem einzig wahren Retter. Gottes Plan lädt zur ehrlichen Rede ein, statt uns zum Schweigen und damit zur Resignation zu bringen. Denken Sie an die Ehrlichkeit der Psalmen, an König Hiskia (Jesaja 38), an Habakuk 3. Diese Menschen sind mit schonungsloser Offenheit und glaubhaft ehrlich, weil sie wissen, dass Gott Gott ist, und ihre Hoffnung in ihn setzen. Psalm 28 lehrt Sie das leidenschaftliche, direkte Gebet zu Gott. Er muss Sie hören. Er wird Sie hören. Er wird weiter in Ihnen und Ihrer Situation arbeiten. Dieser Aufschrei entstammt Ihrem Gefühl, dass Sie Hilfe brauchen (28,1-2). Nennen Sie dann Gott Ihre speziellen Sorgen (28,3-5). Es steht Ihnen frei, das Gebet mit Ihren eigenen Anliegen zu personalisieren. Oftmals ist es bei den „verschiedenen Versuchungen“ des Lebens (Jakobus 1,2) so, dass das, womit Sie konfrontiert sind, nicht in Einzelheiten dem entspricht, womit David oder Jesus konfrontiert waren – doch die Dynamik des Glaubens ist dieselbe. Haben Sie Ihre Sorgen auf ihn geworfen, der für Sie sorgt, dann verleihen Sie Ihrer Freude Ausdruck (28,6-7): der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft. Schließlich, da Glaube sich stets in Liebe verwandelt, werden Ihre persönliche Not und Freude sich erweitern zu liebevoller Sorge für andere (28,8-9). Krankheit kann Ihre Wahrnehmung dafür schärfen, wie gründlich Gott schon und immer schon in jedem Detail Ihres Lebens gearbeitet hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;'''2. Sie vergeuden Ihren Krebs, wenn Sie glauben, dass er ein Fluch und kein Geschenk ist.''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Also [gibt es] jetzt keine Verdammnis für die, welche in Christus Jesus sind.“ (Römer 8,1). „Christus hat uns losgekauft von dem Fluch des Gesetzes, indem er ein Fluch für uns geworden ist“ (Galater 3,13). „Denn es gibt keine Zauberei gegen Jakob und keine Wahrsagerei gegen Israel.” (4. Mose (Numeri) 23:23). „Denn Gott, der HERR, ist Sonne und Schild. Gnade und Herrlichkeit wird der HERR geben, kein Gutes vorenthalten denen, die in Lauterkeit wandeln.” (Psalm 84:12). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''DP:''' Der Segen erscheint in dem, was Gott für uns, mit uns, durch uns tut. Er bringt seine großartige und gnadenvolle Versöhnung auf die Ebene des Fluchs. Ihr Krebs ist selbst einer jener 10.000 „Todesschatten“ (Psalm 23,4), die über jeden von uns kommen: all die Bedrohungen, Verluste, Schmerzen, Unvollständigkeit, Enttäuschung, Böses. Doch in seinen geliebten Kinder bewirkt unser Vater ein überaus freundliches Gutes durch unsere schmerzvollsten Verluste; manchmal, indem er heilt und den Körper wieder herstellt (vorübergehend, bis zur Auferstehung der Toten zum ewigen Leben), immer, indem er uns erhält und lehrt, auf dass wir ihn einfacher verstehen und lieben. Auf dem Prüfstand des Bösen wird Ihr Glaube tief und real und Ihre Liebe wird zielbewusst und weise: Jakobus 1,2-5; 1. Petrus 1,3-9; Römer 5,1-5; Römer 8,18-39. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3. Sie vergeuden Ihren Krebs, wenn Sie Trost bei Ihren Chancen suchen statt bei Gott.''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Plan Gottes bei Ihrem Krebs besteht nicht darin, Sie in der rationalistischen, menschlichen Berechnung der Chancen zu schulen. Die Welt erhält Trost aus ihren Chancen. Nicht so die Christen. Manche zählen ihre Wagen (Prozentsatz der Überlebenschancen) und manche zählen ihre Rosse (Nebenwirkungen der Behandlung), wir aber zählen auf den Namen des Herrn, unseres Gottes (Psalm 20,7). Gottes Plan wird deutlich in 2. Korinther 1,9: „Wir selbst aber hatten in uns selbst [schon] das Urteil des Todes erhalten, damit wir nicht auf uns selbst vertrauten, sondern auf Gott, der die Toten auferweckt.“ Das Ziel Gottes bei unserem Krebs besteht (neben tausend anderen guten Dingen) darin, die Stützen props unter unseren Herzen wegzuschlagen, damit wir uns ganz auf ihn verlassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''DP:''' Gott selbst ist Ihr Trost. Er gibt sich selbst hin. Der Choral „Stille, mein Wille“ (von Katharina von Schlegel) rechnet die Chancen richtig aus: Wir werden mit 100-prozentiger Sicherheit leiden und Christus wird uns mit 100-prozentiger Sicherheit begegnen, zu uns kommen, uns trösten und die reinsten Freuden der Liebe wieder einsetzen. Das geistliche Lied „How Firm a Foundation“ (etwa: „Welch fester Grund“) rechnet die Chancen auf die gleiche Weise aus: Sie werden mit 100-prozentiger Sicherheit „ernste Qualen durchleben“, und Ihr Retter wird mit 100-prozentiger Sicherheit „mit dir sein, um deine Sorgen zu segnen und deine tiefste Verzweiflung zu heiligen.“ Bei Gott spielen Sie nicht mit Prozentsätzen, sondern Sie leben mit Sicherheiten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4. Sie vergeuden Ihren Krebs, wenn Sie sich weigern, über den Tod nachzudenken.''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir werden alle sterben, wenn Jesus seine Wiederkehr verschiebt. Nicht darüber nachzudenken, wie es sein wird, wenn man diese Welt verlässt und Gott begegnet, ist töricht. In Prediger 7,2 heißt es: „Besser, ins Haus der Trauer [zu einer Beerdigung] zu gehen, als ins Haus des Gastmahls zu gehen; denn jenes ist das Ende aller Menschen, und der Lebende nimmt es sich zu Herzen.“ Wie kann man es sich zu Herzen nehmen, wenn man nicht darüber nachdenkt? In Psalm 90,12 heißt es: „So lehre [uns] denn zählen unsere Tage, damit wir ein weises Herz erlangen!“ Die Tage zu zählen heißt, darüber nachzudenken, wie wenige es sind, und dass sie enden werden. Wie will man ein weises Herz erlangen, wenn man sich weigert, darüber nachzudenken? Wie sinnlos, wenn wir nicht über den Tod nachdenken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''DP:''' Paulus beschreibt den Heiligen Geist als die unsichtbare innere „Anzahlung“ auf die Sicherheit des Lebens. Durch den Glauben gibt der Herr einen süßen Vorgeschmack auf die direkte Wirklichkeit des ewigen Lebens in Gegenwart unseres Gottes und Christi. Wir könnten auch sagen, der Krebs sei eine „Anzahlung“ auf den unvermeidlichen Tod, und gäbe einem einen bitteren Vorgeschmack auf die Realität unserer Sterblichkeit. Krebs ist ein Wegweiser, der auf etwas viel größeres verweist: den letzten Feind, dem Sie sich stellen müssen. Doch Christus hat diesen letzten Feind besiegt: 1. Korinther 15. Der Tod wird vom Sieg verschlungen. Der Krebs ist nur ein Kundschaftertrupp des Feindes auf Patrouille. Er hat keine endgültige Macht, wenn Sie ein Kind der Auferstehung sind, daher können Sie ihm ins Auge schauen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''5. Sie vergeuden Ihren Krebs, wenn Sie meinen, den Krebs zu „schlagen“ bedeute, am Leben zu bleiben und nicht, an Christus festzuhalten.''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Satans und Gottes Pläne mit Ihrem Krebs sind nicht dieselben. Satan plant, Ihre Liebe für Christus zu zerstören. Gott plant, Ihre Liebe zu Christus zu vertiefen. Der Krebs gewinnt nicht, wenn Sie sterben. Er gewinnt, wenn Sie nicht an Christus festhalten. Gottes Plan ist es, Sie von der Brust der Welt zu entwöhnen und Sie mit der ausreichenden Fülle Christi zu nähren. Er soll Ihnen helfen, dies zu sagen und zu fühlen: „Ich achte auch alles für Verlust um der unübertrefflichen Größe der Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn, willen.“ Und deshalb zu wissen: „Denn das Leben ist für mich Christus und das Sterben Gewinn.“ (Philipper 3,8; 1,21). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''DP:''' An Christus festzuhalten drückt die beiden Kernaktivitäten des Glaubens aus: dringende Bedürftigkeit und völlige Freude. Viele Psalmen sind ein Aufschrei in Moll; wir halten an unserem Retter fest, indem wir seiner bedürfen, um uns von realen Sorgen, realen Sünden, realen Leiden, realen Ängsten zu erretten. Viele Psalmen sind ein Gesang in Dur: Wir halten an unserem Retter fest, indem wir uns an ihm erfreuen, ihn lieben, ihm für alles danken, was er Gutes an uns getan hat, uns freuen, dass seine Rettung die schwerwiegendste Sache der Welt ist und er das letzte Wort hat. Und viele Psalmen beginnen in der einen Tonart und enden in der anderen. An Christus festzuhalten ist nicht eintönig; man durchlebt das gesamte Spektrum menschlicher Erfahrungen mit ihm. Den Krebs zu „schlagen“ bedeutet, in dem Wissen zu leben, dass Ihr Vater sich seines geliebten Kindes erbarmt, weil er Ihre Gestalt kennt und weiß, dass Sie nichts als Staub sind. Jesus Christus ist der Weg, die Wahrheit und das Leben. Zu leben bedeutet, ihn zu kennen, den zu kennen zu lieben bedeutet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''6. Sie vergeuden Ihren Krebs, wenn Sie zu viel Zeit darauf verwenden, über Krebs zu lesen, und nicht genug Zeit darauf, über Gott zu lesen.''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist nicht falsch, sich über Krebs zu informieren. Unwissenheit ist keine Tugend. Doch die Verlockung, immer mehr zu wissen und der fehlende Eifer, Gott immer mehr zu kennen, sind symptomatisch für den Unglauben. Der Krebs soll uns zur Wirklichkeit Gottes erwecken. Er soll dem Gebot in Hosea 6,3 Gefühl und Kraft verleihen: „So lasst uns [ihn] erkennen, [ja,] lasst uns nachjagen der Erkenntnis des HERRN!“ Er soll uns zur Wahrheit in Daniel 11,32 erwecken: „Das Volk, das seinen Gott kennt, wird sich stark erweisen und entsprechend handeln.“ Er soll aus uns unerschütterliche, unzerstörbare Eichenbäume machen: „Er hat seine Lust am Gesetz des HERRN und sinnt über sein Gesetz Tag und Nacht! Er ist wie ein Baum, gepflanzt an Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und dessen Laub nicht verwelkt; alles was er tut, gelingt ihm.“ (Psalm 1,2-3). Wie sinnlos ist der Krebs, wenn wir Tag und Nacht über Krebs nachlesen und nicht über Gott. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''DP:''' Was für Ihr Leseverhalten gilt, hat auch für Ihre Gespräche mit Anderen Gültigkeit. Andere Menschen werden oft ihre Fürsorge und Besorgnis ausdrücken, indem sie sich nach Ihrer Gesundheit erkundigen. Das ist gut, doch bleibt das Gespräch leicht dort stecken. Erzählen Sie ihnen also offen von Ihrer Krankheit und ersuchen Sie sie um ihre Gebete und ihren Rat; geben Sie dann jedoch dem Gespräch eine andere Richtung, indem Sie Ihnen erzählen, was Ihr Gott tut, um Sie getreu mit 10.000 Gnaden zu erhalten. Robert Murray McCheyne sagte weise: „Werfen Sie für jeden einzelnen Blick auf Ihre Sünden zehn Blicke auf Christus.“ Er begegnete damit unserer Neigung, dieses 10:1-Verhältnis umzukehren, indem wir über unser Versagen brüteten und den Herrn der Gnade vergaßen. Was McCheyne über unsere Sünden sagt, können wir auch auf unser Leiden anwenden. Sagen Sie für jeden einzelnen Satz, den Sie zu anderen über Ihren Krebs sagen, zehn Sätze über Ihren Gott und Ihre Hoffnung und darüber, was er Sie lehrt, und über die kleinen Segnungen an jedem Tag. Verbringen Sie für jede Stunde, die Sie mit Nachforschungen oder Gesprächen über Ihren Krebs verbringen, 10 Stunden damit, über Ihren Herrn nachzuforschen, zu sprechen und ihm zu dienen. Beziehen Sie alles, was Sie über Ihren Krebs erfahren, zurück auf ihn und seine Absichten, dann werden Sie nicht davon besessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7. Sie vergeuden Ihren Krebs, wenn Sie sich von ihm in die Einsamkeit treiben lassen, statt Ihre Beziehungen mit offenkundiger Liebe zu vertiefen.''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Epaphroditus Paulus die Geschenke überbrachte, die die Kirche der Philipper gesandt hatte, wurde er krank und starb beinahe. Paul sagt den Philippern: „Da er ja sehnlich nach euch allen verlangte und er sehr in Unruhe war, weil ihr gehört hattet, dass er krank war.“ (Philipper 2,26). Was für eine erstaunliche Antwort! Es heißt nicht, dass sie in Unruhe waren, weil er krank war, sondern dass er in Unruhe war, weil sie gehört hatten, dass er krank war. Ein solches Herz will Gott mit dem Krebs erschaffen: ein zutiefst liebendes, sorgendes Herz für die Menschen. Vergeuden Sie Ihren Krebs nicht, indem Sie sich in sich selbst zurückziehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''DP:''' Unsere Kultur hat schreckliche Angst davor, dem Tod zu begegnen. Sie ist von der Medizin besessen. Sie erhebt Jugend, Gesundheit und Energie zum Idol. Sie versucht, jegliche Anzeichen von Schwäche oder Unvollkommenheit zu verbergen. Sie werden anderen großen Segen bringen, wenn Sie in Ihren Schwächen offen, glaubend und liebend leben. Paradoxerweise stärkt es andere, wenn man sich mit Schmerzen und Schwäche nach außen in Beziehungen begibt. „Füreinander da sein“ ist eine in zwei Richtungen befahrbare Straße des großzügigen Gebens und dankbaren Empfangens. Ihre Bedürftigkeit gibt anderen eine Möglichkeit, zu lieben. Und da Liebe stets Gottes höchstes Ziel auch bei Ihnen ist, werden Sie seine schönste und freudenreichste Lektion lernen, indem Sie kleine Gelegenheiten finden, Sorge für andere auszudrücken, wenn Sie selbst am schwächsten sind. Eine große, lebensbedrohliche Schwäche kann sich als erstaunlich befreiend erweisen. Es bleibt Ihnen nichts zu tun, als von Gott und anderen Menschen geliebt zu werden, und Gott und andere Menschen zu lieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8. Sie vergeuden Ihren Krebs, wenn Sie trauern wie jene, die keine Hoffnung haben.''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paulus verwendete diese Worte in Bezug auf jene, denen geliebte Menschen gestorben waren: „Wir wollen euch aber, Brüder, nicht in Unkenntnis lassen über die Entschlafenen, damit ihr nicht betrübt seid wie die übrigen, die keine Hoffnung haben.“ (1. Thessalonicher 4,13). Es gibt Trauer beim Tod. Selbst für den Glaubenden, der stirbt, gibt es einen zeitweiligen Verlust - einen Verlust des Körpers, und einen Verlust der geliebten Menschen hier, und einen Verlust des geistlichen Dienstes auf Erden. Doch die Trauer ist anders – sie ist von Hoffnung durchdrungen. „Wir möchten lieber ausheimisch vom Leib und einheimisch beim Herrn sein.“ (2. Korinther 5,8). Vergeuden Sie Ihren Krebs nicht, indem Sie trauern wie jene, die keine Hoffnung haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''DP:''' Zeigen Sie der Welt diese andere Art des Trauerns. Paulus sagte, er hätte „Traurigkeit über Traurigkeit&amp;quot; gehabt, wenn sein Freund Epaphroditus gestorben wäre. Er war traurig gewesen, als er die schmerzliche Last der Krankheit seines Freundes spürte. Er wäre doppelt traurig gewesen, wenn sein Freund gestorben wäre. Doch diese liebende, ehrliche, gottorientierte Traurigkeit existierte neben „freut euch jederzeit“ und „der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft“ und „echte Sorge für dein Wohlergehen zeigen“. Wie kann denn aber ein seelischer Schmerz neben Liebe, Freude, Frieden und einem unzerstörbaren Gefühl eines Sinns des Lebens existieren. In der inneren Logik des Glaubens ergibt das einen perfekten Sinn. Tatsächlich kann es sein, dass Sie, genau weil Sie Hoffnung haben, die Leiden dieses Lebens heftiger spüren: Traurigkeit über Traurigkeit. Im Gegensatz dazu wählt die Trauer, die keine Hoffnung hat, oft Verleugnung oder Flucht oder Geschäftigkeit, weil sie sich der Realität nicht stellen kann, ohne zu verzweifeln. Bei Christus wissen Sie, was auf dem Spiel steht, und daher spüren Sie heftig das Schlechte dieser gefallenen Welt. Sie nehmen Schmerz und Tod nicht als sicher an. Sie lieben, was gut ist, und hassen, was böse ist. Schließlich folgen Sie dem Bild „eines Menschen der Leiden, der mit der Trauer vertraut ist&amp;quot;. Doch dieser Jesus nahm sein Kreuz willentlich auf sich „für die Freude, die vor ihm lag“. Er lebte und starb in der Hoffnung, dass alles wahr würde. Sein Schmerz wurde nicht durch Verleugnung oder Medizin betäubt, und er war auch nicht gefärbt von Verzweiflung, Furcht oder Um-sich-Schlagen nach irgendeinem Strohhalm der Hoffnung, der seine Lage ändern könnte. Jesu letzte Versprechen sind voller Freude fester Hoffnung mitten im Leiden: „Meine Freude sei in euch und eure Freude werde völlig. Eure Traurigkeit wird zur Freude werden. Eure Freude nimmt niemand von euch. Bittet, und ihr werdet empfangen, damit eure Freude völlig sei. Dieses rede ich in der Welt, damit sie meine Freude völlig in sich haben.” (Auswahl aus Johannes 15-17). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''9. Sie vergeuden Ihren Krebs, wenn Sie die Sünde so beiläufig wie bisher behandeln.''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sind Ihre eingefleischten Sünden so verlockend wie vor Ihrem Krebs? Wenn ja, verschwenden Sie Ihren Krebs. Der Krebs soll den Appetit auf Sünde zerstören. Stolz, Gier, Lüsternheit, Hass, Unversöhnlichkeit, Ungeduld, Faulheit, Verzögern – all diese sind die Gegner, die der Krebs angreifen soll. Denken Sie nicht nur daran, gegen den Krebs zu kämpfen. Denken Sie auch daran, mit dem Krebs zu kämpfen. All diese Dinge sind schlimmere Feinde als der Krebs. Verschwenden Sie nicht die Macht des Krebses, diese Feinde zu vernichten. Lassen Sie durch die Gegenwart der Ewigkeit die Sünden der Zeit so sinnlos aussehen, wie sie tatsächlich sind. „Denn was wird es einem Menschen nützen, wenn er die ganze Welt gewönne, sich selbst aber verlöre oder einbüßte?“ (Lukas 9,25). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''DP:''' Das Leiden ist tatsächlich dazu da, Sie der Sünde zu entwöhnen und Ihren Glauben zu stärken. Wenn Sie Gott-los sind, dann vergrößert das Leiden die Sünde. Werden Sie in Ihrer Lebensführung bitterer werden, verzweifelter, süchtiger, ängstlicher, rasender, vermeidender, sentimentaler, gottloser? Werden Sie so tun, als sei alles wie immer? Werden Sie mit dem Tod einig werden, zu Ihren Bedingungen? Aber wenn Sie Gott gehören, wird das Leiden in den Händen Christi Sie verändern, immer langsam, manchmal schnell. Sie werden mit dem Leben und dem Tod zu seinen Bedingungen einig werden. Er wird Sie gütig machen, Sie reinigen, Sie von Eitelkeiten befreien. Er wird dafür sorgen, dass Sie ihn brauchen und ihn lieben. Er ordnet Ihre Prioritäten neu, damit die wichtigsten Dinge öfter am wichtigsten sind. Er wird mit Ihnen gehen. Natürlich werden Sie manchmal versagen, vielleicht von Reizbarkeit oder Grübelei, Wirklichkeitsflucht oder Ängsten gepackt werden. Doch er wird Sie immer aufheben, wenn Sie stolpern. Ihr innerer Feind – ein moralischer Krebs, der zehntausend Mal tödlicher ist als Ihr körperlicher Krebs – wird absterben, wenn Sie immer weiter Ihren Retter suchen und finden: „Um deines Namens willen, HERR, vergib mir meine Schuld, denn sie ist groß. Wer ist nun der Mann, der den HERRN fürchtet? Ihn wird er unterweisen in dem Weg, den er wählen soll.“ (Psalm 25). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10. Sie vergeuden Ihren Krebs, wenn Sie ihn nicht als ein Mittel nutzen, Wahrheit und Herrlichkeit Christi zu bezeugen.''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christen sind niemals irgendwo durch göttlichen Zufall. Es gibt Gründe dafür, dass wir dort ankommen, wo wir sind. Bedenken Sie, was Jesus über schmerzhafte, ungeplante Umstände sagte: „Vor diesem allem aber werden sie ihre Hände an euch legen und euch verfolgen, indem sie euch an die Synagogen und Gefängnisse überliefern, um euch vor Könige und Statthalter zu führen um meines Namens willen. Es wird euch aber zu einem Zeugnis ausschlagen.” (Lukas 21,12 -13). Ebenso ist es mit dem Krebs. Er wird eine Möglichkeit sein, Zeugnis abzulegen. Christus ist unendlich wertvoll. Hier ist eine goldwerte Möglichkeit zu zeigen, dass er mehr wert ist als das Leben. Vergeuden Sie sie nicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''DP:''' Jesus ist Ihr Leben. Er ist der Mensch, vor dem sich jedes Knie beugt. Er hat den Tod ein für allemal überwunden. Er wird zu Ende bringen, was er begonnen hat. Lassen Sie Ihr Licht leuchten, indem Sie in ihm, von ihm, durch ihn, für ihn leben. Ein altes geistliches Lied drückt es so aus: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christus sei mit mir, Christus in mir, Christus hinter mir, Chrisus vor mir, Christus neben mir, Christus, um mich zu gewinnen, Christus, um mich zu trösten und wieder herzustellen, Christus unter mir, Christus über mir, Christus in Stille , Christus in Gefahr, Christus in den Herzen aller, die mich lieben, Christus im Mund von Freund und Fremdem (aus „I bind unto myself the name“ [etwa: „Ich binde an mich den Namen&amp;quot;]) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Ihrem Krebs bedürfen Sie Ihrer Brüder und Schwestern, um die Wahrheit und Herrlichkeit Christi zu bezeugen, mit Ihnen zu gehen, ihren Glauben an Ihrer Seite auszuleben, Sie zu lieben. Und Sie können mit Ihnen und mit allen anderen dasselbe tun und zu dem Herzen werden, das Freunde wie Fremde mit der Liebe Christi liebt, zum Mund, der mit Hoffnung für Freunde wie Fremde gefüllt ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denken Sie daran, dass Sie nicht verlassen sind. Sie werden die Hilfe haben, die Sie brauchen. „Mein Gott aber wird alles, was ihr bedürft, erfüllen nach seinem Reichtum in Herrlichkeit in Christus Jesus.” (Philipper 4,19) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pastor John&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Browniekr</name></author>	</entry>

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		<id>http://en.gospeltranslations.org/wiki/Don%27t_Waste_Your_Cancer/de</id>
		<title>Don't Waste Your Cancer/de</title>
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				<updated>2008-11-18T18:04:53Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Browniekr: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Den Krebs nicht vergeuden''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Anmerkung des Herausgebers: Unser Freund David Powlison von der Christian Counseling and Education Foundation (Christliche Stiftung für Beratung und Bildung), bei dem ebenfalls vor kurzem Prostatakrebs diagnostiziert wurde, hat John Pipers zehn Punkten einige hilfreiche Erweiterungen hinzugefügt. Eingerückte Absätze, vor denen „DP:“ steht, stammen von David Powlison.] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich schreibe diesen Text am Vorabend einer Prostata-Operation. Ich glaube an Gottes Heilkraft – durch Wunder wie durch die Medizin. Ich glaube, dass es gut und richtig ist, um beide Arten der Heilung zu beten. Der Krebs ist nicht sinnlos, wenn er von Gott geheilt wird. Ihm gebührt die Ehre, und genau deshalb gibt es den Krebs. Wenn man also nicht um Heilung betet, kann es sein, dass der Krebs vergeudet wird. Doch Heilung ist nicht Gottes Plan für jeden. Und es gibt viele andere Möglichkeiten, den Krebs zu vergeuden. Ich bete für mich selbst und für Sie, damit wir diesen Schmerz nicht vergeuden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''DP''': Ich (David Powlison) füge John Pipers Worten diese Gedanken hinzu, und zwar an dem Morgen, nachdem bei mir Prostatakrebs diagnostiziert wurde (3. März 2006). Die zehn Hauptpunkte und der jeweils erste Absatz sind von ihm; der jeweils zweite Absatz ist von mir. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;'''1. Sie vergeuden Ihren Krebs, wenn Sie nicht daran glauben, dass er von Gott für Sie vorgesehen ist.''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es genügt nicht, zu sagen, dass Gott unseren Krebs nur benutzt, ihn jedoch nicht vorsieht. Was Gott zulässt, lässt er aus einem bestimmten Grund zu. Und dieser Grund ist sein Plan. Wenn Gott vorhersieht, dass aus molekularen Veränderungen Krebs wird, kann er diesen aufhalten oder auch nicht. Tut er es nicht, verfolgt er eine Absicht. Da er unendlich weise ist, kann man diese Absicht einen Plan nennen. Satan ist real und verursacht viele Freuden und Schmerzen. Doch er ist nicht endgültig. Wenn er also Hiob mit bösen Geschwüren schlägt (Hiob 2,7), führt Hiob dies letzten Endes auf Gott zurück (Hiob 2,10) und der erleuchtete Schreiber stimmt dem zu: „Sie … trösteten ihn wegen all des Unglücks, das der HERR über ihn gebracht hatte.“ (Hiob 42,11). Wenn Sie nicht glauben, dass Ihr Krebs von Gott für Sie geplant ist, vergeuden Sie ihn. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''DP:''' Seine planende Hand zu erkennen macht Sie nicht stoisch oder unehrlich oder gekünstelt lebhaft. Stattdessen entlockt und lenkt die Wirklichkeit von Gottes Plan Ihr ehrliches Aufschreien zu Ihrem einzig wahren Retter. Gottes Plan lädt zur ehrlichen Rede ein, statt uns zum Schweigen und damit zur Resignation zu bringen. Denken Sie an die Ehrlichkeit der Psalmen, an König Hiskia (Jesaja 38), an Habakuk 3. Diese Menschen sind mit schonungsloser Offenheit und glaubhaft ehrlich, weil sie wissen, dass Gott Gott ist, und ihre Hoffnung in ihn setzen. Psalm 28 lehrt Sie das leidenschaftliche, direkte Gebet zu Gott. Er muss Sie hören. Er wird Sie hören. Er wird weiter in Ihnen und Ihrer Situation arbeiten. Dieser Aufschrei entstammt Ihrem Gefühl, dass Sie Hilfe brauchen (28,1-2). Nennen Sie dann Gott Ihre speziellen Sorgen (28,3-5). Es steht Ihnen frei, das Gebet mit Ihren eigenen Anliegen zu personalisieren. Oftmals ist es bei den „verschiedenen Versuchungen“ des Lebens (Jakobus 1,2) so, dass das, womit Sie konfrontiert sind, nicht in Einzelheiten dem entspricht, womit David oder Jesus konfrontiert waren – doch die Dynamik des Glaubens ist dieselbe. Haben Sie Ihre Sorgen auf ihn geworfen, der für Sie sorgt, dann verleihen Sie Ihrer Freude Ausdruck (28,6-7): der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft. Schließlich, da Glaube sich stets in Liebe verwandelt, werden Ihre persönliche Not und Freude sich erweitern zu liebevoller Sorge für andere (28,8-9). Krankheit kann Ihre Wahrnehmung dafür schärfen, wie gründlich Gott schon und immer schon in jedem Detail Ihres Lebens gearbeitet hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;'''2. Sie vergeuden Ihren Krebs, wenn Sie glauben, dass er ein Fluch und kein Geschenk ist.''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Also [gibt es] jetzt keine Verdammnis für die, welche in Christus Jesus sind.“ (Römer 8,1). „Christus hat uns losgekauft von dem Fluch des Gesetzes, indem er ein Fluch für uns geworden ist“ (Galater 3,13). „Denn es gibt keine Zauberei gegen Jakob und keine Wahrsagerei gegen Israel.” (4. Mose (Numeri) 23:23). „Denn Gott, der HERR, ist Sonne und Schild. Gnade und Herrlichkeit wird der HERR geben, kein Gutes vorenthalten denen, die in Lauterkeit wandeln.” (Psalm 84:12). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''DP:''' Der Segen erscheint in dem, was Gott für uns, mit uns, durch uns tut. Er bringt seine großartige und gnadenvolle Versöhnung auf die Ebene des Fluchs. Ihr Krebs ist selbst einer jener 10.000 „Todesschatten“ (Psalm 23,4), die über jeden von uns kommen: all die Bedrohungen, Verluste, Schmerzen, Unvollständigkeit, Enttäuschung, Böses. Doch in seinen geliebten Kinder bewirkt unser Vater ein überaus freundliches Gutes durch unsere schmerzvollsten Verluste; manchmal, indem er heilt und den Körper wieder herstellt (vorübergehend, bis zur Auferstehung der Toten zum ewigen Leben), immer, indem er uns erhält und lehrt, auf dass wir ihn einfacher verstehen und lieben. Auf dem Prüfstand des Bösen wird Ihr Glaube tief und real und Ihre Liebe wird zielbewusst und weise: Jakobus 1,2-5; 1. Petrus 1,3-9; Römer 5,1-5; Römer 8,18-39. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3. Sie vergeuden Ihren Krebs, wenn Sie Trost bei Ihren Chancen suchen statt bei Gott.''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Plan Gottes bei Ihrem Krebs besteht nicht darin, Sie in der rationalistischen, menschlichen Berechnung der Chancen zu schulen. Die Welt erhält Trost aus ihren Chancen. Nicht so die Christen. Manche zählen ihre Wagen (Prozentsatz der Überlebenschancen) und manche zählen ihre Rosse (Nebenwirkungen der Behandlung), wir aber zählen auf den Namen des Herrn, unseres Gottes (Psalm 20,7). Gottes Plan wird deutlich in 2. Korinther 1,9: „Wir selbst aber hatten in uns selbst [schon] das Urteil des Todes erhalten, damit wir nicht auf uns selbst vertrauten, sondern auf Gott, der die Toten auferweckt.“ Das Ziel Gottes bei unserem Krebs besteht (neben tausend anderen guten Dingen) darin, die Stützen props unter unseren Herzen wegzuschlagen, damit wir uns ganz auf ihn verlassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''DP:''' Gott selbst ist Ihr Trost. Er gibt sich selbst hin. Der Choral „Stille, mein Wille“ (von Katharina von Schlegel) rechnet die Chancen richtig aus: Wir werden mit 100-prozentiger Sicherheit leiden und Christus wird uns mit 100-prozentiger Sicherheit begegnen, zu uns kommen, uns trösten und die reinsten Freuden der Liebe wieder einsetzen. Das geistliche Lied „How Firm a Foundation“ (etwa: „Welch fester Grund“) rechnet die Chancen auf die gleiche Weise aus: Sie werden mit 100-prozentiger Sicherheit „ernste Qualen durchleben“, und Ihr Retter wird mit 100-prozentiger Sicherheit „mit dir sein, um deine Sorgen zu segnen und deine tiefste Verzweiflung zu heiligen.“ Bei Gott spielen Sie nicht mit Prozentsätzen, sondern Sie leben mit Sicherheiten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4. Sie vergeuden Ihren Krebs, wenn Sie sich weigern, über den Tod nachzudenken.''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir werden alle sterben, wenn Jesus seine Wiederkehr verschiebt. Nicht darüber nachzudenken, wie es sein wird, wenn man diese Welt verlässt und Gott begegnet, ist töricht. In Prediger 7,2 heißt es: „Besser, ins Haus der Trauer [zu einer Beerdigung] zu gehen, als ins Haus des Gastmahls zu gehen; denn jenes ist das Ende aller Menschen, und der Lebende nimmt es sich zu Herzen.“ Wie kann man es sich zu Herzen nehmen, wenn man nicht darüber nachdenkt? In Psalm 90,12 heißt es: „So lehre [uns] denn zählen unsere Tage, damit wir ein weises Herz erlangen!“ Die Tage zu zählen heißt, darüber nachzudenken, wie wenige es sind, und dass sie enden werden. Wie will man ein weises Herz erlangen, wenn man sich weigert, darüber nachzudenken? Wie sinnlos, wenn wir nicht über den Tod nachdenken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''DP:''' Paulus beschreibt den Heiligen Geist als die unsichtbare innere „Anzahlung“ auf die Sicherheit des Lebens. Durch den Glauben gibt der Herr einen süßen Vorgeschmack auf die direkte Wirklichkeit des ewigen Lebens in Gegenwart unseres Gottes und Christi. Wir könnten auch sagen, der Krebs sei eine „Anzahlung“ auf den unvermeidlichen Tod, und gäbe einem einen bitteren Vorgeschmack auf die Realität unserer Sterblichkeit. Krebs ist ein Wegweiser, der auf etwas viel größeres verweist: den letzten Feind, dem Sie sich stellen müssen. Doch Christus hat diesen letzten Feind besiegt: 1. Korinther 15. Der Tod wird vom Sieg verschlungen. Der Krebs ist nur ein Kundschaftertrupp des Feindes auf Patrouille. Er hat keine endgültige Macht, wenn Sie ein Kind der Auferstehung sind, daher können Sie ihm ins Auge schauen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''5. Sie vergeuden Ihren Krebs, wenn Sie meinen, den Krebs zu „schlagen“ bedeute, am Leben zu bleiben und nicht, an Christus festzuhalten.''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Satans und Gottes Pläne mit Ihrem Krebs sind nicht dieselben. Satan plant, Ihre Liebe für Christus zu zerstören. Gott plant, Ihre Liebe zu Christus zu vertiefen. Der Krebs gewinnt nicht, wenn Sie sterben. Er gewinnt, wenn Sie nicht an Christus festhalten. Gottes Plan ist es, Sie von der Brust der Welt zu entwöhnen und Sie mit der ausreichenden Fülle Christi zu nähren. Er soll Ihnen helfen, dies zu sagen und zu fühlen: „Ich achte auch alles für Verlust um der unübertrefflichen Größe der Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn, willen.“ Und deshalb zu wissen: „Denn das Leben ist für mich Christus und das Sterben Gewinn.“ (Philipper 3,8; 1,21). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''DP:''' An Christus festzuhalten drückt die beiden Kernaktivitäten des Glaubens aus: dringende Bedürftigkeit und völlige Freude. Viele Psalmen sind ein Aufschrei in Moll; wir halten an unserem Retter fest, indem wir seiner bedürfen, um uns von realen Sorgen, realen Sünden, realen Leiden, realen Ängsten zu erretten. Viele Psalmen sind ein Gesang in Dur: Wir halten an unserem Retter fest, indem wir uns an ihm erfreuen, ihn lieben, ihm für alles danken, was er Gutes an uns getan hat, uns freuen, dass seine Rettung die schwerwiegendste Sache der Welt ist und er das letzte Wort hat. Und viele Psalmen beginnen in der einen Tonart und enden in der anderen. An Christus festzuhalten ist nicht eintönig; man durchlebt das gesamte Spektrum menschlicher Erfahrungen mit ihm. Den Krebs zu „schlagen“ bedeutet, in dem Wissen zu leben, dass Ihr Vater sich seines geliebten Kindes erbarmt, weil er Ihre Gestalt kennt und weiß, dass Sie nichts als Staub sind. Jesus Christus ist der Weg, die Wahrheit und das Leben. Zu leben bedeutet, ihn zu kennen, den zu kennen zu lieben bedeutet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''6. Sie vergeuden Ihren Krebs, wenn Sie zu viel Zeit darauf verwenden, über Krebs zu lesen, und nicht genug Zeit darauf, über Gott zu lesen.''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist nicht falsch, sich über Krebs zu informieren. Unwissenheit ist keine Tugend. Doch die Verlockung, immer mehr zu wissen und der fehlende Eifer, Gott immer mehr zu kennen, sind symptomatisch für den Unglauben. Der Krebs soll uns zur Wirklichkeit Gottes erwecken. Er soll dem Gebot in Hosea 6,3 Gefühl und Kraft verleihen: „So lasst uns [ihn] erkennen, [ja,] lasst uns nachjagen der Erkenntnis des HERRN!“ Er soll uns zur Wahrheit in Daniel 11,32 erwecken: „Das Volk, das seinen Gott kennt, wird sich stark erweisen und entsprechend handeln.“ Er soll aus uns unerschütterliche, unzerstörbare Eichenbäume machen: „Er hat seine Lust am Gesetz des HERRN und sinnt über sein Gesetz Tag und Nacht! Er ist wie ein Baum, gepflanzt an Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und dessen Laub nicht verwelkt; alles was er tut, gelingt ihm.“ (Psalm 1,2-3). Wie sinnlos ist der Krebs, wenn wir Tag und Nacht über Krebs nachlesen und nicht über Gott. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''DP:''' Was für Ihr Leseverhalten gilt, hat auch für Ihre Gespräche mit Anderen Gültigkeit. Andere Menschen werden oft ihre Fürsorge und Besorgnis ausdrücken, indem sie sich nach Ihrer Gesundheit erkundigen. Das ist gut, doch bleibt das Gespräch leicht dort stecken. Erzählen Sie ihnen also offen von Ihrer Krankheit und ersuchen Sie sie um ihre Gebete und ihren Rat; geben Sie dann jedoch dem Gespräch eine andere Richtung, indem Sie Ihnen erzählen, was Ihr Gott tut, um Sie getreu mit 10.000 Gnaden zu erhalten. Robert Murray McCheyne sagte weise: „Werfen Sie für jeden einzelnen Blick auf Ihre Sünden zehn Blicke auf Christus.“ Er begegnete damit unserer Neigung, dieses 10:1-Verhältnis umzukehren, indem wir über unser Versagen brüteten und den Herrn der Gnade vergaßen. Was McCheyne über unsere Sünden sagt, können wir auch auf unser Leiden anwenden. Sagen Sie für jeden einzelnen Satz, den Sie zu anderen über Ihren Krebs sagen, zehn Sätze über Ihren Gott und Ihre Hoffnung und darüber, was er Sie lehrt, und über die kleinen Segnungen an jedem Tag. Verbringen Sie für jede Stunde, die Sie mit Nachforschungen oder Gesprächen über Ihren Krebs verbringen, 10 Stunden damit, über Ihren Herrn nachzuforschen, zu sprechen und ihm zu dienen. Beziehen Sie alles, was Sie über Ihren Krebs erfahren, zurück auf ihn und seine Absichten, dann werden Sie nicht davon besessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7. Sie vergeuden Ihren Krebs, wenn Sie sich von ihm in die Einsamkeit treiben lassen, statt Ihre Beziehungen mit offenkundiger Liebe zu vertiefen.''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Epaphroditus Paulus die Geschenke überbrachte, die die Kirche der Philipper gesandt hatte, wurde er krank und starb beinahe. Paul sagt den Philippern: „Da er ja sehnlich nach euch allen verlangte und er sehr in Unruhe war, weil ihr gehört hattet, dass er krank war.“ (Philipper 2,26). Was für eine erstaunliche Antwort! Es heißt nicht, dass sie in Unruhe waren, weil er krank war, sondern dass er in Unruhe war, weil sie gehört hatten, dass er krank war. Ein solches Herz will Gott mit dem Krebs erschaffen: ein zutiefst liebendes, sorgendes Herz für die Menschen. Vergeuden Sie Ihren Krebs nicht, indem Sie sich in sich selbst zurückziehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''DP:''' Unsere Kultur hat schreckliche Angst davor, dem Tod zu begegnen. Sie ist von der Medizin besessen. Sie erhebt Jugend, Gesundheit und Energie zum Idol. Sie versucht, jegliche Anzeichen von Schwäche oder Unvollkommenheit zu verbergen. Sie werden anderen großen Segen bringen, wenn Sie in Ihren Schwächen offen, glaubend und liebend leben. Paradoxerweise stärkt es andere, wenn man sich mit Schmerzen und Schwäche nach außen in Beziehungen begibt. „Füreinander da sein“ ist eine in zwei Richtungen befahrbare Straße des großzügigen Gebens und dankbaren Empfangens. Ihre Bedürftigkeit gibt anderen eine Möglichkeit, zu lieben. Und da Liebe stets Gottes höchstes Ziel auch bei Ihnen ist, werden Sie seine schönste und freudenreichste Lektion lernen, indem Sie kleine Gelegenheiten finden, Sorge für andere auszudrücken, wenn Sie selbst am schwächsten sind. Eine große, lebensbedrohliche Schwäche kann sich als erstaunlich befreiend erweisen. Es bleibt Ihnen nichts zu tun, als von Gott und anderen Menschen geliebt zu werden, und Gott und andere Menschen zu lieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8. Sie vergeuden Ihren Krebs, wenn Sie trauern wie jene, die keine Hoffnung haben.''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paulus verwendete diese Worte in Bezug auf jene, denen geliebte Menschen gestorben waren: „Wir wollen euch aber, Brüder, nicht in Unkenntnis lassen über die Entschlafenen, damit ihr nicht betrübt seid wie die übrigen, die keine Hoffnung haben.“ (1. Thessalonicher 4,13). Es gibt Trauer beim Tod. Selbst für den Glaubenden, der stirbt, gibt es einen zeitweiligen Verlust - einen Verlust des Körpers, und einen Verlust der geliebten Menschen hier, und einen Verlust des geistlichen Dienstes auf Erden. Doch die Trauer ist anders – sie ist von Hoffnung durchdrungen. „Wir möchten lieber ausheimisch vom Leib und einheimisch beim Herrn sein.“ (2. Korinther 5,8). Vergeuden Sie Ihren Krebs nicht, indem Sie trauern wie jene, die keine Hoffnung haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''DP:''' Zeigen Sie der Welt diese andere Art des Trauerns. Paulus sagte, er hätte „Traurigkeit über Traurigkeit&amp;quot; gehabt, wenn sein Freund Epaphroditus gestorben wäre. Er war traurig gewesen, als er die schmerzliche Last der Krankheit seines Freundes spürte. Er wäre doppelt traurig gewesen, wenn sein Freund gestorben wäre. Doch diese liebende, ehrliche, gottorientierte Traurigkeit existierte neben „freut euch jederzeit“ und „der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft“ und „echte Sorge für dein Wohlergehen zeigen“. Wie kann denn aber ein seelischer Schmerz neben Liebe, Freude, Frieden und einem unzerstörbaren Gefühl eines Sinns des Lebens existieren. In der inneren Logik des Glaubens ergibt das einen perfekten Sinn. Tatsächlich kann es sein, dass Sie, genau weil Sie Hoffnung haben, die Leiden dieses Lebens heftiger spüren: Traurigkeit über Traurigkeit. Im Gegensatz dazu wählt die Trauer, die keine Hoffnung hat, oft Verleugnung oder Flucht oder Geschäftigkeit, weil sie sich der Realität nicht stellen kann, ohne zu verzweifeln. Bei Christus wissen Sie, was auf dem Spiel steht, und daher spüren Sie heftig das Schlechte dieser gefallenen Welt. Sie nehmen Schmerz und Tod nicht als sicher an. Sie lieben, was gut ist, und hassen, was böse ist. Schließlich folgen Sie dem Bild „eines Menschen der Leiden, der mit der Trauer vertraut ist&amp;quot;. Doch dieser Jesus nahm sein Kreuz willentlich auf sich „für die Freude, die vor ihm lag“. Er lebte und starb in der Hoffnung, dass alles wahr würde. Sein Schmerz wurde nicht durch Verleugnung oder Medizin betäubt, und er war auch nicht gefärbt von Verzweiflung, Furcht oder Um-sich-Schlagen nach irgendeinem Strohhalm der Hoffnung, der seine Lage ändern könnte. Jesu letzte Versprechen sind voller Freude fester Hoffnung mitten im Leiden: „Meine Freude sei in euch und eure Freude werde völlig. Eure Traurigkeit wird zur Freude werden. Eure Freude nimmt niemand von euch. Bittet, und ihr werdet empfangen, damit eure Freude völlig sei. Dieses rede ich in der Welt, damit sie meine Freude völlig in sich haben.” (Auswahl aus Johannes 15-17). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''9. Sie vergeuden Ihren Krebs, wenn Sie die Sünde so beiläufig wie bisher behandeln.''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sind Ihre eingefleischten Sünden so verlockend wie vor Ihrem Krebs? Wenn ja, verschwenden Sie Ihren Krebs. Der Krebs soll den Appetit auf Sünde zerstören. Stolz, Gier, Lüsternheit, Hass, Unversöhnlichkeit, Ungeduld, Faulheit, Verzögern – all diese sind die Gegner, die der Krebs angreifen soll. Denken Sie nicht nur daran, gegen den Krebs zu kämpfen. Denken Sie auch daran, mit dem Krebs zu kämpfen. All diese Dinge sind schlimmere Feinde als der Krebs. Verschwenden Sie nicht die Macht des Krebses, diese Feinde zu vernichten. Lassen Sie durch die Gegenwart der Ewigkeit die Sünden der Zeit so sinnlos aussehen, wie sie tatsächlich sind. „Denn was wird es einem Menschen nützen, wenn er die ganze Welt gewönne, sich selbst aber verlöre oder einbüßte?“ (Lukas 9,25). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''DP:''' Das Leiden ist tatsächlich dazu da, Sie der Sünde zu entwöhnen und Ihren Glauben zu stärken. Wenn Sie Gott-los sind, dann vergrößert das Leiden die Sünde. Werden Sie in Ihrer Lebensführung bitterer werden, verzweifelter, süchtiger, ängstlicher, rasender, vermeidender, sentimentaler, gottloser? Werden Sie so tun, als sei alles wie immer? Werden Sie mit dem Tod einig werden, zu Ihren Bedingungen? Aber wenn Sie Gott gehören, wird das Leiden in den Händen Christi Sie verändern, immer langsam, manchmal schnell. Sie werden mit dem Leben und dem Tod zu seinen Bedingungen einig werden. Er wird Sie gütig machen, Sie reinigen, Sie von Eitelkeiten befreien. Er wird dafür sorgen, dass Sie ihn brauchen und ihn lieben. Er ordnet Ihre Prioritäten neu, damit die wichtigsten Dinge öfter am wichtigsten sind. Er wird mit Ihnen gehen. Natürlich werden Sie manchmal versagen, vielleicht von Reizbarkeit oder Grübelei, Wirklichkeitsflucht oder Ängsten gepackt werden. Doch er wird Sie immer aufheben, wenn Sie stolpern. Ihr innerer Feind – ein moralischer Krebs, der zehntausend Mal tödlicher ist als Ihr körperlicher Krebs – wird absterben, wenn Sie immer weiter Ihren Retter suchen und finden: „Um deines Namens willen, HERR, vergib mir meine Schuld, denn sie ist groß. Wer ist nun der Mann, der den HERRN fürchtet? Ihn wird er unterweisen in dem Weg, den er wählen soll.“ (Psalm 25). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10. Sie vergeuden Ihren Krebs, wenn Sie ihn nicht als ein Mittel nutzen, Wahrheit und Herrlichkeit Christi zu bezeugen.''' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christen sind niemals irgendwo durch göttlichen Zufall. Es gibt Gründe dafür, dass wir dort ankommen, wo wir sind. Bedenken Sie, was Jesus über schmerzhafte, ungeplante Umstände sagte: „Vor diesem allem aber werden sie ihre Hände an euch legen und euch verfolgen, indem sie euch an die Synagogen und Gefängnisse überliefern, um euch vor Könige und Statthalter zu führen um meines Namens willen. Es wird euch aber zu einem Zeugnis ausschlagen.” (Lukas 21,12 -13). Ebenso ist es mit dem Krebs. Er wird eine Möglichkeit sein, Zeugnis abzulegen. Christus ist unendlich wertvoll. Hier ist eine goldwerte Möglichkeit zu zeigen, dass er mehr wert ist als das Leben. Vergeuden Sie sie nicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''DP:''' Jesus ist Ihr Leben. Er ist der Mensch, vor dem sich jedes Knie beugt. Er hat den Tod ein für allemal überwunden. Er wird zu Ende bringen, was er begonnen hat. Lassen Sie Ihr Licht leuchten, indem Sie in ihm, von ihm, durch ihn, für ihn leben. Ein altes geistliches Lied drückt es so aus: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christus sei mit mir, Christus in mir, Christus hinter mir, Chrisus vor mir, Christus neben mir, Christus, um mich zu gewinnen, Christus, um mich zu trösten und wieder herzustellen, Christus unter mir, Christus über mir, Christus in Stille , Christus in Gefahr, Christus in den Herzen aller, die mich lieben, Christus im Mund von Freund und Fremdem (aus „I bind unto myself the name“ [etwa: „Ich binde an mich den Namen&amp;quot;]) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Ihrem Krebs bedürfen Sie Ihrer Brüder und Schwestern, um die Wahrheit und Herrlichkeit Christi zu bezeugen, mit Ihnen zu gehen, ihren Glauben an Ihrer Seite auszuleben, Sie zu lieben. Und Sie können mit Ihnen und mit allen anderen dasselbe tun und zu dem Herzen werden, das Freunde wie Fremde mit der Liebe Christi liebt, zum Mund, der mit Hoffnung für Freunde wie Fremde gefüllt ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denken Sie daran, dass Sie nicht verlassen sind. Sie werden die Hilfe haben, die Sie brauchen. „Mein Gott aber wird alles, was ihr bedürft, erfüllen nach seinem Reichtum in Herrlichkeit in Christus Jesus.” (Philipper 4,19) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pastor John&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Browniekr</name></author>	</entry>

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		<title>Don't Waste Your Cancer/de</title>
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				<updated>2008-11-18T17:59:27Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Browniekr: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Den Krebs nicht vergeuden'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Anmerkung des Herausgebers: Unser Freund David Powlison von der Christian Counseling and Education Foundation (Christliche Stiftung für Beratung und Bildung), bei dem ebenfalls vor kurzem Prostatakrebs diagnostiziert wurde, hat John Pipers zehn Punkten einige hilfreiche Erweiterungen hinzugefügt. Eingerückte Absätze, vor denen „DP:“ steht, stammen von David Powlison.] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich schreibe diesen Text am Vorabend einer Prostata-Operation. Ich glaube an Gottes Heilkraft – durch Wunder wie durch die Medizin. Ich glaube, dass es gut und richtig ist, um beide Arten der Heilung zu beten. Der Krebs ist nicht sinnlos, wenn er von Gott geheilt wird. Ihm gebührt die Ehre, und genau deshalb gibt es den Krebs. Wenn man also nicht um Heilung betet, kann es sein, dass der Krebs vergeudet wird. Doch Heilung ist nicht Gottes Plan für jeden. Und es gibt viele andere Möglichkeiten, den Krebs zu vergeuden. Ich bete für mich selbst und für Sie, damit wir diesen Schmerz nicht vergeuden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''DP''': Ich (David Powlison) füge John Pipers Worten diese Gedanken hinzu, und zwar an dem Morgen, nachdem bei mir Prostatakrebs diagnostiziert wurde (3. März 2006). Die zehn Hauptpunkte und der jeweils erste Absatz sind von ihm; der jeweils zweite Absatz ist von mir.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1. Sie vergeuden Ihren Krebs, wenn Sie nicht daran glauben, dass er von Gott für Sie vorgesehen ist.'''&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Es genügt nicht, zu sagen, dass Gott unseren Krebs nur benutzt, ihn jedoch nicht vorsieht. Was Gott zulässt, lässt er aus einem bestimmten Grund zu. Und dieser Grund ist sein Plan. Wenn Gott vorhersieht, dass aus molekularen Veränderungen Krebs wird, kann er diesen aufhalten oder auch nicht. Tut er es nicht, verfolgt er eine Absicht. Da er unendlich weise ist, kann man diese Absicht einen Plan nennen. Satan ist real und verursacht viele Freuden und Schmerzen. Doch er ist nicht endgültig. Wenn er also Hiob mit bösen Geschwüren schlägt (Hiob 2,7), führt Hiob dies letzten Endes auf Gott zurück (Hiob 2,10) und der erleuchtete Schreiber stimmt dem zu: „Sie … trösteten ihn wegen all des Unglücks, das der HERR über ihn gebracht hatte.“ (Hiob 42,11). Wenn Sie nicht glauben, dass Ihr Krebs von Gott für Sie geplant ist, vergeuden Sie ihn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''DP:''' Seine planende Hand zu erkennen macht Sie nicht stoisch oder unehrlich oder gekünstelt lebhaft. Stattdessen entlockt und lenkt die Wirklichkeit von Gottes Plan Ihr ehrliches Aufschreien zu Ihrem einzig wahren Retter. Gottes Plan lädt zur ehrlichen Rede ein, statt uns zum Schweigen und damit zur Resignation zu bringen. Denken Sie an die Ehrlichkeit der Psalmen, an König Hiskia (Jesaja 38), an Habakuk 3. Diese Menschen sind mit schonungsloser Offenheit und glaubhaft ehrlich, weil sie wissen, dass Gott Gott ist, und ihre Hoffnung in ihn setzen. Psalm 28 lehrt Sie das leidenschaftliche, direkte Gebet zu Gott. Er muss Sie hören. Er wird Sie hören. Er wird weiter in Ihnen und Ihrer Situation arbeiten. Dieser Aufschrei entstammt Ihrem Gefühl, dass Sie Hilfe brauchen (28,1-2). Nennen Sie dann Gott Ihre speziellen Sorgen (28,3-5). Es steht Ihnen frei, das Gebet mit Ihren eigenen Anliegen zu personalisieren. Oftmals ist es bei den „verschiedenen Versuchungen“ des Lebens (Jakobus 1,2) so, dass das, womit Sie konfrontiert sind, nicht in Einzelheiten dem entspricht, womit David oder Jesus konfrontiert waren – doch die Dynamik des Glaubens ist dieselbe. Haben Sie Ihre Sorgen auf ihn geworfen, der für Sie sorgt, dann verleihen Sie Ihrer Freude Ausdruck (28,6-7): der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft. Schließlich, da Glaube sich stets in Liebe verwandelt, werden Ihre persönliche Not und Freude sich erweitern zu liebevoller Sorge für andere (28,8-9). Krankheit kann Ihre Wahrnehmung dafür schärfen, wie gründlich Gott schon und immer schon in jedem Detail Ihres Lebens gearbeitet hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2. Sie vergeuden Ihren Krebs, wenn Sie glauben, dass er ein Fluch und kein Geschenk ist.'''&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
„Also [gibt es] jetzt keine Verdammnis für die, welche in Christus Jesus sind.“ (Römer 8,1). „Christus hat uns losgekauft von dem Fluch des Gesetzes, indem er ein Fluch für uns geworden ist“ (Galater 3,13). „Denn es gibt keine Zauberei gegen Jakob und keine Wahrsagerei gegen Israel.” (4. Mose (Numeri) 23:23). „Denn Gott, der HERR, ist Sonne und Schild. Gnade und Herrlichkeit wird der HERR geben, kein Gutes vorenthalten denen, die in Lauterkeit wandeln.” (Psalm 84:12). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''DP:''' Der Segen erscheint in dem, was Gott für uns, mit uns, durch uns tut. Er bringt seine großartige und gnadenvolle Versöhnung auf die Ebene des Fluchs. Ihr Krebs ist selbst einer jener 10.000 „Todesschatten“ (Psalm 23,4), die über jeden von uns kommen: all die Bedrohungen, Verluste, Schmerzen, Unvollständigkeit, Enttäuschung, Böses. Doch in seinen geliebten Kinder bewirkt unser Vater ein überaus freundliches Gutes durch unsere schmerzvollsten Verluste; manchmal, indem er heilt und den Körper wieder herstellt (vorübergehend, bis zur Auferstehung der Toten zum ewigen Leben), immer, indem er uns erhält und lehrt, auf dass wir ihn einfacher verstehen und lieben. Auf dem Prüfstand des Bösen wird Ihr Glaube tief und real und Ihre Liebe wird zielbewusst und weise: Jakobus 1,2-5; 1. Petrus 1,3-9; Römer 5,1-5; Römer 8,18-39. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3. Sie vergeuden Ihren Krebs, wenn Sie Trost bei Ihren Chancen suchen statt bei Gott.'''&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der Plan Gottes bei Ihrem Krebs besteht nicht darin, Sie in der rationalistischen, menschlichen Berechnung der Chancen zu schulen. Die Welt erhält Trost aus ihren Chancen. Nicht so die Christen. Manche zählen ihre Wagen (Prozentsatz der Überlebenschancen) und manche zählen ihre Rosse (Nebenwirkungen der Behandlung), wir aber zählen auf den Namen des Herrn, unseres Gottes (Psalm 20,7). Gottes Plan wird deutlich in 2. Korinther 1,9: „Wir selbst aber hatten in uns selbst [schon] das Urteil des Todes erhalten, damit wir nicht auf uns selbst vertrauten, sondern auf Gott, der die Toten auferweckt.“ Das Ziel Gottes bei unserem Krebs besteht (neben tausend anderen guten Dingen) darin, die Stützen props unter unseren Herzen wegzuschlagen, damit wir uns ganz auf ihn verlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''DP:''' Gott selbst ist Ihr Trost. Er gibt sich selbst hin. Der Choral „Stille, mein Wille“ (von Katharina von Schlegel) rechnet die Chancen richtig aus: Wir werden mit 100-prozentiger Sicherheit leiden und Christus wird uns mit 100-prozentiger Sicherheit begegnen, zu uns kommen, uns trösten und die reinsten Freuden der Liebe wieder einsetzen. Das geistliche Lied „How Firm a Foundation“ (etwa: „Welch fester Grund“) rechnet die Chancen auf die gleiche Weise aus: Sie werden mit 100-prozentiger Sicherheit „ernste Qualen durchleben“, und Ihr Retter wird mit 100-prozentiger Sicherheit „mit dir sein, um deine Sorgen zu segnen und deine tiefste Verzweiflung zu heiligen.“ Bei Gott spielen Sie nicht mit Prozentsätzen, sondern Sie leben mit Sicherheiten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''4. Sie vergeuden Ihren Krebs, wenn Sie sich weigern, über den Tod nachzudenken.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir werden alle sterben, wenn Jesus seine Wiederkehr verschiebt. Nicht darüber nachzudenken, wie es sein wird, wenn man diese Welt verlässt und Gott begegnet, ist töricht. In Prediger 7,2 heißt es: „Besser, ins Haus der Trauer [zu einer Beerdigung] zu gehen, als ins Haus des Gastmahls zu gehen; denn jenes ist das Ende aller Menschen, und der Lebende nimmt es sich zu Herzen.“ Wie kann man es sich zu Herzen nehmen, wenn man nicht darüber nachdenkt? In Psalm 90,12 heißt es: „So lehre [uns] denn zählen unsere Tage, damit wir ein weises Herz erlangen!“ Die Tage zu zählen heißt, darüber nachzudenken, wie wenige es sind, und dass sie enden werden. Wie will man ein weises Herz erlangen, wenn man sich weigert, darüber nachzudenken? Wie sinnlos, wenn wir nicht über den Tod nachdenken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''DP:''' Paulus beschreibt den Heiligen Geist als die unsichtbare innere „Anzahlung“ auf die Sicherheit des Lebens. Durch den Glauben gibt der Herr einen süßen Vorgeschmack auf die direkte Wirklichkeit des ewigen Lebens in Gegenwart unseres Gottes und Christi. Wir könnten auch sagen, der Krebs sei eine „Anzahlung“ auf den unvermeidlichen Tod, und gäbe einem einen bitteren Vorgeschmack auf die Realität unserer Sterblichkeit. Krebs ist ein Wegweiser, der auf etwas viel größeres verweist: den letzten Feind, dem Sie sich stellen müssen. Doch Christus hat diesen letzten Feind besiegt: 1. Korinther 15. Der Tod wird vom Sieg verschlungen. Der Krebs ist nur ein Kundschaftertrupp des Feindes auf Patrouille. Er hat keine endgültige Macht, wenn Sie ein Kind der Auferstehung sind, daher können Sie ihm ins Auge schauen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''5. Sie vergeuden Ihren Krebs, wenn Sie meinen, den Krebs zu „schlagen“ bedeute, am Leben zu bleiben und nicht, an Christus festzuhalten.'''&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Satans und Gottes Pläne mit Ihrem Krebs sind nicht dieselben. Satan plant, Ihre Liebe für Christus zu zerstören. Gott plant, Ihre Liebe zu Christus zu vertiefen. Der Krebs gewinnt nicht, wenn Sie sterben. Er gewinnt, wenn Sie nicht an Christus festhalten. Gottes Plan ist es, Sie von der Brust der Welt zu entwöhnen und Sie mit der ausreichenden Fülle Christi zu nähren. Er soll Ihnen helfen, dies zu sagen und zu fühlen: „Ich achte auch alles für Verlust um der unübertrefflichen Größe der Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn, willen.“ Und deshalb zu wissen: „Denn das Leben ist für mich Christus und das Sterben Gewinn.“ (Philipper 3,8; 1,21). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''DP:''' An Christus festzuhalten drückt die beiden Kernaktivitäten des Glaubens aus: dringende Bedürftigkeit und völlige Freude. Viele Psalmen sind ein Aufschrei in Moll; wir halten an unserem Retter fest, indem wir seiner bedürfen, um uns von realen Sorgen, realen Sünden, realen Leiden, realen Ängsten zu erretten. Viele Psalmen sind ein Gesang in Dur: Wir halten an unserem Retter fest, indem wir uns an ihm erfreuen, ihn lieben, ihm für alles danken, was er Gutes an uns getan hat, uns freuen, dass seine Rettung die schwerwiegendste Sache der Welt ist und er das letzte Wort hat. Und viele Psalmen beginnen in der einen Tonart und enden in der anderen. An Christus festzuhalten ist nicht eintönig; man durchlebt das gesamte Spektrum menschlicher Erfahrungen mit ihm. Den Krebs zu „schlagen“ bedeutet, in dem Wissen zu leben, dass Ihr Vater sich seines geliebten Kindes erbarmt, weil er Ihre Gestalt kennt und weiß, dass Sie nichts als Staub sind. Jesus Christus ist der Weg, die Wahrheit und das Leben. Zu leben bedeutet, ihn zu kennen, den zu kennen zu lieben bedeutet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''6. Sie vergeuden Ihren Krebs, wenn Sie zu viel Zeit darauf verwenden, über Krebs zu lesen, und nicht genug Zeit darauf, über Gott zu lesen.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist nicht falsch, sich über Krebs zu informieren. Unwissenheit ist keine Tugend. Doch die Verlockung, immer mehr zu wissen und der fehlende Eifer, Gott immer mehr zu kennen, sind symptomatisch für den Unglauben. Der Krebs soll uns zur Wirklichkeit Gottes erwecken. Er soll dem Gebot in Hosea 6,3 Gefühl und Kraft verleihen: „So lasst uns [ihn] erkennen, [ja,] lasst uns nachjagen der Erkenntnis des HERRN!“ Er soll uns zur Wahrheit in Daniel 11,32 erwecken: „Das Volk, das seinen Gott kennt, wird sich stark erweisen und entsprechend handeln.“ Er soll aus uns unerschütterliche, unzerstörbare Eichenbäume machen: „Er hat seine Lust am Gesetz des HERRN und sinnt über sein Gesetz Tag und Nacht! Er ist wie ein Baum, gepflanzt an Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und dessen Laub nicht verwelkt; alles was er tut, gelingt ihm.“ (Psalm 1,2-3). Wie sinnlos ist der Krebs, wenn wir Tag und Nacht über Krebs nachlesen und nicht über Gott. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''DP:''' Was für Ihr Leseverhalten gilt, hat auch für Ihre Gespräche mit Anderen Gültigkeit. Andere Menschen werden oft ihre Fürsorge und Besorgnis ausdrücken, indem sie sich nach Ihrer Gesundheit erkundigen. Das ist gut, doch bleibt das Gespräch leicht dort stecken. Erzählen Sie ihnen also offen von Ihrer Krankheit und ersuchen Sie sie um ihre Gebete und ihren Rat; geben Sie dann jedoch dem Gespräch eine andere Richtung, indem Sie Ihnen erzählen, was Ihr Gott tut, um Sie getreu mit 10.000 Gnaden zu erhalten. Robert Murray McCheyne sagte weise: „Werfen Sie für jeden einzelnen Blick auf Ihre Sünden zehn Blicke auf Christus.“ Er begegnete damit unserer Neigung, dieses 10:1-Verhältnis umzukehren, indem wir über unser Versagen brüteten und den Herrn der Gnade vergaßen. Was McCheyne über unsere Sünden sagt, können wir auch auf unser Leiden anwenden. Sagen Sie für jeden einzelnen Satz, den Sie zu anderen über Ihren Krebs sagen, zehn Sätze über Ihren Gott und Ihre Hoffnung und darüber, was er Sie lehrt, und über die kleinen Segnungen an jedem Tag. Verbringen Sie für jede Stunde, die Sie mit Nachforschungen oder Gesprächen über Ihren Krebs verbringen, 10 Stunden damit, über Ihren Herrn nachzuforschen, zu sprechen und ihm zu dienen. Beziehen Sie alles, was Sie über Ihren Krebs erfahren, zurück auf ihn und seine Absichten, dann werden Sie nicht davon besessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''7. Sie vergeuden Ihren Krebs, wenn Sie sich von ihm in die Einsamkeit treiben lassen, statt Ihre Beziehungen mit offenkundiger Liebe zu vertiefen.'''&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Als Epaphroditus Paulus die Geschenke überbrachte, die die Kirche der Philipper gesandt hatte, wurde er krank und starb beinahe. Paul sagt den Philippern: „Da er ja sehnlich nach euch allen verlangte und er sehr in Unruhe war, weil ihr gehört hattet, dass er krank war.“ (Philipper 2,26). Was für eine erstaunliche Antwort! Es heißt nicht, dass sie in Unruhe waren, weil er krank war, sondern dass er in Unruhe war, weil sie gehört hatten, dass er krank war. Ein solches Herz will Gott mit dem Krebs erschaffen: ein zutiefst liebendes, sorgendes Herz für die Menschen. Vergeuden Sie Ihren Krebs nicht, indem Sie sich in sich selbst zurückziehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''DP:''' Unsere Kultur hat schreckliche Angst davor, dem Tod zu begegnen. Sie ist von der Medizin besessen. Sie erhebt Jugend, Gesundheit und Energie zum Idol. Sie versucht, jegliche Anzeichen von Schwäche oder Unvollkommenheit zu verbergen. Sie werden anderen großen Segen bringen, wenn Sie in Ihren Schwächen offen, glaubend und liebend leben. Paradoxerweise stärkt es andere, wenn man sich mit Schmerzen und Schwäche nach außen in Beziehungen begibt. „Füreinander da sein“ ist eine in zwei Richtungen befahrbare Straße des großzügigen Gebens und dankbaren Empfangens. Ihre Bedürftigkeit gibt anderen eine Möglichkeit, zu lieben. Und da Liebe stets Gottes höchstes Ziel auch bei Ihnen ist, werden Sie seine schönste und freudenreichste Lektion lernen, indem Sie kleine Gelegenheiten finden, Sorge für andere auszudrücken, wenn Sie selbst am schwächsten sind. Eine große, lebensbedrohliche Schwäche kann sich als erstaunlich befreiend erweisen. Es bleibt Ihnen nichts zu tun, als von Gott und anderen Menschen geliebt zu werden, und Gott und andere Menschen zu lieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''8. Sie vergeuden Ihren Krebs, wenn Sie trauern wie jene, die keine Hoffnung haben.'''&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Paulus verwendete diese Worte in Bezug auf jene, denen geliebte Menschen gestorben waren: „Wir wollen euch aber, Brüder, nicht in Unkenntnis lassen über die Entschlafenen, damit ihr nicht betrübt seid wie die übrigen, die keine Hoffnung haben.“ (1. Thessalonicher 4,13). Es gibt Trauer beim Tod. Selbst für den Glaubenden, der stirbt, gibt es einen zeitweiligen Verlust - einen Verlust des Körpers, und einen Verlust der geliebten Menschen hier, und einen Verlust des geistlichen Dienstes auf Erden. Doch die Trauer ist anders – sie ist von Hoffnung durchdrungen. „Wir möchten lieber ausheimisch vom Leib und einheimisch beim Herrn sein.“ (2. Korinther 5,8). Vergeuden Sie Ihren Krebs nicht, indem Sie trauern wie jene, die keine Hoffnung haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''DP:''' Zeigen Sie der Welt diese andere Art des Trauerns. Paulus sagte, er hätte „Traurigkeit über Traurigkeit&amp;quot; gehabt, wenn sein Freund Epaphroditus gestorben wäre. Er war traurig gewesen, als er die schmerzliche Last der Krankheit seines Freundes spürte. Er wäre doppelt traurig gewesen, wenn sein Freund gestorben wäre. Doch diese liebende, ehrliche, gottorientierte Traurigkeit existierte neben „freut euch jederzeit“ und „der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft“ und „echte Sorge für dein Wohlergehen zeigen“. Wie kann denn aber ein seelischer Schmerz neben Liebe, Freude, Frieden und einem unzerstörbaren Gefühl eines Sinns des Lebens existieren. In der inneren Logik des Glaubens ergibt das einen perfekten Sinn. Tatsächlich kann es sein, dass Sie, genau weil Sie Hoffnung haben, die Leiden dieses Lebens heftiger spüren: Traurigkeit über Traurigkeit. Im Gegensatz dazu wählt die Trauer, die keine Hoffnung hat, oft Verleugnung oder Flucht oder Geschäftigkeit, weil sie sich der Realität nicht stellen kann, ohne zu verzweifeln. Bei Christus wissen Sie, was auf dem Spiel steht, und daher spüren Sie heftig das Schlechte dieser gefallenen Welt. Sie nehmen Schmerz und Tod nicht als sicher an. Sie lieben, was gut ist, und hassen, was böse ist. Schließlich folgen Sie dem Bild „eines Menschen der Leiden, der mit der Trauer vertraut ist&amp;quot;. Doch dieser Jesus nahm sein Kreuz willentlich auf sich „für die Freude, die vor ihm lag“. Er lebte und starb in der Hoffnung, dass alles wahr würde. Sein Schmerz wurde nicht durch Verleugnung oder Medizin betäubt, und er war auch nicht gefärbt von Verzweiflung, Furcht oder Um-sich-Schlagen nach irgendeinem Strohhalm der Hoffnung, der seine Lage ändern könnte. Jesu letzte Versprechen sind voller Freude fester Hoffnung mitten im Leiden: „Meine Freude sei in euch und eure Freude werde völlig. Eure Traurigkeit wird zur Freude werden. Eure Freude nimmt niemand von euch. Bittet, und ihr werdet empfangen, damit eure Freude völlig sei. Dieses rede ich in der Welt, damit sie meine Freude völlig in sich haben.” (Auswahl aus Johannes 15-17). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''9. Sie vergeuden Ihren Krebs, wenn Sie die Sünde so beiläufig wie bisher behandeln.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sind Ihre eingefleischten Sünden so verlockend wie vor Ihrem Krebs? Wenn ja, verschwenden Sie Ihren Krebs. Der Krebs soll den Appetit auf Sünde zerstören. Stolz, Gier, Lüsternheit, Hass, Unversöhnlichkeit, Ungeduld, Faulheit, Verzögern – all diese sind die Gegner, die der Krebs angreifen soll. Denken Sie nicht nur daran, gegen den Krebs zu kämpfen. Denken Sie auch daran, mit dem Krebs zu kämpfen. All diese Dinge sind schlimmere Feinde als der Krebs. Verschwenden Sie nicht die Macht des Krebses, diese Feinde zu vernichten. Lassen Sie durch die Gegenwart der Ewigkeit die Sünden der Zeit so sinnlos aussehen, wie sie tatsächlich sind. „Denn was wird es einem Menschen nützen, wenn er die ganze Welt gewönne, sich selbst aber verlöre oder einbüßte?“ (Lukas 9,25). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''DP:''' Das Leiden ist tatsächlich dazu da, Sie der Sünde zu entwöhnen und Ihren Glauben zu stärken. Wenn Sie Gott-los sind, dann vergrößert das Leiden die Sünde. Werden Sie in Ihrer Lebensführung bitterer werden, verzweifelter, süchtiger, ängstlicher, rasender, vermeidender, sentimentaler, gottloser? Werden Sie so tun, als sei alles wie immer? Werden Sie mit dem Tod einig werden, zu Ihren Bedingungen? Aber wenn Sie Gott gehören, wird das Leiden in den Händen Christi Sie verändern, immer langsam, manchmal schnell. Sie werden mit dem Leben und dem Tod zu seinen Bedingungen einig werden. Er wird Sie gütig machen, Sie reinigen, Sie von Eitelkeiten befreien. Er wird dafür sorgen, dass Sie ihn brauchen und ihn lieben. Er ordnet Ihre Prioritäten neu, damit die wichtigsten Dinge öfter am wichtigsten sind. Er wird mit Ihnen gehen. Natürlich werden Sie manchmal versagen, vielleicht von Reizbarkeit oder Grübelei, Wirklichkeitsflucht oder Ängsten gepackt werden. Doch er wird Sie immer aufheben, wenn Sie stolpern. Ihr innerer Feind – ein moralischer Krebs, der zehntausend Mal tödlicher ist als Ihr körperlicher Krebs – wird absterben, wenn Sie immer weiter Ihren Retter suchen und finden: „Um deines Namens willen, HERR, vergib mir meine Schuld, denn sie ist groß. Wer ist nun der Mann, der den HERRN fürchtet? Ihn wird er unterweisen in dem Weg, den er wählen soll.“ (Psalm 25). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''10. Sie vergeuden Ihren Krebs, wenn Sie ihn nicht als ein Mittel nutzen, Wahrheit und Herrlichkeit Christi zu bezeugen.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christen sind niemals irgendwo durch göttlichen Zufall. Es gibt Gründe dafür, dass wir dort ankommen, wo wir sind. Bedenken Sie, was Jesus über schmerzhafte, ungeplante Umstände sagte: „Vor diesem allem aber werden sie ihre Hände an euch legen und euch verfolgen, indem sie euch an die Synagogen und Gefängnisse überliefern, um euch vor Könige und Statthalter zu führen um meines Namens willen. Es wird euch aber zu einem Zeugnis ausschlagen.” (Lukas 21,12 -13). Ebenso ist es mit dem Krebs. Er wird eine Möglichkeit sein, Zeugnis abzulegen. Christus ist unendlich wertvoll. Hier ist eine goldwerte Möglichkeit zu zeigen, dass er mehr wert ist als das Leben. Vergeuden Sie sie nicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''DP:''' Jesus ist Ihr Leben. Er ist der Mensch, vor dem sich jedes Knie beugt. Er hat den Tod ein für allemal überwunden. Er wird zu Ende bringen, was er begonnen hat. Lassen Sie Ihr Licht leuchten, indem Sie in ihm, von ihm, durch ihn, für ihn leben. Ein altes geistliches Lied drückt es so aus: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christus sei mit mir, &lt;br /&gt;
Christus in mir, &lt;br /&gt;
Christus hinter mir, &lt;br /&gt;
Chrisus vor mir, &lt;br /&gt;
Christus neben mir, &lt;br /&gt;
Christus, um mich zu gewinnen, &lt;br /&gt;
Christus, um mich zu trösten und wieder herzustellen, &lt;br /&gt;
Christus unter mir, &lt;br /&gt;
Christus über mir, &lt;br /&gt;
Christus in Stille , &lt;br /&gt;
Christus in Gefahr, &lt;br /&gt;
Christus in den Herzen aller, die mich lieben, &lt;br /&gt;
Christus im Mund von Freund und Fremdem&lt;br /&gt;
(aus „I bind unto myself the name“ [etwa: „Ich binde an mich den Namen&amp;quot;]) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Ihrem Krebs bedürfen Sie Ihrer Brüder und Schwestern, um die Wahrheit und Herrlichkeit Christi zu bezeugen, mit Ihnen zu gehen, ihren Glauben an Ihrer Seite auszuleben, Sie zu lieben. Und Sie können mit Ihnen und mit allen anderen dasselbe tun und zu dem Herzen werden, das Freunde wie Fremde mit der Liebe Christi liebt, zum Mund, der mit Hoffnung für Freunde wie Fremde gefüllt ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denken Sie daran, dass Sie nicht verlassen sind. Sie werden die Hilfe haben, die Sie brauchen. „Mein Gott aber wird alles, was ihr bedürft, erfüllen nach seinem Reichtum in Herrlichkeit in Christus Jesus.” (Philipper 4,19)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pastor John&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Browniekr</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://en.gospeltranslations.org/wiki/Don%27t_Waste_Your_Cancer/de</id>
		<title>Don't Waste Your Cancer/de</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://en.gospeltranslations.org/wiki/Don%27t_Waste_Your_Cancer/de"/>
				<updated>2008-11-18T17:52:13Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Browniekr: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Den Krebs nicht vergeuden'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Anmerkung des Herausgebers: Unser Freund David Powlison von der Christian Counseling and Education Foundation (Christliche Stiftung für Beratung und Bildung), bei dem ebenfalls vor kurzem Prostatakrebs diagnostiziert wurde, hat John Pipers zehn Punkten einige hilfreiche Erweiterungen hinzugefügt. Eingerückte Absätze, vor denen „DP:“ steht, stammen von David Powlison.] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich schreibe diesen Text am Vorabend einer Prostata-Operation. Ich glaube an Gottes Heilkraft – durch Wunder wie durch die Medizin. Ich glaube, dass es gut und richtig ist, um beide Arten der Heilung zu beten. Der Krebs ist nicht sinnlos, wenn er von Gott geheilt wird. Ihm gebührt die Ehre, und genau deshalb gibt es den Krebs. Wenn man also nicht um Heilung betet, kann es sein, dass der Krebs vergeudet wird. Doch Heilung ist nicht Gottes Plan für jeden. Und es gibt viele andere Möglichkeiten, den Krebs zu vergeuden. Ich bete für mich selbst und für Sie, damit wir diesen Schmerz nicht vergeuden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''DP''': Ich (David Powlison) füge John Pipers Worten diese Gedanken hinzu, und zwar an dem Morgen, nachdem bei mir Prostatakrebs diagnostiziert wurde (3. März 2006). Die zehn Hauptpunkte und der jeweils erste Absatz sind von ihm; der jeweils zweite Absatz ist von mir.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 1. Sie vergeuden Ihren Krebs, wenn Sie nicht daran glauben, dass er von Gott für Sie vorgesehen ist. ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Es genügt nicht, zu sagen, dass Gott unseren Krebs nur benutzt, ihn jedoch nicht vorsieht. Was Gott zulässt, lässt er aus einem bestimmten Grund zu. Und dieser Grund ist sein Plan. Wenn Gott vorhersieht, dass aus molekularen Veränderungen Krebs wird, kann er diesen aufhalten oder auch nicht. Tut er es nicht, verfolgt er eine Absicht. Da er unendlich weise ist, kann man diese Absicht einen Plan nennen. Satan ist real und verursacht viele Freuden und Schmerzen. Doch er ist nicht endgültig. Wenn er also Hiob mit bösen Geschwüren schlägt (Hiob 2,7), führt Hiob dies letzten Endes auf Gott zurück (Hiob 2,10) und der erleuchtete Schreiber stimmt dem zu: „Sie … trösteten ihn wegen all des Unglücks, das der HERR über ihn gebracht hatte.“ (Hiob 42,11). Wenn Sie nicht glauben, dass Ihr Krebs von Gott für Sie geplant ist, vergeuden Sie ihn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''DP''': Seine planende Hand zu erkennen macht Sie nicht stoisch oder unehrlich oder gekünstelt lebhaft. Stattdessen entlockt und lenkt die Wirklichkeit von Gottes Plan Ihr ehrliches Aufschreien zu Ihrem einzig wahren Retter. Gottes Plan lädt zur ehrlichen Rede ein, statt uns zum Schweigen und damit zur Resignation zu bringen. Denken Sie an die Ehrlichkeit der Psalmen, an König Hiskia (Jesaja 38), an Habakuk 3. Diese Menschen sind mit schonungsloser Offenheit und glaubhaft ehrlich, weil sie wissen, dass Gott Gott ist, und ihre Hoffnung in ihn setzen. Psalm 28 lehrt Sie das leidenschaftliche, direkte Gebet zu Gott. Er muss Sie hören. Er wird Sie hören. Er wird weiter in Ihnen und Ihrer Situation arbeiten. Dieser Aufschrei entstammt Ihrem Gefühl, dass Sie Hilfe brauchen (28,1-2). Nennen Sie dann Gott Ihre speziellen Sorgen (28,3-5). Es steht Ihnen frei, das Gebet mit Ihren eigenen Anliegen zu personalisieren. Oftmals ist es bei den „verschiedenen Versuchungen“ des Lebens (Jakobus 1,2) so, dass das, womit Sie konfrontiert sind, nicht in Einzelheiten dem entspricht, womit David oder Jesus konfrontiert waren – doch die Dynamik des Glaubens ist dieselbe. Haben Sie Ihre Sorgen auf ihn geworfen, der für Sie sorgt, dann verleihen Sie Ihrer Freude Ausdruck (28,6-7): der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft. Schließlich, da Glaube sich stets in Liebe verwandelt, werden Ihre persönliche Not und Freude sich erweitern zu liebevoller Sorge für andere (28,8-9). Krankheit kann Ihre Wahrnehmung dafür schärfen, wie gründlich Gott schon und immer schon in jedem Detail Ihres Lebens gearbeitet hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 2. Sie vergeuden Ihren Krebs, wenn Sie glauben, dass er ein Fluch und kein Geschenk ist. ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
„Also [gibt es] jetzt keine Verdammnis für die, welche in Christus Jesus sind.“ (Römer 8,1). „Christus hat uns losgekauft von dem Fluch des Gesetzes, indem er ein Fluch für uns geworden ist“ (Galater 3,13). „Denn es gibt keine Zauberei gegen Jakob und keine Wahrsagerei gegen Israel.” (4. Mose (Numeri) 23:23). „Denn Gott, der HERR, ist Sonne und Schild. Gnade und Herrlichkeit wird der HERR geben, kein Gutes vorenthalten denen, die in Lauterkeit wandeln.” (Psalm 84:12). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''DP''': Der Segen erscheint in dem, was Gott für uns, mit uns, durch uns tut. Er bringt seine großartige und gnadenvolle Versöhnung auf die Ebene des Fluchs. Ihr Krebs ist selbst einer jener 10.000 „Todesschatten“ (Psalm 23,4), die über jeden von uns kommen: all die Bedrohungen, Verluste, Schmerzen, Unvollständigkeit, Enttäuschung, Böses. Doch in seinen geliebten Kinder bewirkt unser Vater ein überaus freundliches Gutes durch unsere schmerzvollsten Verluste; manchmal, indem er heilt und den Körper wieder herstellt (vorübergehend, bis zur Auferstehung der Toten zum ewigen Leben), immer, indem er uns erhält und lehrt, auf dass wir ihn einfacher verstehen und lieben. Auf dem Prüfstand des Bösen wird Ihr Glaube tief und real und Ihre Liebe wird zielbewusst und weise: Jakobus 1,2-5; 1. Petrus 1,3-9; Römer 5,1-5; Römer 8,18-39. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 3. Sie vergeuden Ihren Krebs, wenn Sie Trost bei Ihren Chancen suchen statt bei Gott. ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der Plan Gottes bei Ihrem Krebs besteht nicht darin, Sie in der rationalistischen, menschlichen Berechnung der Chancen zu schulen. Die Welt erhält Trost aus ihren Chancen. Nicht so die Christen. Manche zählen ihre Wagen (Prozentsatz der Überlebenschancen) und manche zählen ihre Rosse (Nebenwirkungen der Behandlung), wir aber zählen auf den Namen des Herrn, unseres Gottes (Psalm 20,7). Gottes Plan wird deutlich in 2. Korinther 1,9: „Wir selbst aber hatten in uns selbst [schon] das Urteil des Todes erhalten, damit wir nicht auf uns selbst vertrauten, sondern auf Gott, der die Toten auferweckt.“ Das Ziel Gottes bei unserem Krebs besteht (neben tausend anderen guten Dingen) darin, die Stützen props unter unseren Herzen wegzuschlagen, damit wir uns ganz auf ihn verlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''DP''': Gott selbst ist Ihr Trost. Er gibt sich selbst hin. Der Choral „Stille, mein Wille“ (von Katharina von Schlegel) rechnet die Chancen richtig aus: Wir werden mit 100-prozentiger Sicherheit leiden und Christus wird uns mit 100-prozentiger Sicherheit begegnen, zu uns kommen, uns trösten und die reinsten Freuden der Liebe wieder einsetzen. Das geistliche Lied „How Firm a Foundation“ (etwa: „Welch fester Grund“) rechnet die Chancen auf die gleiche Weise aus: Sie werden mit 100-prozentiger Sicherheit „ernste Qualen durchleben“, und Ihr Retter wird mit 100-prozentiger Sicherheit „mit dir sein, um deine Sorgen zu segnen und deine tiefste Verzweiflung zu heiligen.“ Bei Gott spielen Sie nicht mit Prozentsätzen, sondern Sie leben mit Sicherheiten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 4. Sie vergeuden Ihren Krebs, wenn Sie sich weigern, über den Tod nachzudenken. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir werden alle sterben, wenn Jesus seine Wiederkehr verschiebt. Nicht darüber nachzudenken, wie es sein wird, wenn man diese Welt verlässt und Gott begegnet, ist töricht. In Prediger 7,2 heißt es: „Besser, ins Haus der Trauer [zu einer Beerdigung] zu gehen, als ins Haus des Gastmahls zu gehen; denn jenes ist das Ende aller Menschen, und der Lebende nimmt es sich zu Herzen.“ Wie kann man es sich zu Herzen nehmen, wenn man nicht darüber nachdenkt? In Psalm 90,12 heißt es: „So lehre [uns] denn zählen unsere Tage, damit wir ein weises Herz erlangen!“ Die Tage zu zählen heißt, darüber nachzudenken, wie wenige es sind, und dass sie enden werden. Wie will man ein weises Herz erlangen, wenn man sich weigert, darüber nachzudenken? Wie sinnlos, wenn wir nicht über den Tod nachdenken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''DP''': Paulus beschreibt den Heiligen Geist als die unsichtbare innere „Anzahlung“ auf die Sicherheit des Lebens. Durch den Glauben gibt der Herr einen süßen Vorgeschmack auf die direkte Wirklichkeit des ewigen Lebens in Gegenwart unseres Gottes und Christi. Wir könnten auch sagen, der Krebs sei eine „Anzahlung“ auf den unvermeidlichen Tod, und gäbe einem einen bitteren Vorgeschmack auf die Realität unserer Sterblichkeit. Krebs ist ein Wegweiser, der auf etwas viel größeres verweist: den letzten Feind, dem Sie sich stellen müssen. Doch Christus hat diesen letzten Feind besiegt: 1. Korinther 15. Der Tod wird vom Sieg verschlungen. Der Krebs ist nur ein Kundschaftertrupp des Feindes auf Patrouille. Er hat keine endgültige Macht, wenn Sie ein Kind der Auferstehung sind, daher können Sie ihm ins Auge schauen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 5. Sie vergeuden Ihren Krebs, wenn Sie meinen, den Krebs zu „schlagen“ bedeute, am Leben zu bleiben und nicht, an Christus festzuhalten. ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Satans und Gottes Pläne mit Ihrem Krebs sind nicht dieselben. Satan plant, Ihre Liebe für Christus zu zerstören. Gott plant, Ihre Liebe zu Christus zu vertiefen. Der Krebs gewinnt nicht, wenn Sie sterben. Er gewinnt, wenn Sie nicht an Christus festhalten. Gottes Plan ist es, Sie von der Brust der Welt zu entwöhnen und Sie mit der ausreichenden Fülle Christi zu nähren. Er soll Ihnen helfen, dies zu sagen und zu fühlen: „Ich achte auch alles für Verlust um der unübertrefflichen Größe der Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn, willen.“ Und deshalb zu wissen: „Denn das Leben ist für mich Christus und das Sterben Gewinn.“ (Philipper 3,8; 1,21). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''DP:''' An Christus festzuhalten drückt die beiden Kernaktivitäten des Glaubens aus: dringende Bedürftigkeit und völlige Freude. Viele Psalmen sind ein Aufschrei in Moll; wir halten an unserem Retter fest, indem wir seiner bedürfen, um uns von realen Sorgen, realen Sünden, realen Leiden, realen Ängsten zu erretten. Viele Psalmen sind ein Gesang in Dur: Wir halten an unserem Retter fest, indem wir uns an ihm erfreuen, ihn lieben, ihm für alles danken, was er Gutes an uns getan hat, uns freuen, dass seine Rettung die schwerwiegendste Sache der Welt ist und er das letzte Wort hat. Und viele Psalmen beginnen in der einen Tonart und enden in der anderen. An Christus festzuhalten ist nicht eintönig; man durchlebt das gesamte Spektrum menschlicher Erfahrungen mit ihm. Den Krebs zu „schlagen“ bedeutet, in dem Wissen zu leben, dass Ihr Vater sich seines geliebten Kindes erbarmt, weil er Ihre Gestalt kennt und weiß, dass Sie nichts als Staub sind. Jesus Christus ist der Weg, die Wahrheit und das Leben. Zu leben bedeutet, ihn zu kennen, den zu kennen zu lieben bedeutet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 6. Sie vergeuden Ihren Krebs, wenn Sie zu viel Zeit darauf verwenden, über Krebs zu lesen, und nicht genug Zeit darauf, über Gott zu lesen. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist nicht falsch, sich über Krebs zu informieren. Unwissenheit ist keine Tugend. Doch die Verlockung, immer mehr zu wissen und der fehlende Eifer, Gott immer mehr zu kennen, sind symptomatisch für den Unglauben. Der Krebs soll uns zur Wirklichkeit Gottes erwecken. Er soll dem Gebot in Hosea 6,3 Gefühl und Kraft verleihen: „So lasst uns [ihn] erkennen, [ja,] lasst uns nachjagen der Erkenntnis des HERRN!“ Er soll uns zur Wahrheit in Daniel 11,32 erwecken: „Das Volk, das seinen Gott kennt, wird sich stark erweisen und entsprechend handeln.“ Er soll aus uns unerschütterliche, unzerstörbare Eichenbäume machen: „Er hat seine Lust am Gesetz des HERRN und sinnt über sein Gesetz Tag und Nacht! Er ist wie ein Baum, gepflanzt an Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und dessen Laub nicht verwelkt; alles was er tut, gelingt ihm.“ (Psalm 1,2-3). Wie sinnlos ist der Krebs, wenn wir Tag und Nacht über Krebs nachlesen und nicht über Gott. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''DP:''' Was für Ihr Leseverhalten gilt, hat auch für Ihre Gespräche mit Anderen Gültigkeit. Andere Menschen werden oft ihre Fürsorge und Besorgnis ausdrücken, indem sie sich nach Ihrer Gesundheit erkundigen. Das ist gut, doch bleibt das Gespräch leicht dort stecken. Erzählen Sie ihnen also offen von Ihrer Krankheit und ersuchen Sie sie um ihre Gebete und ihren Rat; geben Sie dann jedoch dem Gespräch eine andere Richtung, indem Sie Ihnen erzählen, was Ihr Gott tut, um Sie getreu mit 10.000 Gnaden zu erhalten. Robert Murray McCheyne sagte weise: „Werfen Sie für jeden einzelnen Blick auf Ihre Sünden zehn Blicke auf Christus.“ Er begegnete damit unserer Neigung, dieses 10:1-Verhältnis umzukehren, indem wir über unser Versagen brüteten und den Herrn der Gnade vergaßen. Was McCheyne über unsere Sünden sagt, können wir auch auf unser Leiden anwenden. Sagen Sie für jeden einzelnen Satz, den Sie zu anderen über Ihren Krebs sagen, zehn Sätze über Ihren Gott und Ihre Hoffnung und darüber, was er Sie lehrt, und über die kleinen Segnungen an jedem Tag. Verbringen Sie für jede Stunde, die Sie mit Nachforschungen oder Gesprächen über Ihren Krebs verbringen, 10 Stunden damit, über Ihren Herrn nachzuforschen, zu sprechen und ihm zu dienen. Beziehen Sie alles, was Sie über Ihren Krebs erfahren, zurück auf ihn und seine Absichten, dann werden Sie nicht davon besessen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 7. Sie vergeuden Ihren Krebs, wenn Sie sich von ihm in die Einsamkeit treiben lassen, statt Ihre Beziehungen mit offenkundiger Liebe zu vertiefen. ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Als Epaphroditus Paulus die Geschenke überbrachte, die die Kirche der Philipper gesandt hatte, wurde er krank und starb beinahe. Paul sagt den Philippern: „Da er ja sehnlich nach euch allen verlangte und er sehr in Unruhe war, weil ihr gehört hattet, dass er krank war.“ (Philipper 2,26). Was für eine erstaunliche Antwort! Es heißt nicht, dass sie in Unruhe waren, weil er krank war, sondern dass er in Unruhe war, weil sie gehört hatten, dass er krank war. Ein solches Herz will Gott mit dem Krebs erschaffen: ein zutiefst liebendes, sorgendes Herz für die Menschen. Vergeuden Sie Ihren Krebs nicht, indem Sie sich in sich selbst zurückziehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''DP:''' Unsere Kultur hat schreckliche Angst davor, dem Tod zu begegnen. Sie ist von der Medizin besessen. Sie erhebt Jugend, Gesundheit und Energie zum Idol. Sie versucht, jegliche Anzeichen von Schwäche oder Unvollkommenheit zu verbergen. Sie werden anderen großen Segen bringen, wenn Sie in Ihren Schwächen offen, glaubend und liebend leben. Paradoxerweise stärkt es andere, wenn man sich mit Schmerzen und Schwäche nach außen in Beziehungen begibt. „Füreinander da sein“ ist eine in zwei Richtungen befahrbare Straße des großzügigen Gebens und dankbaren Empfangens. Ihre Bedürftigkeit gibt anderen eine Möglichkeit, zu lieben. Und da Liebe stets Gottes höchstes Ziel auch bei Ihnen ist, werden Sie seine schönste und freudenreichste Lektion lernen, indem Sie kleine Gelegenheiten finden, Sorge für andere auszudrücken, wenn Sie selbst am schwächsten sind. Eine große, lebensbedrohliche Schwäche kann sich als erstaunlich befreiend erweisen. Es bleibt Ihnen nichts zu tun, als von Gott und anderen Menschen geliebt zu werden, und Gott und andere Menschen zu lieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 8. Sie vergeuden Ihren Krebs, wenn Sie trauern wie jene, die keine Hoffnung haben. ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Paulus verwendete diese Worte in Bezug auf jene, denen geliebte Menschen gestorben waren: „Wir wollen euch aber, Brüder, nicht in Unkenntnis lassen über die Entschlafenen, damit ihr nicht betrübt seid wie die übrigen, die keine Hoffnung haben.“ (1. Thessalonicher 4,13). Es gibt Trauer beim Tod. Selbst für den Glaubenden, der stirbt, gibt es einen zeitweiligen Verlust - einen Verlust des Körpers, und einen Verlust der geliebten Menschen hier, und einen Verlust des geistlichen Dienstes auf Erden. Doch die Trauer ist anders – sie ist von Hoffnung durchdrungen. „Wir möchten lieber ausheimisch vom Leib und einheimisch beim Herrn sein.“ (2. Korinther 5,8). Vergeuden Sie Ihren Krebs nicht, indem Sie trauern wie jene, die keine Hoffnung haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''DP:''' Zeigen Sie der Welt diese andere Art des Trauerns. Paulus sagte, er hätte „Traurigkeit über Traurigkeit&amp;quot; gehabt, wenn sein Freund Epaphroditus gestorben wäre. Er war traurig gewesen, als er die schmerzliche Last der Krankheit seines Freundes spürte. Er wäre doppelt traurig gewesen, wenn sein Freund gestorben wäre. Doch diese liebende, ehrliche, gottorientierte Traurigkeit existierte neben „freut euch jederzeit“ und „der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft“ und „echte Sorge für dein Wohlergehen zeigen“. Wie kann denn aber ein seelischer Schmerz neben Liebe, Freude, Frieden und einem unzerstörbaren Gefühl eines Sinns des Lebens existieren. In der inneren Logik des Glaubens ergibt das einen perfekten Sinn. Tatsächlich kann es sein, dass Sie, genau weil Sie Hoffnung haben, die Leiden dieses Lebens heftiger spüren: Traurigkeit über Traurigkeit. Im Gegensatz dazu wählt die Trauer, die keine Hoffnung hat, oft Verleugnung oder Flucht oder Geschäftigkeit, weil sie sich der Realität nicht stellen kann, ohne zu verzweifeln. Bei Christus wissen Sie, was auf dem Spiel steht, und daher spüren Sie heftig das Schlechte dieser gefallenen Welt. Sie nehmen Schmerz und Tod nicht als sicher an. Sie lieben, was gut ist, und hassen, was böse ist. Schließlich folgen Sie dem Bild „eines Menschen der Leiden, der mit der Trauer vertraut ist&amp;quot;. Doch dieser Jesus nahm sein Kreuz willentlich auf sich „für die Freude, die vor ihm lag“. Er lebte und starb in der Hoffnung, dass alles wahr würde. Sein Schmerz wurde nicht durch Verleugnung oder Medizin betäubt, und er war auch nicht gefärbt von Verzweiflung, Furcht oder Um-sich-Schlagen nach irgendeinem Strohhalm der Hoffnung, der seine Lage ändern könnte. Jesu letzte Versprechen sind voller Freude fester Hoffnung mitten im Leiden: „Meine Freude sei in euch und eure Freude werde völlig. Eure Traurigkeit wird zur Freude werden. Eure Freude nimmt niemand von euch. Bittet, und ihr werdet empfangen, damit eure Freude völlig sei. Dieses rede ich in der Welt, damit sie meine Freude völlig in sich haben.” (Auswahl aus Johannes 15-17). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 9. Sie vergeuden Ihren Krebs, wenn Sie die Sünde so beiläufig wie bisher behandeln. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sind Ihre eingefleischten Sünden so verlockend wie vor Ihrem Krebs? Wenn ja, verschwenden Sie Ihren Krebs. Der Krebs soll den Appetit auf Sünde zerstören. Stolz, Gier, Lüsternheit, Hass, Unversöhnlichkeit, Ungeduld, Faulheit, Verzögern – all diese sind die Gegner, die der Krebs angreifen soll. Denken Sie nicht nur daran, gegen den Krebs zu kämpfen. Denken Sie auch daran, mit dem Krebs zu kämpfen. All diese Dinge sind schlimmere Feinde als der Krebs. Verschwenden Sie nicht die Macht des Krebses, diese Feinde zu vernichten. Lassen Sie durch die Gegenwart der Ewigkeit die Sünden der Zeit so sinnlos aussehen, wie sie tatsächlich sind. „Denn was wird es einem Menschen nützen, wenn er die ganze Welt gewönne, sich selbst aber verlöre oder einbüßte?“ (Lukas 9,25). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''DP:''' Das Leiden ist tatsächlich dazu da, Sie der Sünde zu entwöhnen und Ihren Glauben zu stärken. Wenn Sie Gott-los sind, dann vergrößert das Leiden die Sünde. Werden Sie in Ihrer Lebensführung bitterer werden, verzweifelter, süchtiger, ängstlicher, rasender, vermeidender, sentimentaler, gottloser? Werden Sie so tun, als sei alles wie immer? Werden Sie mit dem Tod einig werden, zu Ihren Bedingungen? Aber wenn Sie Gott gehören, wird das Leiden in den Händen Christi Sie verändern, immer langsam, manchmal schnell. Sie werden mit dem Leben und dem Tod zu seinen Bedingungen einig werden. Er wird Sie gütig machen, Sie reinigen, Sie von Eitelkeiten befreien. Er wird dafür sorgen, dass Sie ihn brauchen und ihn lieben. Er ordnet Ihre Prioritäten neu, damit die wichtigsten Dinge öfter am wichtigsten sind. Er wird mit Ihnen gehen. Natürlich werden Sie manchmal versagen, vielleicht von Reizbarkeit oder Grübelei, Wirklichkeitsflucht oder Ängsten gepackt werden. Doch er wird Sie immer aufheben, wenn Sie stolpern. Ihr innerer Feind – ein moralischer Krebs, der zehntausend Mal tödlicher ist als Ihr körperlicher Krebs – wird absterben, wenn Sie immer weiter Ihren Retter suchen und finden: „Um deines Namens willen, HERR, vergib mir meine Schuld, denn sie ist groß. Wer ist nun der Mann, der den HERRN fürchtet? Ihn wird er unterweisen in dem Weg, den er wählen soll.“ (Psalm 25). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 10. Sie vergeuden Ihren Krebs, wenn Sie ihn nicht als ein Mittel nutzen, Wahrheit und Herrlichkeit Christi zu bezeugen. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christen sind niemals irgendwo durch göttlichen Zufall. Es gibt Gründe dafür, dass wir dort ankommen, wo wir sind. Bedenken Sie, was Jesus über schmerzhafte, ungeplante Umstände sagte: „Vor diesem allem aber werden sie ihre Hände an euch legen und euch verfolgen, indem sie euch an die Synagogen und Gefängnisse überliefern, um euch vor Könige und Statthalter zu führen um meines Namens willen. Es wird euch aber zu einem Zeugnis ausschlagen.” (Lukas 21,12 -13). Ebenso ist es mit dem Krebs. Er wird eine Möglichkeit sein, Zeugnis abzulegen. Christus ist unendlich wertvoll. Hier ist eine goldwerte Möglichkeit zu zeigen, dass er mehr wert ist als das Leben. Vergeuden Sie sie nicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''DP:''' Jesus ist Ihr Leben. Er ist der Mensch, vor dem sich jedes Knie beugt. Er hat den Tod ein für allemal überwunden. Er wird zu Ende bringen, was er begonnen hat. Lassen Sie Ihr Licht leuchten, indem Sie in ihm, von ihm, durch ihn, für ihn leben. Ein altes geistliches Lied drückt es so aus: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christus sei mit mir, &lt;br /&gt;
Christus in mir, &lt;br /&gt;
Christus hinter mir, &lt;br /&gt;
Chrisus vor mir, &lt;br /&gt;
Christus neben mir, &lt;br /&gt;
Christus, um mich zu gewinnen, &lt;br /&gt;
Christus, um mich zu trösten und wieder herzustellen, &lt;br /&gt;
Christus unter mir, &lt;br /&gt;
Christus über mir, &lt;br /&gt;
Christus in Stille , &lt;br /&gt;
Christus in Gefahr, &lt;br /&gt;
Christus in den Herzen aller, die mich lieben, &lt;br /&gt;
Christus im Mund von Freund und Fremdem&lt;br /&gt;
(aus „I bind unto myself the name“ [etwa: „Ich binde an mich den Namen&amp;quot;]) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Ihrem Krebs bedürfen Sie Ihrer Brüder und Schwestern, um die Wahrheit und Herrlichkeit Christi zu bezeugen, mit Ihnen zu gehen, ihren Glauben an Ihrer Seite auszuleben, Sie zu lieben. Und Sie können mit Ihnen und mit allen anderen dasselbe tun und zu dem Herzen werden, das Freunde wie Fremde mit der Liebe Christi liebt, zum Mund, der mit Hoffnung für Freunde wie Fremde gefüllt ist. &lt;br /&gt;
Denken Sie daran, dass Sie nicht verlassen sind. Sie werden die Hilfe haben, die Sie brauchen. „Mein Gott aber wird alles, was ihr bedürft, erfüllen nach seinem Reichtum in Herrlichkeit in Christus Jesus.” (Philipper 4,19)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pastor John&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Browniekr</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://en.gospeltranslations.org/wiki/Don%27t_Waste_Your_Cancer/de</id>
		<title>Don't Waste Your Cancer/de</title>
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				<updated>2008-11-18T17:44:34Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Browniekr: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Den Krebs nicht vergeuden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Anmerkung des Herausgebers: Unser Freund David Powlison von der Christian Counseling and Education Foundation (Christliche Stiftung für Beratung und Bildung), bei dem ebenfalls vor kurzem Prostatakrebs diagnostiziert wurde, hat John Pipers zehn Punkten einige hilfreiche Erweiterungen hinzugefügt. Eingerückte Absätze, vor denen „DP:“ steht, stammen von David Powlison.] &lt;br /&gt;
Ich schreibe diesen Text am Vorabend einer Prostata-Operation. Ich glaube an Gottes Heilkraft – durch Wunder wie durch die Medizin. Ich glaube, dass es gut und richtig ist, um beide Arten der Heilung zu beten. Der Krebs ist nicht sinnlos, wenn er von Gott geheilt wird. Ihm gebührt die Ehre, und genau deshalb gibt es den Krebs. Wenn man also nicht um Heilung betet, kann es sein, dass der Krebs vergeudet wird. Doch Heilung ist nicht Gottes Plan für jeden. Und es gibt viele andere Möglichkeiten, den Krebs zu vergeuden. Ich bete für mich selbst und für Sie, damit wir diesen Schmerz nicht vergeuden. &lt;br /&gt;
DP: Ich (David Powlison) füge John Pipers Worten diese Gedanken hinzu, und zwar an dem Morgen, nachdem bei mir Prostatakrebs diagnostiziert wurde (3. März 2006). Die zehn Hauptpunkte und der jeweils erste Absatz sind von ihm; der jeweils zweite Absatz ist von mir.&lt;br /&gt;
1. Sie vergeuden Ihren Krebs, wenn Sie nicht daran glauben, dass er von Gott für Sie vorgesehen ist. &lt;br /&gt;
Es genügt nicht, zu sagen, dass Gott unseren Krebs nur benutzt, ihn jedoch nicht vorsieht. Was Gott zulässt, lässt er aus einem bestimmten Grund zu. Und dieser Grund ist sein Plan. Wenn Gott vorhersieht, dass aus molekularen Veränderungen Krebs wird, kann er diesen aufhalten oder auch nicht. Tut er es nicht, verfolgt er eine Absicht. Da er unendlich weise ist, kann man diese Absicht einen Plan nennen. Satan ist real und verursacht viele Freuden und Schmerzen. Doch er ist nicht endgültig. Wenn er also Hiob mit bösen Geschwüren schlägt (Hiob 2,7), führt Hiob dies letzten Endes auf Gott zurück (Hiob 2,10) und der erleuchtete Schreiber stimmt dem zu: „Sie … trösteten ihn wegen all des Unglücks, das der HERR über ihn gebracht hatte.“ (Hiob 42,11). Wenn Sie nicht glauben, dass Ihr Krebs von Gott für Sie geplant ist, vergeuden Sie ihn.&lt;br /&gt;
DP: Seine planende Hand zu erkennen macht Sie nicht stoisch oder unehrlich oder gekünstelt lebhaft. Stattdessen entlockt und lenkt die Wirklichkeit von Gottes Plan Ihr ehrliches Aufschreien zu Ihrem einzig wahren Retter. Gottes Plan lädt zur ehrlichen Rede ein, statt uns zum Schweigen und damit zur Resignation zu bringen. Denken Sie an die Ehrlichkeit der Psalmen, an König Hiskia (Jesaja 38), an Habakuk 3. Diese Menschen sind mit schonungsloser Offenheit und glaubhaft ehrlich, weil sie wissen, dass Gott Gott ist, und ihre Hoffnung in ihn setzen. Psalm 28 lehrt Sie das leidenschaftliche, direkte Gebet zu Gott. Er muss Sie hören. Er wird Sie hören. Er wird weiter in Ihnen und Ihrer Situation arbeiten. Dieser Aufschrei entstammt Ihrem Gefühl, dass Sie Hilfe brauchen (28,1-2). Nennen Sie dann Gott Ihre speziellen Sorgen (28,3-5). Es steht Ihnen frei, das Gebet mit Ihren eigenen Anliegen zu personalisieren. Oftmals ist es bei den „verschiedenen Versuchungen“ des Lebens (Jakobus 1,2) so, dass das, womit Sie konfrontiert sind, nicht in Einzelheiten dem entspricht, womit David oder Jesus konfrontiert waren – doch die Dynamik des Glaubens ist dieselbe. Haben Sie Ihre Sorgen auf ihn geworfen, der für Sie sorgt, dann verleihen Sie Ihrer Freude Ausdruck (28,6-7): der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft. Schließlich, da Glaube sich stets in Liebe verwandelt, werden Ihre persönliche Not und Freude sich erweitern zu liebevoller Sorge für andere (28,8-9). Krankheit kann Ihre Wahrnehmung dafür schärfen, wie gründlich Gott schon und immer schon in jedem Detail Ihres Lebens gearbeitet hat.&lt;br /&gt;
2. Sie vergeuden Ihren Krebs, wenn Sie glauben, dass er ein Fluch und kein Geschenk ist. &lt;br /&gt;
„Also [gibt es] jetzt keine Verdammnis für die, welche in Christus Jesus sind.“ (Römer 8,1). „Christus hat uns losgekauft von dem Fluch des Gesetzes, indem er ein Fluch für uns geworden ist“ (Galater 3,13). „Denn es gibt keine Zauberei gegen Jakob und keine Wahrsagerei gegen Israel.” (4. Mose (Numeri) 23:23). „Denn Gott, der HERR, ist Sonne und Schild. Gnade und Herrlichkeit wird der HERR geben, kein Gutes vorenthalten denen, die in Lauterkeit wandeln.” (Psalm 84:12). &lt;br /&gt;
DP: Der Segen erscheint in dem, was Gott für uns, mit uns, durch uns tut. Er bringt seine großartige und gnadenvolle Versöhnung auf die Ebene des Fluchs. Ihr Krebs ist selbst einer jener 10.000 „Todesschatten“ (Psalm 23,4), die über jeden von uns kommen: all die Bedrohungen, Verluste, Schmerzen, Unvollständigkeit, Enttäuschung, Böses. Doch in seinen geliebten Kinder bewirkt unser Vater ein überaus freundliches Gutes durch unsere schmerzvollsten Verluste; manchmal, indem er heilt und den Körper wieder herstellt (vorübergehend, bis zur Auferstehung der Toten zum ewigen Leben), immer, indem er uns erhält und lehrt, auf dass wir ihn einfacher verstehen und lieben. Auf dem Prüfstand des Bösen wird Ihr Glaube tief und real und Ihre Liebe wird zielbewusst und weise: Jakobus 1,2-5; 1. Petrus 1,3-9; Römer 5,1-5; Römer 8,18-39. &lt;br /&gt;
3. Sie vergeuden Ihren Krebs, wenn Sie Trost bei Ihren Chancen suchen statt bei Gott. &lt;br /&gt;
Der Plan Gottes bei Ihrem Krebs besteht nicht darin, Sie in der rationalistischen, menschlichen Berechnung der Chancen zu schulen. Die Welt erhält Trost aus ihren Chancen. Nicht so die Christen. Manche zählen ihre Wagen (Prozentsatz der Überlebenschancen) und manche zählen ihre Rosse (Nebenwirkungen der Behandlung), wir aber zählen auf den Namen des Herrn, unseres Gottes (Psalm 20,7). Gottes Plan wird deutlich in 2. Korinther 1,9: „Wir selbst aber hatten in uns selbst [schon] das Urteil des Todes erhalten, damit wir nicht auf uns selbst vertrauten, sondern auf Gott, der die Toten auferweckt.“ Das Ziel Gottes bei unserem Krebs besteht (neben tausend anderen guten Dingen) darin, die Stützen props unter unseren Herzen wegzuschlagen, damit wir uns ganz auf ihn verlassen.&lt;br /&gt;
DP: Gott selbst ist Ihr Trost. Er gibt sich selbst hin. Der Choral „Stille, mein Wille“ (von Katharina von Schlegel) rechnet die Chancen richtig aus: Wir werden mit 100-prozentiger Sicherheit leiden und Christus wird uns mit 100-prozentiger Sicherheit begegnen, zu uns kommen, uns trösten und die reinsten Freuden der Liebe wieder einsetzen. Das geistliche Lied „How Firm a Foundation“ (etwa: „Welch fester Grund“) rechnet die Chancen auf die gleiche Weise aus: Sie werden mit 100-prozentiger Sicherheit „ernste Qualen durchleben“, und Ihr Retter wird mit 100-prozentiger Sicherheit „mit dir sein, um deine Sorgen zu segnen und deine tiefste Verzweiflung zu heiligen.“ Bei Gott spielen Sie nicht mit Prozentsätzen, sondern Sie leben mit Sicherheiten. &lt;br /&gt;
4. Sie vergeuden Ihren Krebs, wenn Sie sich weigern, über den Tod nachzudenken.&lt;br /&gt;
Wir werden alle sterben, wenn Jesus seine Wiederkehr verschiebt. Nicht darüber nachzudenken, wie es sein wird, wenn man diese Welt verlässt und Gott begegnet, ist töricht. In Prediger 7,2 heißt es: „Besser, ins Haus der Trauer [zu einer Beerdigung] zu gehen, als ins Haus des Gastmahls zu gehen; denn jenes ist das Ende aller Menschen, und der Lebende nimmt es sich zu Herzen.“ Wie kann man es sich zu Herzen nehmen, wenn man nicht darüber nachdenkt? In Psalm 90,12 heißt es: „So lehre [uns] denn zählen unsere Tage, damit wir ein weises Herz erlangen!“ Die Tage zu zählen heißt, darüber nachzudenken, wie wenige es sind, und dass sie enden werden. Wie will man ein weises Herz erlangen, wenn man sich weigert, darüber nachzudenken? Wie sinnlos, wenn wir nicht über den Tod nachdenken.&lt;br /&gt;
DP: Paulus beschreibt den Heiligen Geist als die unsichtbare innere „Anzahlung“ auf die Sicherheit des Lebens. Durch den Glauben gibt der Herr einen süßen Vorgeschmack auf die direkte Wirklichkeit des ewigen Lebens in Gegenwart unseres Gottes und Christi. Wir könnten auch sagen, der Krebs sei eine „Anzahlung“ auf den unvermeidlichen Tod, und gäbe einem einen bitteren Vorgeschmack auf die Realität unserer Sterblichkeit. Krebs ist ein Wegweiser, der auf etwas viel größeres verweist: den letzten Feind, dem Sie sich stellen müssen. Doch Christus hat diesen letzten Feind besiegt: 1. Korinther 15. Der Tod wird vom Sieg verschlungen. Der Krebs ist nur ein Kundschaftertrupp des Feindes auf Patrouille. Er hat keine endgültige Macht, wenn Sie ein Kind der Auferstehung sind, daher können Sie ihm ins Auge schauen. &lt;br /&gt;
5. Sie vergeuden Ihren Krebs, wenn Sie meinen, den Krebs zu „schlagen“ bedeute, am Leben zu bleiben und nicht, an Christus festzuhalten. &lt;br /&gt;
Satans und Gottes Pläne mit Ihrem Krebs sind nicht dieselben. Satan plant, Ihre Liebe für Christus zu zerstören. Gott plant, Ihre Liebe zu Christus zu vertiefen. Der Krebs gewinnt nicht, wenn Sie sterben. Er gewinnt, wenn Sie nicht an Christus festhalten. Gottes Plan ist es, Sie von der Brust der Welt zu entwöhnen und Sie mit der ausreichenden Fülle Christi zu nähren. Er soll Ihnen helfen, dies zu sagen und zu fühlen: „Ich achte auch alles für Verlust um der unübertrefflichen Größe der Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn, willen.“ Und deshalb zu wissen: „Denn das Leben ist für mich Christus und das Sterben Gewinn.“ (Philipper 3,8; 1,21). &lt;br /&gt;
DP: An Christus festzuhalten drückt die beiden Kernaktivitäten des Glaubens aus: dringende Bedürftigkeit und völlige Freude. Viele Psalmen sind ein Aufschrei in Moll; wir halten an unserem Retter fest, indem wir seiner bedürfen, um uns von realen Sorgen, realen Sünden, realen Leiden, realen Ängsten zu erretten. Viele Psalmen sind ein Gesang in Dur: Wir halten an unserem Retter fest, indem wir uns an ihm erfreuen, ihn lieben, ihm für alles danken, was er Gutes an uns getan hat, uns freuen, dass seine Rettung die schwerwiegendste Sache der Welt ist und er das letzte Wort hat. Und viele Psalmen beginnen in der einen Tonart und enden in der anderen. An Christus festzuhalten ist nicht eintönig; man durchlebt das gesamte Spektrum menschlicher Erfahrungen mit ihm. Den Krebs zu „schlagen“ bedeutet, in dem Wissen zu leben, dass Ihr Vater sich seines geliebten Kindes erbarmt, weil er Ihre Gestalt kennt und weiß, dass Sie nichts als Staub sind. Jesus Christus ist der Weg, die Wahrheit und das Leben. Zu leben bedeutet, ihn zu kennen, den zu kennen zu lieben bedeutet. &lt;br /&gt;
6. Sie vergeuden Ihren Krebs, wenn Sie zu viel Zeit darauf verwenden, über Krebs zu lesen, und nicht genug Zeit darauf, über Gott zu lesen. &lt;br /&gt;
Es ist nicht falsch, sich über Krebs zu informieren. Unwissenheit ist keine Tugend. Doch die Verlockung, immer mehr zu wissen und der fehlende Eifer, Gott immer mehr zu kennen, sind symptomatisch für den Unglauben. Der Krebs soll uns zur Wirklichkeit Gottes erwecken. Er soll dem Gebot in Hosea 6,3 Gefühl und Kraft verleihen: „So lasst uns [ihn] erkennen, [ja,] lasst uns nachjagen der Erkenntnis des HERRN!“ Er soll uns zur Wahrheit in Daniel 11,32 erwecken: „Das Volk, das seinen Gott kennt, wird sich stark erweisen und entsprechend handeln.“ Er soll aus uns unerschütterliche, unzerstörbare Eichenbäume machen: „Er hat seine Lust am Gesetz des HERRN und sinnt über sein Gesetz Tag und Nacht! Er ist wie ein Baum, gepflanzt an Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und dessen Laub nicht verwelkt; alles was er tut, gelingt ihm.“ (Psalm 1,2-3). Wie sinnlos ist der Krebs, wenn wir Tag und Nacht über Krebs nachlesen und nicht über Gott. &lt;br /&gt;
DP: Was für Ihr Leseverhalten gilt, hat auch für Ihre Gespräche mit Anderen Gültigkeit. Andere Menschen werden oft ihre Fürsorge und Besorgnis ausdrücken, indem sie sich nach Ihrer Gesundheit erkundigen. Das ist gut, doch bleibt das Gespräch leicht dort stecken. Erzählen Sie ihnen also offen von Ihrer Krankheit und ersuchen Sie sie um ihre Gebete und ihren Rat; geben Sie dann jedoch dem Gespräch eine andere Richtung, indem Sie Ihnen erzählen, was Ihr Gott tut, um Sie getreu mit 10.000 Gnaden zu erhalten. Robert Murray McCheyne sagte weise: „Werfen Sie für jeden einzelnen Blick auf Ihre Sünden zehn Blicke auf Christus.“ Er begegnete damit unserer Neigung, dieses 10:1-Verhältnis umzukehren, indem wir über unser Versagen brüteten und den Herrn der Gnade vergaßen. Was McCheyne über unsere Sünden sagt, können wir auch auf unser Leiden anwenden. Sagen Sie für jeden einzelnen Satz, den Sie zu anderen über Ihren Krebs sagen, zehn Sätze über Ihren Gott und Ihre Hoffnung und darüber, was er Sie lehrt, und über die kleinen Segnungen an jedem Tag. Verbringen Sie für jede Stunde, die Sie mit Nachforschungen oder Gesprächen über Ihren Krebs verbringen, 10 Stunden damit, über Ihren Herrn nachzuforschen, zu sprechen und ihm zu dienen. Beziehen Sie alles, was Sie über Ihren Krebs erfahren, zurück auf ihn und seine Absichten, dann werden Sie nicht davon besessen. &lt;br /&gt;
7. Sie vergeuden Ihren Krebs, wenn Sie sich von ihm in die Einsamkeit treiben lassen, statt Ihre Beziehungen mit offenkundiger Liebe zu vertiefen. &lt;br /&gt;
Als Epaphroditus Paulus die Geschenke überbrachte, die die Kirche der Philipper gesandt hatte, wurde er krank und starb beinahe. Paul sagt den Philippern: „Da er ja sehnlich nach euch allen verlangte und er sehr in Unruhe war, weil ihr gehört hattet, dass er krank war.“ (Philipper 2,26). Was für eine erstaunliche Antwort! Es heißt nicht, dass sie in Unruhe waren, weil er krank war, sondern dass er in Unruhe war, weil sie gehört hatten, dass er krank war. Ein solches Herz will Gott mit dem Krebs erschaffen: ein zutiefst liebendes, sorgendes Herz für die Menschen. Vergeuden Sie Ihren Krebs nicht, indem Sie sich in sich selbst zurückziehen. &lt;br /&gt;
DP: Unsere Kultur hat schreckliche Angst davor, dem Tod zu begegnen. Sie ist von der Medizin besessen. Sie erhebt Jugend, Gesundheit und Energie zum Idol. Sie versucht, jegliche Anzeichen von Schwäche oder Unvollkommenheit zu verbergen. Sie werden anderen großen Segen bringen, wenn Sie in Ihren Schwächen offen, glaubend und liebend leben. Paradoxerweise stärkt es andere, wenn man sich mit Schmerzen und Schwäche nach außen in Beziehungen begibt. „Füreinander da sein“ ist eine in zwei Richtungen befahrbare Straße des großzügigen Gebens und dankbaren Empfangens. Ihre Bedürftigkeit gibt anderen eine Möglichkeit, zu lieben. Und da Liebe stets Gottes höchstes Ziel auch bei Ihnen ist, werden Sie seine schönste und freudenreichste Lektion lernen, indem Sie kleine Gelegenheiten finden, Sorge für andere auszudrücken, wenn Sie selbst am schwächsten sind. Eine große, lebensbedrohliche Schwäche kann sich als erstaunlich befreiend erweisen. Es bleibt Ihnen nichts zu tun, als von Gott und anderen Menschen geliebt zu werden, und Gott und andere Menschen zu lieben.&lt;br /&gt;
8. Sie vergeuden Ihren Krebs, wenn Sie trauern wie jene, die keine Hoffnung haben. &lt;br /&gt;
Paulus verwendete diese Worte in Bezug auf jene, denen geliebte Menschen gestorben waren: „Wir wollen euch aber, Brüder, nicht in Unkenntnis lassen über die Entschlafenen, damit ihr nicht betrübt seid wie die übrigen, die keine Hoffnung haben.“ (1. Thessalonicher 4,13). Es gibt Trauer beim Tod. Selbst für den Glaubenden, der stirbt, gibt es einen zeitweiligen Verlust - einen Verlust des Körpers, und einen Verlust der geliebten Menschen hier, und einen Verlust des geistlichen Dienstes auf Erden. Doch die Trauer ist anders – sie ist von Hoffnung durchdrungen. „Wir möchten lieber ausheimisch vom Leib und einheimisch beim Herrn sein.“ (2. Korinther 5,8). Vergeuden Sie Ihren Krebs nicht, indem Sie trauern wie jene, die keine Hoffnung haben. &lt;br /&gt;
DP: Zeigen Sie der Welt diese andere Art des Trauerns. Paulus sagte, er hätte „Traurigkeit über Traurigkeit&amp;quot; gehabt, wenn sein Freund Epaphroditus gestorben wäre. Er war traurig gewesen, als er die schmerzliche Last der Krankheit seines Freundes spürte. Er wäre doppelt traurig gewesen, wenn sein Freund gestorben wäre. Doch diese liebende, ehrliche, gottorientierte Traurigkeit existierte neben „freut euch jederzeit“ und „der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft“ und „echte Sorge für dein Wohlergehen zeigen“. Wie kann denn aber ein seelischer Schmerz neben Liebe, Freude, Frieden und einem unzerstörbaren Gefühl eines Sinns des Lebens existieren. In der inneren Logik des Glaubens ergibt das einen perfekten Sinn. Tatsächlich kann es sein, dass Sie, genau weil Sie Hoffnung haben, die Leiden dieses Lebens heftiger spüren: Traurigkeit über Traurigkeit. Im Gegensatz dazu wählt die Trauer, die keine Hoffnung hat, oft Verleugnung oder Flucht oder Geschäftigkeit, weil sie sich der Realität nicht stellen kann, ohne zu verzweifeln. Bei Christus wissen Sie, was auf dem Spiel steht, und daher spüren Sie heftig das Schlechte dieser gefallenen Welt. Sie nehmen Schmerz und Tod nicht als sicher an. Sie lieben, was gut ist, und hassen, was böse ist. Schließlich folgen Sie dem Bild „eines Menschen der Leiden, der mit der Trauer vertraut ist&amp;quot;. Doch dieser Jesus nahm sein Kreuz willentlich auf sich „für die Freude, die vor ihm lag“. Er lebte und starb in der Hoffnung, dass alles wahr würde. Sein Schmerz wurde nicht durch Verleugnung oder Medizin betäubt, und er war auch nicht gefärbt von Verzweiflung, Furcht oder Um-sich-Schlagen nach irgendeinem Strohhalm der Hoffnung, der seine Lage ändern könnte. Jesu letzte Versprechen sind voller Freude fester Hoffnung mitten im Leiden: „Meine Freude sei in euch und eure Freude werde völlig. Eure Traurigkeit wird zur Freude werden. Eure Freude nimmt niemand von euch. Bittet, und ihr werdet empfangen, damit eure Freude völlig sei. Dieses rede ich in der Welt, damit sie meine Freude völlig in sich haben.” (Auswahl aus Johannes 15-17). &lt;br /&gt;
9. Sie vergeuden Ihren Krebs, wenn Sie die Sünde so beiläufig wie bisher behandeln.&lt;br /&gt;
Sind Ihre eingefleischten Sünden so verlockend wie vor Ihrem Krebs? Wenn ja, verschwenden Sie Ihren Krebs. Der Krebs soll den Appetit auf Sünde zerstören. Stolz, Gier, Lüsternheit, Hass, Unversöhnlichkeit, Ungeduld, Faulheit, Verzögern – all diese sind die Gegner, die der Krebs angreifen soll. Denken Sie nicht nur daran, gegen den Krebs zu kämpfen. Denken Sie auch daran, mit dem Krebs zu kämpfen. All diese Dinge sind schlimmere Feinde als der Krebs. Verschwenden Sie nicht die Macht des Krebses, diese Feinde zu vernichten. Lassen Sie durch die Gegenwart der Ewigkeit die Sünden der Zeit so sinnlos aussehen, wie sie tatsächlich sind. „Denn was wird es einem Menschen nützen, wenn er die ganze Welt gewönne, sich selbst aber verlöre oder einbüßte?“ (Lukas 9,25). &lt;br /&gt;
DP: Das Leiden ist tatsächlich dazu da, Sie der Sünde zu entwöhnen und Ihren Glauben zu stärken. Wenn Sie Gott-los sind, dann vergrößert das Leiden die Sünde. Werden Sie in Ihrer Lebensführung bitterer werden, verzweifelter, süchtiger, ängstlicher, rasender, vermeidender, sentimentaler, gottloser? Werden Sie so tun, als sei alles wie immer? Werden Sie mit dem Tod einig werden, zu Ihren Bedingungen? Aber wenn Sie Gott gehören, wird das Leiden in den Händen Christi Sie verändern, immer langsam, manchmal schnell. Sie werden mit dem Leben und dem Tod zu seinen Bedingungen einig werden. Er wird Sie gütig machen, Sie reinigen, Sie von Eitelkeiten befreien. Er wird dafür sorgen, dass Sie ihn brauchen und ihn lieben. Er ordnet Ihre Prioritäten neu, damit die wichtigsten Dinge öfter am wichtigsten sind. Er wird mit Ihnen gehen. Natürlich werden Sie manchmal versagen, vielleicht von Reizbarkeit oder Grübelei, Wirklichkeitsflucht oder Ängsten gepackt werden. Doch er wird Sie immer aufheben, wenn Sie stolpern. Ihr innerer Feind – ein moralischer Krebs, der zehntausend Mal tödlicher ist als Ihr körperlicher Krebs – wird absterben, wenn Sie immer weiter Ihren Retter suchen und finden: „Um deines Namens willen, HERR, vergib mir meine Schuld, denn sie ist groß. Wer ist nun der Mann, der den HERRN fürchtet? Ihn wird er unterweisen in dem Weg, den er wählen soll.“ (Psalm 25). &lt;br /&gt;
10. Sie vergeuden Ihren Krebs, wenn Sie ihn nicht als ein Mittel nutzen, Wahrheit und Herrlichkeit Christi zu bezeugen.&lt;br /&gt;
Christen sind niemals irgendwo durch göttlichen Zufall. Es gibt Gründe dafür, dass wir dort ankommen, wo wir sind. Bedenken Sie, was Jesus über schmerzhafte, ungeplante Umstände sagte: „Vor diesem allem aber werden sie ihre Hände an euch legen und euch verfolgen, indem sie euch an die Synagogen und Gefängnisse überliefern, um euch vor Könige und Statthalter zu führen um meines Namens willen. Es wird euch aber zu einem Zeugnis ausschlagen.” (Lukas 21,12 -13). Ebenso ist es mit dem Krebs. Er wird eine Möglichkeit sein, Zeugnis abzulegen. Christus ist unendlich wertvoll. Hier ist eine goldwerte Möglichkeit zu zeigen, dass er mehr wert ist als das Leben. Vergeuden Sie sie nicht. &lt;br /&gt;
DP: Jesus ist Ihr Leben. Er ist der Mensch, vor dem sich jedes Knie beugt. Er hat den Tod ein für allemal überwunden. Er wird zu Ende bringen, was er begonnen hat. Lassen Sie Ihr Licht leuchten, indem Sie in ihm, von ihm, durch ihn, für ihn leben. Ein altes geistliches Lied drückt es so aus: &lt;br /&gt;
Christus sei mit mir, &lt;br /&gt;
Christus in mir, &lt;br /&gt;
Christus hinter mir, &lt;br /&gt;
Chrisus vor mir, &lt;br /&gt;
Christus neben mir, &lt;br /&gt;
Christus, um mich zu gewinnen, &lt;br /&gt;
Christus, um mich zu trösten und wieder herzustellen, &lt;br /&gt;
Christus unter mir, &lt;br /&gt;
Christus über mir, &lt;br /&gt;
Christus in Stille , &lt;br /&gt;
Christus in Gefahr, &lt;br /&gt;
Christus in den Herzen aller, die mich lieben, &lt;br /&gt;
Christus im Mund von Freund und Fremdem&lt;br /&gt;
(aus „I bind unto myself the name“ [etwa: „Ich binde an mich den Namen“). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Ihrem Krebs bedürfen Sie Ihrer Brüder und Schwestern, um die Wahrheit und Herrlichkeit Christi zu bezeugen, mit Ihnen zu gehen, ihren Glauben an Ihrer Seite auszuleben, Sie zu lieben. Und Sie können mit Ihnen und mit allen anderen dasselbe tun und zu dem Herzen werden, das Freunde wie Fremde mit der Liebe Christi liebt, zum Mund, der mit Hoffnung für Freunde wie Fremde gefüllt ist. &lt;br /&gt;
Denken Sie daran, dass Sie nicht verlassen sind. Sie werden die Hilfe haben, die Sie brauchen. „Mein Gott aber wird alles, was ihr bedürft, erfüllen nach seinem Reichtum in Herrlichkeit in Christus Jesus.” (Philipper 4,19)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pastor John&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Browniekr</name></author>	</entry>

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